Autor: Administrator

  • Das Buch der Heirat

    Das Buch der Heirat

    [Sahih Muslim, Kapitel 16]

    Der Hadith von Abdullah Ibn Masud Alkama, berichtete: Ich ging mit Abdullah in Mina, als wir Uthman trafen. Da ging er mit ihm und sprach mit ihm. Uthman sagte zu Abdullah: (O Abu Abdu-r-Rahman, möchtest du, daß wir dich mit einer Jungfrau verheiraten? Sie würde einige Tage deiner Jugend in dir wachrufen!) Abdullah sagte: Zu der Frage, die du angesprochen hast, hat der Gesandte Allahs, gesagt: Ihr junge Leute! Wem von euch es möglich ist zu heiraten, der soll es tun; denn dies hilft, die Blicke zu wahren. Wer aber dies nicht zu tun vermag, der soll fasten; denn es ist eher für ihn ein Schutz!

    Anas, berichtete: Einige von den Gefährten des Propheten, erkundigten sich bei den Frauen des Propheten, nach seinen gottesdienstlichen Handlungen in seinem privaten Leben. Einige von ihnen sagten: (Wir werden niemals heiraten.) Einige sagten: (Wir werden nie Fleisch essen.) Andere sagten: (Wir werden niemals auf einem Bett schlafen.) (Als der Gesandte Allahs davon erfuhr), sprach er den Lobpreis und sagte: Ich bewundere mich über diejenigen, die dies und jenes gesagt haben. Ich aber bete und schlafe, faste und breche mein Fasten und heirate die Frauen. Wer sich von diesem Weg abwendet, der gehört nicht zu mir!

    Sad Ibn Abi Waqqas, berichtete: Der Gesandte Allahs, lehnte es ab, dass Uthman Ibn Mazun in Zölibat lebt. Hätte der Prophet dies erlaubt, hätten wir uns kastrieren lassen!

    Abdullah, berichtete: Wir waren mit dem Gesandten Allahs, auf einem Kriegszug und hatten keine Frauen dabei. Daher sagten wir zum Propheten: (Ist es nicht besser, wenn wir uns kastrieren lassen?) Er verbot uns das, erlaubte aber, Frauen für eine begrenzte Zeit zu ehelichen. In diesem Zusammenhang rezitierte er: Ihr Gläubigen! Verwehrt euch nicht die guten Dinge, die Allah euch erlaubt hat! Und begeht keine Übertretung! Allah liebt die nicht, die Übertretungen begehen! [Quran 5:87]

    Dschabir Ibn Abdillah berichtete: Der Rufer des Gesandten Allahs, tritt vor uns hin und sagte: (Der Gesandte Allahs, erlaubte euch die Zeitehe, die auf kurze Zeit zum Zwecke des geschlechtlichen Genusses geschlossen wurde.) Damit meinte er den geschlechtlichen Genuss mit den Frauen.

    Ali Ibn Abi Talib, berichtete Am Tag von Khaibar verbot Allahs Gesandter, die Zeitehe mit den Frauen und das Essen von zahmen Eseln.

    Abu Huraira, berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: (Ein Mann darf nicht gleichzeitig mit einer Frau und ihrer Tante mütterlicherseits oder väterlicherseits verheiratet sein.)

    Ibn Abbas, berichtete Der Prophet, heiratete Maimuna, als er in Ihram-Zustand war.

    Ibn Umar, berichtete: Der Prophet verbot, dass sich einer von uns zum Kauf einer Ware begibt, die sein Bruder zu kaufen beabsichtigt, und dass sich einer von uns um die Hand einer Frau bewirbt, deren Verlobung mit seinem Bruder bevorsteht.

    Abu Huraira, berichtete: Der Gesandte Allahs verbot den Handel zwischen einem Sesshaften und einem Nomaden und sagte: Betreibt kein Scheingeschäft (Nagasch), und keiner von euch darf den Kauf derselben Ware anstreben, die sein Bruder zu kaufen beabsichtigt. Man darf sich auch nicht um die Hand einer Frau werben, deren Verlobung mit seinem Bruder bevorsteht. Und die Frau darf nicht die Scheidung ihrer Schwester bewirken, um an ihrer Stelle zu sein.

    Ibn Umar, berichtete: Der Gesandte Allahs verbot den Schighar. Und Schighar ist, wenn ein Mann seine Tochter einem anderen Mann zur Frau mit der Bedingung gibt, dass dieser ihm auch seine Tochter zur Ehefrau gibt, und dass die Aufhebung einer Zahlung des Brautgeldes auf Gegenseitigkeit ruht.

    Uqba Ibn Amer, berichtete: Ich hörte den Propheten folgendes sagen: Die Bedingungen, um deren Erfüllung ihr vorrangig Sorge tragen sollt, sind solche unter denen euch die Schamteile (der Frauen durch Heirat) erlaubt geworden sind.

    Abu Huraira, berichtete: Der Prophet sagte: Eine Frau deren Wiederverheiratung bevorsteht, darf nicht verheiratet werden, bis sie dies selbst zulässt. Dagegen darf eine Jungfrau erst verheiratet werden, wenn sie zuvor nach ihrer Einwilligung gefragt wurde. Einige Leute fragten: O Gesandter Allahs, wie sieht dann ihre Einwilligung aus? Der Prophet sagte: Indem sie schweigt!

    Aischa berichtete: Ich fragte den Gesandten Allahs, ob die Jungfrauen, die ihre Familie verheiraten wollen, dies selbst zulassen darf, oder nicht. Der Gesandte Allahs sagte zu ihr: (Ja! Sie muss es selbst zulassen.) Aischa sagte: (Ich sagte ihm dann, dass die Jungfrau doch schamhaft ist.) Der Gesandte Allahs, sagte dann: (Das ist ihre Einwilligung, dass sie schweigt!)

    Aischa berichtete: Der Gesandte Allahs nahm seine Eheschließung mit mir vor, als ich sechs Jahre alt war, und mit mir ehelichen Beziehungen erst unterhielt, als ich neun Jahre alt war. Wir gingen zu Medina und dort hatte ich Fieber für einen Monat, und mein Haar wuchs, bis es das Ohrläppchen erreichte.

    Umm Roman kam zu mir, während ich auf einer Schaukel mit meinen Spielgefährtinnen war. Sie rief mich laut. So ging ich zu ihr und ich wusste nicht, was sie von mir wollte. Sie fasste meine Hand und ließ mich auf der Tür stehen. Ich sagte: Ha, Ha. Als ob mir der Atem gestockt wäre.

    Sie führte mich in ein Haus, in dem sich einige Frauen von den Ansar sammelten. Sie sprachen Segenswünsche aus und wünschten mir alles Gute und Glück. Sie überließ mich diesen Frauen. Sie wuschen meinen Kopf und schmückten mich. Nichts erschrak mich, außer dass der Gesandte Allahs, morgens kam, und dass ich ihm anvertraut wurde.

    Sahl Ibn Sad berichtete: Eine Frau kam zum Gesandten Allahs, und sagte: (Ich bin zu dir gekommen, um mich selbst als Geschenk an dich zu geben.) Der Gesandte Allahs, hob seinen Blick zu ihr, schaute sie für eine Weile an, dann senkte er seinen Kopf zum Boden. Als die Frau sah, dass er über ihr Angebot keine Entscheidung traf, setzte sie sich. Darauf stand ein Mann von seinen Gefährten auf, und sagte: (O Gesandter Allahs, wenn du nichts mit ihr vorhast, dann gib sie mir zur Frau!)

    Der Prophet fragte ihn: Hast du etwas (als Brautgabe)? Er sagte: (Nein, bei Allah, o Gesandter Allahs.) Der Prophet sagte zu ihm: (Geh dann zu deiner Familie und sehe, ob du etwas findest!) Der Mann ging, kam (nach einer Weile zurück) und sagte: (Nein, bei Allah! Nichts habe ich gefunden.) Der Prophet sagte zu ihm: (Geh und suche einen Ring, sei dieser auch aus Eisen!) Der Mann ging, kam dann (nach einer Weile zurück) und sagte: (Nein, bei Allah! Nichts habe ich gefunden, nicht einmal einen Ring aus Eisen. Aber hier ist mein Lendentuch, von dem sie die Hälfte besitzen kann.)

    Sahl erwiderte: Der Mann besaß aber kein Oberkleid dazu, und der Gesandte Allahs, sagte zu ihm: (Was soll sie mit deinem Lendentuch machen? Wenn du es anhast, so hat sie nichts auf deinem Leibe.) Der Mann setzte sich und als es lange dauerte, stand er auf. Als der Gesandte Allahs, sah, daß er weggehen wollte, ließ nach ihm rufen und als dieser zurückkam, sagte er zu ihm: (Was kennst du vom Koran auswendig?) Der Mann sagte: (Ich kenne die Sure Soundso und die Sure Soundso auswendig.) Er nannte ihm dann mehreren Suren. Da sagte der Prophet: (Kannst du diese auswendig rezitieren?) Der Mann sagte: (Ja!) Da sagte der Prophet zu ihm: (Du kannst dann gehen! Wir haben sie dir zur Frau für das gegeben, was du vom Koran auswendig kannst.)

    Anas Ibn Malik, berichtete: Der Prophet sah dass Abdu-r-Rahman Ibn Auf gelbe Spuren auf seinem Körper hatte. Als er ihn nach dem Grund fragte, sagte dieser: Ich habe eine Frau geheiratet und ihr (als Brautgabe) soviel vom Gold geleistet, wie das Gewischt eines Dattelkerns. Der Prophet sagte zu ihm: Allah möge dir diese (Ehe) segnen. Gib ein Festmahl, mindestens mit einem Schaf!

    Anas, berichtete: Ich sah das Hochzeitsmahl von Zainab, in dem er (der Prophet) den Leuten Brot und Fleisch servierte. Er pflegte mir zu senden, um die Leute einzuladen. Als er damit fertig war, stand er auf, und ich folgte ihm. Es aber blieb zu Hause nach dem Gastmahl noch zwei Männer, die sich mit einem Gespräch beschäftigt waren. Da besuchte er die Häuser seiner Frauen und begrüßte sie mit den Worten: As-Salamu Alaikum (Der Friede sei auf euch), wie geht es euch, o Angehörige des Hauses? Sie erwiderten: (O Gesandter Allahs, es geht uns gut. Wie findest du deine Angehörigen?) Er antwortete: (Gut.)

    Als er damit fertig war, kehrte er zu Hause zurück, und ich war mit ihm. Als er die Tür erreichte, fand er, dass sich die zwei Männer noch in einem Gespräch beschäftigt waren. Aber als sie ihn zurückkehren sahen, gingen sie heraus. Bei Allah, wusste ich nicht, ob ich oder eine Offenbarung ihm mitteilte, dass die beiden Männer herausgingen, deshalb kehrte er zurück, und ich war mit ihm. Als er die Türschwelle erreichte, ließ er den Vorhang zwischen ihm und mir fallen. Darauf offenbarte Allah, der Erhabene, den Koranvers: Ihr Gläubiger! Betretet nicht die Häuser des Propheten, ohne dass man euch zu einem Essen Erlaubnis erteilt. [Quran 33:53]

    Abdullah Ibn Umar, berichtete: Der Gesandte Allahs, sagte: (Wenn einer von euch zu einem Hochzeitsmahl eingeladen ist, dann soll er daran teilnehmen.)

    Abu Huraira, berichtete: Der Gesandte Allahs, sagte: Das schlechteste Mahl ist das Hochzeitsmahl, zu dem die Reichen eingeladen und die Armen ausgelassen werden, und wer die Einladung (zu einem Hochzeitsmahl) ausschlägt, der ist Allah und Seinem Gesandten ungehorsam.

    Aischa berichtete: Die Frau von Refaa kam zum Gesandten Allahs, und sagte: (O Gesandter Allahs, Refaa schied sich von mir, und die Scheidung trat in Kraft. Ich heiratete anschließend Abdu-r-Rahman Ibn Az-Zubair. Aber er ist impotent!) Der Gesandte Allahs, lächelte und sagte: (Du willst wohl zu Refaa zurück? Nein, das ist nicht möglich, bevor du deine Ehe mit Abdu-r-Rahman vollziehst!) Sie sagte das, als Abu Bakr beim Gesandten Allahs war, und Khalid an der Tür auf Erlaubnis zum Eintritt wartete. So rief er: (O Abu Bakr, hörst du nicht, was diese Frau beim Gesandten Allahs, sagt!)

    Ibn Abbas, berichtete: Der Prophet sagte: Wenn einer von euch mit seiner Frau geschlechtlich verkehren will, und dabei sagt: Bismillah Allahumma gannibna Ash-Shaitan, wa gannib Ash-Shaitana ma razaktana! (Im Namen Allahs! O Allah, halte uns von Satan fern und halte Satan von dem fern, was du uns beschert hast!) Wenn sie ein Kind kriegen, wird es vom Satan nie geschädigt.

    Dschabir, berichtete: Die Juden pflegten zu sagen: Wenn einer den Beischlaf mit seiner Ehefrau von hinten, aber im normalen Geschlechtsteil, ausübt, kommt das Kind mit schielenden Augen zur Welt! Darauf wurde folgender Koranvers offenbart: Eure Frauen sind ein Saatfeld für euch; darum kommt zu eurem Saatfeld wie ihr wollt [Quran 2:223]

    Abu Huraira berichtete: Der Prophet, sagte: (Wenn die Frau das Ehebett ihres Mannes meidet, so wird sie von den Engeln solange verflucht, bis sie am nächsten Morgen aufsteht.)

    Abu Said Al-Khudriy, berichtete: Wir unternahmen mit dem Gesandten Allahs, den Feldzug von Banu Al-Mustaliq und nahmen einige edle arabische Frauen gefangen. Da die Ehelosigkeitszustand lang dauerte, wollten wir mit ihnen geschlechtlich verkehren und Azl üben. Wir aber sagten: (Wieso machen wir so etwas, ohne den Gesandten Allahs, zu fragen?) So fragten wir den Gesandten Allahs. Er erwiderte: (Es ist nicht notwendig, dass ihr das tut. Es gibt kein Lebewesen bis zum Jüngsten Tag, das nicht ins Leben gerufen wird.)

    Dschabir, berichtete: Wir übten Al-Azl in der Zeit, in der der Koran offenbart wurde.

  • Die Heirat

    Die Heirat

    [Ṣaḥīḥ al-Buchari, Kapitel 60]

    Anas Ibn Malik berichtete: „Eine Gruppe von drei Männern suchte die Wohnungen der Frauen des Propheten auf, um sich über die Frömmigkeit des Propheten zu erkundigen. Als sie davon Kenntnis nahmen, machten sie den Eindruck, als ob sie derartige Praxis für gering schätzten. Sie sagten dann: „Wer sind wir gegenüber dem Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm? Ihm ist doch jede vergangene und künftige Schuld vergeben worden.“

    Einer von ihnen sagte: „Was mich aber angeht, so verbringe ich die ganze Nacht im Gebet.“ Ein anderer berichtete: „Ich aber faste die ganze Zeit und breche nicht mein Fasten.“ Der dritte sagte: „Ich enthalte mich aber der Frauen und werde niemals heiraten.“

    Der Gesandte Allahs kam hinzu und sagte: „Seid ihr diejenigen, die dies und jenes gesagt haben? Was mich wirklich angeht, so bin ich bei Allah unter euch derjenige, der Allah am meisten fürchtet und Ihm gegenüber am frömmsten ist. Dennoch faste ich und breche mein Fasten, bete ich und gehe schlafen und heirate die Frauen. Wer sich von diesem meinem Weg abwendet, der gehört nicht zu mir!“

    Urwah berichtete, dass er sich bei Aischa über den Quran-Vers (4:3) erkundigte, in dem Allah, Erhaben ist Er, sagt: „Und wenn ihr fürchtet, nicht gerecht gegen die Waisen zu sein, so heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, zwei, drei oder vier und wenn ihr fürchtet, nicht billig zu sein, eine oder was im Besitz eurer rechten (Hand ist). So könnt ihr am ehesten Ungerechtigkeit vermeiden.“

    Aischa sagte zu ihm: „Du, Sohn meiner Schwester! Es handelt sich dabei um die Waisenmädchen, die sich in der Obhut ihres Fürsorgeberechtigten befinden, und er die Heirat mit ihnen wegen ihres Vermögens und ihrer Schönheit begehrt und will dazu eine geringere Brautgabe leisten, als die sonst für ihren Stand nach der Sunnah üblich ist. Darauf erging das Verbot, dass Waisenmädchen nicht ungerechterweise verheiratet werden dürfen, es sei denn, ihr Brautgeld wird ihnen vollständig geleistet. Anderenfalls erging der Befehl, dass sie andere Frauen außer den Waisenmädchen heiraten sollen.“

    Abdallāh überlieferte: „Wir waren zur Zeit des Propheten noch junge Männer, die nichts hatten, und der Gesandte Allahs sagte zu uns: „O ihr jungen Leute, wer von euch in der Lage ist, den Pflichten der Ehe nachzugehen, der soll heiraten denn dies hilft, die Blicke zurückzuhalten und die Keuschheit vor Schändlichkeiten zu wahren. Wer aber dies nicht zu tun vermag, der soll fasten denn es ist eher für ihn ein Schutz!““

    Anas überlieferte: „Der Prophet machte gewöhnlich die Runde bei seinen Frauen und besuchte sie alle in einer einzigen Nacht, und sie waren an der Zahl neun Frauen.“

    Said Ibn Jubair sagte: „Ibn Abbas fragte mich: „Hast du bereits geheiratet?“ Ich antwortete: „Nein!“ So sagte er: „Heirate, denn der beste in dieser Ummah ist der mit den meisten Frauen.““

    Al-Hafidh Ibn Hajjar sagte in „Fath al-Bari 10/143“: „Er beschränkte es einzig auf diese Ummah und schloss andere aus wie beispielsweise Jene wie Sulaiman, Allahs Frieden auf ihm, den wahrlich er hatte von denen die uns vorausgingen die meisten Frauen gehabt und auch sein Vater Dawud.

    Und in der Überlieferung von at-Tabarani von Ayyub von Said Ibn Jubair von Ibn Abbas der sagte: „Heirate, denn der beste in dieser Ummah ist der mit den meisten Frauen.“ Und es wurde gesagt, dass mit „der beste in dieser Ummah“ jener gemeint ist, der mehr Frauen als jemand anderes der ihm gleichgestellt ist, hat. Und es ist offensichtlich dass mit „der beste“ der Prophet Muhammad gemeint ist und mit „dieser Ummah“ seine Gefährten, Allahs Wohlgefallen auf ihnen.“

    Ibn Masud berichtete: „Wir zogen zum Kampf mit dem Propheten aus und hatten für uns keine Frauen dabei. Wir sagten: „O Gesandter Allahs, sollen wir uns nicht kastrieren lassen?“ Und er verbot es uns.“

    Sad Ibn Abū Waqqas berichtete: „Der Gesandte Allahs lehnte es ab, dass Uthman Ibn Madun im Zölibat lebt. Hätte der Prophet dies erlaubt, hätten wir uns kastrieren lassen!“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Bei einer Heirat wird die Frau gewöhnlich wegen viererlei Gründe begehrt sein: Wegen ihres Vermögens, ihrer Abstammung, ihrer Schönheit und ihrer Frömmigkeit. Nehmet also einen glücklichen Ausgang mit der Frau, die fromm ist, damit deine Hände zu einem beachtlichen Gewinn gelangen.“

    Sahl berichtete: „Ein Mann ging an dem Gesandten Allahs vorbei. Der Prophet fragte die Anwesenden: „Was haltet ihr von diesem Mann?“ Die Leute sagten: „Er ist eher der Mann, dem – wenn er um die Hand einer Frau bittet – die Frau zur Ehe gegeben wird, und wenn er für jemanden spricht, die Fürsprache von ihm angenommen wird, und wenn er spricht, wird man ihm gern zuhören.“ Der Prophet schwieg, bis ein Mann von den armen Muslimen vorbeiging.

    Der Prophet fragte: „Was haltet ihr von diesem Mann?“ Die Leute sagten: „Er ist eher der Mann, dem – wenn er um die Hand einer Frau bittet – die Frau zur Ehe nicht gegeben wird, und wenn er für jemanden spricht, von ihm die Fürsprache nicht angenommen wird, und wenn er spricht, wird man ihm nicht gern zuhören.“ Da sagte der Gesandte Allahs zu den Leuten: „Dieser wäre besser als die ganze Erde, wenn sie von Männern in der Art des Mannes voll wäre.“

    Abdallāh Ibn Umar berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Ein schlechtes Vorzeichen gibt es im Zusammenhang mit einer Frau, mit einem Wohnhaus und mit einem Pferd.“

    Ibn Umar berichtete: „Die Leute sprachen vom schlechten Vorzeichen in der Gegenwart des Propheten, und der Prophet sagte zu ihnen: „Wenn es ein schlechtes Vorzeichen in einer Sache geben würde, dann nur im Zusammenhang mit einer Frau, mit einem Wohnhaus und mit einem Pferd,“

    Sahl Ibn Sad berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Wenn es etwas davon in einer Sache geben würde, dann nur im Zusammenhang mit einer Frau, mit einem Wohnhaus und mit einem Pferd.“

    Usama Ibn Zaid berichtete, dass der Prophet sagte: „Ich habe nach mir keine Versuchung hinterlassen, die den Männern schädlicher wäre, als die Frauen!“

    Aischa berichtete: „Der Prophet trat bei mir ein, während sich ein Mann bei mir befand. Es sah durch sein verändertes Gesicht so aus, als ob er so etwas nicht gern hätte. Ich sagte zu ihm: „Er ist doch mein Bruder.“ Der Prophet erwiderte: „Seht richtig, wer eure Brüder sind denn die Radaa ist nur durch stillen des Hungers.“

    Aischa berichtete: „Aflah, Bruder des Abu-l-Quais, kam zu mir und bat um Einlaß. Dieser war mein Onkel auf Grund der Radaa, nachdem die Offenbarung über die Schleierpflicht herabgesandt wurde. Ich verwehrte ihm den Einlaß, bis der Gesandte Allahs kam. Als ich ihm von dem erzählte, was ich getan habe, befahl er mir, dass ich ihm erlaube.“

    Jabir berichtete: „Der Gesandte Allahs verbot es, dass die Frau einen Mann heiratet, der mit ihrer Tante mütterlicherseits oder väterlicherseits verheiratet ist.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Ein Mann darf nicht gleichzeitig mit einer Frau und ihrer Tante mütterlicherseits oder väterlicherseits verheiratet sein.“

    Ibn Umar berichtete: „Der Gesandte Allahs verbot den Schigar. Und Schigar ist, wenn ein Mann seine Tochter einem anderen Mann mit der Bedingung zur Frau gibt, dass dieser ihm auch seine Tochter zur Ehefrau gibt, und daß die Aufhebung einer Zahlung des Brautgeldes auf Gegenseitigkeit beruht.“

    Alī berichtete Ibn Abbas, dass zur Zeit der Schlacht von Chaibar, der Prophet die Zeitehe (Mutah)* und das Fleisch der zahmen Esel zum Verzehr verbot.“

    Thabit Al-Bunanyy berichtete: „Ich war bei Anas, während seine Tochter auch bei ihm war. Anas erzählte uns folgendes: „Eine Frau kam zum Gesandten Allahs und bot sich ihm an. Sie sagte zu ihm:“O Gesandter Allahs, hast du Verlangen nach mir?“ Die Tochter von Anas sagte: „Wie gering ist ihre Scham! Du Schande!“ Anas erwiderte: „Sie ist besser als du denn sie begehrte den Propheten und bot sich ihm deshalb an.““

    Sahl Ibn Sad berichtete: „Eine Frau bot sich dem Propheten an. Darauf sagte ein Mann zu ihm: „O Gesandter Allahs, gib sie mir zur Frau!“ Der Prophet fragte ihn: „Was bietest du ihr an?“ Er sagte: „Ich habe nichts.“ Der Prophet sagte zu ihm: „Geh und suche einen Ring, sei dieser auch aus Eisen!“ Der Mann ging dann, kam aber zurück und sagte: „Nein, bei Allah! Nichts habe ich gefunden, nicht einmal einen Ring aus Eisen. Aber hier ist mein Lendentuch, von dem sie die Hälfte besitzen kann.“

    Der Mann besaß aber kein Oberkleid dazu, und der Prophet sagte zu ihm: „Was soll die Frau mit deinem Lendentuch machen?: Wenn du es anhast, so hat sie nichts auf ihrem Leibe und wenn sie es anhat, hast du selbst nichts auf deinem Leibe. Der Mann setzte sich, und als es aber lange dauerte, stand er auf. Als der Prophet ihn nochmal sah, rief er ihn zu sich und sagte zu ihm: „Was hast du vom Qurān“ Der Mann sagte: „Ich behalte noch die Surah Soundso und die Surah Soundso.“ Er nannte ihm dann mehrere Suren. Da sagte der Prophet zu ihm: „Wir geben sie dir für das, was du von dem Qurān behalten hast.“

    Abdallāh Ibn Umar berichtete: „Als Hafsa, Tochter des Umar, ihre Wartezeit nach dem Tod ihres Mannes Chunais Ibn Huthafa As-Sahmyy beendet hatte, und ihr in Al-Madina verstorbener Mann zu den Gefährten des Gesandten Allahs gehörte, geschah folgendes nach der Aussage von Umar Ibn Al-Chattab: „Ich ging zu Uthman Ibn Affan und bot ihm Hafsa als Ehefrau an. Er sagte zu mir: „Ich werde über diese meine Angelegenheit nachdenken!“

    Ich wartete dann einige Nächte ab. Danach traf ich ihn, und er sagte zu mir: „Ich entschied mich, dass ich zur Zeit nicht heirate.“ Später traf ich Abū Bakr As-Siddiq und sagte zu ihm: „Wenn du willst, gebe ich dir Hafsa, Tochter des Umar als Ehefrau.“ Da schwieg Abū Bakr und äußerte sich nicht vor mir. Ich war über ihn noch mehr verärgert, als ich über Uthman verärgert war.

    Da vergingen noch einige Nächte. Dann bat der Gesandte Allahs um ihre Hand, und ich gab sie ihm zur Ehefrau. Danach traf ich Abū Bakr, und er sagte zu mir: „Es mag sein, dass du über mich verärgert warst, als du mir Hafsa anbotest, und ich dir keinerlei äußerung machte!“ Ich sagte zu ihm: „Ja!“ Abū Bakr setzte fort: „Der einzige Grund, dass ich dir keine äußerung darüber machte, war, dass ich vorher wußte, dass der Gesandte Allahs seine Absicht über die Heirat mit ihr erwähnte, und es geziemt sich nicht, dass ich das Geheimnis des Gesandten Allahs lüfte. Hätte er davon abgesehen, so hätte ich sie geheiratet.““

    Aischa berichtete: „Der Gesandte Allahs sagte zu mir: „Ich habe dich im Traum gesehen. Der Engel brachte dich eingehüllt in einem Seidentuch und sagte zu mir: „Das ist deine Frau!“ Ich nahm das Tuch von deinem Gesicht ab und sah, dass du diese Frau bist. Da sagte ich zu mir: „Wenn dieses von Allah ist, so wird Er es vollenden!““

    Sahl Ibn Sad berichtete: „Eine Frau kam zum Gesandten Allahs und sagte: „Ich bin zu dir gekommen, um mich selbst als Geschenk an dich zu geben. Der Gesandte Allahs hob seinen Blick zu ihr, schaute sie für eine Weile an, senkte dann seinen Kopf zum Boden. Als die Frau sah, dass er über ihr Angebot keine Entscheidung traf, setzte sie sich hin. Darauf stand ein Mann von seinen Gefährten auf und sagte: „O Gesandter Allahs, wenn du nichts mit ihr vorhast, dann gib sie mir zur Frau!“

    Der Prophet fragte ihn: „Hast du etwas ?“ Er sagte: „Nein, bei Allah, o Gesandter Allahs.“ Der Prophet sagte zu ihm: „Geh dann zu deiner Familie und siehe, ob du etwas findest!“ Der Mann ging, kam und sagte: „Nein, bei Allah! Nichts habe ich gefunden.“ Der Prophet sagte zu ihm: „Geh und suche einen Ring, sei dieser auch aus Eisen!“

    Der Mann ging, kam dann und sagte: „Nein, bei Allah! Nichts habe ich gefunden, nicht einmal einen Ring aus Eisen. Aber hier ist mein Lendentuch, von dem sie die Hälfte besitzen kann.“ Der Mann besaß aber kein Oberkleid dazu, und der Gesandte Allahs sagte zu ihm: „Was soll sie mit deinem Lendentuch machen? Wenn du es anhast, so hat sie nichts auf ihrem Leibe und wenn sie es anhat, so hast du selbst nichts auf deinem Leibe.“

    Der Mann setzte sich hin und als es lange dauerte, stand er auf. Als der Gesandte Allahs sah, dass er weggehen wollte, ließ er nach ihm rufen, und als dieser zurückkam, sagte er zu ihm: „Was kennst du vom Qurān auswendig gelernt?“ Der Mann sagte: „Ich kenne die Surah Soundso und die Surah Soundso auswendig.“ Er nannte ihm dann mehrere Suren. Da sagte der Prophet: „Kannst du diese auswendig rezitieren?“ Der Mann sagte: „Ja!“ Da sagte der Prophet zu ihm: „Du kannst dann gehen! Wir haben sie dir zur Frau für das gegeben, was du vom Qurān auswendig kennst.“

    Aischa berichtete: „Die Eheschließung vor dem Islam in der Zeit der Unwissenheit wurde auf vielerlei Arten vollzogen: „Eine Art davon war, wie heute gewöhnlich mit der Eheschließung verfahren wird, in dem der Heiratskandidat bei einem anderen um die Hand seiner Schutzbefohlenen oder seiner Tochter bittet, alsdann die Brautgabe dafür leistet und sie anschließend heiratet.

    Eine andere Art der Eheschließung bestand darin, dass ein Mann zu seiner eigenen Ehefrau kam, wenn sie gerade von ihrer Regel reingeworden war, und sagte: „Schicke eine Nachricht zu dem Soundso, damit du von ihm geschwängert werden kannst.“ In diesem Fall hielt sich ihr Mann von ihr solange fern und berührte sie nicht, bis ihre Schwangerschaft von dem anderen Mann, der sie geschwängert hatte, offensichtlich und erkennbar wurde. Hier dann, nachdem die Schwangerschaft feststand, unterhielt ihr Mann mit ihr wieder die geschlechtliche Beziehung, wenn er dies begehrte denn dies ließ er nur zu, um Kinder zu haben. Diese Art von Eheschließung nannte man „Nikahu-l-Istibda.“

    Die dritte Art wurde in der Weise vollzogen, dass sich eine Gruppe von weniger als zehn Männern zu einer Frau begab, um mit ihr den Geschlechtsverkehr zu vollziehen. Wenn sie davon schwanger wurde und später ein Kind zur Welt brachte, dann ließ sie nach der Entbindung einige Nächte verstreichen und schickte zu allen Männern eine Einladung. Hier dann durfte keiner von ihnen seine Erscheinung bei ihr verweigern. Wenn sie alle dann beisammen bei ihr eintrafen, sagte sie zu ihnen: „Ihr wisset noch, wie es mit euch war! Ich habe entbunden, und das Kind ist dein Sohn, du Soundso.“ Hier nannte sie dann den Namen des Mannes, der ihr am liebsten war. Diesem wurde das Kind für zugehörig erklärt, und der Mann konnte sich nicht gegen diese Maßnahme wehren.

    Bei der vierten Art der Eheschließung handelte es sich um eine größere Zahl von Menschen, die bei einer und derselben Frau einzutreten pflegten, indem sie auch keinen von ihnen zurückweisen durfte. Und diese waren die Prostituierten, die als Auszeichnung ihres Gewerbes Fahnen über ihren Türen hißten.

    Wer sich zu ihnen begeben wollte, der konnte dort eintreten. Wenn eine Frau dann von einem dieser Männer schwanger wurde und später entbunden hatte, sammelten die Männer für sie und riefen einen Kenner, der die Abstammungsmerkmale bei einem von ihnen feststellen konnte. Dann sprachen sie die Zugehörigkeit des Kindes zu demjenigen aus, den sie für den Vater hielten. Die Frau gab ihm dann das Kind, das als sein Sohn bekanntgegeben wurde, und er durfte diese Maßnahme nicht verweigern.

    Aber als Muhammad mit der Wahrheit entsandt wurde, erklärte er alle diese Arten der Eheschließung aus der Jahilyya für nichtig, mit Ausnahme der Eheschließung, die die Menschen bis heute noch kennen.““

    Aischa berichtete, dass der Prophet seine Eheschließung mit ihr vornahm, als sie sechs Jahre alt war, und mit ihr die ehelichen Beziehungen erst unterhielt, als sie neun Jahre alt war, und dass die Ehe mit ihm insgesamt neun Jahre dauerte.

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Eine Frau, deren Wiederverheiratung bevorsteht, darf nicht verheiratet werden, bis sie dies selbst zuläßt. Dagegen darf eine Jungfrau erst verheiratet werden, wenn sie zuvor nach ihrer Einwilligung gefragt wurde.“ Einige Leute fragten: „O Gesandter Allahs, wie sieht dann ihre Einwilligung aus?“ Der Prophet sagte: „Indem sie schweigt!“

    Aischa berichtete: „Ich sagte: „O Gesandter Allahs, eine Jungfrau ist doch schamhaft!“ Und er erwiderte: „Ihre Einwilligung ist ihr Schweigen.“

    Chansaa Bint Chidam Al-Ansariyya berichtete, dass sie als Thayyib von ihrem Vater wiederverheiratet wurde, und daß sie damit nicht einverstanden war. Sie begab sich deshalb zum Gesandten Allahs und er machte ihre Heirat rückgängig.

    Ibn Umar berichtete: „Der Prophet verbot, dass sich einer von uns zum Kauf einer Ware begibt, die sein Bruder zu kaufen beabsichtigt, und daß sich einer von uns um die Hand einer Frau bewirbt, deren Verlobung mit seinem Bruder bevorsteht, es sei denn der Verlobte sieht von der Heirat ab, oder er erlaubt ihm diese.“

    Uqba berichtete, dass er den Propheten folgendes sagen hörte: „Die Bedingungen, um deren Erfüllung ihr vorrangig Sorge tragen sollt, sind solche, unter denen euch die Schamteile erlaubt worden sind.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Keiner Frau ist es erlaubt, dass sie die Scheidung ihrer Schwester verlangt, um deren Feld für sich selbst räumen zu lassen. Denn es wird ihr von Allah nur das zuteil werden, was für sie vorbestimmt ist.“

    Anas Ibn Malik berichtete: „Abd ar-Raḥmān Ibn Auf, kam zum Gesandten Allahs und auf seinem Körper waren gelbe Spuren zu sehen. Der Gesandte Allahs fragte ihn nach dem Grund, und er gab an, dass er eine Frau von den Al-Ansar geheiratet habe. Der Prophet fragte ihn: „Was hast du ihr gegeben?“ Er sagte: „Soviel vom Gold, wie das Gewicht eines Dattelkerns.“ Da erwiderte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: „Gib ein Festmahl, mindestens mit einem Schaf!“

    Anas Ibn Malik berichtete: „Der Prophet sah, dass Abd ar-Raḥmān Ibn Auf gelbe Spuren auf seinem Körper hatte. Als er ihn nach dem Grund fragte, sagte dieser: „Ich habe eine Frau geheiratet und ihr soviel vom Gold geleistet, wie das Gewicht eines Dattelkerns.“ Der Prophet sagte zu ihm: „Allah möge dir diese segnen. Gib ein Festmahl, mindestens mit einem Schaf!“

    Aischa berichtete: „Ich ließ eine Braut feierlich zu ihrem Mann aus den Al-Ansar begeleiten. Der Prophet Allahs sagte zu mir: „Du Aischa, ihr wurdet ja von keiner feierlichen Stimmung begleitet, obgleich diese den Al-Ansar sehr gefällt!“

    Ibn Abbas berichtete, dass der Prophet sagte: „Wenn einer von euch zu seiner Frau kommt, um ihr beizuwohnen, und dabei sagt: „Bismillah! Allahumma Jannibni sch-schaitaan, wa jannibi sch-schaitaana maa razaqtana“, und sollte dabei die Vereinigung der beiden vollzogen worden oder ein Kind bestimmt sein, so wird Satan nie imstande sein, dort einen Schaden zuzufügen.“

    Bayan sagte: „Ich hörte Anas sagen: „Auf der Hochzeit einer Frau mit dem Propheten schickte mich der Prophet hinaus, um Menschen zu einer Mahlzeit einzuladen.““

    Abdallāh Ibn Umar berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Wenn einer von euch zu einem Hochzeitsmahl eingeladen ist, soll er daran teilnehmen.“

    Sahl Ibn Sad berichtete: „Abū Usaid As-Saidyy lud den Gesandten Allahs zu seiner Hochzeit ein, auf welcher seine Frau die Hochzeitsgäste bediente, obwohl sie selbst die Braut war. Wisst ihr, was sie dem Gesandten Allahs zu trinken gab? Sie legte für ihn in der Nacht zuvor Datteln ins Wasser, und als er mit dem Essen fertig war, gab sie ihm das Dattelwasser zu trinken.“

    Anas Ibn Malik berichtete: „Als der Prophet Frauen und Kinder sah, die gerade von einer Hochzeitsfeier zurückkamen, stand er in Erwartung des Segens auf und sagte: „O Allah, Du weißt, dass diese Menschen bei mir zu den liebsten gehören!“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Eine Frau darf nicht fasten, während ihr Mann anwesend ist, es sei denn mit seiner Erlaubnis.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Wenn ein Mann seine Frau in sein Bett bittet, und sie es ablehnt, zu ihm zu gehen, so wird sie von den Engeln solange verflucht, bis sie am nächsten Morgen aufsteht.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Wenn eine Frau die Nacht mit der Absicht verbringt, das Bett ihres Mannes zu meiden, so werden die Engel sie solange verfluchen, bis sie von ihrem Plan absieht.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Eine Frau darf nicht fasten, während ihr Mann anwesend ist, es sei denn mit seiner Erlaubnis. Ferner darf sie keinem den Eintritt in seine Wohnung gewähren, es sei denn mit seiner Erlaubnis. Und was sie immer ohne seine Erlaubnis an Spende gibt, so wird ihm die Hälfte des Lohnes zuteil sein.“

    Abdallāh Ibn Zuma berichtete, dass der Prophet sagte: „Keiner von euch darf seine Frau wie einen Sklaven auspeitschen alsdann ihr auch noch am Tagesende beischlafen!“

    Aischa berichtete: „Beim Qurān-Vers [Surah an-Nisa (4):128] „Und wenn eine Frau von ihrem Ehemann rohe Behandlung oder Gleichgültigkeit befürchtet, …“ handelt es sich um eine verheiratete Frau, deren Mann von ihr nicht genug haben kann, und er demzufolge die Scheidung von ihr begehrt, um eine andere Frau zu heiraten.

    Die Frau sagt dann zu ihm: „Behalte mich und lasse dich nicht von mir scheiden und heirate dennoch eine andere denn du bist von meinem Unterhalt und von deinen ehelichen Verpflichtungen mir gegenüber entbunden. Dies geht auch wie folgt hervor: „… so soll es keine Sünde für beide sein, wenn sie sich auf geziemende Art miteinander versöhnen denn Versöhnung ist gut…“.“

    Jabir berichtete: „Wir haben gewöhnlich von dem Azl [find link til Coitus interruptus] zur Zeit des Gesandten Allahs Gebrauch gemacht.“

    Jabir berichtete: „Wir haben gewöhnlich von dem Azl1 zu der Zeit Gebrauch gemacht, zu der die Offenbarung des Qurān im Gange war.“

    Jabir berichtete: „Wir haben gewöhnlich von dem Azl1 zur Zeit des Gesandten Allahs Gebrauch gemacht, während die Offenbarung des Qurān im Gange war.“

    Abū Saīd al-Khudrī berichtete: „Wir verfügten bei einer Kriegsbeute über gefangene Frauen, und wir machten von dem Azl Gebrauch. Als wir uns darüber beim Gesandten Allahs erkundigten, sagte er: „Tut ihr es wirklich?“ Und er wiederholte diesen Satz dreimal. Anschließend fuhr er fort: „Es gibt kein Lebewesen, dessen Dasein bis zum Tage der Auferstehung vorbestimmt ist, das nicht wirklich existieren wird.“

    Al-Qasim sagte: „Aischa berichtete, dass der Prophet normalerweise die Entscheidung durch das Los traf, wenn er sich auf eine Reise begeben und eine oder mehrere seiner Frauen mitnehmen wollte. Einmal geschah es, dass die Entscheidung für Aischa und Hafsa zusammenfiel. Der Prophet pflegte, wenn er nachts die Reise unternahm, neben Aischa zu laufen, um sich mit ihr zu unterhalten.

    Da sagte Hafsa zu ihr: „Willst du nicht auf meinem Kamel reiten, so daß ich auf deinem Kamel reite und jede von uns da und dort Ausschau halten kann?“ Sie erwiderte: „Doch!“ Da ritt sie, und der Prophet begab sich zum Kamel von Aischa, auf dem Hafsa ritt, grüßte sie und setzte seinen Marsch fort, bis es für eine Rast soweit war. Da vermißte Aischa ihn. Während des Aufenthalts steckte sie ihre Beine ins Gebüsch und sagte: „O Herr, schicke mir einen Skorpion oder eine Schlange, die mir einen Stich versetzt, weil ich keine Rechtfertigung dafür erbringen kann!“

    Aischa berichtete, dass der Gesandte Allahs – während er an seiner Krankheit litt, an der er auch später starb, oft folgende Frage stellte: „Wo bin ich morgen? Wo bin ich morgen?“ Er meinte damit seinen gemeinsamen Tag mit Aischa. Dies veranlaßte seine anderen Frauen, es zuzubilligen, dass er dort bleiben möge, wo er es gern hätte.

    Da entschied er sich für die Wohnung von Aischa und blieb dort, bis er bei ihr starb. Aischa selbst erzählte davon: „Er starb also an dem Tag, an dem er die Runde bei mir in meiner Wohnung machte. Allah nahm ihn dann in dem Augenblick zurück, als sein Kopf an meiner Brust unter meinem Kinn lag und sich sein Speichel mit dem meinigen vermischte.“

    Ibn Abbas berichtete, dass Umar eines Tages bei Hafsa eintrat und zu ihr sagte: „Du darfst dich nicht von derjenigen betören lassen, die von der Liebe des Gesandten Allahs zu ihr wegen ihrer Schönheit stolz ist!“ – Und er meinte damit Aischa. Als sie dies dem Gesandten Allahs erzählte, lächelte er.

    Abdallāh Ibn Masud berichtete, dass der Prophet sagte: „Keiner reagiert mit wachsamerer Sorge als Allah. Deshalb verbot Er die Schändlichkeiten. Und keiner liebt es mehr, gelobt zu werden, als Allah“

    Aischa berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „O Ummah (Gemeinschaft) des Muhammad! Keiner reagiert mit wachsamerer Sorge als Allah, wenn Er sieht, dass Sein Diener oder Seine Dienerin Unzucht begehen. O Ummah des Muhammad! Hättet ihr von dem gewusst, was ich weiß, so hättet ihr wenig gelacht und viel geweint.“

    Urwah Ibn Az-Zubair berichtete, dass seine Mutter Asma den Gesandten Allahs folgendes sagen hörte: „Keiner reagiert mit wachsamerer Sorge als Allah!“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Allah reagiert mit wachsamer Sorge, und Seine Sorge wird dadurch hervorgerufen, dass ein Gläubiger das begeht, was Allah ihm verwehrt.“

    Jabir Ibn Abdallāh berichtete, dass der Prophet sagte: „Ich betrat das Paradies und sah dort einen Palast. Ich fragte: „Wem gehört dieser?“ Dort wurde mir gesagt: „Dieser gehört Umar Ibn Al-Chattab. Ich wollte eintreten, und das einzige, was mich davor abhielt war das, dass ich seine Eifersucht kenne!“ Umar Ibn Al-Chattab sagte darauf: „O Gesandter Allahs, mögen mein Vater und meine Mutter für dich geopfert werden, O Prophet Allahs! Dir gegenüber soll ich eifersüchtig sein?“

    Abū Huraira berichtete: „Während wir beim Gesandten Allahs saßen, sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: „Während ich schlief, sah ich mich im Paradies, wo ich eine Frau erblickte, die neben einem Palast den Wudu vornahm. Ich fragte: „Wem gehört dieser?“ Dort wurde mir gesagt: „Dieser gehört Umar.“ Als ich mich an seine Eifersucht erinnerte, lief ich schnell davon!“ Da weinte Umar und sagte darauf: „Dir gegenüber soll ich eifersüchtig sein, O Gesandter Allahs?“

    Aischa berichtete: „Der Gesandte Allahs sagte zu mir: „Ich weiß doch genau, wann du mit mir zufrieden bist, und wann du mit mir unzufrieden bist!“ Ich erwiderte: „Und wie kannst du dies feststellen?“ Da entgegnete er: „Wenn du mit mir zufrieden bist, sagst du: „Nein, beim Herrn des Muhammad!“ Und wenn du über mich verärgert bist, sagst du: „Nein, beim Herrn des Ibrāhīm.“ Ich sagte zu ihm: „Das stimmt! Bei Allah, O Gesandter Allahs, ich vermied dabei nichts anderes als deinen Namen auszusprechen!“

    Aischa berichtete: „Niemals war ich auf eine der Frauen des Gesandten Allahs so eifersüchtig, wie ich auf Chadidscha eifersüchtig war. Dies war deswegen, weil der Gesandte Allahs sie oft erwähnte und lobte ferner, weil Allah dem Gesandten Allahs eingab, dass er ihr die frohe Botschaft von einer Wohnung im Paradies aus Brokat beibringen sollte, welche ihr gehört.“

    Al-Miswar Ibn Machrama berichtete: „Ich hörte den Gesandten Allahs, – als er auf der Minbar stand – sagen: „Die Leute des Stammes von Banu Hischam Ibn Al-Mughira haben um Erlaubnis dafür gebeten, ihre Tochter Alī Ibn Abi Talib zur Ehefrau zu geben. Ich erlaube es nicht, und ich werde es nicht erlauben, und nie werde ich es erlauben! Es sei denn, dass sich Alī Ibn Abi Talib von meiner Tochter scheiden lässt und deren Tochter heiratet. Denn sie ist wahrlich ein Stück von mir: Mich wird das betrüben, was sie betrübt, und mich wird dasselbe Übel treffen, das sie trifft.“

    Uqba Ibn Amir berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Hütet euch davor, dass ihr bei den Frauen eintretet!“ Ein Mann von den Al-Ansar sagte: „O Gesandter Allahs, wie ist es mit dem Bruder des Mannes?“ Und der Prophet sagte: „Der Bruder des Mannes ist der Tod!“

    Ibn Abbas berichtete, dass der Prophet sagte: „Ein Mann darf sich nicht allein mit einer Frau zurückziehen, es sei denn, dass sie in Begleitung eines Mahram ist!“ Darauf stand ein Mann auf und sagte: „O Gesandter Allahs, meine Frau zog hinaus für die Pilgerfahrt, und ich habe mich für den Kampf in der Schlacht Soundso und Soundso angemeldet!“ Der Prophet sagte zu ihm: „Geh deiner Frau nach und vollziehe mit ihr die Pilgerfahrt.“

    Anas Ibn Malik berichtete: „Eine Frau von den Al-Ansar kam zum Propheten und er sprach mit ihr allein. Anschließend sagte er: „Bei Allah, ihr seid diejenigen, die ich unter allen Menschen am meisten liebe.“

    Abullah Ibn Masud berichtete, dass der Prophet sagte: „Die Frau soll sich nicht vor einer anderen entblößen, damit diese sie nicht vor ihrem Ehemann in der Weise beschreibt, als ob er ihr zuschauen würde!“

    Jabir Ibn Abdallāh berichtete: „Der Prophet hatte es verabscheut, dass ein Mann bei seiner Familie Nachts an die Tür klopft.“

    Jabir Ibn Abdallāh berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Wenn jemand von euch für lange Zeit abwesend war, so soll er nicht bei seiner Familie Nachts an die Tür klopfen.“

  • Das Buch des Jihad und der Expeditionen

    Das Buch des Jihad und der Expeditionen

    [Sahih Muslim, Kapitel 31]

    Der Hadith von Abdullah Ibn Umar Nafi berichtete: Der Gesandte Allahs richtete einen überraschenden Angriff auf Banu Al-Mustaliq, als sie ihr Vieh tränkten. Er tötet ihre Kämpfer und nahm ihre Frauen und Kinder gefangen. An diesem Tag nahm er Dschuwairiya gefangen. Abdullah Ibn Umar nahm an diesem Heer teil.

    Abu Musa berichtete: Wenn der Gesandte Allahs einen seiner Gefährten mit einem Auftrag losschickte, pflegte er folgendes zu sagen: Bringt frohe Kunde und schreckt nicht ab; macht es leicht und erschwert nicht!

    Anas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Macht es leicht und erschwert nicht; bringt frohe Kunde und schreckt nicht ab!

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wenn Allah am Tag der Auferstehung die Früheren und die Späteren versammelt, wird jedem einen Veruntreuter eine Erkennungsfahne aufgehoben. Es wird gesagt: Dies ist der Verrat von Soundso der Sohn von Soundso.

    Abdullah Ibn Masud berichtete: Der Prophet sagte: Für jeden einen Veruntreuter gibt es am Tag der Auferstehung eine Erkennungsfahne. Es wird gesagt: Dies ist der Verrat von Soundso.

    Anas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Für jeden einen Veruntreuter gibt es am Tage der Auferstehung eine Erkennungsfahne, mit der er erkannt wird.

    Dschabir berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Der Krieg ist ein kniffliger Kunstgriff.

    Der Hadith von Abdullah Ibn Abu Aufa: Abu-n-Nadr berichtete von dem Buch eines Mannes aus Aslam. Der war ein Gefährte des Gesandten Allahs. Sein Name ist Abdullah Ibn Abu Aufa. Er schickte Umar Ibn Ubaidillah eine schriftliche Botschaft, als dieser zu Haruriyya auszog.

    Darin teilte er ihm mit, dass der Gesandte Allahs pflegte zu sagen, wenn er gegen die Feinde kämpfte, und der Abend kommt: O ihr Menschen, wünscht euch keine Begegnung mit dem Feind und bittet Allah um Lebenskraft. Wenn ihr dem Feind begegnet seid, seid standhaft und wisset, dass das Paradies unter dem Schatten der Schwerter liegt. Der Prophet stand dann auf und sagte: O Allah, Du hast die Schrift offenbart, die Wolken bewegt und die Verbündeten besiegt, so besiege unsere Feinde und helfe uns gegen sie!

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Eine Frau wurde tot aufgefunden während einer Schlacht, die der Gesandte Allahs unternahm. Der Gesandte Allahs verabscheute das Töten von Frauen und Kindern.

    As-Sab Ibn Dschathama berichtete: Der Prophet wurde nach den Frauen und Kindern der Mushrikeen befragt, die während des nächtlichen Angriffes getötet wurden. Er sagte: Sie gehören zu ihnen.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs hat die Dattelpalme von Banu An-Nadir gebrannt und geschnitten. Qutaiba und Ibn Rumh fügte in ihrer Überlieferung hinzu, dass sie Al-Buwaira hieß. So hat Allah, Der Allmächtige und Erhabene, den folgenden Vers herabgesandt: Was ihr an Palmen umgehauen habt oder auf Wurzeln stehen ließet – es geschah mit Allahs Erlaubnis und damit Er die Übertreter in Schmach stürzen ließ. [Quran 59:5]

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Einer der Propheten zog einmal zum Kampf aus und sagte zu seinen Leuten: Niemand soll mir folgen, der sich eben mit einer Frau verheiratet hat, und seine Braut noch nicht berührt hat, auch der ein Gebäude aufbaute, es aber noch nicht überdacht hat. Auch soll mir derjenige, der Schafe oder schwangere Kamelstuten kaufte und ihre Entbindung erwartet, nicht folgen. So brach er aus bis er nahe dem Dorf zur Zeit des Nachmittagsgebets oder fast dabei ankam. Da sagte er zu der Sonne: Du bist befohlen, genauso wie ich bin. O Allah, lass die Sonne für mich strahlend! So blieb sie für ihn strahlend, bis Allah ihm den Sieg über die Feinde verlieh. Die Leute sammelten dann die Beutegüter, und das Feuer kam, um diese Beutegüter zu verzehren, wie es in der Thora steht. Es lehnte sie aber ab.

    Da sagte der Prophet: Es gibt Unterschlagung unter euch. Von jedem Stamm muss mir also ein Mann den Treueid leisten. Als sie es machten, klebte die Hand eines Mannes an der des Propheten. Da sagte er: Unter euch gibt es die Unterschlagung. Dein Stamm muss mir den Treueid leisten. Dann klebten die Hände von zwei oder drei Männern.

    Er sagte: Unter euch gibt es die Unterschlagung. Ihr habt unterschlagen. Sie brachten ihm dann Gold im gleichen Gewicht von einem Kuhkopf herbei und stellten es mit der Beute auf die Erde. Da kam das Feuer und verzehrte die Beutegüter. Er sagte ferner: Die Beutegüter wurden niemandem vor uns (den Muslimen) erlaubt, weil Allah, Der Segensreiche und Hocherhabene unsere Schwäche und Ohnmacht gesehen hat und deshalb hat Er uns die Beutegüter erlaubt.

    Ibn Umar berichtete: Der Prophet entsendete einen Kampftrupp nach Nadschd, und ich war mit ihnen. Dort haben sie viele Kamele als Kriegsbeute genommen. Der Anteil waren zwölf oder elf Kamele. Dazu wurde jedem ein zusätzliches Kamel gegeben.

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs gab uns eine zusätzliche Kriegsbeute außer unseren festgelegten Anteilen von dem Fünftel. Ich bekam eine alte Kamelin.

    Abu Qatada berichtete: Wir zogen mit dem Gesandten Allahs im Jahr der Schlacht von Hunain zum Kampf hinaus. Als wir dem Feind begegneten, erlitten die Muslime zuerst eine Niederlage. Ich sah einen Mann von den Götzendienern, der dabei war, einen Mann von den Muslimen zu töten. Ich wandte mich ihm zu, näherte mich von hinten und schlug ihm auf seinen Nacken. Er kam mir näher und packte mich so heftig, dass ich davon den Geruch des Todes schnupfte. Dann starb er und ließ mich gehen.

    Da holte ich Umar Ibn Al-Khattab nach. Er sagte: Wie wird die Beute unter den Leuten verteilt? Ich sagte: Wie Allah uns befahl. Die Leute kehrten zurück. Der Gesandte Allahs setzte sich und sagte: Wer einen getötet und einen Beweis dafür gehabt hat, der darf seine Sachen nehmen. Da stand ich auf und sagte: Wer legt Zeugnis für mich ab? Dann saß ich. Er wiederholte, was er sagte. Da stand ich auf und sagte: Wer legt Zeugnis für mich ab? Und dann saß ich.

    Er sagte dasselbe zum dritten Mal. Ich stand auf. Da sagte der Gesandte Allahs: Was ist los mit dir, Abu Qatada? Ich erzählte es ihm, was geschehen war. Da sagte einer von den Leuten: Er sagte die Wahrheit, o Gesandter Allahs. Die persönlichen Sachen jenes Toten sind bei mir. So gib ihm seinen Anteil an der Beute! Abu Bakr As-Siddiq sagte: Nein! Bei Allah, Das kann nie geschehen.

    Keiner darf einem Löwen Allahs, der für die Sache Allahs und seines Gesandten einsetzt, sein Recht auf die persönlichen Sachen des Getöteten verweigern. Der Gesandte Allahs sagte: Er hat recht. Gib ihm die Sachen des Getöteten. Er gab sie mir. Ich verkaufte den Schild gegen einen Garten in Banu Salima. Dieser Garten war mein erster Besitz, seitdem ich mich zum Islam bekannt hatte.

    Abdu-r-Rahman Ibn Auf berichtete: Als ich am Tage der Schlacht von Badr in der Reihe der Kämpfer stand, erblickte ich jeweils auf meiner rechten und linken Seite zwei Jungen von den Ansar. Ich hoffte, dass ich zwischen zwei stärkeren Jungen stände. Einer von den beiden sagte zu mir heimlich: Onkel! Weißt du, wo Abu Dschahl steht? Ich sagte: Ja, aber Sohn meines Bruders!Was willst du mit ihm tun?

    Er sagte: Mir wurde gesagt, dass er den Gesandten Allahs beschimpft. Bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist – falls ich ihn sehe – ich werde ihn umbringen oder ich werde deswegen umkommen. Ich bewunderte es. Dann erzählte mir der andere Junge auch dasselbe im Vertrauen Es dauerte nicht lange, bis ich Abu Dschahl unter den Leuten sich bewegen sah. Ich sagte: Seht ihr nicht? Das ist der Mann, nach dem ihr fragt.

    Sie griffen nun einander vor, gingen auf ihn heftig los und erschlugen ihn mit ihren Schwertern und brachten ihn um. Dann gingen sie zum Gesandten Allahs und teilte es ihm mit. Da fragte er: Wer von euch hat ihn getötet. Jeder von ihnen sagte: Ich. Da sagte der Gesandte Allahs Habt ihr eure Schwerter gereinigt? Sie sagten: Nein! Er blickte die beiden Schwerter an und sagte: Ihr beide habt ihn umgebracht. Dann hat er beschlossen, dass die persönlichen Sachen von Abu Dschahl Muaz Ibn Amr Ibnal Gamuh gegeben werden. Die beiden Jungen waren Muaz Ibnal Gamuh und Muaz Ibn Afra.

    Salama Ibnal Akwa berichtete: Wir brachen mit dem Gesandten Allahs für den Kampf gegen den Stamm von Hawazin. Als wir das Mittagessen mit dem Gesandten Allahs einnahmen, kam plötzlich ein Mann auf einem roten Kamel. Er ließ sein Kamel niederknien. Dann zog er aus seinem Bauchgurt einen ledernen Strick heraus, mit dem er das Kamel fesselte. Er kam und begann mit den Leuten zu essen. Während er aß, sah er die Leute an.

    Wir waren erschöpft, unsere Reittiere waren müde und manche von uns hatten sogar keine Reittiere. Plötzlich ging er eilig zu seinem Kamel zurück und band ihm den Strick auf. Er ließ es niederknien, setzte sich darauf und trieb es ganz schnell an. Ein Mann auf einer Kamelstute, deren Weiße mit schwarzen Flecken vermischt war, verfolgte ihn. Ich lief zu Fuß hinter ihnen, bis ich den Schenkel der Kamelstute einholte.

    (SaIama sagte:) Ich lief weiter, bis ich den Schenkel des Kamels erreichte. Ich überholte es, so dass ich den Halfter des Kamels fasste. Ich ließ es niederknien. Als es sein Knie auf den Boden legte, zog ich mein Schwert aus der Scheide und schlug den Kopf des Mannes ab, und er fiel zu Boden. Ich führte das Kamel, auf dem der Sattel und die Waffen des Mannes waren. Da empfing mich der Gesandte Allahs mit den Leuten. Er fragte: Wer tötete den Mann? Sie sagten: Ibnal Akwa. Er sagte: (Er darf dann die ganzen Sachen des Mannes zu sich nehmen.)

    Umar berichtete: Das Eigentum von Banu An-Nadir war ein Teil von dem, was Allah seinem Gesandten an Kriegsbeute gegeben hatte. Und die Muslime haben dafür nicht eines von den Pferden und nicht ein Reittier in Trab gebracht. Dieses gehörte insbesondere dem Propheten. Er gab seiner Familie davon ihren Lebensunterhalt für ein Jahr. Was danach übrig blieb, widmete er dem Einsatz für die Sache Allah, d.h. Für die Kriegspferde und die Waffen.

    Aischa: Die Frauen des Propheten hatten die Absicht nach dem Tod des Gesandten Allahs Uthman Ibn Affan zu Abu Bakr zu entsenden, um ihre Erbschaftsanteile vom Propheten zu fordern. Aischa sagte zu ihnen: Hat der Gesandte Allahs nicht gesagt: Wir werden nicht beerbt. Was wir hinterlassen haben, ist ein Almosen?

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Meine Erben werden unter sich kein Dinar teilen dürfen. Was ich hinterlasse, ist – mit Ausnahme des Lebensunterhalts für meine Frauen und des Arbeitslohns für meinen Diener – ein Almosen.

    Abdullah Ibn Umar sagte: Der Gesandte Allahs hatte die Kriegsbeute folgendermaßen aufgeteilt: dem Reittier wurden zwei Anteile gegeben und dem Kämpfer ein Anteil.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs entsandte eine Reitertruppe nach Nadschd, und diese brachte auf ihrem Heimweg einen Mann aus Banu Hanifa namens Thumama Ibn Uthaal, Häuptling von Al-Yamama, mit. Er wurde an einer Säule in der Moschee festgebunden. Der Gesandte Allahs kam dann zu ihm und sagte: Womit rechnest du bei mir, Thumama?

    Thumama sagte: Nur Gutes! Wenn du mich tötest, so tötest du einen Menschen, dessen Blut geschützt ist; und wenn du Gnade erweist, so erweist du sie einem dankbaren Menschen. Wenn du aber dafür ein Lösegeld verlangst, so verlange, was du willst, und du wirst es bekommen. Der Gesandte Allahs ließ ihn dann am Leben bis zum übernächsten Tag.

    Er kam abermals zu ihm und sagte: Womit rechnest du bei mir, Thumama? Thumama sagte: Dasselbe, was ich dir zuvor sagte. Wenn du Gnade erweist, so erweist du sie einem dankbaren Menschen, und wenn du tötest, so tötest du einen Menschen, dessen Blut geschützt ist. Wenn du aber dafür ein Lösegeld verlangst, so wirst du es bekommen. Der Gesandte Allahs ließ ihn dann am Leben bis zum nächsten Tag.

    Der Gesandte Allahs kam wieder zu ihm und sagte: Womit rechnest du bei mir, Thumama? Thumama sagte: Womit ich rechne, habe ich dir gesagt! Wenn du Gnade erweist, so erweist du sie einem dankbaren Menschen, und wenn du tötest, so tötest du einen Menschen, dessen Blut geschützt ist. Wenn du aber dafür ein Lösegeld verlangst, so wirst du es bekommen. Der Gesandte Allahs sagte dann: Lasset Thumama frei!

    Thumama begab sich zu einer Palme in der Nähe der Moschee, vollzog eine Gesamtwaschung, betrat die Moschee und sagte: Ich bezeuge, dass es nichts Anbetungswürdigeres gibt außer Allah, und dass Muhammad der Diener und Gesandte Allahs ist.

    O Muhammad, ich schwöre bei Allah, dass es kein Gesicht auf dieser Erde gab, das ich am meisten hasste, als dein Gesicht. Heute ist dein Gesicht bei mir das geworden, das ich am meisten liebe. Ich schwöre bei Allah, dass es keine Religion gab, die ich am meisten hasste, als deine Religion. Heute ist deine Religion bei mir solche geworden, die ich unter allen Religionen am meisten liebe. Ich schwöre bei Allah, dass es keine Ortschaft gab, die ich am meisten hasste, als deine Ortschaft.

    Heute ist deine Ortschaft bei mir solche geworden, die ich unter allen Ortschaften am meisten liebe. Deine Truppen nahmen mich fest, als ich die Besuchsfahrt vollziehen wollte. Was hältst du davon? Der Gesandte Allahs gab ihm eine freudige Nachricht und wies ihn an, dass er die Besuchsfahrt vollziehen soll. Als er in Makka ankam, sagte jemand zu ihm: Ungläubig bist du geworden! Er aber erwiderte: Nein, bei Allah! Vielmehr bin ich ein Muslim geworden, mit Muhammad. Nein, bei Allah! Eines Tages werdet ihr kein einziges Weizenkorn aus Yamama erhalten, ohne dass der Gesandte Allahs seine Erlaubnis dafür im Voraus gegeben hätte.

    Abu Huraira berichtete: Als wir uns in der Moschee befanden, kam der Gesandte Allahs zu uns heraus und sagte: Brechet auf zu den Juden! Da eilten wir mit ihm dorthin, und als wir bei ihnen ankamen, rief sie der Gesandte Allahs und sagte: O ihr Juden! Werdet Muslime, so werdet ihr sicher sein! Da sagten sie: O Abu-l-Qasim, du hast übermittelt.

    Dann sagte er: Das ist, was ich will. Werdet Muslime, so werdet ihr sicher sein! Sie sagten: O Abu-l-Qasim, du hast übermittelt. Der Gesandte Allahs sagte: Das ist, was ich will. und wiederholte dieselben Worte zum dritten Mal. Dann sagte er ferner: Wisset, dass die Erde Allah und Seinem Gesandten gehört, und dass ich vorhabe, euch aus diesem Land zu vertreiben. Wer dann von euch einen Käufer für sein Vermögen findet, der soll es verkaufen, anderenfalls sollt ihr wissen, dass die Erde Allah und Seinem Gesandten gehört!

    Ibn Umar berichtete: Die Juden von Banu An-Nadir und Quraiza griffen zur Waffe gegen den Gesandten Allahs worauf die Leute der An-Nadir vertrieben, während diejenigen von Quraiza weiterhin geduldet wurden. Als die Banu Quraiza aber danach wieder zur Waffe griffen, wurden ihre Männer getötet und ihre Frauen und Kinder und Vermögen unter den Muslimen verteilt. Nur einige von ihnen gingen dem Gesandten Allahs nach, und er gewährte ihnen Sicherheit. Sie traten dann zum Islam über. Der Gesandte Allahs vertrieb alle Juden aus Madina. Es waren Banu Qainuqa die Leute von Abdullah Ibn Salam, die Juden von Banu Haritha, sowie alle anderen Juden, die in Madina wohnten.

    Abu Said Al-Khudry berichtete: Als Banu Quraiza sich dem Urteil von Sad Ibn Muaz fügten, schickte der Gesandte Allahs nach Sad. Er kam auf einem Esel reitend. Als er sich der Moschee näherte, sagte der Gesandte Allahs zu den Ansar: Steht auf für euren Herrn! – oder vielleicht sagte er:

    Für den besten unter euch. Dann sagte er: Diese werden dein Urteil annehmen. Da sagte Muaz: Ihre Kämpfer sollen getötet, und ihre Kinder sollen gefangen genommen werden. Der Prophet sagte: Du hast das Urteil von Allah. Al-Muthanna erwähnte den letzten Satz in seiner Überlieferung nicht.

    Aischa: Sad wurde am Tag der Grabenschlacht verletzt, als ein Mann von Quraish namens Ibnal Ariqa mit dem Pfeil auf ihn schoss und ihn an seiner mittleren Armvene verletzte. Der Gesandte Allahs schlug für ihn ein Zelt in der Moschee auf, um ihn aus der Nähe besuchen zu können. Als der Gesandte Allahs aus der Grabenschlacht nach Hause kam, seine Waffe ablegte und sich waschen wollte, kam Gabriel zu ihm, gerade als er seinen Haupt vom Staub abschüttelte, und sagte: Hast du die Waffe abgelegt?

    Bei Allah, es ist noch nicht soweit, dass wir die Waffe ablegen! Ziehe hinaus zu ihnen! Dann sagte der Gesandte Allahs: Wo dann? Da deutete Gabriel auf von Banu Quraiza. Der Gesandte Allahs bekämpfte sie, bis sie sich schließlich seinem Urteil fügten. Der Gesandte Allahs ließ aber Sad entscheiden. Sein Urteil war, dass ihre Kämpfer getötet, ihre Frauen und Kinder in die Gefangenschaft geführt werden und ihr Vermögen verteilt wird.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs kündigte unter uns an jenem Tag an, an dem er von der Schlacht von Al-Ahzab zurückkehrte: Keiner soll das Mittagsgebet an einem Ort verrichten, außer bei Banu Quraiza. Manche Leute befürchteten, dass die Zeit verginge, bevor sie Banu Quraiza erreichten, und das Gebet zur rechten Zeit nicht verrichten konnten. Deshalb verrichteten sie das Gebet, bevor sie Banu Quraiza erreichten. Andere sagten: Wir werden das Gebet nur da verrichten, wo es uns der Gesandte Allahs zu verrichten befahl, auch wenn wir es versäumen würden. Er wies keine der beiden Gruppen zurecht.

    Anas Ibn Malik berichtete: Als die Auswanderer aus Makka nach Madina kamen, hatten sie nichts in ihren Händen, während die Helfer das Land und die Dattelpalmen besaßen. Die Helfer ließen die Auswanderer die Bewirtschaftung ihrer Dattelpalmen für die Hälfte der Ernte jedes Jahr übernehmen. Die Mutter von Anas Ibn Malik, die Umm Sulaim hieß, und zur selben Zeit die Mutter von Abdullah Ibn Abu Talha, der Bruder von Anas mütterlicherseits, gab dem Gesandten Allahs die Nutznießung von einer Dattelpalme.

    Der Gesandte Allahs gab sie aber Umm Aiman, seiner Dienerin, der Mutter von Usama Ibn Zaid. Ibn Schihab sagte: Anas Ibn Malik berichtete mir: Als der Gesandte Allahs fertig mit den Leuten von Khaibar war, und nach Madina zurückkehrte, schickten die Auswanderer den Helfern ihre Gaben, die sie ihnen vorher gewährt hatten, zurück. Er sagte: Der Gesandte Allahs schickte meiner Mutter die Nutznießung ihrer Palme zurück und gab Umm Aiman anstelle davon einen Teil seines Gartens.

    Abdullah Ibn Mughaffal berichtete: Ich erbeutete am Tag der Schlacht von Khaibar einen Schlauch, mit Fett. Ich nahm ihn und sagte: Heute gebe ich niemandem davon. Als ich mich umsah, sah ich den Gesandten Allahs lächeln.

    Abu Sufyan berichtete: Ich befand mich auf einer Reise zu jener Zeit, als ich mit dem Gesandten Allahs die Abmachung traf. Während ich mich auf dem Gebiet von Syrien aufhielt, kam ein Bote mit einem Schreiben vom Propheten das an Heraklios, König der Byzantiner, gerichtet wurde. Es handelte sich um das Schreiben, das Dihya Al-Kalbiy an den Gouverneur von Busra trug, der es wiederum an Heraklios weiterbringen ließ.

    Heraklios fragte: Gibt es in dieser Gegend jemand, der zu den Leuten dieses Mannes gehört, der behauptet, er sei ein Prophet? Die Leute sagten: Ja! Darauf wurde ich mit einigen Leuten aus dem Stamm Quraish gerufen; anschließend traten wir bei Heraklios ein. Er ließ uns vor ihm sitzen und sagte zu uns: Wer steht von euch in der verwandtschaftlichen Linie diesem Mann am nächsten, der behauptet, er sei ein Prophet? Ich sagte: Ich!

    Da ließen sie mich vor ihm sitzen und meine Begleiter hinter mir. Er ließ seinen Dolmetscher zu sich kommen und sagte zu ihm: Sage ihnen, dass ich ihm Fragen über diesen Mann stellen will, der behauptet, er sei ein Prophet! Wenn er (Abu Sufyan) mir die Wahrheit nicht sagt, so sagt mir, dass er lügt! Abu Sufyan sagte: Ich schwöre bei Allah, würden die Menschen, die die Ehrlichkeit Muhammads kennen, mich der Lüge nicht bezichtigen, so hätte ich bestimmt gelogen.

    Heraklios sagte zu seinem Dolmetscher: Frage ihn: Wie ist seine Abstammung unter euch? Ich sagte: Er ist unter uns von edler Abstammung. Heraklios fragte: War einer seiner Vorväter ein König? Ich sagte: Nein! Er fragte weiter: Habt ihr ihn der Lüge bezichtigt, bevor er das sagte, was er verkündet hat? Ich sagte: Nein! Heraklios sagte: Folgt ihm die Elite der Menschen oder folgen ihm die Schwachen? Ich sagte: Ihm folgen doch die Schwachen! Er sagte: Nimmt deren Zahl zu oder ab? Ich sagte: Nein! Sie nimmt doch ständig zu. Er sagte: Trat einer von ihnen von seinem Glauben zurück, nachdem er diesen angenommen hatte, auf Grund der Unzufriedenheit mit ihm? Ich sagte: Nein!

    Heraklios sagte: Habt ihr ihn bekämpft? Ich sagte: Ja! Er sagte: Wie war euer Kampf gegen ihn? Ich sagte: Der Kampferfolg war wechselhaft: Wir gewinnen eine Runde und die andere gewinnt er. Er fragte: Bricht er seine Abmachung mit euch? Ich sagte: Nein! Es gibt aber jetzt eine Abmachung zwischen uns. Wir wissen nicht, was er machen wird. Ich schwöre bei Allah, dass ich kein anderes Wort gegen ihn mehr zufügen konnte als dieses.

    Heraklios sagte: Hat jemand vor ihm eine solche Behauptung gemacht? Ich sagte: Nein! Danach wandte sich Heraklios seinem Dolmetscher zu und sagte: Sage ihm: Ich habe dich über seine Abstammung unter euch gefragt und du gabst an, dass er unter euch von edler Abstammung ist. Genauso sind die Gesandten: Diese werden gewöhnlich aus den Edlen ihrer Völker auserwählt. Ich fragte dich auch, ob es unter seinen Vorvätern einen König gab, und du hast dies verneint.

    Wäre unter seinen Vorvätern ein König gewesen, so würde ich annehmen, dass er ein Mann wäre, der für die Rückgewinnung des Königreiches seiner Vorväter kämpfen will. Ich fragte dich nach seinen Anhängern, ob sie die Elite oder die Schwachen sind, und du sagtest, dass ihm doch die Schwachen folgen. Diese sind doch stets die Anhänger der Gesandten.

    Ich fragte dich, ob ihr ihn der Lüge bezichtigt habt, bevor er sagte, was er behauptete, und du hast dies verneint. Ich hielt es nicht für möglich, dass er die Lüge vor den Menschen unterlässt, um eine Lüge gegen Allah zu erdichten. Ich fragte dich, ob jemand von seinen Anhängern aus seinem Glauben zurücktrat, nachdem er diesen annahm, weil er mit ihm nicht zufrieden war, und du hast dies auch verneint. Dies ist doch üblich für den Glauben, wenn er sich mit der Herzensfreude eines Menschen einnistet.

    Ich fragte dich, ob die Zahl seiner Anhänger zunimmt oder abnimmt, und du gabst an, dass diese zunimmt. Dies ist doch der Fall mit dem Glauben; denn dieser nimmt ständig zu, bis er sein Ziel erreicht! Ich fragte dich ferner, ob ihr ihn bekämpft hättet, und du gabst an, dass der Kampf zwischen euch wechselhaft ist, und dass ihr eine Runde gewinnt und die andere gewinnt er. Dies ist genau der Fall mit den Gesandten: Sie werden zunächst geprüft; das Endziel aber ist auf ihrer Seite.

    Ich fragte dich, ob er seine Abmachung mit euch bricht und du gabst an, dass er dies nicht tut. Es ist genauso mit den Gesandten: Sie brechen ihre Abmachung nicht. Ich fragte dich, ob jemand vor ihm eine solche Behauptung machte, und du hast dies verneint. Ich sagte zu mir: Hätte es vor ihm einen gegeben, der so etwas behauptete, so hätte ich angenommen, dass er ihm nachmacht!

    Heraklios fuhr fort: Was befiehlt er euch? Ich sagte zu ihm: Er befiehlt uns, dass wir das Gebet verrichten, die Almosensteuer entrichten, die Verwandtschaftsbande pflegen und dir Keuschheit wahren sollen. Heraklios sagte: Wenn das, was du über ihn sagtest die Wahrheit ist, so ist er ein Prophet. Ich wusste schon zuvor, dass ein Prophet noch kommt, nahm aber nicht an, dass er von eurer Seite hervorgeht.

    Wenn ich wüsste, dass ich ihm Folge leisten könnte, so hätte ich mich gern auf den langen Weg zu ihm gemacht. Wenn ich mich bei ihm befände, so würde ich seine Füße waschen. Wahrlich sein Machtbereich wird den Boden erreichen, den ich hier unter meinen Füßen habe. Danach ließ er das Schreiben des Gesandten Allahs vorbringen und verlesen. Da stand folgendes:

    Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Dieses Schreiben ist von Muhammad, dem Gesandten Allahs, an Heraklios, Herrscher des Oströmischen Imperiums! Der Friede sei auf demjenigen, der der Rechtleitung folgt. Sodann: Ich rufe dich auf, den Weg des Islam zu befolgen.

    Werde Muslim, so rettest du dich, und wenn du Muslim geworden bist, so wird Allah deinen Lohn verdoppeln. Wendest du dich aber davon ab, so trägst du die Sünde doppelt, sowohl wegen deiner Führerschaft als auch wegen deiner Untergebenen. (Es folgte dann im Schreiben ein Zitat aus dem Quran 3:64):

    Sprich: „O Volk der Schrift, kommt herbei zu einem gleichen Wort zwischen uns und euch, dass wir nämlich Allah allein dienen und nichts neben Ihn stellen und dass nicht die einen von uns die anderen zu Herren nehmen außer Allah.“ Und wenn sie sich abwenden, so sprecht: „Bezeugt, dass wir ergeben sind.“

    Als die Verlesung des Schreibens zu Ende ging, wurden Stimmen laut und es gab viel Palaver. Da wurde der Befehl erteilt, dass wir hinausgehen sollen. Als wir draußen waren, sagte ich zu meinen Gefährten: Es scheint mir, dass die Sache von Ibn Abu Kabscha (Muhammad) soweit ging, dass der König von Banu Al-Asfar (die Byzantiner) die Furcht davor empfindet. Seit dieser Zeit wurde ich davon überzeugt, dass die Sache mit dem Gesandten Allahs doch eines Tages durchkommt, bis Allah mir den Islam in mein Herz eingab.

    Der Hadith von Al-Bara Ein Mann fragte Al-Bara: O Abu Umara, seid ihr am Tag von Hunain geflohen? Er sagte: Nein. Bei Allah, der Gesandte Allahs hat sich nicht gewendet. Aber junge voreilige Männer unter seinen Gefährten kamen unbewaffnet heraus. sie hatten keine Waffen.

    Sie trafen eine Gruppe von geübten Werfern, denen selten ein Pfeil daneben ging. Diese Leute waren von Hawazin und Banu Nasr. Sie warfen diese jungen Männer heftig um, sie gingen kaum fehl. Da kehrten sie zurück zum Gesandten Allahs als er auf seinem weißen Maultier war und Abu Sufyan Ibn Al-Harith Ibn Abdel Mottalib ihn führte. Er stieg ab, bat um Beistand und sagte: Ich in der Prophet, es gibt keine Lüge Ich bin Ibn Abdel Mottalib Dann stellte er sie in einer Reihe.

    Abdullah Ibn Amr berichtete Der Gesandte Allahs hatte die Bewohner von At-Taif belagert, dabei konnte er sie nicht besiegen. Er sagte: Wir werden zurückkehren, InshaAllah. Seine Gefährten sagten: Werden wir zurückkehren, bevor wir sie erobert haben? Der Gesandte Allahs sagte ihnen: Stürzen sie sich in den Kampf? Denn stürzen sie sich in den Kampf, werden sie verletzt. Da sagte der Gesandte Allahs ihnen: Wir werden morgen zurückkehren. Sie werden sich darüber freuen. Da lächelte der Gesandte Allahs.

    Abdullah Ibn Masud berichtete Der Prophet zog in Makka ein, am Tage ihrer Eroberung, als dort dreihundertundsechzig Götzenfiguren um die Kaba aufgestellt waren. Er fing an, diese mit einem Baumast in seiner Hand zu schubsen, indem er sagte: [Quran 17:81] „Die Wahrheit ist gekommen, und das Falsche kann weder etwas erschaffen noch etwas zurückbringen.“ [Quran 34:49] Ibn Abu Umar fügte hinzu: Am Tag der Eroberung.

    Al-Bara Ibn Azib berichtete: Ali Ibn Abu Talib schrieb das Dokument zu dem Friedensabkommen zwischen dem Propheten und den Götzendienern am Tag von Hudaibiya. Er schrieb: Zu folgendem verpflichtet sich Muhammad, der Gesandte Allahs. Da riefen sie: Schreib nicht den Gesandten Allahs! Wenn wir wissen, dass du der Gesandte Allahs wärst, würden wir gegen dich nicht kämpfen. Der Prophet sagte zu Ali: Streiche diese Worte raus! Ali aber entgegnete: Nein! Das werde ich niemals tun!

    Der Prophet strich sie mit seiner eigenen Hand raus. Eine von den Götzendienern vorgebrachte Bedingung war, dass sich die Muslime in Makka nur drei Tage lang aufhalten durften. Dabei durften sie keine Waffen tragen, die nicht sicher in den Gulban verwahrt sind. Ich fragte Abu Ishaq: Was ist der Gulban? Er sagte: Sie sind die Scheiden und das, was in ihnen steht.

    Der Hadith von Sahl Ibn Hunaif: Abu Wael berichtete: Sahl Ibn Hunaif stand am Tag von Siffin auf und sagte: Ihr Leute! Tadelt euch selbst! Wir waren mit dem Gesandten Allahs am Tag von Hudaibiya, wenn wir zum Kampf aufgefordert würden, würden wir kämpfen. Das war im Friedensvertrag zwischen dem Gesandten Allahs und den Götzendienern.

    Umar Ibn Al-Khattab kam zum Gesandten Allahs und sagte: O Gesandter Allahs, sind wir nicht im Recht und sie im Unrecht? Er sagte: Ja doch! Er sagte: Treten unsere Gefallenen ins Paradies ein, während ihre ins Feuer eintreten? Er sagte: Ja doch! Er sagte: Warum werden wir dem Mangel in unserer Religion nachgeben und zurückkehren, während Allah zwischen uns noch kein Urteil gefällt hat.

    Er sagte: O Ibn Al-Khattab, ich bin der Gesandte Allahs und Allah wird mich nie allein hilflos lassen. Da stürzte Umar zornig mit Ungeduld, kam zu Abu Bakr und sagte ihm: Sind wir nicht im Recht und sie im Unrecht? Er sagte: Ja doch! Er sagte: Treten unsere Gefallenen ins Paradies ein, während ihre ins Feuer eintreten?

    Er sagte: Ja doch! Er Warum werden wir dem Mangel in unserer Religion nachgeben und zurückkehren, während Allah zwischen uns noch kein Urteil gefällt hat. Er sagte: O Ibn Al-Khattab, er ist der Gesandte Allahs und Allah wird ihn nie allein hilflos lassen. So wurde der Quran auf den Gesandten Allahs herabgesandt, bringend die frohe Botschaft des Sieges. Er sandte an Umar und ließ ihn diese Verse lesen. Er sagte: O Gesandter Allahs, ist es ein Sieg? Er sagte: Ja. So war er fröhlich und kehrte zurück.

    Anas Ibn Malik berichtete: Der Quranvers Wahrlich, Wir haben dir einen offenkundigen Sieg beschieden, … [Quran 48:1] wurde offenbart, als der Gesandte Allahs aus Al-Hudaibiya zurückkam. Die Muslimen waren so traurig, als der Prophet die Opfertiere schlachtete. Er sagte dann: Auf mich ist ein Vers herabgesandt worden, der mir lieber ist als alles in dieser Welt.

    Der Hadith von Sahl Ibn Sad: Er wurde einmal nach der Verletzung des Gesandten Allahs am Tage der Schlacht von Uhud gefragt und er sagte: Das Gesicht des Gesandten Allahs erlitt eine Wunde, ein Zahn zwischen seinen vorderen Zähnen und seinem Eckzahn wurde gebrochen. und sein Helm wurde auf seinem Haupt zertrümmert.

    Da wusch Fatima, Tochter des Gesandten Allahs, von ihm das Blut ab, während Ali Wasser aus dem Schild über die Wunde goss, den er als Gefäß benutzte. Als sie aber sah, dass das Blut nicht weniger wurde und es sogar noch mehr wegen des Wassers floss, riss sie etwas von einer Strohmatte ab und brannte es aus, bis dies völlig zu Asche wurde; sie nahm diese dann und presste sie gegen die Wunde, und diese hörte auf zu bluten.

    Abdullah Ibn Masud berichtete: Ich erinnere mich, als ob ich den Gesandten Allahs noch heute vor mir sähe, indem er von einem Propheten berichtete, der von seinen eigenen Leuten geschlagen wurde, alsdann er das Blut von seinem Gesicht wischte und sagte: O Allah mein Gott, vergib es meinen Leuten; denn sie sind unwissend!

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Mächtig ist aber der Zorn Allahs auf diejenigen, die dem Gesandten Allahs das zufügten. Dabei deutete er auf einen gebrochenen Zahn zwischen seinen vorderen Zähnen und seinem Eckzahn. Der Prophet sagte weiter: Mächtig ist aber auch der Zorn Allahs auf den Mann, den der Gesandte Allahs auf dem Wege Allahs, des Erhabenen und Allmächtigen, tötete.

    Ibn Masud berichtete: Als der Gesandte Allahs sein Gebet bei der Kaba verrichtete, saßen Abu Dschahl und seine Kumpane in der Nähe. Am vorigen Tag wurde eine Kamelstute geschlachtet. Abu Dschahl sagte: Wer von euch traut es sich zu, die Nachgeburt der Kamelstute des Stammes Soundso zu holen und zwischen die Schulterblätter Muhammads zu legen, während er sich im Gebet niederwirft?

    Der Niederträchtigste dieser Leute stand auf und brachte wenig später das genannte Organ. Er wartete, bis der Prophet sich im Gebet niederwarf, und legte es ihm zwischen den Schulterblättern. Sie brachten sich zum Lachen und neigten sich zu einander. Ich stand dort und war Augenzeuge dieser Missetat. Hätte ich die Macht über diese Leute, da nähme ich die Nachgeburt von seinem Rücken. Der Prophet verharrte in seiner Lage und hob seinen Kopf nicht.

    Man brach auf zu Fatima und teilte ihr dies mit. Sie kam, und damals war sie noch ein Mädchen, und nahm die Nachgeburt von seinem Rücken. Dann ging sie zu ihnen und beschimpfte sie. Als der Prophet sein Gebet vollendete, hob er seinen Kopf und rief dreimal: O Allah, bestrafe diese Quraish! Als sie seine Stimme hörten, hörten sie auf zu lachen und hatten Angst vor seiner Anrufung.

    Darauf rief er: O Allah, bestrafe Abu Dschahl Ibn Hischam, Utba Ibn Rabia, Schaiba Ibn Rabia, Al-Walid Ibn Uqba, Umayya Ibn Khalaf und Uqba Ibn Abu Muait. Er nannte auch den Namen des siebten Mannes, aber ich habe ihn vergessen. Bei Dem, Der Muhammad mit Wahrheit gesandt hat! Ich habe diese Leute am Tag von Badr getötet gesehen, Ihre Leichname wurden dann an den Brunnen von Badr gezogen.

    Aischa, Gattin des Propheten, berichtete: Ich sagte zum Propheten: Hast du einen schwereren Tag erlebt, als den Tag der Schlacht von Uhud? Er sagte: Ich habe von deinen Leuten vieles Schweres erlebt, und was ich davon am schwersten erlebt habe, geschah am Tag von Al-Aqaba, als ich mit meinem Anliegen an Ibn Abd Yalil Ibn Abd Kulal herantrat, und er mir für das, was ich wollte, nicht entgegenkam. Ich ging dann ziellos fort und war sehr bekümmert. Ich kam zu mir erst dann, als ich die Gegend von Qarn Ath-Thaalib erreicht habe. Ich hob mein Haupt und fand, dass mir eine Wolke den Schatten spendete.

    Ich blickte und sah Gabriel darin. Er rief mir zu, indem er sagte: Wahrlich, Allah, Der Allmächtige und Erhabene, hat die Worte deiner Leute gehört, welche sie an dich gerichtet und über dein Anliegen geantwortet haben. Er entsendet dir nun den Engel der Berge, damit du ihm vom Befehl erteilst, wie du gegen diese Leute verfahren willst.

    Darauf rief der Engel der Berge mir zu, grüßte mich mit dem Friedensgruß und sagte: O Muhammad, Allah hat die Worte deiner Leute gehört. Ich bin der Engel der Berge. Dein Gott entsandte mich zu dir, damit du mir vom Befehl erteilst. Befehle was du willst! Wenn du willst, lasse ich die zwei Berge über sie stürzen! Ich sagte aber: Nein! Vielmehr hoffe ich, dass Allah aus ihren Nachkommen, solche entstehen lässt, die Allah allein dienen und Ihm nichts beigesellen.

    Gundab Ibn Sufyan berichtete: Der Finger des Gesandten Allahs wurde in einer der Schlachten, an denen er sich beteiligte, verletzt und blutete. Er sagte: Du bist nichts anderes als ein Finger, der blutet, und das, was traf, ist Allah gewidmet.

    Gundab berichtete: Gabriel verspätete sich dabei, den Gesandten Allahs mit der Offenbarung zu besuchen. Da sagten die Götzendiener: Muhammad wurde verlassen. Darauf offenbarte Allah, der Erhabene und Allmächtige, den folgenden Vers Beim Vormittag und bei der Nacht, wenn alles still ist. Dein Herr hat dich weder verlassen, noch verabscheut. [Quran 93:1-3]

    Der Hadith von Usama Ibn Zaid Der Prophet ritt auf einem Esel mit einem Sattel, unter dem es eine in Fadka hergestellte Matte gab. Er ließ Usama hinter ihm reiten, als er sich zu Sad Ibn Ubada begab, um ihm den Krankenbesuch bei Banu Al-Harith Ibn Al-Khasradsch zu leisten. Das geschah aber vor der Schlacht von Badr. Er ritt fort, bis er an einer gemischten Versammlung aus Muslimen, Götzendienern und Juden vorbeiging. Darunter befanden sich Abdullah Ibn Ubayy und Abdullah Ibn Rawaha.

    Als der von den Hufen des Reittieres hervorgerufene Staub über die Versammlung schwebte, bedeckte Abdullah Ibn Ubayy sich die Nase mit seinem Übergewand und sagte: Verbreitet den Staub aber nicht über uns! Der Prophet begrüßte die Gruppe. Er hielt an und stieg vom Esel ab. Er rief sie aber zu Allah auf und las ihnen einige Koranverse vor. Da sagte Abdullah Ibn Ubayy: O du Mensch, wenn du die Wahrheit sagst, ist das gut, aber behalte sie für dich selbst und stört uns nicht in unseren Versammlungen. Du sollst auf deinem Reittier wieder reiten und sie denjenigen von uns erzählen, die zu dir kommen.

    Darauf sagte Abdullah Ibn Rawaha: Komme aber über uns in unseren Versammlungen! Wir mögen es. Die Muslime, die Götzendiener und die Juden rügten aber einander, bis sie dabei waren, gegeneinander zu kämpfen. Dabei versuchte der Prophet sie zu beruhigen, bis es ihm endlich gelang. Dann ritt er weiter, bis er zu Sad Ibn Ubada kam.

    Als der Prophet bei ihm eintrat, sagte er ihm: O Sad, hast du nicht gehört, was Abu Hubab sagte. Er hat dies und jenes gesagt. Er erwiderte: Verzeihe ihm, Gesandter Allahs! Denn bei Allah, Allah hat dir die erhabenste Stellung verliehen, während die Leute dieser Stadt sich aber darauf einigten, ihn zum König zu krönen und ihm den Turban zu geben. Da das verdorben war, als Allah dich mit der Wahrheit gesandt hat, wurde er neidisch. Und darin liegt die Ursache seines Verhaltens. Da vergab ihm der Prophet.

    Anas Ibn Malik berichtete: Jemand sagte zum Propheten: (Es wäre gut), wenn du zu Abdullah Ibn Ubayy gehen würdest! Der Prophet machte sich auf den Weg zu diesem Mann. Er ritt einen Esel, und einige Muslime begleiteten ihn auf seinem Weg durch einen Salzsumpf. Als der Prophet zu Abdullah Ibn Ubayy kam, sagte dieser zu ihm: Geh weg! Bei Allah, der Gestank deines Esels ist mir zuwider!

    Da rief einer der Ansar aus: Bei Allah, der Esel des Gesandten Allahs riecht besser als du! Wegen dieser Worte geriet einer der Leute von Abdullah in Wut und wollte sich für Abdullah einsetzen, da gerieten alle in Wut und begannen, mit Palmzweigen, Schuhen und bloßen Händen aufeinander einzuschlagen!

    Darauf erfolgte die Offenbarung des Verses: Und wenn zwei Parteien der Gläubigen einander bekämpfen, dann stiftet Frieden zwischen ihnen; wenn jedoch eine von ihnen sich gegen die andere vergeht, so bekämpft diejenige, die im Unrecht ist, bis sie sich Allahs Befehl fügt. Fügt sie sich, so stiftet in Gerechtigkeit Frieden zwischen ihnen und seid gerecht. Wahrlich, Allah liebt die Gerechten. [Quran 49:9]

    Anas Ibn Malik berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wer bringt uns eine Kunde darüber, was mit Abu Dschahl geschehen ist? Da ging Ibn Masud, um Informationen darüber zu sammeln. Er fand, dass Abu Dschahl von den beiden Söhnen von Afra geschlagen wurde, bis er niederkniete.

    Ibn Masud packte ihn am Bart und sagte: Bist du Abu Dschahl? Er erwiderte: Gibt es eine bessere Person als die, die ihr umgebracht habt oder die durch ihre Leute getötet worden ist? Ibn Masud sagte nach der Aussage von Abu Miglez, dass Abu Dschahl sagte: Leider Allahs! hätte eine Person anders als ein Bauer mich getötet!

    Dschabir berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wer kann Kab Ibnal Aschraf töten? Er hat Allah und Seinen Gesandten Ungemach zugefügt. Da sagte Muhammad Ibn Maslama: O Gesandter Allahs, möchtest du, dass ich ihn töte? Der Prophet erwiderte: Ja. Er sagte: Dann erlaube mir, bei ihm einen Trick anzuwenden! Der Prophet sagte: Ich erlaube es dir. Er ging zu ihm , sprach mit ihm, erinnerte ihn an ihre alte Freundschaft und sagte ihm: Dieser Mann will, Almosen von uns sammeln. Er hat uns aber überfordert.

    Hier unterbrach ihn Kab und sagte: Bei Allah, er wird so weitermachen, bis er euch langweilt! Er sagte weiter: Wir sind ihm aber gefolgt und es ziemt sich nicht, ihn jetzt zu verlassen, bevor man weiß, wie es enden wird. Er sagte weiter: Wir möchten aber von dir Geld ausleihen. Kab erwiderte: Was verpfändet ihr bei mir dafür? Muhammad Ibn Maslama sagte: Was du willst! Kab sagte: Verpfändet eure Frauen bei mir! Muhammad Ibn Maslama erwiderte: Du bist aber der schönste Araber. Wie können wir unsere Frauen bei dir lassen. Kab sagte:

    Dann verpfändet eure Kinder bei mir! Muhammad Ibn Maslama erwiderte: Dem Kind des einen von uns wird bestimmt Vorwürfe deswegen gemacht, dass er gegen zwei Wasaq Datteln verpfändet wurde. Wir können bei dir aber unsere Waffen verpfänden. Kab sagte: Einverstanden! Der Überlieferer berichtete weiter: Beide verabredeten sich, dass er Al-Harith, Abu Abs Ibn Gabr und Abbaad Ibn Bischr mitbringen sollte. Diese vier Männer kamen zu ihm bei Nacht und riefen ihn. Sufyan sagte: Alle Überlieferer dieses Hadith außer Amr berichteten von der folgenden Rolle seiner Frau.

    Seine Frau sagte ihm: Ich höre eine Stimme, die wie diese vom einem klingt, der Blut vergießen will. Ihr Mann erwiderte: Das sind nur Muhammad Ibn Maslama, sein Milchbruder und Abu Naela. Der Adelige soll dem Ruf nachgehen, selbst, wenn er zum Erstechen bei Nacht gerufen wird. Dazwischen sagte Muhammad seinen Begleitern: Wenn er kommt, werde ich meine Hände ausstrecken, um seinen Kopf festzuhalten. Gelingt das mir, dann erfüllt eure Aufgabe! Er kam sein Schwert gürtend herunter. Sie sagten ihm: O du riechst gut! Er erwiderte: Natürlich!

    Da ich eine Sklavin bei mir habe, die sich unter den arabischen Frauen am meisten parfümiert. Er sagte ihm: Darf ich mich dir annähern, um dich besser zu riechen? Er erwiderte: Ja, bitte! Er näherte sich und roch. Dann bat er wieder um Erlaubnis, sich zu nähern, um zu riechen. Diesmal konnte er ihm den Kopf festhalten und er rief seinen Begleitern zu: Erfüllt eure Aufgabe! und diese töteten ihn.

    Der Hadith von Salama Ibnal Akwa berichtete: Wir zogen mit dem Gesandten Allahs in Richtung Khaibar aus. Bei Nacht gingen wir in Gruppen. Einer aus der Gruppe sagte zu Amer Ibnal Akwa: Lässt du uns etwas von deinen Gedichten nicht hören?. Amer war ein Dichter. Er stieg ab und fing an, folgende Verse vorzutragen, um die Kamele mit Gesang anzutreiben: O Allah, es sei aber Dein Wille, Nach dem wir rechtgeleitet wurden, Almosen ausgaben und das Gebet Verrichteten.

    Wir opfern unser Leben gern auf Deinem Wege. So vergebe, was wir getan haben! Und lass uns standhalten, wenn Wir den Feinden begegnen! Schenke uns aber Ruhe und Frieden! Wir eilen uns, wenn zu Hilfe gerufen wird Und wenn wir zum Kampf aufbrechen die Unterdrückten können sich auf uns verlassen, wenn sie bei uns Hilfe suchen. Da fragte der Gesandte Allahs: Wer treibt die Kamele an? Die Leute erwiderten: Amer. Der Prophet sagte: Allah möge Sich seiner erbarmen! Da sagte einer aus der Gruppe: Natürlich verdient er den Märtyrertod, aber lass ihn uns weiter amüsieren!

    Der Überlieferer berichtete weiter: Wir kamen in Khaibar an. Wir belagerten die Leute von Khaibar, bis uns äußerster Hunger plagte. Da sagte der Prophet: Allah hat es euch geöffnet. Am Abend bevor ihnen Khaibar geöffnet wurde, zündeten die Muslime viele Feuer an. Da sagte der Gesandte Allahs: Warum dieses Feuer? Was kocht ihr? Sie erwiderten: Wir kochen Fleisch. Der Prophet sagte: Welches Fleisch? Sie erwiderten: Wir kochen das Fleisch der zahmen Esel. Da sagte der Prophet: Werft es aber weg und brecht die Topfe, in dem es gekocht wird!

    Ein Mann sagte dem Propheten: Dürfen wir das Fleisch wegwerfen und die Töpfe waschen? Der Prophet sagte: Ja, das geht. Danach reihten sich die Leute zum Kampf ein. Das Schwert von Amer war ziemlich kurz. Er wollte damit einen Juden ins Bein stechen, aber sein Schwert machte einen Rückstoß und verletzte ihn am Knie. Er starb an dieser Wunde.

    Wir kehrten zurück. Salama nahm mich bei der Hand, und sagte: Als der Gesandte Allahs mich schweigend sah, fragte er mich: Was ist los mit dir? Ich erwiderte: Mein Vater und meine Mutter mögen für dich zum Opfer fallen. Sie behaupteten, dass die gute Tat von Amer zunichte geworden sei. Der Prophet sagte: Wer behauptete es? Ich sagte: Soundso und Usaid Ibn Hudair Al-Ansary. Da sagte der Prophet: Wer das gesagt hat, der hat aber gelogen. Für ihn gibt es aber verdoppelten Lohn. Er ermüdete sich bei der Anbetung Allahs und opferte sich auf dem Wege Allahs. Ein Araber, der diese Eigenschaften noch besitzt, ist kaum zu finden.

    Al-Bara berichtete: Am Tag der Schlacht von Al-Ahzab (die Grabenschlacht) trug der Gesandte Allahs den Sand mit uns weg, so dass die Weiße seines Bauches mit Staub bedeckt war. Dabei trug er folgende Verse vor: O Allah, es sei aber Dein Wille, Nach dem wir rechtgeleitet wurden, Almosen ausgaben und das Gebet Verrichteten. Schenke uns aber Ruhe Und Frieden. Unsere Leute lehnten ab, uns zu folgen! Der Überlieferer unterbrach hier und fügte hinzu: Der Prophet hat vielleicht gesagt: Die Häuptlinge der Stämme lehnten ab, uns zu folgen. Wollten sie einen Aufruhr verursachen Verweigerten wir ihn. Dabei erhob der Prophet seine Stimme mit diesen Versen.

    Sahl Ibn Sad berichtete: Der Gesandte Allahs kam zu uns, während wir den Graben ausschaufelten und den Sand auf den Schultern wegtrugen. Der Gesandte Allahs sagte: O Allah mein Gott! Das wahre Leben ist doch das Leben im Jenseits, so sei gnädig mit den muslimischen Auswanderern aus Makka und den muslimischen Helfern von Madina.

    Anas Ibn Malik berichtete: Der Prophet sagte: O Allah! Das wahre Leben ist doch das Leben im Jenseits, So sei Al-Ansar und Al-Muhadschirun gnädig.

    Salama Ibnal Akwa berichtete: Ich zog hinaus, bevor zum Morgengebet aufgerufen wurde. Zu dieser Zeit weideten die Milchkamelstuten des Gesandten Allahs an Zu-Qarad. Ein Diener von Abdu-r-Rahman Ibn Auf begegnete mir und sagte: Die Milchkamelstuten des Gesandten Allahs wurden geraubt! Ich fragte: Wer hat sie geraubt?

    Er sagte: Ghatfan. Dreimal schrie ich so laut zur Hilfe, bis jeder Mensch in Madina mich hörte. Dann stürzte ich los, bis ich sie noch in Zu-Qarad einholte. Sie waren dabei, die geraubten Tiere zu tränken. Ich schoss mit Pfeilen auf sie und rief: Ich bin Al-Akwa! Heute ist der Tag Eures Untergangs, ihr Schurken! Ich setzte das Singen fort, bis ich die Kamelstuten retten konnte, und auch dreißig Obergewänder von ihnen als Beute nehmen konnte.

    Der Prophet Allahs kam mit den Leuten. Ich sagte: O Prophet Allahs, die Leute waren sehr durstig! Aber ich habe sie bedrängt. Schicke Leute zu ihrer Verfolgung los! Er sagte: O Ibnal Akwa, du hast alles besessen. Sei dann gnädig! Wir kehrten zurück, und der Gesandte Allahs saß hinter mir auf seiner Kamelin, bis wir in Madina eintraten.

    Anas Ibn Malik berichtete: Wenn der Gesandte Allahs in eine Schlacht zog, nahm er Umm Sulaim und einige Frauen von den Ansar mit. Sie tränkten die Kämpfer und pflegten die Verwundeten.

    Buraida berichtete: Der Gesandte Allahs zog zum Kampf neunzehn Mal aus. Nur acht Mal kam es zum Kampf.

    Salama berichtete: Ich schloss mich sieben Kriegszügen unter der Führung vom Gesandten Allahs an. Ich nahm auch an neun Kampftruppen teil, die er geschickt hat; einmal unter der Führung von Abu Bakr, und ein anderes Mal unter der Führung von Usama Ibn Zaid.

    Abu Musa berichtete: Wir brachen mit dem Gesandten Allahs zum Kampf auf. Wir waren sechs Männer und hatten nur ein Kamel, auf dem wir wechselweise ritten. Wir gingen solange zu Fuß, dass Unsere Füße rissig wurden. Meine Füße waren auch rissig geworden, und die Nägel fielen mir aus. Deshalb legten wir Tücher um unsere Füße. So wurde diese Schlacht Zater-Riqa genannt, da wir unsere Füße mit Tüchern verbunden haben.

  • Das Buch der Führerschaft

    Das Buch der Führerschaft

    [Sahih Muslim, Kapitel 32]

    Abu Huraira berichtete; Der Gesandte Allahs sagte: Die Herrschaft über die Leute gebührt den Quraisch: Die Muslime der Quraisch sind den Muslimen der Quraisch unterworfen, und die Ungläubigen der Quraisch sind den Ungläubigen der Quraisch unterworfen.

    Abdullah Ibn Umar berichtete; Der Gesandte Allahs sagte: Das Kalifentum wird immer den Quraisch gebühren, auch wenn nur zwei Personen auf der Erde übrig bleiben.

    Gabir Ibn Samura berichtete: Mein Vater und ich traten bei dem Propheten und ich hörte ihn sagen: „Diese Sache wird nicht zu Ende gehen, bis es unter den Kalifen zwölf gibt.“ Der Prophet sprach weiter aber ich konnte ihn nicht hören. Ich fragte meinen Vater nach dem, was der Prophet gesagt hatte. Er erwiderte: „Sie alle werden von Quraisch sein.“

    Es wird von Ibn Umar berichtet, dass er sagte: „Ich war anwesend als mein Vater verwundet wurde. Die Leute lobten ihn und sagten: „Möge Allah dich segnen.“ Er sagte: „Ich bin hoffnungsvoll und ebenso beängstigt.“ Die Leute sagten: „Ernenne einen Nachfolger.“ Er sagte: „Soll ich etwa die Bürde sowohl lebendig als auch tot tragen? Was die Führerschaft betrifft so wünschte ich, ich könnte mich von dieser Verpflichtung in der Weise entbinden, dass es mir weder im Guten noch im Schlechten vergolten wird. Wenn ich einen Nachfolger ernennen würde, so würde ich es tun, denn jemand besseres als ich, tat es. Würde ich euch alleine lassen, dann würde ich es tun, denn jemand besseres als ich hat es getan.“ Abdullah Ibn Umar sagte: „Als er den Gesandten erwähnte, begriff ich, dass er niemanden als Nachfolger ernennen würde.““

    Abu Musa berichtete; Ich trat mit zwei von meinen Vettern bei dem Propheten ein. Der eine sagte: Setze uns über einige Gebiete ein, über die Allah, der Erhabene und Ruhmreiche, dich zum Herrn gemacht hatte! Der andere sagte auch wie der erste. Da sagte der Prophet: Bei Allah, wir geben diese Führerschaft nicht demjenigen, der danach verlangt, oder demjenigen, der sie begehrt.

    Ibn Umar berichtete; Der Prophet sagte: Wahrlich, ihr seid alle Hirten, und jeder von euch ist verantwortlich für seine Herde: der Amir (Führer), der über alle Menschen eingesetzt worden ist, ist ein Hirte, und er ist verantwortlich für seine Herde. Und der Mann ist für seine Leute in seinem Haushalt ein Hirte, und er ist verantwortlich für seine Herde. Und die Frau ist für den Haushalt ihres Mannes und für ihre Kinder eine Hirtin, und sie ist verantwortlich für sie. Und der Diener eines anderen ist ein Hirte in Bezug auf den Besitz seines Herrn, und er ist verantwortlich für diesen Besitz. Wahrlich, ihr seid dann alle Hirten, und jeder von euch ist verantwortlich für seine Herde.

    Abu Huraira berichtete; Der Gesandte Allahs stellte sich in unserer Mitte auf und sprach über die Unterschlagung von Beutestücken. Er wies uns darauf hin, wie schwerwiegend dieses Vergehen ist und welche Strafe es nach sich zieht. Darauf sagte er: Ich möchte wirklich niemandem von euch am Tag des Gerichtes begegnen, der ein brüllendes Kamel, ein wieherndes Pferd, ein blökendes Schaf oder eine schreiende Person um den Hals trägt, oder wertvolle Metalle oder Kleider, die sich hin und her bewegen, und der sagt dann zu mir sagt: O Prophet hilf mir! Ich werde dann nur sagen können: Ich kann nichts für dich tun! Ich habe es dir ja vorher gesagt!

    Abu Humaid As-Saidiy berichtete; Der Gesandte Allahs beauftragte einen Mann namens Ibnal Lutbiya Amr und Ibn Abi Umar, der zum Stamm Al-Asad gehörte, mit der Einsammlung der Almosen. Als dieser Mann zum Propheten kam, sagte er: Das ist für euch, und dies wurde mir geschenkt! Da stand der Gesandte Allahs auf der Kanzel, pries Allah und lobte Ihn. Dann sagte er: Was ist los mit diesem Menschen, den ich etwas beauftragt hatte, und dann sagte er: Das ist für euch, und dies wurde mir geschenkt! Warum ist er denn nicht bei seinem Vater oder bei seiner Mutter zu Hause geblieben, um abzuwarten, ob ihm jemand etwas schenkt oder nicht?

    Bei Dem, in Dessen Hand das Leben Muhammads ist! Niemand wird zu Unrecht etwas an sich nehmen können, der es am Tage des Gerichts nicht um den Hals tragen muss! Und wenn es ein Kamel war, wird es brüllen, eine Kuh wird muhen, und ein Schaf wird blöken. Darauf hob er seine Hände in die Höhe, dass wir die helle Haut seiner Achselhöhlen sehen konnten, und rief: O Allah, habe ich wahr gesprochen? Zweimal rief er das aus!

    Ibn Abbas berichtete Der Koranvers:

    „O die ihr glaubt, gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und den Befehlshabern unter euch! …“

    wurde hinsichtlich Abdullah Ibn Huzafa Ibn Qais Ibn Adiy As-Sahmiy offenbart, den der Gesandte Allahs in einer Kampftruppe entsandte.

    Abu Huraira berichtete; Der Prophet sagte: Wer mir Gehorsam leistet, der leistet in Wirklichkeit Gehorsam gegenüber Allah; und wer mir Ungehorsam leistet, der leistet in Wirklichkeit Ungehorsam gegenüber Allah. Und wer demjenigen Emir (Führer), den ich eingesetzt habe, Gehorsam leistet, der leistet in Wirklichkeit Gehorsam mir gegenüber, und wer demjenigen Emir, den ich eingesetzt habe, Ungehorsam leistet, der leistet in Wirklichkeit mir gegenüber Ungehorsam.

    Ibn Umar berichtete; Der Prophet sagte: Hören und Gehorchen ist jedem muslimischen Menschen zur Pflicht, was er mag oder hasst, solange von ihm keine sündhafte Tat verlangt wird. Wird von ihm eine sündhafte Tat verlangt, so ist er zum Hören und Gehorchen nicht verpflichtet.

    Ali berichtete; Der Gesandte Allahs entsandte ein Heer und setzte über es einen Mann. Dieser zündete Feuer an und befahl die Leute darin hineinzutreten. Einige Leute wollten darin hineintreten; die anderen sagten aber: Wir entflohen davor. Als man den Gesandten Allahs davon benachrichtigte, sagte er zu denjenigen, die ins Feuer hineintreten wollten: Wenn ihr ins Feuer gegangen wäret, wäret ihr darin bis zum Jüngsten Tag geblieben. Er sprach mit den anderen aber freundlich und sagte: Man darf keinem Menschen gehorchen, wenn das gegen die Gebote und Verbote Allahs stößt. Gehorchen ist nur im Guten.

    Abu Huraira berichtete; Der Prophet sagte: Der Imam ist ein Schutz, man kämpft unter ihm und sucht Schutz bei ihm. Wenn er dann zur Taqwa aufruft und recht handelt, bekommt er seinen Lohn dafür. Wenn er aber anders handelt, wird er seine Konsequenzen tragen müssen.

    Abu Huraira berichtete; Der Prophet sagte: Die Kinder Israels wurden gewöhnlich von Propheten geführt, und wenn jedes Mal ein Prophet dahinging, folgt ihm ein anderer. Nach mir aber kommt kein Prophet mehr. Es werden vielmehr Nachfolger sein, die an der Zahl immer zunehmen werden. Die Leute sagten: Was befiehlst du uns dann? Und der Prophet antwortete: Leistet einem nach dem anderen den Treueid. Gebt ihnen das, was ihnen an Recht zusteht; denn Allah wird sie fragen, was Er ihnen an Fürsorgepflicht auferlegt hat.

    Abdullah Ibn Masud berichtete; Der Gesandte Allahs sagte: Es werden nach mir Selbstsucht und Dinge im Gang sein, die ihr verabscheut. Die Leute sagten zu ihm: O Gesandter Allahs, was befiehlst du uns dann, wenn einer von uns es erlebt? Der Prophet antwortete: Ihr sollt eure Verpflichtungen erfüllen und Allah um das bitten, was euch an Rechten zusteht.

    Usaid Ibn Hudair berichtete; Ein Mann von den Ansar nahm den Gesandten Allahs beiseite und sagte: Wirst du mich nicht mit einer Aufgabe beauftragen, wie du Soundso mit einer beauftragt hast? Da sagte der Prophet: Ihr werdet nach mir sehen, dass es für manche Menschen gewisse Vorrechte geben wird, so harrt auf Geduld, bis ihr mir wieder am Becken begegnet seid.

    Huzaifa Ibnal Yaman berichtete; Die Leute pflegten, den Gesandten Allahs über die guten Dinge zu fragen, und ich pflegte, ihn über das Übel zu fragen, weil ich befürchtete, dass dieses in mich gelangt. Ich sagte: O Gesandter Allahs, wir befanden uns in einer Gahiliya und in einem Übel zugleich, und Allah brachte uns dieses Gute. Wird es nach diesem Guten wieder Übel geben? Und er erwiderte: Ja! Ich sagte wieder: Und wird es nach diesem Übel wieder Gutes bringen? Er sagte: Ja! Und es wird Spuren des Verderbens haben. Ich fragte: Und wie sehen seine Spuren des Verderbens aus? Er sagte: Es wird Menschen geben, die die anderen führen, aber nicht mit meiner Sunnah und nicht mit meiner Rechtleitung; von ihnen wirst du Dinge bejahen und andere verabscheuen.

    Ich fragte: Wird es nach diesem Guten wieder Übel geben? Und er sagte: Ja! Es wird Leute geben, die die anderen soweit bis zu den Toren des Höllenfeuers aufrufen, und wer ihnen folgt, den werden sie ins Feuer einführen. Ich sagte: O Gesandter Allahs, beschreibe sie uns! Und er sagte: Ja! sie gehören äußerlich zu uns und sprechen unsere Sprache. Ich sagte: Was befiehlst du mir, falls ich so etwas erlebe? Der Prophet sagte: Bleibe stets mit der muslimischen Gemeinde und mit deren Imam (Führer) verbunden! Ich fragte: Wie, wenn sie weder eine Gemeinschaft noch einen Imam haben? Er sagte: Dann verlasse all diese Gruppen, auch dann wenn du an dem Stamm eines Baumes mit deinen Zähnen festhalten würdest, bis der Tod dich ereilt, während du dich noch in diesem Zustand befindest!

    Ibn Abbas berichtete; Der Gesandte Allahs sagte: Wer von seinem Amir (Führer) etwas erlebt, das ihm zuwider ist, der soll geduldig sein; denn wer sich von der Gemeinschaft um eine Handbreite distanziert, der stirbt mit dem Brauchtum der Gahiliya!

    Gabir berichtete; Am Tag der Hudaibiya waren wir 1400 Personen und wir haben dem Propheten den Treueid geleistet, während Umar unter dem Baum- und es war eine Akazie- die Hand darauf gab. Wir haben ihm den Treueid darauf geleistet, dass wir nicht fliehen. Ihm haben wir aber den Treueid auf den Tod nicht geleistet.

    Der Hadith von Al-Musayyab Ibn Hazan, Said Ibnal Musayyab Berichtete; Mein Vater war unter denjenigen, die dem Gesandten Allahs unter dem Baum den Treueid leisteten. Im nächsten Jahr brachen wir zur Pilgerfahrt auf und wir konnten den Platz des Baumes nicht erkennen. Könnt ihr den Platz erkennen, dann wisst ihr am besten.

    Der Hadith von Salma, Yazid Ibn Abi Ubaid, berichtete; Ich fragte Salama: Worauf habt ihr dem Gesandten Allahs den Treueid am Tage der Hudaibiya geleistet? Er sagte: Auf den Tod!

    Der Hadith von Abdullah Ibn Zaid Abbad Ibn Tamim berichtete, dass einer zu Abdullah Ibn Zaid kam und sagte: Das da ist Ibn Hanzala, der den Leuten den Treueid leistet. Abdullah fragte: Worauf? Er erwiderte: Auf den Tod. Da sagte Abdullah: Ich leiste niemandem den Treueid auf den Tod nach dem Propheten.

    Der Hadith von Salma Ibnal Akwa Yazid Ibn Abi Ubaid berichtete, dass Salma Ibnal Akwa sagte: Als ich bei Al-Haggag eintrat, sagte er zu mir: O Ibnal Akwa, hast du eine Kehrtwendung auf deinen Fersen gemacht, wobei du zum Leben in der Wüste zurückkehrtest? Ich erwiderte: Nein! Aber der Gesandte Allahs erlaubte mir, mit den Beduinen zu leben.

    Mugasche Ibn Masud As-Sulamiy berichtete; Ich kam zum Propheten um ihm den Treueid auf die Hidschra zu leisten. Der Prophet sagte: Die Hidschra war aber vor der Eroberung von Mekka. Du sollst mir aber den Treueid für den Islam, Dschihad und gute Tat leisten.

    Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte am Tag der Eroberung: (Von jetzt an) gibt es keine Hidschra mehr, sondern Dschihad und Niyya. Wenn ihr dann zum Aufbrechen aufgefordert werdet, dann brecht auf!

    Aischa, berichtete: Der Gesandte Allahs wurde nach der Hidschra gefragt. Er sagte: Nach der Eroberung gibt es keine Hidschra mehr, sondern Dschihad und Niyya. Wenn ihr dann zum Aufbrechen aufgefordert werdet, dann brecht auf.

    Abu Said Al-Khudriy berichtete: Ein Wüstenaraber fragte den Gesandten Allahs nach der Hidschra. Der Prophet erwiderte: O wehe dir! Sprichst du von der Hidschra? Die Sache der Hidschra ist aber schwer. Hast du Kamele? Der Mann erwiderte: Ja. Der Prophet fragte: Entrichtest du die Zakah für sie? Der Mann erwiderte: Ja. Da sagte der Prophet: Dann weiter mit den guten Taten, sogar über die Seen, denn Allah läßt keine von deinen Taten hinfällig gehen.

    Aischa, Gattin des Propheten, berichtete: Die Gläubigen Frauen, die zum Gesandten Allahs auswanderten, pflegten ihm einen Treueid entsprechend dem folgendem Koranvers zu leisten:

    „O Prophet, wenn gläubige Frauen zu dir kommen, um dir den Treueid zu leisten, dass sie Allah nichts beigesellen, nicht stehlen, keine Unzucht begehen, ihre Kinder nicht töten, keine Verleumdung vorbringen, die sie vor ihren Händen und Füßen ersinnen, und sich dir nicht widersetzen in dem, was recht ist, dann nimm ihren Treueid an und bitte Allah für sie um Vergebung. Gewiss, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.“

    Aischa berichtete weiter: Diejenigen, unter den gläubigen Frauen, die sich dazu verpflichtet hatten, die haben den rechtmäßigen Treueid geleistet. Immer wenn die Frauen ihren Treueid darauf leisteten, sagte ihnen der Gesandte Allahs Geht los! Ich nehme euren Treueid an. Bei Allah, es geschah zu keiner Zeit, daß die Hand des Gesandten Allahs beim Leisten des Treueids, die Hand einer Frau berührt hat. Das geschah aber nur mündlich. Aischa berichtete weiter: Bei Allah, der Gesandte Allahs, ließ den Frauen keinen Treueid ablegen, außer zu dem, was Allah, Der Erhabene, ihm befahl, und bei Allah, seine Handfläche berührte keine Handfläche einer Frau. Wenn er ihren Treueid annahm, sagte er zu ihnen: Ich habe euren Treueid mündlich angenommen.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Wir pflegten, dem Gesandten Allahs den Treueid zu leisten, auf ihn zu hören und ihm zu gehorchen. Er pflegte, uns anzuweisen, dass man beim Leisten des Treueids sagen soll: Soweit ich zu leisten vermag!

    Ibn Umar berichtete: Am Tage der Uhud-Schlacht sah mich der Gesandte Allahs während des Kampfes. Ich war damals vierzehn Jahre alt, jedoch erlaubte er mir nicht, an der Schlacht teilzunehmen. Am Tage der Khandaq-Schlacht erlaubte er mir aber an der Schlacht teilzunehmen, als er mich sah. Damals war ich ein Fünfzehnjähriger.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs verbot, dass man mit dem Koranbuch ins Land des Feindes einreist.

    Ibn Umar berichtete: Der Prophet veranstaltete ein Pferderennen. Die geschulten Rennpferde liefen von Al-Hafya nach Thaniyat Al-Wada, die ungeschulten Rennpferde liefen aber von Ath-Thaniya zur Moschee von Banu Zuraiq.

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Das Gute ist mit den Stirnlocken der Pferde bis zum Jüngsten Tag verbunden.

    Urwa Al-Bariqiy berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Das Gute ist mit den Stirnlocken der Pferde bis zum Jüngsten Tag verbunden, und zwar die Belohnung (bei Allah) und die Beute (im Krieg).

    Anas Ibn Malik berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Das Segen ist mit den Stirnlocken der Pferde verbunden.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Allah garantiert demjenigen, der auf dem Wege Allahs kämpft, aber nur unter der Bedingung, dass er den Kampf nur für Allahs Sache und aus dem Glauben an Ihn und an Seine Gesandten unternimmt, dass Er ihn entweder ins Paradies eingehen lässt oder dass Er ihn zu seinem Haus, aus dem er aufbgebrochen war, mit einem Lohn oder mit einer Beute zurückkehren lässt.

    Bei Dem, in Dessen Hand Muhammads Leben liegt, wird jeder, der auf dem Wege Allahs entsteht, am Jüngsten Tag in der Form gebracht, aus der sie entstand, wobei seine Farbe wie die des Blutes und sein Geruch wie der Duft von Moschus sein werden.

    Bei Dem, in Dessen Hand Muhammads Leben liegt, wäre es den Muslimen nicht schwer, wäre ich hinter keiner Kampftruppe zurückgeblieben, aber ich finde nichts, womit ich diejenigen, die zu mir kommen, damit ich ihnen die Möglichkeit zu reiten verschaffe, beritten machen könnte.

    Und sie selbst können sich das nicht leisten, obwohl das ihnen schwer fällt. Bei Dem, in Dessen Hand Muhammads Leben liegt, wünsche ich mir so sehr, daß ich auf dem Wege Allahs kämpfe und umkomme, alsdann wieder auf dem Wege Allahs kämpfe und umkomme, und wieder auf dem Wege Allahs kämpfe und umkomme.

    Anas Ibn Malik berichtete: Der Prophet sagte: Kein Mensch, der bei Allah etwas Gutes zu erwarten hat und auf das er sich freut, würde nach seinem Tod wünschen, dass er zur Welt zurückkehrt, auch dann, wenn ihm die ganze Welt und was auf ihr an Wert ist, gegeben würde. Ausgenommen davon ist der Märtyrer, der auf Grund der Vorzüglichkeit des Märtyrertodes, sich freuen würde, wenn er zurückkehrte und nochmals in der Welt umkäme.

    Abu Huraira berichtete: Einige fragten den Propheten Was ist die Tat, die den Kampf auf dem Wege Allahs, des Allmächtigen und Hocherhabenen, gleich ist? Er erwiderte: Ihr könnt sie nicht ertragen! Jedoch wiederholten sie diese Frage zwei- oder dreimal, und jedes Mal sagte der Prophet: Ihr könnt sie nicht ertragen! Beimm dritten Mal sagte er: Derjenige, der auf dem Wege Allahs den Dschihad unternimmt, ist demjenigen gleich, der anhaltend fastet, betet und den Versen Allahs Gehorsam leistet. Der Kämpfer auf dem Wege Allahs ist demjenigen gleich, der entweder zu fasten oder zu beten aufhört, bis der Mudschahid auf dem Wege Allahs zurückkehrt.

    Anas Ibn Malik, Allahs Wollgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wahrlich, ein Aufbruch am frühen Morgen oder am Ende des Tages auf dem Wege Allahs ist besser als die ganze Welt und als das, was sich auf ihr befindet.

    Sahl Ibn Sad As-Saidiy berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wahrlich, ein Aufbruch, den der Diener auf dem Wege Allahs unternimmt, ist besser als die ganze Welt und als das, was sich auf ihr befindet.

    Abu Ayyub berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wahrlich, ein Aufbruch am frühen Morgen oder am Tagende auf dem Wege Allahs ist besser als irgend etwas, auf dem die Sonne aufgeht und untergeht.

    Abu Said Al-Khudriy berichtete: Ein Mann kam zum Propheten und sagte: O Gesandter Allahs, wer ist unter allen Menschen der Beste? Der Gesandte Allahs sagte: Ein Mann, der unter dem Einsatz seines Vermögens und Lebens den Dschihad unternimmt. Der Mann fragte wieder: Wer dann außer diesem? Der Prophet sagte: Ein Gläubiger, der sich irgendwo in einer unbewohnten Gegend zwischen den Bergen aufhält, Allah dient und die Menschen von seinen Schlechtigkeiten verschont.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Allah wird zwei Männer anlachen, von denen der eine den anderen getötet hatte; und dennoch werden die beiden ins Paradies eingehen. Da sagten die Gefährten: O Gesandter Allahs, wie kommt denn das? Der Prophet sagte: Der eine kämpfte auf dem Wege Allahs, dem Erhabenen und Allmächtigen, und stirbt als Märtyrer; danach wendet sich Allah dem Tötenden auf Grund seiner Reue Gnädig zu. Demnach bekennt sich dieser zum Islam, kämpft auf dem Wege Allahs, und Allah läßt ihn als Märtyrer sterben.

    Zaid Ibn Khalid Al-Guhaniy berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wer einen Kämpfer auf dem Wege Allahs ausgerüstet hat, der hat gekämpft, und wer für die Angehörigen dieses Kämpfers sorgt, der hat gekämpft.

    Al-Bara berichtete: Als der Koranvers

    Nicht gleich sind diejenigen unter den Gläubigen, die sitzen bleiben… den sich auf Allahs Weg mit ihrem Besitz und ihrer eigenen Person Abmühenden. …

    herabgesandt wurde, befahl der Gesandte Allahs Zaid, ein Schulterblatt zu bringen, um diesen Vers niederzuschreiben. Da beschwerte sich Ibn Umm Maktum über seine Blindheit bei dem Propheten. So wurde die Ergänzung des Verses offenbart, und zwar:

    Nicht gleich sind diejenigen unter den Gläubigen, die sitzen bleiben – außer denjenigen, die eine Schädigung haben -, …

    Dschabir Ibn Abdillah berichtete: (Während einer Schlacht) sagte ein Mann: O Gesandter Allahs, wenn ich umkomme, wo werde ich dann sein? Der Prophet erwiderte: Im Paradies! Da warf der Mann einige Datteln weg, die er in seiner Hand hielt, und kämpfte, bis er umkam!

    Al-Bara berichtete: Ein Mann von Banu An-Nabiet kam zum Propheten und sagte: Ich bezeuge, dass es nichts anbetungswürdigeres gibt außer Allah und dass du Sein Diener und Gesandter bist! Er ging dann voran, kämpfte und kam anschließend um. Da sagte der Prophet Er tat nur wenig, erhielt aber viel Lohn!

    Anas berichtete: Mein Onkel väterlicherseits, mit dessen Namen ich genannt wurde, hatte an der Schlacht von Badr mit dem Gesandten Allahs nicht teilgenommen. Er war deshalb sehr traurig und sagte: Ich war nicht dabei, als der Gesandte Allahs die erste Schlacht geschlagen hatte. Aber wenn Allah mir Gelegenheit geben würde, später, an einer Schlacht mit dem Gesandten Allahs teilzunehmen, so wird Er gewiss erkennen, was ich dort machen würde! Er aber fürchtete, mehr zu sagen.

    Später nahm er mit dem Gesandten Allahs an der Schlacht von Uhud teil. Er traf auf Sad Ibn Muaz und Anas sagte zu ihm: O Abu Amr, wohin gehst du? Er erwiderte: Ach über den Duft des Paradieses; ich rieche ihn am Berge Uhud! Er kämpfte dann gegen die Feinde bis er anschließend umkam. Sein Körper wies mehr als achtzig Wunden auf, die ihm die Schwerter, die Lanzen und die Pfeile des Feindes beigebracht hatten. Al-Rubai Bint An-Nadr, die seine Schwester und meine Tante väterlicherseits war, sagte: Ich konnte meinen Bruder nur anhand seiner Fingerspitzen identifizieren. Demnach wurde folgender Koranvers offenbart:

    Unter den Gläubigen gibt es Männer, die das wahr gemacht haben, wozu sie sich Allah gegenüber verpflichteten. Unter ihnen gibt es manche, die ihr Gelübde erfüllt haben; und unter ihnen gibt es manche, die noch warten. Und sie haben keine Änderung vorgenommen;

    Man glaubte, dass dieser Vers über ihn und über seine Gefährten offenbart wurde.

    Abu Musa berichtete: Ein Beduine kam zum Propheten und sagte: O Gesandter Allahs! Es gibt Leute, die wegen Beute, andere wegen Ruf, während andere mit der Absicht kämpfen, Ansehen zu gewinnen. Welcher von denen kämpft dann auf dem Wege Allahs? Der Prophet sagte: Wer mit der Absicht kämpft, das Wort Allahs zu erhöhen, der kämpft auf dem Wege Allahs!

    Umar Ibnal Khattab berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wahrlich, die Taten werden entsprechend dem Vorsatz bewertet, und jedem Menschen steht wahrlich das zu, was er beabsichtigt hat. Wer also seine Auswanderung um Allahs und Seines Gesandten willen unternimmt, dessen Auswanderung ist für Allah und Seinem Gesandten; wer aber seine Auswanderung des irdischen Lebens willen unternimmt, es zu erlangen, oder wegen einer Frau, sie zu heiraten, dessen Auswanderung ist für das, um dessentwegen er auswanderte.

    Anas Ibn Malik berichtete: Immer wenn der Gesandte Allahs Umm Haraam Bint Milhan besuchte, reichte sie ihm etwas zu essen. Umm Haraam war vorher die Frau von Ubada Ibn-as-Samit. Eines Tages trat der Prophet bei ihr ein. Sie servierte ihm ein Gericht und rieb ihm den Kopf ab. Anschließend schlief der Gesandte Allahs ein. Als er wieder aufwachte, lachte er. Da fragte sie ihn: Warum lachst du, o Gesandter Allahs? Er sagte: Einige Leute aus meiner Gemeinde erschienen mir im Traum. Sie waren auf einem Feldzug für die Sache Allahs, inmitten dieses gewaltigen Meeres saßen sie wie Könige auf ihren Thronen.

    Sie sagte: O Gesandter Allahs, rufe Allah für mich an, dass Er mich zu einer Teilnehmerin an diesem Feldzug macht! So rief er Allah für sie an und schlief wieder ein. Als er aufwachte, lachte er wieder. Sie fragte: Warum lachst du, o Gesandter Allahs? Er erwiderte: Einige Leute aus meiner Gemeinde erschienen mir im Traum als Kämpfer für die Sache Allahs. Und er erzählte dasselbe wie nach seinem ersten Traum. Sie sagte: O Gesandter Allahs, bitte doch Allah, dass Er mich zu einer Teilnehmerin an diesem Feldzug macht! Er entgegnete: Du wirst unter den ersten Glaubenskämpfern sein. Zur Zeit von Muawiya nahm Umm Haraam Bint Milhan an einem Feldzug teil, der zu Schiff unternommen war. Nachdem sie wieder ans Land gegangen war, stürzte sie von ihrem Reittier und starb.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Während ein Mann einen Weg entlang ging, sah er einen Dornzweig auf der Gehstrecke liegen; er räumte ihn aus dem Weg und für diese Tat dankte ihm Allah in der Weise, dass Er ihm dafür (seine Sünden) vergab. Die Märtyrer sind fünf: einer, der an einer Pest stirbt; einer, der durch eine Bauchverletzung stirbt; einer, der ertrinkt; einer, der unter dem Steinschutt umkommt und einer, der im Kampf auf dem Wege Allahs getötet wird.

    Anas Ibn Malik berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Der Tod durch Pest ist ein Martyrium für jeden Muslim!

    Al-Mughira berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Von meinen Anhängern wird es eine Gruppe geben, die siegreich über die Leute bleibt, bis über sie der Befehl Allahs kommt, während sie immer noch siegreich sind.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Das Reisen ist eine Qual! Es raubt einem den Schlaf und den Appetit auf Essen und Trinken. Wer den Zweck seiner Reise erreicht hat, sollte schleunigst nach Hause zurückkehren!

    Anas Ibn Malik berichtete: Der Gesandte Allahs pflegte an die Tür bei seiner Familie nachts nicht zu klopfen. Er pflegte aber frühmorgens oder abends zu ihnen zu kommen.

  • Das Buch des Fastens

    Das Buch des Fastens

    [Sahih Muslim, Kapitel 13]

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wenn Ramadan kommt, werden die Tore des Paradieses geöffnet, die Tore des Höllenfeuers geschlossen und die Satane in Ketten gefesselt.

    Ibn Umar berichtete: Der Prophet sagte im Zusammenhang mit Ramadan: Fastet nicht, bis ihr den Neumond seht, und brecht euer Fasten nicht, bevor ihr ihn seht, und wenn seine Sichtung nicht möglich ist, so schätzt die Zeit dafür.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wenn ihr den Neumond seht, dann fastet! Und wenn ihr ihn wieder seht, dann brecht euer Fasten. Und wenn die Sichtung nicht möglich ist, so fastet dreißig Tage.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Keiner von euch darf vor Beginn des Ramadan einen Tag oder zwei Tage vorsorglich fasten; es sei denn, dass er gewöhnlich vorher mit Fastentagen begonnen hat, dann kann er diesen fasten.

    Umm Salama berichtete: Der Prophet leistete den Schwur, einigen seiner Frauen einen ganzen Monat lang fernzubleiben. Als neunundzwanzig Tage vergangen waren, ging er zu ihnen. Ihm wurde gesagt: O Prophet Allahs, du hast doch geschworen, uns einen ganzen Monat lang fernzubleiben. Er entgegnete: Ein Monat ist neunundzwanzig Tage lang.

    Abu Bakra berichtete: Der Prophet sagte: Es gibt zwei Monate, mit denen zwei Feste verbunden sind. Diese Monate sollen nie als unvollständige Monate angesehen werden, auch wenn sie 29 Tage lang waren, denn der Lohn jener beiden Monate wird gerechnet, als ob beide Monate vollständig sind. Diese Monate sind Ramadan und Dhu-l-Hidscha.

    Der Hadith von Adiy Ibn Hatim: Als der Koranvers: bis der weiße Faden von dem schwarzen Faden der Morgendämmerung für euch erkennbar wird [Quran 2:187] offenbart wurde, sagte Adiy Ibn Hatim: O Gesandter Allahs, ich lege einen weißen und einen schwarzen Strick unter mein Kopfkissen, damit ich die Nacht von dem Morgen unterscheiden kann. Der Gesandte Allahs sagte: Dein Kopfkissen ist breit. Damit ist nur die Finsternis der Nacht und Helligkeit des Tages gemeint!

    Sahl Ibn Sad berichtete: Als der Koranvers: Und esst und trinkt, bis der weiße Faden von dem schwarzen Faden klar für euch erkennbar wird [Quran 2:187] offenbart wurde, nahm man einen weißen und einen schwarzen Faden und aß, bis der Farbunterschied für ihn erkennbar wurde. Das dauerte, bis Allah, Der Allmächtige und Hocherhabene, der Morgendämmerung als Ergänzung für den Vers herabsandte. So wurde es klar, was damit gemeint war.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Bilal ruft noch während der Nacht, so esset und trinkt, bis ihr den Gebetsruf von Ibn Umm Maktum hört.

    Ibn Masud berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Keiner unter euch soll seinen Suhur unterbrechen, wenn er den Gebetsruf durch Bilal hört: denn er verkündet die Zeit – oder er ruft – während der Nacht, damit er den Betenden aufmerksam macht, und aber auch den Schlafenden weckt. Die Morgendämmerung ist eigentlich nicht soundso, sondern so. Er hob seine Handfläche und dann spreizte er seine Finger. Damit meinte er, dass die Morgendämmerung nicht wie zusammengezogene Finger, durch die das Licht nicht dringt, sondern wie gespreizte Finger, durch die das Licht dringt.

    Anas Ibn Malik berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Nehmet die Mahlzeit vor der Morgendämmerung ein; denn diese ist eine segensvolle Mahlzeit.

    Zaid Ibn Thabit berichtete: Wir nahmen die Mahlzeit vor der Morgendämmerung mit dem Gesandten Allahs ein, und dann standen wir zum Gebet auf. Da fragte Anas: Und wie lange war die Zeitspanne zwischen beiden? Er erwiderte: Die Zeitspanne zwischen beiden war genug, dass man darin fünfzig Verse rezitieren könnte.

    Sahl Ibn Sad berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Es wird den Menschen immer wohl ergehen, wenn sie bei Fälligkeit des Fastenbrechens alsbald essen.

    Umar berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wenn die Nacht hereinbricht und der Tag dahinschwindet und die Sonne untergeht, dann bricht der Fastende das Fasten.

    Abdullah Ibn Abu Awfa berichtete: Im Ramadan waren wir auf Reisen mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm. Als die Sonne hinter dem Horizont verschwunden war, sagte er: O Soundso, steige herunter und koche für uns! Er sagte: O Gesandter Allahs, wir sind noch bei Tageslicht. Er sagte: Steige herunter und koche für uns! Da stieg er herunter, kochte die Speise und bat sie dem Gesandten Allahs an. Der Gesandte Allahs nahm die Speise ein, dann sagte mit einem Handzeichen: Wenn die Sonne an dieser Seite untergeht und die Nacht auf jener Seite hereinbricht, dann bricht der Fastende das Fasten.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Prophet verbot uns das Dauerfasten und die Leute sagten zu ihm: Du fastet doch ununterbrochen! Da erwiderte er: Meine Lage ist von der euren verschieden; denn ich werde von ernährt, und mein Durst wird gestillt.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs verbot das Dauerfasten. Als er diese Anweisung gab, stand ein Mann von den Muslimen auf und sagte: O Allahs Gesandte, du fastest doch ununterbrochen! Der Gesandte Allahs erwiderte: Und wer von euch ist wie ich? Mein Herr gibt mir in der Nacht zu essen und zu trinken. Da sie sich weigerten, das Dauerfasten zu unterhalten, fastete der Prophet einen ganzen Tag ununterbrochen, und die Muslime fasteten mit ihm ebenfalls.

    Dann setzte der Prophet sein Fasten einen anderen Tag fort und die Muslime ahmten ihm nach. Dann sahen sie den Neumond, da sagte der Prophet: Hätte der Neumond noch nicht erschienen, so hätte ich das Fasten fortgesetzt. Er hätte das Dauerfasten als Strafe für sie fortgesetzt, da sie ablehnten, das Dauerfasten zu unterlassen.

    Anas berichtete: Während der Gesandte Allahs im Ramadan ein Gebet verrichtete, kam ich, stand neben ihm und betete mit ihm. Dann kam ein anderer Mann, stand auch neben uns und betete. So kam es, dass sich eine Gruppe von weniger als zehn Männern hinter dem Propheten ausbildete. Als der Prophet bemerkte, dass wir hinter ihm beteten, fasste er das Gebet kürzer, und dann ging in sein Haus. Dort verrichtete er sein Gebet in einer Art, wie er es mit uns nicht verrichtete.

    Am nächsten Morgen sagten wir zu ihm: Hast du am Abend uns bemerkt? Er sagte: Ja, und das trieb mich an, zu machen, was ich gemacht habe. In den letzten Tagen des Monats fastete der Gesandte Allahs ununterbrochen. Manche seiner Gefährten fasteten ebenfalls ununterbrochen. Der Prophet sagte, als er das erfuhr: Warum fasten manche ununterbrochen? Ihr seid nicht wie ich. Bei Allah, wäre der Monat für mich verlängert worden, so hätte ich das Dauerfasten fortgesetzt, so dass diejenigen, die streng und fanatisch in Bezug auf den Glauben handeln, ihre fanatische Handlungsweise unterlassen hatten.

    Aischa berichtete: Der Gesandte Allahs küsste gewöhnlich eine seiner Frauen, während er fastete. Dann lachte sie.

    Umar Ibn Abu Salama berichtete: Ich fragte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Darf ein Fastender küssen? Da sagte der Gesandter Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Frag Umm Salama danach! Als er Umm Salama danach fragte, ob ein Fastender seine Frau küssen darf, teilte sie ihm mit, dass der Gesandte Allahs dies tat. Umar aber sagte: O Allahs Gesandter, Allah hat dir doch deine vergangenen und künftigen Sünde vergeben. Der Gesandte Allahs sagte zu ihm: Bei Allah, ich bin frommer als ihr! Ich fürchte Allah mehr als ihr!

    Aischa und Umm Salama berichteten: Der Prophet erlebte manchmal im Ramadan, dass er am Morgen aufstand, während er sich noch im Dschanaba-Zustand befand, der nicht auf Grund eines Traumes verursacht wurde, und trotzdem fastete er.

    Abu Huraira berichtete: Ein Mann kam zum Propheten und sagte: O Gesandter Allahs, ich gehe zugrunde! Der Prophet fragte: Was lässt dich zugrunde gehen? Der Mann sagte: Ich fiel auf meine Frau her im Monat Ramadan! Der Gesandte Allahs sagte: Kannst du einen Sklaven finden, den du freikaufst? Der Mann entgegnete: Nein! Der Prophet fragte: Kannst du zwei Monate hintereinander fasten? Der Mann entgegnete: Nein! Der Prophet fragte: Kannst du sechzig arme Menschen speisen? Der Mann entgegnete: Nein! Der Mann setzte sich.

    Dann wurde dem Propheten ein Kübel Datteln gebracht. Da sagte der Prophet: Spende diese! Der Mann entgegnete: Soll ich diese, o Gesandter Allahs, einem anderen Menschen geben, der noch ärmer sein soll als wir? Es gibt in der ganzen Wohngegend keine anderen Menschen, die sie mehr als meine Familie brauchen! Da lachte der Prophet bis man seine Eckzähne sah, und sagte: Dann speise damit deine Familie!

    Aischa berichtete: Ein Mann kam zum Gesandten Allahs und sagte: Ich geriet in Brand! Der Gesandte Allahs sagte: Warum? Er erwiderte: Ich vollzog mit meiner Frau den Geschlechtsverkehr bei Tag vom Ramadan. Er agte: Spende, Spende! Der Mann sagte: Ich habe nichts, das spenden kann. Da befahl er ihm, sich zu setzen. Dann wurde zwei Kübel Essen gebracht. Danach befahl ihm der Gesandte Allahs die zwei Kübel zu spenden.

    Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs zog im Jahr der Eroberung in Ramadan aus. Er fastete, bis er an Al-Kadid ankam, und dann brach das Fasten. Die Gefährten des Gesandten Allahs pflegten ihm in jedem neuen Verhalten zu folgen.

    Dschabir Ibn Abdullah berichtete: Während sich der Gesandte Allahs auf einer Reise befand, sah er mitten in einer Menschenmenge einen Mann, dem man Schatten spendete. Der Prophet fragte: Was ist mit ihm passiert? Die Leute sagten: Es handelt sich um einen fastenden Mann! Da sagte der Prophet: Es gehört nicht zu den Tugenden, auf der Reise zu fasten!

    Der Hadith von Anas Ibn Malik: Anas wurde nach dem Fasten im Ramadan während des Reisens gefragt. Da sagte er: Wenn wir mit dem Gesandten Allahs auf Reise waren, machte weder der Fastende dem Nicht-Fastenden Vorhaltungen, noch der Nicht-Fastende dem Fastenden!

    Anas berichtete: Wir waren mit dem Propheten auf einer Reise. Manche von uns fasteten. Die anderen aber brachen das Fasten. Wir lagerten dann an einem Ort, und eine große Hitze herrschte. Wer von uns den meisten Schatten hatte, war derjenige, der sich unter seinem eigenen Kleidungsstück abschirmte. Manche von uns schützten sich vor der Sonnenhitze mit ihrer Hand. Die Fastenden leisteten keine Arbeit, während diejenigen, die nicht fasteten, schlugen die Zelte auf und tränkten die Reittiere. Darauf sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Diejenigen, die heute ihr Fasten brachen, sind allein mit dem Lohn gegangen.

    Aischa berichtete: Hamza Ibn Amr Al-Aslamiy fragte den Gesandten Allahs nach dem Fasten während einer Reise. Er erwiderte: Wenn du willst, kannst du auf der Reise fasten. Und wenn du willst, kannst du darauf verzichten!

    Abu Ad-Darda berichtete: Wir gingen mit dem Gesandten Allahs in Ramadan aus, und es war zu heiß, dass jeder von uns die Hand auf den Kopf legte. Keiner von uns war fastend außer dem Gesandten Allahs und Abdullah Ibn Rawaha.

    Umm Al-Fadl Bint Al-Harith berichtete: Einige Leute, die bei ihr am Tag von Arafa waren, waren im Zweifel darüber, ob der Gesandte Allahs an diesem Tag fastete oder nicht. Die einen sagten: Er fastet. Die anderen sagten: Er brach das Fasten. Um ihrem Streit ein Ende zu machen, ließ sie ihm einen Becher Milch bringen, während er auf seinem Reittier das Stehen auf dem Berge `Arafat vollzog. Er trank sie.

    Umm Al-Fadl berichtete: Als wir mit dem Gesandten Allahs in Arafa waren, waren einige Gefährten des Gesandten Allahs im Zweifel über das Fasten am Tag von Arafa. Aus diesem Grund ließ ich ihm einen Becher Milch bringen, während er auf der Arafat-Ebene war. Er trank sie.

    Aischa berichtete: In der vorislamischen Zeit fasteten die Quraish am Aschura-Tag. Der Gesandte Allahs pflegte an diesem Tag zu fasten. Nach der Auswanderung nach Madina fastete er an diesem Tag und wies an, das Fasten an diesem Tag einzuhalten. Als später das Fasten in Ramadan vorgeschrieben wurde, sagte er: Wer weiterhin am Aschura-Tag fasten möchte, soll es tun. Und wer darauf verzichten will, mag es unterlassen.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: In der vorislamischen Zeit pflegten die Leute am Aschura-Tag zu fasten. Der Gesandte Allahs fastete an diesem Tag und so die Muslime, bevor das Fasten in Ramadan vorgeschrieben wurde. Aber als das Fasten in Ramadan vorgeschrieben wurde, sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Aschura ist ja einer von den Tagen Allahs, wer weiterhin an diesem Tag fasten möchte, der soll es tun. Und wer darauf verzichten will, mag es unterlassen.

    Der Hadith von Abdullah Ibn Masud: Abdur-r-Rahman Ibn Yazid berichtete, daß Al-Aschath Ibn Qais einst bei Abdullah eintrat, als er das Mittagessen einnahm. Ibn Masud sagte zu ihm: O Abu Muhammad, nähere dich dem Essen! Da sagte Al-Aschath: Ist es heute nicht der Tag von Aschura? Ibn Masud erwiderte: Weißt du, was der Tag von Aschura für einen Tag ist? Al-Aschath fragte: Was? Ibn Masud sagte: Er ist vielmehr ein Tag, an dem der Gesandte Allahs zu fasten pflegte, bevor das Fasten in Ramadan vorgeschrieben wurde. Als später das Fasten in Ramadan vorgeschrieben wurde, unterließ er es.

    Der Hadith von Muawiya Ibn Abu Sufyan: Humaid Ibn Abdu-r-Rahman berichtete: Er hörte Mu`awiya Ibn Abu Sufyan eine Predigt in Madina halten, als er Madina besuchte. Muawiya hielt seine Predigt am Tag von Aschura. Er sagte: Wo sind eure Gelehrten, o Bewohner von Madina! Ich hörte den Gesandten Allahs über diesen Tag sagen: Das ist der Aschura-Tag. Allah hat euch das Fasten an diesem Tag nicht vorgeschrieben. Ich selbst werde fasten. Wer von euch am Aschura-Tag fasten möchte, der soll es tun. Und wer darauf verzichten will, mag es unterlassen.

    Ibn Abbas berichtete: Als der Gesandte Allahs nach Madina kam, sah er, dass die Juden am Tag von Aschura fasteten. Sie wurden darüber gefragt. Sie erwiderten: Es ist der Tag, an dem Allah Moses und die Kinder Israel vor Pharao errettete! So fasten wir an diesem Tag, um ihn zu verherrlichen. Der Prophet sagte: Wir haben ein größeres Anrecht auf Moses als ihr! Darauf hielt er an diesem Tag zu fasten an.

    Abu Musa berichtete: Aschura-Tag war ein Tag, den die Juden hoch ehren und als Fest betrachten. Der Gesandte Allahs sagte: Fastet am Aschura-Tag!

    Der Hadith von Ibn Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden: Ibn Abbas wurde nach dem Fasten des Tages von Aschura gefragt. Er sagte: Der Tag, an dem der Gesandte Allahs fastete, und auf dessen Lohn er am meisten hoffte, war kein Tag außer diesem Tag. Der Monat, in dem er fastete, und auf dessen Lohn er am meisten hoffte, war kein Monat außer diesem Monat. Und er meinte damit Ramadan.

    Salama Ibn Al-Akwa berichtete: Am Aschura-Tag schickte der Gesandte Allahs einen Mann aus dem Stamm Aslam, um folgendes zu verkünden: Wer noch nichts gegessen hat, soll bis zum Abend fasten. Und wer etwas gegessen hat, soll auch fasten.

    Ar-Rubaiyi Bint Muauwiz Ibn Afra berichtete: Am Morgen des Aschura-Tages schickte der Gesandte Allahs in die Dörfer der Ansar, die um Madina lagen, um folgendes zu verkünden: Wer heute morgen noch nichts gegessen hat, soll bis zum Abend fasten. Wer etwas gegessen hat, soll auch den restlichen Tag fasten. Wir fasteten am Aschura-Tag und hielten auch unsere Kinder zum Fasten an. Wir gingen zur Moschee und bastelten Spielzeuge aus Wolle für sie. Wenn einer von ihnen weinte und um das Essen bat, dann gaben wir ihm diese, bis es schließlich am Abend Zeit für das Fastenbrechen war.

    Umar Ibn Al-Khattab berichtete: Diese sind zwei Tage, an denen der Gesandte Allahs das Fasten verbot. Es handelt sich um den Tag, in dem ihr euer Fasten brechet, und um den anderen Tag, in dem ihr von euren Opfertieren esset.

    Abu Said Al-Khudriy berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: An zwei Tagen gibt es kein Fasten: Am Tag des Opferfestes und am Tag des Fastenbrechens nach Ramadan.

    Der Hadith von Ibn Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden: Ein Mann kam zu Ibn Umar und sagte: Ich habe das Gelübde abgelegt, an einem Tag zu fasten, der mit einem der beiden Tage der Feste zusammenfiel. Ibn Umar sagte: Allah, Der Hocherhabene, befahl, das Gelübde zu erfüllen, und der Gesandte Allahs untersagte, an einen diesen zwei Tagen zu fasten.

    Der Hadith von Dschabir Ibn Abdullah, Allahs Wohlgefallen auf beiden: Muhammad Ibn Abbaad berichtete: Ich fragte Dschabir Ibn Abdullah während er das Haus umschritt,: Hat der Gesandte Allahs das Fasten am Freitag untersagt? Er sagte: Ja, bei Dem Herrn dieses Hauses!

    Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: Keiner von euch darf am Freitag fasten; es sei denn er fastet einen Tag davor oder danach.

    Salama Ibn Al-Akwa berichtete: Als der Koranvers Und denen, die es mit großer Mühe ertragen können, ist als Ersatz die Speisung eines Armen auferlegt… [Quran 2:184] offenbart wurde, durfte jeder, der nicht fasten wollte, das Fasten brechen und die Speisung eines Armen als Ersatz dafür auferlegen. Als aber der nächste Koranvers offenbart wurde, abrogierte er diesen.

    Aischa berichtete: In Ramadan habe ich an einigen Tagen (wegen der Menstruation) das Fasten gebrochen und die versäumten Tage in keinem anderen Monat außer Scha`ban nachholen können, denn in diesem Monat fastet der Gesandte Allahs sehr oft.

    Aischa berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: Wenn jemand zu einem Zeitpunkt stirbt, da er noch ein Fasten zu leisten hat, soll ein naher Verwandter an seiner Stelle fasten.

    Ibn Abbas berichtete: Eine Frau kam zum Gesandten Allahs und sagte: Meine Mutter ist gestorben, als sie noch einen Monat zu fasten hatte! Da sagte er: Hätte sie Schulden gehabt, würdest du ihre Schulden begleichen? Sie sagte: Ja! Da sagte er: Eine Schuld gegenüber Allah verdient es mehr als alle anderen Verbindlichkeiten, dass sie beglichen wird.

    Abu Huraira berichtete: Wenn einer von euch an einem Tag fastet, da soll er keine unzüchtige Rede führen und sich nicht töricht verhalten; und wenn jemand ihn beschimpft oder ihn bekämpft, soll er zweimal sagen: Ich bin ein fastender Mensch.

    Sahl Ibn Sad berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Es gibt im Paradies ein Tor, das Ar-Rayyan heißt, durch das die Fastenden am Tag der Auferstehung eintreten werden, und kein anderer außer ihnen wird hindurch eintreten. Wird ausgerufen: Wo sind die Fastenden? Da treten sie durch es ein. Wenn der letzte von ihnen eintritt, wird das Tor geschlossen, und danach tritt keiner mehr durch dieses ein.

    Abu Said Al-Khudriy berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wer einen Tag freiwillig und nur Allah zuliebe fastet, dessen Angesicht hält Allah wegen dieses Tages vom Höllenfeuer mit einem Abstand fern, der in siebzig Jahren zurückzulegen ist.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wenn der Fastende aus Vergesslichkeit während des Fastens isst oder trinkt, dann soll er sein Fasten fortsetzen; denn Allah hat ihm damit Speise und Trank gegeben.

    Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs fastete nie einen ganzen Monat lang außer dem Ramadan. Er pflegte so ununterbrochen zu fasten, dass man sagen musste: Bei Allah, er würde das Fasten nie brechen. Dann brach er das Fasten so, dass man sagen musste: Bei Allah, er würde wohl nie wieder fasten.

    Anas berichtete: Der Gesandte Allahs pflegte auf eine Art zu fasten, so dass man sagen musste: Er fastete, er fastete. Und er brach das Fasten so, dass man sagen musste: Er brach das Fasten, er brach das Fasten.

    Abdullah Ibn Amr Ibnal As berichtete: Es wurde dem Gesandten Allahs einmal erzählt, dass ich gesagt hatte: Ich werde doch die Nacht mit Gebet-Verrichten verbringen und bei Tag fasten, solange ich lebe! Der Gesandte Allahs sagte zu mir: Bist du derjenige, der das gesagt hatte? Ich sagte: Ja! das habe ich gesagt, o Gesandter Allahs.

    Da sagte er: Du kannst es nicht! Faste und breche das Fasten! Schlafe und dann wache in der Nacht! Faste an drei Tagen im Monat, denn du weißt, die gute Tat wird zehnfach belohnt, und es wird so sein, als hättest du die ganze Zeit gefastet! Ich entgegnete: Aber ich kann noch mehr als das leisten! Da sagte er: Dann faste an einem Tag und breche das Fasten an den beiden folgenden Tagen!

    Ich sagte: Aber ich kann noch mehr als das leisten! Er sagte: Dann faste an einem Tag und breche das Fasten am nächsten. So hat David, Friede sei mit ihm, gefastet. Und das ist überhaupt das beste Fasten. Ich sagte: Aber ich kann ein noch besseres Fasten leisten! Der Gesandte Allahs sagte: Nein! Es gibt überhaupt kein besseres Fasten als dieses! Da sagte Abdullah Ibn Amr: Wenn ich annehme, diese drei Tage zu fasten, die der Gesandte Allahs erwähnt hatte, dann ist es mir lieber als meine Angehörigen und mein Vermögen.

    Imran Ibn Hussain berichtete: Der Gesandte Allahs sagte zu ihm oder zu einem anderen Mann: Hast du an den letzten Tagen von Schaban gefastet? Er sagte: Nein! Da sagte der Prophet: Falls du nicht gefastet hast, dann sollst du zwei Tage fasten.

    Ibn Umar berichtete: Einigen der Gefährten des Propheten wurden die Zeichen der Nacht der Macht in den letzten sieben Tagen im Traum gezeigt. Der Gesandte Allahs sagte: Ich sehe, dass eure Traumgesichter sich darüber einig sind, dass diese Nacht mit einer der letzten sieben Nächte zusammenfällt. Wer sich darum bemüht, der kann sie in den letzten sieben Tagen erwarten.

    Abu Said Al-Khudriy berichtete: Der Gesandte Allahs pflegte sich an den zehn mittleren Tagen des Monats Ramadan in der Moschee zurückzuziehen. Wenn aber zwanzig Nächte vorbei waren, und die einundzwanzigste Nacht jetzt kam, kehrten er und diejenigen, die mit ihm waren, zu ihren Häusern zurück. Einmal zog er sich in jener Nacht zurück, in der er nach Hause zurückzukehren pflegte. Dann hielt er eine Predigt, in der er den Leuten befahl, was Allah wollte. Er sagte: Ich pflegte mich an diesen zehn Tagen des Ramadan zurückzuziehen.

    Dann fiel es mir ein, dass ich mich an den letzten zehn Tagen zurückziehen soll. Wer sich mit mir zurückgezogen hat, der übernachtet in seinem Platz! Und ich sah diese Nacht, aber Allah ließ mich sie vergessen. Sucht diese Nacht in den letzten zehn Nächten, und zwar in den ungeraden Nächten. Ich sah, dass ich mich im Wasser und Schlamm niederwarf. Abu Said Al-Khudriy fügte hinzu: Es regnete in der einundzwanzigsten Nacht, und das Regenwasser triefte vom Dach der Moschee, und zwar im jenen Platz, wo der Gesandte Allahs das Gebet verrichtete. Ich sah ihn an, als er das Morgengebet beendete, und fand sein Gesicht nass vom Wasser und Schlamm.

    Aischa berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Erwartet Lailatu-l-Qadr in den letzten zehn Tagen im Ramadan.

    Eine Erläuterung der Ursprünge des islamischen Fastens finden Sie bei CIRA International.

  • Das Buch der Pilgerfahrt

    Das Buch der Pilgerfahrt

    [Sahih Muslim, Kapitel 15]

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Einmal fragte ein Mann: O Gesandter Allahs, was für Kleidung darf der Mann anziehen, wenn er sich im Weihezustand befindet? Der Gesandte Allahs sagte: Ihr dürft folgendes nicht anziehen: das Hemd, den Turban, die Hose, den Burnus und die Lederstrümpfe; es sei denn, daß man keine Sandalen findet. In diesem Fall darf man Lederstrümpfe anziehen, aber erst nachdem man sie zuvor unterhalb der Knöchel durch Abschneiden des Leders freigemacht hat. Ferner dürft ihr noch keine Kleidung tragen, welche Spuren von Färbungen durch Safran oder Wars haben.

    Ibn Abbas berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen, als er die Predigt hielt: Wer den Lendenschurz nicht finden kann, darf die Hose anziehen. Wenn man keine Sandalen findet, darf man die Lederstrümpfe anziehen. Damit meinte er denjenigen, der sich im Weihezustand befindet.

    Yala Ibn Umayya berichtete: Einmal kam ein Mann mit einem langen, von vorn geöffneten Gewand, das Spuren von Khaluq oder Sufra zeigte, zum Propheten in Al-Girana und fragte ihn: Welche Zeremonien habe ich bei der Besuchsfahrt zu unternehmen? In diesem Augenblick wurde es dem Propheten offenbart. Mit einem Tuch deckte man ihn zu. Ich sagte: Ich wollte den Propheten gern einmal sehen, während ihm offenbart wurde. Da rief mich Umar und sagte: Macht es dich froh, den Propheten zu sehen, wenn ihm offenbart wird? Da ging ich zu `Umar, der das eine Ende des Tuches ein wenig in die Höhe hob, und demnach konnte ich den Propheten betrachten. Er schnarchte.

    Ich (ein späterer Überlieferer) glaube, er sagte: Er schnarchte wie ein junges Kamel! Dann erzählte er weiter: Als die Offenbarung vorüber war, fragte der Prophet: Wo ist denn der Mann, der sich nach der Besuchsfahrt erkundigen will? Nachdem man ihn auf jenen Mann verwiesen hatte, wandte er sich ihm zu und sagte: Wasche die Sufra oder den Khaluq ab und zieh dein Gewand aus! Dann verrichte bei der Besuchsfahrt dieselben Riten wie bei der Wallfahrt!

    Ibn Abbas berichtete: Zum Anlegen des Ihrams nannte der Prophet Zul-Hulaifa für die Pilger als den Ort, ab dem die Bewohner von Medina den Ihram anlegen sollen. Zu demselben Zweck nannte er auch Al-Guhfa für die Leute aus Syrien, Qarnu-l-Manazil für die Leute aus Nagd und Yalamlam für die Leute aus dem Jemen.

    Er sagte: Diese Orte gelten als Ausgangspunkte nicht nur für die dortigen Bewohner, sondern auch für die Reisenden, die die Pilgerfahrt oder die Besuchsfahrt unternehmen wollen und den Ihram noch nicht angelegt haben. Wer sich aber in einer Entfernung befindet, die näher liegt als diese Orte, oder zu den Bewohnern von Mekka gehört, der soll den Ihram von einem dieser genannten Orte anlegen.

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Die Bewohner von Medina sollen den Ihram anlegen, wenn sie Zul-Hulaifa erreichen. Diejenigen aus Asch-Scham sollen den Ihram in Al-Guhfa anlegen und die Leute aus Nagd in Qarn. Ich erfuhr dann, dass der Gesandte Allahs auch sagte: Und die Leute aus dem Jemen sollen den Ihram in Yalamlam anlegen.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Die Talbiya des Gesandten Allahs hieß folgendermaßen: (Labbaika-llahumma labbik. Labbaika la Scharika laka labbaik. Inna-l-Hamda wan-Ni`mata, laka wal-Mulk. La Scharika lak.) (O Allah, da bin ich eilend zu Dir gekommen; da bin ich. Da bin ich zu Dir gekommen, Teilhaber hast Du nicht, und da bin ich. Wahrlich, alles Lob gebührt Dir, die Gnade ist nur von Dir, und das Königreich gehört nur Dir. Teilhaber hast Du nicht.)

    Ibn Umar berichtete: Ihr behauptet, dass eure Baida der Ort sei, ab dem der Gesandte Allahs den Ihram angelegt habe. Der Gesandte Allahs legte seinen Ihram erst ab dem Ort ab, der in der Nähe von der Moschee liegt; nämlich Dhul-Hulaifa.

    A´ischa berichtete: Ich parfümierte den Gesandten Allahs als er den Ihram anlegte und als er sich davon befreite, und zwar bevor er den Umlauf der Ka`ba unternahm.

    As-Sab Ibn Gathama Al-Laithiy berichtete: Er schenkte dem Gesandten Allahs einen Wildesel, während dieser in Al-Abwaa oder in Waddan war. Der Gesandte Allahs lehnte ihn anzunehmen ab. Er berichtete weiter: Als der Gesandte Allahs die Enttäuschung in mein Gesicht sah, sagte er: Wir lehnten ihn anzunehmen ab, nur weil wir im Weihezustand sind.

    Ibn Abbas berichtete: As-Sab Ibn Gathama schenkte dem Propheten einen Wildesel, während dieser im Weihezustand war. Der Prophet lehnte ihn anzunehmen ab und sagte zu dem Mann: Wären wir nicht im Weihezustand gewesen, dann hätten wir ihn doch von dir angenommen.

    Abu Qatada berichtete: Als wir einmal mit dem Gesandten Allahs hinauszogen, kamen wir in Al-Qaha an. Einige von uns waren im Weihezustand für die Pilgerfahrt, andere waren aber nicht. Ich bemerkte, dass meine Gefährten etwas ansahen. So warf ich auch mal einen Blick. Es war ein Wildesel. Da legte ich dem Pferd den Sattel auf, nahm meine Lanze und ritt auf dem Pferd. Dabei fiel meine Peitsche herunter. Ich sagte zu meinen Gefährten, die im Weihezustand waren: Reicht mir die Peitsche hoch, bitte! Sie verweigerten sich aber und sagten: Bei Allah, wir werden dir dabei nicht um das geringste helfen. So stieg ich ab, nahm die Peitsche und ritt wieder auf meinem Pferd.

    Da begann ich den Wildesel zu verfolgen, bis ich ihn erreichte, als er hinter einem Hügel stand. Ich stach ihn mit meiner Lanze und schnitt ihm die Sehnen durch. Danach brachte ich die Jagdbeute zu meinen Gefährten. Die einen sagten: Esst davon!, aber die anderen sagten: Esst davon nicht! Der Prophet war eine Strecke vor uns entfernt. Ich beschleunigte mein Pferd, um ihn einzuholen. Als ich ihn einholte und danach fragte, antwortete er: Es ist erlaubt! Esst davon!

    Aischa, Gattin des Propheten berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Vier bösartige muss man töten, abgesehen davon, ob man sich im Ihram-Zustand befindet oder nicht. Diese sind: die Gabelweih, die Krähe, die Ratte und der bissige Hund.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Prophet sagte: Es ist kein Vergehen, wenn man fünf Tiere tötet, abgesehen davon, ob sie im Schutzgebiet in Mekka zu finden sind, oder ob man im Weihezustand ist. Diese sind: die Ratte, der Skorpion, die Krähe, die Gabelweihe und der reißende Hund.

    Kab Ibn Ugra berichtete: Der Gesandte Allahs kam zu mir zur Zeit des Al-Hudaibiya-Abkommens, während ich Feuer unter den Kochtöpfen anzündete. Dabei krochen die Läuse auf mein Gesicht. Da fragte mich der Gesandte Allahs: Schaden dir die Ungeziefer, die in deinem Kopf sind? Ich erwiderte: Ja. Da sagte er: Rasiere denn deinen Kopf und faste drei Tage, oder speise sechs Arme, oder opfere ein Schlachttier für Allah!

    Ibn Abbas berichtete: Der Prophet ließ sich durch Aderlass behandelt werden, während er sich im Ihram-Zustand befand.

    Ibn Buhaina berichtete: Der Prophet ließ sich durch Aderlass mitten im Kopf behandelt werden, während er sich im Ihram-Zustand befand, und zwar auf dem Weg nach Mekka.

    Der Hadith von Abu Ayyub Al-Ansariy: Abdullah Ibn Hunain berichtete: Abdullah Ibn Abbas sandte mich an Abu Ayyub Al-Ansariy, den ich sich zwischen den zwei Stangen des Brunnens waschend fand, wobei er sich hinter einem Gewand verbarg. Ich begrüßte ihn. Er sagte: Wer ist das? Ich erwiderte: Das ist Abdullah Ibn Hunain.

    Abdullah Ibn Abbas sandte mich an dich, um dich danach zu fragen: Wie pflegte der Gesandte Allahs seinen Kopf zu waschen, während er im Ihram-Zustand war? Abu Ayyub legte seine Hand auf das Gewand und ließ es herunter, bis ich seinen Kopf sehen konnte. Dann sagte er zu demjenigen, der Wasser schüttete: Schütte mir Wasser! Da schüttete er ihm Wasser über den Kopf. Abu Ayyub bewegte seinen Kopf mit seinen Händen, wobei er seine Hände sowie nach vorn und als auch nach hinten bewegte. Dann sagte er: So sah ich den Gesandten Allahs machen.

    Ibn Abbas berichtete: Ein Mann, der sich im Ihram-Zustand befand, fiel vom Rücken seines Reittiers herab, brach dadurch sein Genick und starb. Der Prophet sagte: Wascht ihn mit Wasser und Lotuswasser, hüllt ihn in seine beiden Tücher und bedeckt seinen Kopf nicht; denn Allah wird ihn am Jüngsten Tag auferwecken, wobei er die Talbiya aussprechen wird.

    Aischa berichtete: Einmal trat der Gesandte Allahs bei Dubaa Bint Az-Zubair und sagte zu ihr: Hast du beabsichtigt, die Pilgerfahrt zu unternehmen? Sie erwiderte: Bei Allah, ich habe es vor, aber ich fühle mich nicht wohl. Da sagte er zu ihr: Dann unternimm die Pilgerfahrt unter der Bedingung, dass du sagst: O Allah, ich befreie mich vom Ihram, wo Du mich zurückhältst. Sie war die Frau von Al-Miqdad.

    Aischa berichtete: Wir gingen mit dem Gesandten Allahs im Jahr der Abschiedspilgerfahrt hinaus. Wir nahmen den Ihram-Zustand für eine Besuchsfahrt an. Dann sagte der Gesandte Allahs: Wer sein Opfertier mitgebracht hat, der muss die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt mit demselben Ihram unternehmen und sich vom Ihram-Zustand erst befreien, nachdem er die beiden vollzogen hat.

    Als ich in Mekka ankam, war ich menstruierend. Daher konnte ich weder den Umlauf der Kaaba noch den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa verrichten, worüber ich beim Gesandten Allahs klagte. Er sagte mir: Löse dir das Haar auf und kämme es, nimm den Ihram für die Pilgerfahrt an und verzichte nun auf die Besuchsfahrt! Ich habe das getan.

    Nachdem wir die Pilgerfahrt vollzogen hatten, schickte mich der Gesandte Allahs mit Abdu-r-Rahman Ibn Abu Bakr nach At-Taniem und sagte: Das ist der Ort, von dem du den Ihram für deine Besuchsfahrt annehmen kannst. So vollzog ich auch die Besuchsfahrt.

    Diejenigen, die den Ihram nur für die Besuchsfahrt annahmen, verrichteten den Umlauf um die Ka`ba und den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa. Dann befreiten sie sich vom Ihram und verrichteten einen anderen Umlauf für die Pilgerfahrt, nachdem sie von Mina zurückgekehrt waren. Diejenigen aber, die die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt kombinieren wollten, verrichteten nur einen Umlauf.

    Abdu-r-Rahman Ibn Abu Bakr berichtete: Der Prophet befahl ihm, Aischa hinter ihm reiten zu lassen, damit sie den Ihram von At-Taniem abnehmen konnte.

    Dschabir berichtete: Wir gingen mit dem Gesandten Allahs mit dem Vorsatz, nur die Pilgerfahrt zu unternehmen, während Aischa mit dem Vorsatz kam, die Besuchsfahrt und die Pilgerfahrt mit demselben Ihram zu kombinieren. In Sarif menstruierte Aischa. Als wir eintrafen, umliefen wir die Ka`ba und verrichteten den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa. Dann befahl der Gesandte Allahs denjenigen, die keine Opfertiere bei sich hatten, sich vom Ihram-Zustand zu befreien.

    Wir fragten: Was für Befreiung? Er antwortete: Völlige Befreiung. So hatten wir Geschlechtsverkehr mit unseren Ehefrauen, parfümierten uns und zogen unsere normale Kleidung an. Das ereignete sich vier Tage vor Arafa. Dann nahmen wir den Ihram am Tarwija-Tag wieder an. Der Gesandte Allahs kam zu Aischa und fand sie weinend. Er fragte sie: Was ist mit dir los? Sie antwortete: Ich habe meine Tage.

    Daher habe ich mich vom Ihram-Zustand nicht gelöst, obwohl die Leute das schon gemacht hatten. Und ich lief die Kaaba nicht um, während die Leute jetzt zur Verrichtung der Pilgerfahrt gehen. Er sagte: Das ist eine Sache, die Allah den Töchtern Adams vorgeschrieben hat. So wasch dich und nimm den Ihram für die Pilgerfahrt an! Aischa hat das gemacht und die Riten der Pilgerfahrt vollzogen.

    Und als sie sich reinigte, unternahm sie den Umlauf der Kaaba und den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa. Der Prophet sagte dann zu ihr: Hast du dich von dem Ihram-Zustand für beide – die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt – befreit? Da sagte sie: O Gesandter Allahs, ich fühle, dass ich das Umlaufen der Kaaba nur bei der Pilgerfahrt verrichtete. Da sagte der Prophet: Nimm sie, o Abdu-r-Rahman und lass sie von At-Taniem ihre Besuchsfahrt unternehmen! Das war in der Nacht von Al-Hasba.

    Der Hadith von Dschabir Ibn Abdillah: Ata berichtete: Ich hörte unter einer Gruppe Dschabir Ibn Abdillah folgendes erzählen: Wir, die Gefährten Muhammads legten den Ihram nur für die Pilgerfahrt an. Am 4. des Monats Zul-Hidscha befahl uns der Prophet uns vom Ihram-Zustand zu befreien, wobei er sagte: Befreit euch vom Ihram-Zustand und schlaft mit euren Frauen! Ata sagte: Er verpflichtete sie nicht dazu, sondern erlaubte es ihnen. Wir sagten: Fünf Tage vor unserer Ankunft in Arafa befahl uns der Prophet Geschlechtsverkehr mit unseren Frauen zu haben. So kamen wir in Arafa in solch einem durch den nahen Geschlechtsverkehr entstandenen Zustand, und zwar dass wir Samenerguss hatten.

    Ata fügte hinzu: (Dschabir deutete darauf mit der Hand und ich bemerkte als sähe ich seine Hand in Bewegung.) Dschabir erzählte weiter: Der Prophet stand unter uns und sagte: Ihr wisst schon, dass ich der Wahrheitstreuste, der Frommste und derjenige unter euch, der Allah am stärksten fürchtet. Und hätte ich keine Opfertiere bei mir gehabt, dann hätte ich mich vom Ihram-Zustand befreit, genauso wie ihr, und hätte ich das gewusst, was ich später wusste, dann hätte ich die Opfertiere nicht mitgebracht. So löst euch vom Ihram-Zustand! Also haben wir uns vom Ihram-Zustand befreit, auf den Propheten gehört und ihm gehorcht.

    Dann kam Ali mit der Steuereinnahme. Der Prophet fragte ihn: Mit welchem Vorsatz hast du den Ihram angelegt? Ali antwortete: Mit diesem des Propheten. Der Gesandte Allahs sagte zu ihm: Dann schlachte deine Opfertiere und behält den Ihram-Zustand. Ali schlachtete seine Opfertiere und schenkte dem Propheten eins. Suraqa Ibn Malik Ibn Guschum sagte: O Gesandter Allahs! Gilt das nur für dieses Jahr oder auf ewig? Er antwortete: Auf ewig.

    Aischa berichtete: Quraish und diejenigen, die dessen Religion folgten, pflegten in der vorislamischen Zeit in Muzdalifa zu verweilen. Man nannte sie Al-Hums (die streng Frommen). Die übrigen Araber pflegten in Arafa zu verweilen. Zur Zeit des Islams hat Allah Seinem Propheten befohlen, in Arafat zu verweilen und davon weiterzueilen, wie es im Koran heißt: Dann eilt dorthin weiter, von wo die Menschen weitereilen. [Quran 2:199]

    Gubair Ibn Mutim berichtete: Ich verlor ein Kamel und ging am Tag von Arafa es suchend heraus. Da sah ich den Gesandten Allahs mit den Leuten auf Arafa stehen. Da sagte ich: O! Bei Allah, er gehört zu den Al-Hums! Was macht er denn da? Quraish wurde damals für einen von den Hums gehalten.

    Abu Musa berichtete: Ich kam zum Gesandten Allahs als er in Batha gelagert war. Er fragte mich: Hast du die Pilgerfahrt unternommen? Ich antwortete: Ja! Er sagte: Mit welchem Vorsatz hast du den Ihram angelegt? Ich sagte: Labbaika! Hier komme ich mit dem Vorsatz wie dem des Propheten. Er sagte: Du hast gut gemacht. Verrichte denn den Umlauf der Ka`ba und den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa und dann löse dich vom Ihram-Zustand!

    So lief ich um die Kaaba herum und zwischen As-Safa und Al-Marwa. Dann ging ich zu einer Frau von Banu Qais, die mich entlauste. Dann nahm ich den Ihram noch einmal für die Pilgerfahrt an. Demnach pflegte ich den Menschen Rechtsgutachten über die Pilgerfahrt zu geben, bis es das Kalifat von Umar war. Alsdann sagte ein Mann zu mir: O Abu Musa! oder O Abdullah Ibn Qais! Hält ein bisschen mit der Abgabe deiner Rechtsgutachten zurück. Du weißt doch nicht, was der Fürst der Gläubigen in die Riten nach dir eingeführt hat.

    Da sagte ich: O ihr Menschen! Wen wir ein Rechtsgutachten gegeben haben, der soll warten, da der Fürst der Gläubigen zu euch kommen wird, und ihm sollt ihr folgen. Umar kam danach und ich habe ihm das mitgeteilt. Er sagte: Befolgen wir das Buch Allahs, finden wir, dass es uns befiehlt, die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt zu vollenden. Und befolgen wir die Sunnah des Gesandten Allahs finden wir, dass der Gesandte Allahs sich vom Ihram-Zustand gelöst hat, erst nachdem das Opfertier seinen Bestimmungsort erreicht hatte.

    Umar berichtete: Abu Musa sagte, dass er Rechtsgutachten über At-Tamattu zu geben pflegte. Einmal sagte ein Mann zu ihm: Hält ein bisschen mit der Abgabe deiner Rechtsgutachten zurück. Du weißt doch nicht, was der Fürst der Gläubigen in die Riten nach dir eingeführt hat. Später begegnete er ihm und fragte ihn danach. Umar erwiderte: Ich weiß schon, dass der Prophet und seine Gefährten das gemacht hatten. Ich aber verabscheute, dass ein Mann mit seiner Frau unter den Schatten der Bäume geschlechtlich verkehrt und die Pilgerfahrt dann beginnt, während das Wasser von seinem Kopf noch tröpfelt.

    Der Hadith von Ali: Abdullah Ibn Schaqieq berichtete: Uthman pflegte, At-Tamattu zu verbieten, während Ali es zu erlauben pflegte. Einmal sagte er zu Ali ein paar Worte. Da sagte Ali: Du weißt, dass wir zur Zeit des Gesandten Allahs Tamattu gemacht haben. Uthman sagte: Ja, aber wir hatten damals Angst.

    Der Hadith von Imran Ibn Hussain: Mutarif berichtete: Imran Ibn Hussain sagte mir: Heute erzähle ich dir einen Hadith, der dir in Zukunft nützen wird. Der Hadith ist, dass der Gesandte Allahs einige von seiner Familie den Ihram für die Besuchsfahrt in den ersten zehn Tagen des Dhul-Hidscha anlegen ließ. Kein Koranvers wurde offenbart, um das zu abrogieren. Bis zum Tod des Gesandten Allahs verbot er es auch nicht. Falls jemand eine andere Meinung darüber hat, dann ist das eine persönliche Meinung.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: In der Abschiedspilgerfahrt unternahm der Gesandte Allahs das At-Tamattu und schlachtete die Opfertiere, die er von Zul-Hulaifa mitgebracht hat. Zuerst nahm der Gesandte Allahs den Ihram für die Besuchsfahrt an und dann noch einmal für die Pilgerfahrt. Die Leute unternahmen mit ihm das At-Tamattu. Die einen von ihnen haben die Opfertiere schon mitgebracht; die anderen aber nicht. Als der Gesandte Allahs in Mekka ankam, sagte er zu ihnen:

    Wer von euch die Opfertiere mitgebracht hat, der darf seinen Ihram-Zustand nicht beenden, bis er die Pilgerfahrt verrichtet. Wer aber keine Opfertiere mitgebracht hat, der soll die Kaaba umschreiten, zwischen As-Safa und Al-Marwa laufen, das Haar schneiden, seinen Ihram-Zustand für die Besuchsfahrt dann beenden, einen neuen Ihram für die Pilgerfahrt anlegen und Opfertiere schlachten. Wer sich die Opfertiere nicht leisten kann, der soll drei Tage während der Pilgerfahrt und noch sieben andere nach seiner Rückkehr in die Heimat fasten.

    Der Gesandte Allahs verrichtete die Umschreitung, als er in Mekka ankam. Zuerst küsste er die Ecke der Kaaba, umlief sie dreimal und dann geht die übrigen vier Umläufe herum. Als er die Umschreitung vollzog, verrichtete er zwei Rakkas beim Standplatz des Abraham und sprach dann die Abschlussformel des Gebets, und zwar: As-Salamu Alaikum. Er ging dann zum Hügel As-Safa und lief siebenmal zwischen den Hügeln As-Safa und Al-Marwa. Er beendete seinen Ihram-Zustand nicht, bis er die Pilgerfahrt verrichtete und das Opfertier am Opfertag schlachtete. Danach eilte er weiter und umschritt die Kaaba. Dann wurde ihm alles erlaubt, was ihm im Ihram-Zustand verboten war. Wer unter den Leuten die Opfertiere mitgebracht hat, der machte das Gleiche wie der Gesandte Allahs.

    `A´ischa, Gattin des Propheten berichtete: Der Gesandte Allahs unternahm das At-Tamattu` (die Trennung zwischen der Besuchsfahrt und der Pilgerfahrt durch Lösung des Ihrams); und die Leute haben das gemacht.

    Hafsa, Gattin des Propheten berichtete: Ich sagte zum Gesandten Allahs: O Gesandter Allahs, warum hast du dich vom Ihram-Zustand nach der Besuchsfahrt nicht befreit, obwohl die Leute sich schon vom Ihram-Zustand befreit haben? Er sagte: Ich klebte mein Haar zusammen und bestimmte die Opfertiere. So werde ich mich vom Ihram-Zustand erst nach Schlachtung der Opfertiere befreien.

    Der Hadith von Abdullah Ibn Umar: Nafi berichtete, dass Abdullah Ibn Umar beim Aufruhr aufbrach, um die Besuchsfahrt zu verrichten. Er sagte: Falls wir am Erreichen des Hauses gehindert werden, dann machen wir genauso, wie wir zur Zeit des Gesandten Allahs gemacht haben. So nahm er den Ihram für die Besuchsfahrt an und machte sich auf den Weg, bis er sich der Wüste Al-Baida´ näherte.

    Da wandte er sich seinen Mitreisenden zu und sagte: Ich nehme euch zu meinen Zeugen, dass ich mich verpflichte, beide, die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt, zu unternehmen, denn ihre Angelegenheit ist dieselbe. Er ging dann fort, führte die sieben Umschreitungen der Ka`ba durch und lief siebenmal zwischen den beiden Hügeln As-Safa und Al-Marwa. Zudem machte er nichts; er glaubte, dass das genug war. Er schlachtete auch das Opfertier.

    Anas berichtete: Ich hörte den Propheten die Formel der Talbiya (Labbaika Allahuma Labbaik) = (Hier komme ich, o Herr! Hier komme ich, o Herr!) für beide – die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt – zusammen aussprechen.

    Ibn Umar berichtete: Als der Gesandte Allahs in Mekka ankam, lief er um die Ka`ba siebenmal herum. Darauf betete er zwei Rakkas hinter Al-Maqaam (Standplatz Abrahams) und verrichtete anschließend den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa. Wirklich, der Gesandte Allahs ist für euch das beste Vorbild!

    Aischa berichtete: Als der Gesandte Allahs in Mekka zur Verrichtung der Pilgerfahrt ankam, unternahm er als erstes die Gebetswaschung und dann umlief er das Haus.

    Der Hadith von Asma: Abdullah, der Diener von Asma Bint Abu Bakr, sagte, dass jedes Mal wenn Asma an Al-Hagun vorbeiging, pflegte sie zu sagen: Allah möge Seinem Gesandten Segen und Heil schenken! Wir verweilten hier mit ihm. An jenem Tag hatten wir leichte Lasten, wenige Reittiere und kleine Reisevorräte. Ich verrichtete die Besuchsfahrt und so machten meine Schwester, Az-Zubair, Soundso und Soundso. Nachdem wir die Ka`ba mit der Hand gestrichen hatten, beendeten wir den Ihram-Zustand. An demselben Abend legten wir den Ihram für die Pilgerfahrt wieder an.

    Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs nahm den Ihram für eine Besuchsfahrt an, während seine Gefährten den Ihram für die Pilgerfahrt annahmen. So beendeten der Gesandte Allahs und die einen Gefährten, die ihre Opfertiere mitbrachten, den Ihram-Zustand nicht, während die anderen übrigen Gefährten sich vom Ihram-Zustand befreiten. Talha Ibn Ubaidillah war unter denjenigen, die ihre Opfertiere mitbrachten. Deshalb befreite er sich vom Ihram-Zustand nicht.

    Ibn Abbas berichtete: Sie haben die Besuchsfahrt in den Monaten der Pilgerfahrt als eine der sündigsten Sachen auf der Erde angesehen. Sie verwechselten den Monat Muharram mit dem Safar und sagten: Wenn sich die Kamele ausruhen und ihre Rücken wieder wohl werden, und wenn die Spuren der Pilger von den Wegen verschwinden und der Monat Safar zu Ende geht, dann darf man die Besuchsfahrt verrichten.

    Am vierten Tag des Monats Dhul-Hidscha kamen der Gesandte Allahs und seine Gefährten im Ihram-Zustand für die Pilgerfahrt. Der Gesandte Allahs befahl ihnen, den Ihram für die Besuchsfahrt anstatt der Pilgerfahrt anzunehmen. Das war ihnen unfassbar; deshalb fragten sie den Gesandten Allahs: Welche Befreiung meinst du? Er erwiderte: Die völlige Befreiung vom Ihram.

    Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs verrichtete das Mittagsgebet in Dhul-Hulaifa. Er ließ dann seine Kamelin zu sich kommen, verletzte sie auf der rechten Seite ihres Höckers und entfernte dann das Blut von ihr. Er bekränzte sie dann, wobei er zwei Sandalen zu ihrem Hals band. Danach ritt er auf seiner Reitkamelin. Als er Al-Baida´ erreichte, sprach er das Talbiya für die Pilgerfahrt aus.

    Ibn Abbas berichtete: Muawiya sagte zu mir: Weißt du, dass ich ein paar Haare des Gesandten Allahs beim Hügel Al-Marwa mit Hilfe eines Pfeils mit breiter Spitze abgeschnitten habe? Ich erwiderte: Ich weiß das nur als ein Argument gegen dich!

    Anas berichtete: Als Ali von dem Jemen kam, fragte ihn der Prophet: Mit welchem Vorsatz hast du den Ihram angelegt? Ali erwiderte: Ich legte ihn mit dem gleichen Vorsatz wie dem des Propheten an. Da sagte der Gesandte Allahs: Hätte ich keine Opfertiere mitgebracht, hätte ich den Ihram-Zustand beendet!

    Anas berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: (Ich bin hier, Dir zu Diensten, o Allah, zur Besuchsfahrt und zur Pilgerfahrt – Ich bin hier, Dir zu Diensten, o Allah, zur Besuchsfahrt und zur Pilgerfahrt) So nahm er mit diesen Worten den Ihram-Zustand für beide, die Besuchsfahrt und die Pilgerfahrt, an.

    Anas berichtete: Viermal vollzog der Gesandte Allahs die Besuchsfahrt. Jedes Mal war es im Monat Dhul-Qida mit Ausnahme jener Besuchsfahrt, die er in Verbindung mit seiner Pilgerfahrt verrichtete. Diese Besuchsfahrten waren: Die eine, die von Al-Hudaibiya oder zur Zeit des Al-Hudaibiya-Abkommens war; die zweite fand im folgenden Jahr statt; die dritte war die von Girana, als er die Beute des Kriegszugs von Hunain verteilte; und die letzte Besuchsfahrt verrichtete er zusammen mit der Abschiedspilgerfahrt.

    Der Hadith von Zaid Ibn Arqam: Abu Ishaq berichtete: Ich fragte Zaid Ibn Arqam: An wie vielen Kriegszügen hast du mit dem Gesandten Allahs teilgenommen? Er sagte: siebzehn. Zaid Ibn Arqam erzählte mir auch, dass der Gesandte Allahs neunzehn Kriegszüge unternahm und nur eine einzige Pilgerfahrt nach seiner Auswanderung aus Mekka verrichtete, nämlich die Abschiedspilgerfahrt.

    Der Hadith von Aischa: Urwa Ibn-az-Zubair berichtete: Einmal saßen Ibn Umar und ich und stützten uns dabei auf die Wand des Zimmers Aischas. Wir konnten sie ihren Mund mit einem Siwak säubern hören. Ich sagte dann: O Abu Abdu-r-Rahman, hat der Prophet die Besuchsfahrt im Ragab verrichtet? Er antwortete: Ja!

    Da sagte ich zu Aischa: O Mutter, hörst du nicht, was Abu Abdu-r-Rahman sagt? Sie fragte: Und was sagt er? Ich sagte: Er sagt, der Prophet habe die Besuchsfahrt im Monat Ragab verrichtet. Da sagte sie: Allah möge Abu Abdu-r-Rahman vergeben! Bei meinem Leben, der Prophet hat die Besuchsfahrt nie im Ragab verrichtet. Er hat sie auch nie verrichtet, ohne von begleitet zu werden. Ibn `Umar hörte das, und sagte weder Ja noch Nein, sondern blieb schweigend.

    Der Hadith von Ibn Abbas: Ata Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte einmal zu einer Frau von den Ansar, die Ibn Abbas nannte und deren Namen ich trotzdem vergaß: Was hinderte dich daran, die Pilgerfahrt mit uns zu vollziehen? Die Frau antwortete: Wir haben nur zwei Kamele: das eine Kamel, auf dem mein Mann und mein Sohn zur Pilgerfahrt ritten, und das andere Kamel, auf dem das Wasser herbeigeschafft wird. Da sagte ihr der Prophet: Wenn der Ramadan kommt, vollziehe in ihm die Besuchsfahrt; denn der Lohn einer Besuchsfahrt im Ramadan gleicht dem einer Pilgerfahrt!

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs pflegte aus durch den Schagara-Weg herauszukommen und durch den Weg von Al-Muarras hereinzukommen. Andererseits pflegte er in Mekka durch den oberen Engpass hereinzukommen und durch den unteren Engpass herauszukommen.

    Aischa berichtete: Als der Prophet nach Mekka kam, kam er durch den oberen Engpass herein und durch den unteren Engpass heraus.

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs übernachtete in Zu-Tuway. Als es morgen wurde, betrat er Mekka erst dann.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs richtete sein Gesicht auf die zwei Durchgänge des Berges, der ihn vom langen Berg trennte, in Richtung der Kaaba. Dadurch lag die dort aufgebaute Moschee auf der linken Seite der am Ende des schwarzen Hügels gebauten Moschee. Die Gebetsstätte des Gesandten Allahs lag darunter und zwar auf dem schwarzen Hügel. Er verließ etwa zehn Ellen vom schwarzen Hügel, dann stand mit seinem Gesicht auf Richtung der zwei Durchgänge des langen Berges, der zwischen ihm und der Kaaba lag, und verrichtete das Gebet.

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs pflegte beim ersten Umlaufen der Kaaba die ersten drei Umrundungen im Laufschritt zu verrichten und die übrigen vier normal zu gehen. Er pflegte auch in den Talboden beim Verrichten des Laufes zwischen As-Safa und Al-Marwa zu laufen.

    Der Hadith von Ibn Abbas: Abu-t-Tufail berichtete: Ich sagte zu Ibn Abbas: Gehört es wirklich zu der Sunnah, dass man bei den ersten drei Umschreitungen der Kaaba laufen und bei der übrigen vier gehen soll? Deine Leute behaupten, dieses Vergehen gehöre zur Sunnah. Er erwiderte: Sie sagten die Wahrheit und sie logen. Da sagte ich: Was soll denn das bedeuten? Er erwiderte: Als der Gesandte Allahs und seine Gefährten nach Mekka kamen, sagten die Götzendiener: Muhammad und seine Gefährten können die Ka`ba wegen ihrer Abmagerung nicht umschreiten. Sie waren damals von Neid erfüllt.

    Daher befahl der Gesandte Allahs seinen Gefährten, um die Kaaba dreimal zu laufen und viermal zu gehen. Ich sagte ihm weiter: Teil mir denn mit, ob es auch zur Sunnah gehört, dass man den Lauf zwischen den beiden Hügeln As-Safa und Al-Marwa reitend verrichtet! Deine Leute behaupten, dass das zur Sunnah gehöre. Er erwiderte: Sie sagten die Wahrheit und sie logen auch. Ich sagte: Was soll das denn bedeuten?

    Er sagte: Ungeheure Menschenmengen sammelten sich um den Gesandten Allahs so dass sogar die Jungfrauen aus ihren Häusern herauskamen. Dabei sagten die Menschen: Das ist Muhammad! Das ist Muhammad! Die Leute um den Gesandten Allahs wichen nicht zurück und machten ihm keinen Weg. Als ihn nun Scharen von Menschen umgaben, musste er reiten. Das Laufen und das Gehen sind jedoch besser.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Ich sah den Gesandten Allahs keine Stelle im Haus berühren außer den beiden Jemenitischen Ecken.

    Der Hadith von Umar Ibnal Khattab: Umar küsste den Schwarzen Stein und sagte: Ich weiß wohl, dass du nur ein Stein bist. Hätte ich selbst nicht gesehen, dass der Gesandte Allahs dich geküsst hat, dann hätte ich dich nicht geküsst!

    Ibn Abbas berichtete: In der Abschiedspilgerfahrt ritt der Gesandte Allahs während der Umrundung der Ka`ba auf einem Kamel und berührte die Ecke mit einem Krummstock.

    Umm Salama berichtete: Ich klagte über meine Krankheit beim Gesandten Allahs. Da sagte er: Du darfst die Kaaba hinter den Leuten reitend umlaufen. So habe ich die Kaaba reitend umlaufen, während der Gesandte Allahs dabei das Gebet neben der Kaaba verrichtete und den Koranvers (Bei dem Berge und bei dem Buche, das geschrieben ist) rezitierte.

    Der Hadith von Aischa: Urwa berichtete: Ich sagte einmal zu Aischa: Ich glaube, es macht nichts aus, wenn man den Lauf zwischen Safa und Marwa nicht durchführt. Sie sagte: Warum sagst du das? Ich erwiderte: Weil Allah, der Hocherhabene, sagt: Wahrlich, As-Safa und Al-Marwa gehören zu den Kultstätten Allahs… [Quran 2:158] bis zum Ende des Koranverses. Da sagte sie: Allah hält die Pilgerfahrt oder die Besuchsfahrt des einen Menschen nicht für vollendet, wenn er keinen Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa durchführt. Wäre es so gemeint, wie du sagst, so hätte es gelautet ‚Es ist kein Vergehen, wenn man den Lauf zwischen ihnen nicht durchführt.‘

    Weißt du den Anlass zur Offenbarung dieses Koranverses? Er wurde wegen der Ansar offenbart, denn sie pflegten in der vorislamischen Zeit für zwei Götzenfiguren namens Isaf und Naela, die sich in der Nähe vom Meeresstrand befanden, in den Weihezustand zu treten, den Lauf zwischen den zwei Hügeln As-Safa und Al-Marwa durchzuführen und sich anschließend das Haar abrasieren zu lassen. Nachdem sie sich zum Islam bekannt hatten, verabscheuten sie es, den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa durchzuführen wegen dessen, was sie zur vorislamischen Zeit zu tun pflegten. Deshalb offenbarte Allah den Koranvers: Wahrlich, As-Safa und Al-Marwa gehören zu den Kultstätten Allahs… Und sie hatten den Lauf zwischen beiden zu verrichten.

    Anas berichtete: Die Ansar verabscheuten, den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa durchzuführen, bis der Koranvers Wahrlich, As-Safa und Al-Marwa gehören zu den Kultstätten Allahs; und wer zu dem Hause pilgert oder die Besuchsfahrt vollzieht, für den ist es kein Vergehen, wenn er beide umschreitet [Quran 2:158] offenbart wurde.

    Usama Ibn Zaid berichtete: Ich ritt hinter dem Gesandten Allahs als er von Arafa zurückkehrte. Als er die linke Seite des in der Nähe von Al-Muzdalifa liegenden Berges erreichte, stieg er von seinem Reittier ab, um zu urinieren. Danach schüttete ich ihm Wasser, damit er sich wusch. Er verrichtete aber eine leichte Gebetswaschung. Ich sagte ihm: Das Gebet, o Gesandter Allahs! Er aber sagte: Das Gebet wartet auf dich vorn. Er ritt weiter bis zum Al-Muzdalifa. Dort verrichtete er das Gebet. Dann ritt Al-Fadl hinter dem Gesandten Allahs an jenem Morgen, an dem sie nach Al-Muzdalifa gehen sollten.

    Abdullah Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs hörte nicht mit dem Aussprechen der Formel der Talbiya (Hier bin ich, Dir zu Diensten, o Allah) auf, bis er die Steine warf.

    Der Hadith von Anas Ibn Malik: Muhammad Ibn Abu Bakr Ath-Thaqafiy fragte Anas Ibn Malik, als sie von Mina in Richtung Arafats herauskamen: Was habt ihr mit dem Gesandten Allahs an diesem Tag gemacht? Er sagte: Die einen von uns sprachen die Formel der Talbija aus, ohne deswegen getadelt zu werden, und die anderen sprachen die Formel des Takbir (Allahu Akbar) aus, ohne deswegen getadelt zu werden.

    Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs kam eilig aus Arafa mit Usama hinter ihm auf dem Reittier. Usama sagte: Wir fuhren in diesem Zustand weiter, bis wir Gam erreichten.

    Der Hadith von Usama Ibn Zaid: Urwa Ibn-az-Zubair, berichtete: Usama wurde gefragt, als ich bei ihm war, oder er sagte: Ich selbst fragte Usama Ibn Zaid, da er hinter dem Gesandten Allahs von Arafa ritt: Wie schnell ritt der Gesandte Allahs als er von Arafa strömte? Usama erwiderte: Normalerweise in mittlerer Geschwindigkeit und in größerer im offenen Land.

    Abu Ayyub berichtete: Ich verrichtete das Abend- und das Nachtgebet in Al-Muzdalifa während der Abschiedspilgerfahrt mit dem Gesandten Allahs.

    Abdullah Ibn Masud berichtete: Es sind nur zweimal, dass ich den Gesandten Allahs das Gebet zu einer anderen Zeit als dessen festgelegten Zeit verrichten sah: das eine Mal verrichtete er das Abend- und das Nachtgebet direkt hintereinander in Gam; und das andere Mal verrichtete er am nächsten Morgen das Morgendämmerungsgebet vor dessen üblichen Zeit.

    Aischa berichtete: Sauda bat den Gesandten Allahs um Erlaubnis dazu, in der Nacht von Al-Muzdalifa nach Mina vor ihm und vor den anderen Pilgern aufzubrechen. Sauda war eine recht beleibte Frau (Al-Qasim sagte: ‚beleibt‘ bedeutet dick und deswegen nur langsam gehen können). Der Prophet erlaubte es ihr. So ritt sie los vor seinem Aufbruch. Wir blieben in Al-Muzdalifa bis zum Morgen, dann brachen wir mit dem Propheten auf. Ich wünschte, dass ich, wie Sauda, den Gesandten Allahs um Erlaubnis zum vorzeitigen Aufbruch geboten hätte; denn es erfreute mich damals nichts anders, als dass ich nach seiner Erlaubnis aufgebrochen wäre.

    Der Hadith von Asma: Abdullah, der Diener von Asma, berichtete: Während unseres Aufenthalts in Al-Muzdalifa fragte Asma mich: Ist der Mond schon untergegangen? Ich sagte: Nein, noch nicht! So betete sie eine Stunde lang und fragte dann nochmals: O mein Sohn, ist der Mond schon untergegangen? Ich antwortete: Ja! Da sagte sie: Dann lass uns aufbrechen! Wir ritten also los. Dort warf sie die Steine und verrichtete das Gebet in ihrer Stelle. Ich sagte dann zu ihr: O gnädige Frau, wir sind vor Anbruch des Morgens aufgebrochen. Da sagte sie: Doch nein, mein Sohn! Der Prophet erlaubte es den Frauen auf Reisen, dies zu tun.

    Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs sandte mich in der Nacht von Gam mit dem Reisegepäck oder mit einigen schwachen Leuten.

    Der Hadith von Abdullah Ibn Umar: Salem Ibn Abdullah berichtete: Abdullah Ibn Umar pflegte die Schwachen unter seinen Angehörigen ihm vorangehen zu lassen, damit sie in der Nacht bei Al-Maschar Al-Haram in Muzdalifa Aufenthalt nehmen konnten. Inzwischen konnten sie Allahs soviel gedenken, wie sie wollten, und dann strömen vor dem Aufenthalt und dem Strömen des Imams. Einige von ihnen erreichten Mina zur Zeit des Morgendämmerungsgebets und einige kamen später. Wenn sie kamen, warfen sie die Steine. Ibn Umar pflegte zu sagen: Es war der Gesandte Allahs der es ihnen erlaubte.

    Der Hadith von Abdullah Ibn Masud: Abdu-r-Rahman Ibn Yazid berichtete: Abdullah warf die Steine vom Talgrund. So sagte ich ihm: O Abu `Abdu-r-Rahman, manche Leute werfen die Steine von oben. Da erwiderte `Abdullah Ibn Mas`ud: Bei Allah, außer Dem es keinen anderen Gott gibt, das ist die Stelle, wo die Sure Al-Baqara dem Gesandten Allahs offenbart wurde.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs und einige seiner Gefährten ließen sich das Haar rasieren; die anderen ließen es aber kurz geschnitten werden. Der Gesandte Allahs sagte: O Allah, erbarme Dich derjenigen, die sich das Haar rasieren lassen! Er sagte das ein- oder zweimal und sagte dann: Erbarme Dich auch derjenigen, die sich das Haar abschneiden lassen!

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: O Allah, erbarme Dich derjenigen, die ihre Häupter geschoren haben! Einige Menschen sagten: O, Gesandter Allahs! Und auch derjenigen, die ihr Kopfhaar abgeschnitten haben. Da sagte er: O Allah, erbarme Dich derjenigen, die ihre Häupter geschoren haben! Einige Menschen sagte: Und auch derjenigen, die ihr Kopfhaar abgeschnitten haben, o Gesandter Allahs. Er erwiderte: O Allah, erbarme Dich derjenigen, die ihre Häupter geschoren haben! Die Menschen sagten wieder: O Gesandter Allahs, und derjenigen, die ihr Kopfhaar abgeschnitten haben. Da sagte er: Und derjenigen, die ihr Kopfhaar abgeschnitten haben!

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs ließ sich das Kopfhaar in der Abschiedspilgerfahrt abrasieren.

    Anas Ibn Malik berichtete: Der Gesandte Allahs kam nach Mina. Er kam zum Ritus des Steinewerfens und warf sie; dann kehrt er zu seinem Lager in Mina zurück und brachte sein Opfer dar. Danach sprach er zum Haarschneider: Nimm!, und zeigte auf seine rechte Seite und dann auf die linke. Sodann gab er (die abgeschnittenen Haare) den Leuten.

    Abdullah Ibn Amr Ibnal As berichtete: Während der Abschiedspilgerfahrt nahm der Gesandte Allahs einen Aufenthalt in Mina, und die Leute fragten ihn dort nach den Riten der Pilgerfahrt. Ein Mann sagte: O Gesandter Allahs, ich habe mich versehentlich rasiert, bevor ich das Opfertier geschlachtet hatte. Der Prophet sagte: Schlachte dein Opfertier jetzt, das macht nichts!

    Ein anderer Mann sagte: O Gesandter Allahs, versehentlich habe ich das Opfertier geschlachtet, bevor ich die Steine geworfen hatte! Der Prophet sagte: Wirft die Steine jetzt, das macht nichts! Noch viele andere Fragen wurden dem Gesandten Allahs an diesem Tag hinsichtlich der Riten der Pilgerfahrt, die in falscher Reihenfolge durchgeführt worden waren, vorgelegt, und immer antwortete er: Mach es jetzt, das macht nichts!

    Ibn Abbas berichtete: Der Prophet wurde nach dem Opfertier-Schlachten, dem Rasieren, dem Steinewerfen, der Voran- und Zurückstellung gefragt. Da sagte er: Das macht nichts!

    Der Hadith von Anas Ibn Malik: Abdul-Aziz Ibn Rufai sagte zu Anas Ibn Malik: Teil mir etwas mit, das du vom Gesandten Allahs gelernt hast! Wo verrichtete er das Mittagsgebet am Tag von Tarwiya? Er sagte: In Mina. Er fragte: Und wo verrichtete er das Nachmittagsgebet am Tag von An-Nafr? Er sagte: In Al-Abtah. Also mach es so, wie die Leute machen, denen die Leitung der Pilgerfahrt übertragen wurde!

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs Abu Bakr und Umar pflegten, in Al-Abtah Aufenthalt zu nehmen.

    Aischa berichtete: Der Aufenthalt in Al-Abtah ist kein Sunnah. Der Gesandte Allahs nahm aber seinen Aufenthalt dort, denn es war ihm leichter, von dort zurückzukehren.

    Ibn Abbas berichtete: At-Tahsieb ist nichts anders als ein Ort, an dem der Gesandte Allahs einen Aufenthalt nahm.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Morgen, so Allah es will, nehmen wir Aufenthalt in Khaif Banu Kinana, wo sie sich gegenseitig die Eide abgenommen, über die Muslime den Boykott zu verhängen.

    Ibn Umar berichtete: Al-Abbas Ibn Abdel Mottalib bat den Gesandten Allahs um Erlaubnis, die Nächte, die die Pilger in Mina verbringen sollen, in Mekka anstatt in Mina wegen seiner Aufgabe, die Pilger Wasser zu geben, zu übernachten. Er erlaubte es ihm.

    Ali berichtete: Der Gesandte Allahs befahl mir, seine Opfertiere zu überwachen; ihre Fleische, Häute und ihre Satteldecke zu spenden; und dem Schlächter nichts davon als Lohn für seine Arbeit zu geben. Er sagte: Wir geben ihm etwas anders.

    Dschabir Ibn Abdullah berichtete: Im Jahr vom Hudaibiya-Abkommen schlachteten wir mit dem Gesandten Allahs Kamel für sieben Personen und eine Kuh für sieben Personen.

    Der Hadith von Ibn Umar: Ziyad Ibn Gubair berichtete, dass Ibn Umar zu einem Mann kam, während er sein Kamel schlachtete, das niederkniend war. Da sagte Ibn Umar zu ihm: Lass es gefesselt stehen (dann schlachte es) nach der Sunnah eures Propheten!

    Aischa berichtete: Der Gesandte Allahs pflegte, die Opfertiere von Medina nach Makka zu schicken. Deshalb flochte ich Halsgehänge für seine Opfertiere. Danach vermied er nichts, was der Muhrim vermeidet.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sah einen Mann, der ein Kamel, das er als Opfer bringen wollte, vor sich hertrieb. Er sagte zu ihm: Reite das Tier doch! Der Mann entgegnete: Aber es ist doch ein Opfertier! Er sagte: Wehe dir! Steig auf und reite es!

    Anas berichtete: Der Gesandte Allahs ging an einem Mann vorbei, der Kamel, das er als Opfer bringen wollte, vor sich hertrieb. Er sagte zu ihm: Reite das Tier doch! Der Mann entgegnete: Aber es ist doch ein Opfertier! – Steig auf und reit es! Er wiederholt diesen Satz zwei- oder dreimal.

    Ibn Abbas berichtete: Nach dem Vollziehen der Ritten der Pilgerfahrt gingen die Leute ihrer Wege, ohne die Kaaba noch mal zu besuchen. Der Gesandte Allahs sagte: Niemand darf weggehen, bis er die letzte Umschreitung um das Haus durchführt.

    Der Hadith von Bilal: Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs hat das Haus mit Usama, Bilal und Uthman Ibn Talha Al-Hagbiy betreten. Er hat die Tür hinter ihm geschlossen und ist dann darin geblieben. Ibn Umar setzte seinen Bericht fort: Ich fragte Bilal, als er aus der Kaaba herauskam: Was hat der Gesandte Allahs gemacht? Er sagte: Er stand darin, wo zwei Säulen zu seiner Linken, eine Säule zu seiner Rechten und drei Säulen hinter ihm standen, und dann betete er. Damals war die Ka`ba auf sechs Säulen gegründet.

    Der Hadith von Usama Ibn Zaid: Ibn Guraig hat uns folgendes mitgeteilt: Ich fragte Ata: Hast du Ibn Abbas sagen gehört: Euch ist die Umschreitung der Kaaba vorgeschrieben, nicht aber sie zu betreten? Ata antwortete: Ibn Abbas verbot den Eintritt in die Kaaba nicht. Aber ich hörte ihn sagen: Usama Ibn Zaid hat mir mitgeteilt, dass der Prophet in allen Seiten der Kaaba Allah anrief, als er sie betrat. Er verrichtete kein Gebet darin, bis er ausging. Nachdem er aus der Kaaba ausgegangen war, betete er zwei Raka vor der Kaaba und sagte: Das ist eure Gebetsrichtung. Ich sagte: Was sind ihre Seiten? Ist sie ihre Ecken? Er sagte: Das heißt alle ihre Wände.

    Ibn Abbas berichtete: Der Prophet trat in die Kaaba ein, die sechs Säulen enthält. Bei einer Säule sprach er ein Bittgebet aus und verrichtete kein Gebet.

    Der Hadith von Abdullah Ibn Abi Aufa: Isma`il Ibn Abu Khalid berichtete: Ich sagte zu Abdullah Ibn Abu Aufa, Gefährten des Gesandten Allahs: Trat der Prophet in die Kaaba während seiner Umra ein? Er erwiderte: Nein.

    Aischa berichtete: Der Gesandte Allahs sagte zu mir: Hätten deine Stammesgenossen nicht erst vor kurzem den Islam angenommen, würde ich die Kaaba niederreißen und sie auf dem alten Fundament, das Ibrahim errichtet hat, wieder aufbauen und eine Hintertür für sie errichten; als die Quraish die Kaaba aufbauten, hatten sie damals für den Wiederaufbau nur geringe Mittel zur Verfügung. Daher verkleinerten sie den Bau.

    Abdullah Ibn Abbas berichtete: Als Al-Fadl Ibn Abbas hinter dem Gesandten Allahs ritt, kam eine Frau vom Stamm Khatham, um den Gesandten Allahs um Belehrung zu fragen, und Al-Fadl fing damit an, sie anzuschauen, während sie ebenfalls damit anfing, ihn anzuschauen. Der Gesandte Allahs machte das Gesicht von Al-Fadl auf die andere Richtung. Die Frau sagte dann: O Gesandter Allahs, die Pilgerfahrt, die Allah Seinen Dienern zur Pflicht gemacht hat, wurde verkündet, als mein Vater sehr alt wurde und sich auf dem Reittier nicht mehr festhalten konnte. Darf ich die Pilgerfahrt für ihn vornehmen? Er antwortete: Ja! Und dies geschah während der letzten Pilgerfahrt.

    Al-Fadl berichtete: Eine Frau vom Stamm Khatham sagte: O Gesandter Allahs, mein Vater wurde sehr alt, und ihm hat Allah die Pilgerfahrt zur Pflicht gemacht. Er kann sich auf seinem Reittier nicht mehr festhalten. Da sagte der Prophet: Nimm die Pilgerfahrt für ihn vor!

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs hielt eine Rede vor uns und sagte: Ihr Leute, Allah hat euch die Pilgerfahrt zur Pflicht gemacht, nehmt die Pilgerfahrt vor! Ein Mann fragte: Müssen wir dies jedes Jahr machen, Gesandter Allahs? Er schwieg, bis der Mann die Frage dreimal wiederholte. Dann sagte er: Hätte ich ja gesagt, da wäre es euch Pflicht gewesen, und ihr könntet es doch nicht erledigen. Da ich geschwiegen habe, fragt mich nicht inständig! Diejenigen, die vor euch lebten, sind zugrunde gegangen wegen ihrer vielen Fragen und des Meinungsunterschieds über ihre Propheten. Was ich euch befohlen habe, das befolgt, so gut es euch möglich ist! Was ich aber verboten habe, dessen enthaltet euch.

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Eine Frau darf nicht mehr als drei Tage allein reisen, sonst muss sie mit einem Mahram (einem Mann aus dem Personenkreis, aus dem die Heirat mit der Frau ausgeschlossen ist, wie Vater, Bruder, Onkel, Sohn, Enkel… usw.) reisen.

    Abu Said berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Nur zu drei Moscheen sollt ihr Reisen unternehmen: Meine Moschee, die Heilige Moschee und Al-Aqsa-Moschee. Ich hörte ihn auch sagen: Eine Frau darf nicht zwei Tage auf Reise sein, ohne dass sie von einem Mahram oder von ihrem Ehemann begleitet wird.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Es ist einer muslimischen Frau nicht erlaubt, einen Tag auf Reise zu sein, es sei denn, dass ein Mann, den sie nicht heiraten darf, sie dabei begleitet.

    Abu Said Al-Khudriy berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Eine Frau, die an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, darf nicht drei Tage oder mehr reisen, sonst muss sie mit ihrem Vater, Sohn, Mann, Bruder oder mit einem Mahram reisen.

    Ibn Abbas berichtete: Ich habe den Propheten folgendes sagen hören: Kein Mann darf sich mit einer Frau ohne einen Mahram in Zweisamkeit zurückziehen; und eine Frau darf nur mit einem Mahram reisen. Ein Mann stand auf und sagte: O Gesandter Allahs, ich habe mich zur Teilnahme an den Schlachten von Soundso und Soundso gemeldet, und meine Frau ist bereits als Pilgerin aufgebrochen! Er sagte zu ihm: Gehe und vollziehe die Pilgerfahrt mit deiner Frau!

    Ibn Umar berichtete: Wenn der Gesandte Allahs von Feldzügen, Expeditionskampagnen, Pilgerfahrt oder Besuchsfahrt zurückkehrte, und dann einer kleinen Passage oder einem hohen Platz nahe war, sprach er den Takbir dreimal. Dann sagte er: Kein Gott ist da außer Allah, dem Einzigen, Der keinen Partner hat, Ihm Allein gehört das Königreich und Ihm Allein gebührt alles Lob, Er ist Mächtig über alle Dinge. Wir kehren zurück, wie Allah es bestimmt hat. Wir bereuen unsere Verfehlungen, beten zu Allah, werfen uns vor ihm nieder und lobpreisen ihn. Allah erfüllt sein Versprechen und steht seinem Diener bei! Er allein ist es, der die Feinde besiegt!

    Anas Ibn Malik berichtete: Abu Talha, Safiyya und ich kehrten mit dem Propheten zurück. Dabei saß Safiyya hinter dem Propheten auf seiner Kamelstute. Als wir in der Nähe von Medina waren, sagte er den ganzen Weg: Wir kehren zurück, reumütig, Ihm dienend und unseren Herrn lobend. Er sagte das immer wieder, bis wir in Medina ankamen.

    Abdullah Ibn `Umar berichtete: Der Gesandte Allahs hat sein Kamel in der Talsenke, die sich in Dhul-Hulaifa befindet, niederknien lassen und dort gebetet.

    Ibn `Umar berichtete: Der Gesandte Allahs nahm einen Aufenthalt in Dhul-Hulaifa bei Nacht und es wurde ihm gesagt: Du bist in einer gesegneten Talsenke.

    Abu Huraira berichtete: Abu Bakr As-Siddiq entsandte mich während der Pilgerfahrt, für die der Gesandte Allahs Abu Bakr als Führer eingesetzt hatte – und dies war vor der Abschiedspilgerfahrt am Tage des Opferfestes -, um allen versammelten Leuten folgendes bekannt zu geben: Nach diesem Jahr dürfen keine Götzendiener an der Pilgerfahrt teilnehmen, und um das Haus darf kein Mensch nackt den Umlauf vollziehen!

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Von der Besuchsfahrt bis zum nächsten Besuchsfahrt ist eine Sühne für die Zeit, die zwischen den beiden liegt. Und für die nach Vorschrift ausgeführte Pilgerfahrt, gibt es keinen anderen Lohn als das Paradies!

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wer für Allah die Pilgerfahrt unternimmt und während dessen keinen Geschlechtsverkehr und keine Missetat begeht, der kehrt von der Pilgerfahrt zurück, wie am Tag, an dem seine Mutter ihn zur Welt brachte.

    Usama Ibn Zaid Ibn Haritha berichtete: Ich sagte: O Gesandter Allahs, wirst du in deinem Haus in Makka untergebracht? Da sagte er: Hat uns `Aqil irgendwo Wohnung stehen lassen?

    Al-Ala Ibn Al-Hadramiy berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Der Muhagir darf nur drei Tage Aufenthalt in Makka nach dem Vollziehen der Pilgerfahrt bzw. Besuchsfahrt haben.

    Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte am Tag, an dem Makka erobert wurde: Es gibt keine Auswanderung, sondern Kampf und guten Vorsatz. Und wenn ihr zum Aufbrechen aufgefordert werdet, dann brecht auf! Er sagte auch an diesem Tag: Diese Stadt erklärte Allah für geschützt, als er die Himmel und die Erde erschuf. Sie ist wegen dieser göttlichen Erklärung nicht zu verletzen bis zum Tag der Auferstehung. Niemand vor mir war es erlaubt, zu kämpfen; ich auch durfte nur in einer bestimmten Stunde an einem Tag in ihr kämpfen.

    Denn diese Ortschaft ist wegen der göttlichen Erklärung bis zum Tag der Auferstehung unverletzlich.Ihre Dornen dürfen nicht geschnitten werden. Ihre Jagdtiere dürfen nicht verscheucht werden. Und wer etwas findet, darf es nicht zu sich nehmen, bevor er Kunde davon geben. Und ihre Weiden dürfen nicht ausgerissen werden. Da sagte ich: O Allahs Gesandter, aber davon ausgenommen ist doch das Izkher; denn die Schmiede brauchen es, und man benutzt es in jedem Haus. Er entgegnete: Ja, das Izkher ist davon ausgenommen!

    Der Hadith von Abu Schuraih Al-Adawiy: Er sagte zu Amr Ibn Said, während er die Truppen nach Makka schickte: Erlaube mir, du Fürst, dir einen Ausspruch vom Gesandten Allahs zu erzählen. Er sagte diesen Ausspruch, den meine Ohren hörten, mein Herz fasste und meine Augen sahen, am nächsten Tag der Eroberung. Zuerst pries er Allah und lobte ihn dann sagte er: Allah, und nicht die Menschen, machte Makka als ein geschütztes Gebiet. So ist es jedem, der an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, verboten, in ihr Blut zu vergießen, oder einen Baum zu schneiden.

    Wenn jemand meinen Kampf in ihr als Argument anführt, dann sagt zu ihm: Allah erlaubte seinem Gesandten den Kampf und nicht euch; und zwar in einer bestimmten Stunde an einem Tag. Heute ist sie wieder ein geschütztes Gebiet, wie sie gestern war; und der Anwesende soll es dem Abwesenden mitteilen!

    Abu Huraira berichtete: Als Allah Seinen Gesandten Makka erobern ließ, stand dieser unter den Leuten auf, lobte Allah und pries ihn, und sagte: Allah schützte Makka vor dem Elefanten; er gab seinem Gesandten und den Gläubigen die Macht, Makka zu erobern und die Ungläubigen zu besiegen. Niemandem vor mir war es erlaubt, in Makka zu kämpfen; ich durfte aber nur in einer Stunde an einem Tag kämpfen; und niemandem nach mir wird es erlaubt sein!

    Deshalb darf man ihre Jagdtiere nicht verscheuchen, ihre Dornen nicht ausreißen, und wer etwas Verlorenes findet, darf es nicht an sich nehmen, ohne sich zu bemühen, den Eigentümer zu finden. Und wenn jemand widerrechtlich getötet wurde, haben die Angehörigen des Toten die Wahl zwischen der Widervergeltung und der Entschädigungszahlungen.

    Al-Abbas sagte: O Gesandter Allahs, Ausnahme davon ist doch Al-Izkher, die wir in unseren Gräbern und Häusern verwenden! Der Gesandte Allahs sagte: Ja! Al-Izkhar ist davon ausgenommen. Da erhob sich ein Mann aus dem Jemen namens Abu Schah und sagte: O Gesandter Allahs, lass das für mich aufgeschrieben werden! Da sagte der Gesandte Allahs: Schreibt das für Abu Schah auf!

    Anas Ibn Malik berichtete: Der Prophet trat in Makka im Jahr der Eroberung mit einem Helm auf dem Kopf ein. Als er den Helm auszog, kam ein Mann zu ihm und sagte: Ibn Khatal hält an den Vorhängen der Ka`ba fest. Da sagte er: Tötet ihn!

    Abdullah Ibn Zaid Ibn Asim berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Ibrahim erklärte Makka für ein Schutzgebiet und sprach für ihre Leute ein Bittgebet; und ich erklärte Medina für ein Schutzgebiet, wie Ibrahim Makka für ein Schutzgebiet erklärt hatte. Ich sprach für Medina ein Bittgebet um Segen, wie Ibrahim um Segen für die Leute von Makka erbeten hatte.

    Anas Ibn Malik berichtete: Asim sagte: Ich sagte zu Anas Ibn Malik: Hat der Gesandte Allahs Medina als ein geschütztes Gebiet gemacht? Dann sagte er: Ja, von einer bestimmten Markierung zu einer anderen bestimmten Markierung. Wer dort eine Freveltat begeht (Asim unterbricht: Anas sagte zu mir: Die folgenden Worte sind ernsthaft.), auf dem ruht der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen allesamt. Von diesem wird jegliche Handlungsweise verworfen.

    Anas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: O Allah, gib Medina doppelt soviel Segen, wie du Makka an Segen gegeben hast!

    Ali Ibn Abu Talib berichtete: Yazid Ibn Schariek Ibn Tariq sagte: Ali Ibn Abu Talib hielt vor uns eine Predigt und sagte: Wer behauptet, dass wir ein anderes als den Koran und dieses Blatt, das an der Scheide seines Schwertes hängend war, zu lesen haben, der ist ein Lügner. Dieses Blatt enthält die Alter der Kamele, nach denen die Almosensteuer bestimmt werden, und verschiedene Arten der Entschädigungszahlungen.

    Darin hat der Prophet auch gesagt: Medina ist ein geschütztes Gebiet von Air bis zu Thaur. Wer dort eine Freveltat begeht, oder einen Freveltäter beherbergt, auf dem ruht der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen allesamt. Von diesem wird jegliche Handlungsweise verworfen. Der Schutz der Muslime ist unteilbar, und der niedrigste von ihnen ist genug, diesen Schutz zu bieten. Wer behauptet, dass er Sohn anderes Vaters ist, oder dass er sich zu anderen als seine Schutzgefährten gesellt, auf dem ruht der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen allesamt. Von diesem wird jegliche Handlungsweise verworfen.

    Abu Huraira berichtete: Der Prophet sagte: Medina ist ein geschütztes Gebiet. Wer dort eine Freveltat begeht, oder einen Freveltäter beherbergt, auf dem ruht der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen allesamt. Von diesem wird jegliche Handlungsweise am Tag der Auferstehung verworfen.

    Aischa berichtete: Wir kamen nach Medina, als sie verseucht war. Da erkrankte Abu Bakr und ebenfalls Bilal. Als der Gesandte Allahs die Krankheit seiner Gefährten sah, sagte er: O Allah, mach uns die Medina so lieb, wie du Makka uns lieb gemacht hast, oder sogar lieber! Mach sie gesund für uns! Segne ihr Saa und ihr Mudd für uns! Und versetze ihr Fieber an Al-Guhfa!

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: An den Eingängen von Medina befinden sich Engel. Daher drängen weder die Pest noch der Daggal hinein.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Eines Tages wird der Mann seinen Vetter und seinen Verwandten zum Wohlstand rufen; und Medina ist besser für sie, wenn sie es nur wüssten. Bei dem, in dessen Hand meine Seele liegt, wer von Medina abwendend herausgeht, lässt Allah in ihr besseren Menschen als ihm folgen. Medina ist wie ein Blasebalg, indem sie die Schlechten vertreibt. Die Stunde kommt erst heran, wenn Medina alle ihren Schlechten vertreibt, genauso wie der Blasebalg die Eisenschlacken ausstößt.

    Dschabir Ibn Abdillah berichtete Ein Beduine leistete dem Gesandten Allahs den Treueid. In Medina litt er an einer Krankheit. So kam er zum Propheten und sagte: (O Muhammad, mach meinen Treueid rückgängig!) Der Gesandte Allahs aber lehnte es ab. Später kam er wieder und sagte: (Mach meinen Treueid rückgängig!) Er lehnte ab. Später kam er wieder und sagte: (Mach meinen Treueid rückgängig!) Er lehnte es wieder ab. Da kam der Beduine heraus, und der Gesandter Allahs sagte: (Medina ist wie der Blasebalg, indem sie ihre Schlechten vertreibt und ihre Guten läutert.)

    Zaid Ibn Thabit berichtete Der Prophet sagte: Sie ist Taiyeba. Sie weist das Böse von sich ab, wie das Feuer die Schlacke vom Silber entfernt.

    Sa`d berichtete Der Gesandte Allahs sagte:

    Niemals wird jemand gegen die Leute von Al-Medina eine List schmieden, ohne dass er sich selbst auflöst, wie sich das Salz im Wasser auflöst.

    Sufyan Ibn Abi Zuhair berichtete Der Gesandte Allahs sagte:

    • Wird Asch-Scham erobert, zieht eine Gruppe von Menschen mit ihren Familien von Medina weg; Und entflammt die Menschen auch für Wegzug von Medina, obwohl Medina besser für sie ist, wenn sie es nur wüssten.
    • Wird Jemen erobert, zieht eine Gruppe von Menschen mit ihren Familien von Medina weg; und entflammt auch die anderen für Wegzug von Medina, während Medina besser für sie ist, wenn sie es nur wüsstet.
    • Wird Irak erobert, dann zieht eine Gruppe von Menschen mit ihren Familien von Medina weg; und entflammt die anderen ebenfalls für Wegzug von Medina, während Medina besser für sie ist, wenn sie es nur wüsstet.

    Abu Huraira berichtete Der Gesandte Allahs sagte über Medina: Ihre Bewohner verlassen sie, obwohl sie besser für sie. Trotzdem bleibt sie kein fruchtbares Land für Raubtiere und Vögel.

    Abdullah Ibn Zaid Al-Mazniy berichtete Der Gesandte Allahs sagte: Zwischen meiner Wohnung und meiner Kanzel befindet sich ein Garten von den Paradiesgärten.

    Abu Huraira berichtete Der Gesandte Allahs sagte: Zwischen meiner Wohnung und meiner Kanzel befindet sich ein Garten von den Paradiesgärten, und meine Kanzel befindet sich auf meinem Becken.

    Abu Humaid berichtete Wir begleiteten den Gesandten Allahs auf den Kriegszug Tabuk. Wir fuhren weiter, bis wir das Tal von Al-Qura erreichten. Da sagte der Gesandte Allahs: „Ich gehe schnell weiter. Der von euch mit mir schnell kommen will, dann geht mit mir weiter. Wer aber langsamer kommen will, darf langsam danach kommen.“ So gehen wir weiter, bis wir in der Nähe von Medina wurden. Da sagte er: Dies ist Taba und dies ist Uhud, der Berg, den wir mögen, und der uns mag.

    Anas Ibn Malik berichtete Der Gesandte Allahs sagte: Das ist ein Berg, der uns liebt und den wir lieben!

    Abu Huraira berichtete Der Prophet sagte: Ein Gebet in meiner Moschee zu verrichten, ist besser als eintausend Gebete in einem anderen Ort, mit Ausnahme der Heiligen Moschee.

    Abu Huraira berichtete Der Gesandte Allahs sagte: Es wird nur nach drei Moscheen gereist: die Moschee des Gesandten Allahs, die Heilige Moschee und Al-Aqsa-Moschee.

    Ibn Umar berichtete Der Gesandte Allahs pflegte, Quba´ sowohl reitend als auch gehend zu besuchen.

  • Das Buch der Almosensteuern (Zakah)

    Das Buch der Almosensteuern (Zakah)

    [Sahih Muslim, Kapitel 12]

    Abu Sa`id Al-Khudriy berichtete: Der Prophet sagte: Euch obliegt kein Almosensteuer für Besitz, der weniger als 5 Wasaq beträgt. Das gilt auch für Besitz, der weniger als 5 Zauad oder als 5 Auqiya beträgt!

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Dem Muslim obliegt kein Almosen für seinen Sklaven oder sein Pferd.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs beauftragte `Umar mit der Einsammlung des Almosens. Es wurde gesagt, daß Ibn Gamil, Khalid Ibnal Walid, und Al-`Abbas, Onkel des Gesandten Allahs ablehnten, das Almosen zu geben. Da sagte der Gesandte Allahs: Ibn Gamil lehnte ab, weil er arm war, und Allah machte ihn nun reich. Was Khalid betrifft, ihr tut ihm Unrecht an. Er vermachte seine Schilde und Ausrüstung auf dem Weg Allahs. In Bezug auf Al-`Abbas, werde ich das Almosen an Stelle von ihm doppelt geben. Dann sagte er: O `Umar, weißt du denn nicht, daß der Onkel eines Mannes genauso wie sein Vater ist?

    Ibn `Umar berichtete: Der Gesandte Allahs machte Zakatu-l-Fitr im Verlauf des Fastenmonats Ramadan zur Pflicht, und zwar als eine Maßeinheit Datteln oder eine Maßeinheit Gerste, welche ausgegeben werden soll für jeden Menschen, sei dieser ein Freier oder ein Sklave, männlich oder weiblich von den Muslimen.

    Abu Sa`id Al-Khudriy berichtete: Wir pflegten Zakatu-l-Fitr als ein Saa` Essen, ein Saa` Gerste, ein Saa` Datteln, ein Saa` Pulvermilch oder ein Saa` Rosinen zu entrichten.

    Ibn `Umar berichtete: Der Gesandte Allahs gab die Anweisung, daß Zakatu-l-Fitr entrichtet werden soll, bevor sich die Menschen zum Festgebet begeben.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Es gibt niemanden, der Gold oder Silber besitzt und dessen Anteil nicht entrichtet, ohne daß ihm Platten aus Feuer am Tag der Auferstehung gebreitet werden, die im Höllenfeuer erhitzt werden. Dann werden seine Seite, seine Stirn und sein Rücken mit ihnen (den Platten) gebrannt. Jedes Mal wenn sie kalt werden, werden sie wieder für ihn erhitzt. All dies wird an einem Tag geschehen, dessen Ausmaß fünfzigtausend Jahre beträgt, bis es zwischen den Dienern entschieden wird.

    Danach sieht er seinen Weg entweder zum Paradies oder zur Hölle. Da wurde ihm gesagt: O Gesandter Allahs, und was ist der Fall mit den Kamelen? Er sagte: Jeder, der Kamele besitzt und ihren Anteil nicht gibt – Dazu gehört, daß man etwas Milch am Tag ihres Tränkens spenden soll – wird am Tag der Auferstehung zu einem Boden, der am weitesten ist, geworfen. All seine Kamele – Nicht ein einziger Sohn der Kamelen wird nicht da – werden ihn mit ihren Hufen betreten und mit ihren Mündern beißen.

    Jedes Mal wenn der erste von ihnen an ihm vorbeigeht, wird der letzte wieder zu ihm an einem Tag geführt, dessen Ausmaß fünfzigtausend Jahre beträgt, bis es zwischen den Dienern entschieden wird. Danach sieht er seinen Weg entweder zum Paradies oder zur Hölle.

    Es wurde dann gesagt: O Gesandter Allahs, was ist denn der Fall mit Kühen und Schafen?

    Da sagte er: Jeder, der Kühe oder Schafe besitzt und ihren Anteil nicht gibt, wird am Tag der Auferstehung zu einem Boden, der am weitesten ist, geworfen. Unter diesen gibt es keine Schafe, die krummes Horn, kein Horn oder gespaltetes Ohr haben. Sie alle werden ihn mit ihren Hörnern stoßen und mit ihren Hufen betreten. Jedes Mal wenn der erste von ihnen an ihm vorbeigeht, wird der letzte wieder zu ihm an einem Tag geführt, dessen Ausmaß fünfzigtausend Jahre beträgt, bis es zwischen den Dienern entschieden wird. Danach sieht er seinen Weg entweder zum Paradies oder zur Hölle.

    Da wurde ihm gesagt: O Gesandter Allahs, was ist der Fall mit Pferden?

    Er sagte: Pferde sind in drei Gruppen eingeteilt: Sie können für ihren Besitzer eine Bürde oder eine Sicherheit sein, oder sie können ihm Lohn einbringen. Der Mann, dessen Pferde für ihn eine Bürde sind, hält sie sich aus Gründen der Wichtigtuerei, des Stolzes und der Feindschaft gegen die Muslime. So werden sie für ihn eine Bürde sein. Der Mann, dessen Pferde für ihn eine Sicherung sind, hält sie auf dem Weg Allahs, vergisst nicht, seinen Pflichten gegenüber Allah nachzukommen und überanstrengt sie nicht. So sind sie für ihn eine Sicherung.

    Der Mann, dessen Pferde ihm Lohn einbringen werden, hält sich diese Tiere um der Sache Allahs willen für die Muslime. Er bindet sie auf der Weide oder im Garten an, daß sie fressen können, und alles, was sie von dieser Weide oder diesem Garten fressen, wird dem Besitzer als gute Taten angerechnet. Auch werden ihm ihr Dung und ihr Mist als gute Taten angerechnet.

    Und wenn die Pferde ihren Strick zerreißen und über ein oder zwei Anhöhen hinweggaloppieren, so werden ihre Spuren und ihr Dung dem Pferdehalter als gute Taten angerechnet. Und wenn sie von ihrem Besitzer zu einem Fluss geführt werden, und er sie trinken lässt, wird auch das ihm zugute geschrieben.

    Ihm wurde schließlich gefragt: O Gesandter Allahs, was ist denn der Fall mit Eseln?

    Er erwiderte: Über Eseln wurde mir nichts offenbart, mit Ausnahme des folgenden, allgemeingültigen Koranverses: Wer Gutes im Gewicht eines Stäubchens getan hat, wird es am Tag des Gerichts zu sehen bekommen, und wer Böses im Gewicht eines Stäubchens getan hat, wird es ebenfalls sehen! [Quran 99:7]

    Abu Zarr berichtete: Ich ging zum Propheten während er im Schatten der Ka`ba saß. Als er mich sah, sagte er: Sie sind die größten Verlierer, bei Dem Herrn der Ka`ba! Ich kam und saß. Es dauerte aber nicht lange, als ich wieder aufstand. Da sagte ich: O Gesandter Allahs, möge mein Vater und meine Mutter für dich Opfer sein! Wer sind sie? Er sagte: Sie (die Verlierer) sind diejenigen, die mehr Geld haben, außer Soundso, der nach vorne, nach hinten, nach rechts und von links (spendet). Solche Leute sind aber wenig.

    Besitzt jemand Kamele, Kühe oder Schafe und entrichtet dafür keine Almosensteuer, dann werden diese am Tag der Auferstehung am größten und am fettesten kommen, ihn mit ihren Hörnern stießen und mit ihren Hufen betreten. Jedes Mal der letzte von ihnen an ihm vorbeigeht, wird der erste wieder zu ihm geführt, bis es zwischen den Leuten entschieden wird.

    Abu Huraira berichtete: Der Prophet sagte: Wenn ich einen Berg Goldes von der Größe des (Bergs) Uhud hätte, so möchte ich davon doch keinen Dinar länger als drei Tage lang behalten, mit Ausnahme eines Dinars, den ich zur Begleichung meiner Schulden brauche!

    Der Hadith von Abu Zarr: Al-Ahnaf Ibn Qais sagte: Als ich in Madina in einem Kreis von den Würdenträgern von Quraisch saß, kam ein Mann, der raues Gewand, grobes Gesicht und grobe Haut hatte. Er stand vor ihnen und sagte: Verkündige denjenigen, die Geld horten und es nicht für Allahs Weg verwenden, daß ein im Höllenfeuer erhitzter Stein auf ihre Brustwarze gestellt wird, bis er aus den Knorpeln ihrer Schultern herauskommt; und daß er auf den Knorpeln ihrer Schultern gestellt wird, bis er aus ihrer Brustwarze herauskommt, usw.

    Die Leute wandten sich mit ihren Köpfen von ihm ab und gaben keine Antwort. Er kehrte (ihnen) dann den Rücken, und ich folgte ihm. Schließlich saß er an einer Säule. Ich sagte: Ich sah, daß diese Leute doch alles verabscheuten, was du zu ihnen gesagt hast. Da sagte er: Diese haben keinen Verstand. Mein Freund Abu-l-Qasim (der Gesandte) bat mich einmal, zu ihm zu kommen, und ich kam.

    Da sagte er: Siehst du (den Berg von) Uhud? Ich sah die Sonne über mir und glaubte, daß er mich mit etwas für ihn beauftragen will. So sagte ich: Ja, ich sehe ihn. Da sagte er: Wenn ich einen Berg Goldes von der Größe dieses hätte, so wäre ich nicht zufrieden, wenn ich davon nur drei Dinar bei mir behalten. Und diese kümmern sich nur darum, daß sie Reichtum im Diesseits anzuhäufen, sie verstehen nichts.

    Ich sagte: Was ist los mit dir und deinen Brüdern von Quraisch? Warum bestellst du nichts von ihnen und nimmst auch nichts von ihnen? Er sagte dann: Nein! Bei deinem Gott, ich bestelle von ihnen nichts, was das Diesseits betrifft. Auch frage ich sie nach nichts, was die Religion betrifft, bis ich Allah und seinem Gesandten begegne.

    Abu Huraira berichtete: Der Prophet erzählte, daß Allah sagte: O Sohn Adams, spende, damit Ich für dich spende! Auch sagte er: Die rechte Hand Allahs ist gefüllt. Ibn Numair sagte: Sieist Tag und Nacht gefüllt und großzügig, daß nichts verringern kann.

    Dschabir berichtete: Ein Mann von Banu `Uzra versprach seinem Sklaven die Freiheit nach seinem Tod. Als der Gesandte Allahs davon erfuhr, fragte er: Hast du anderes Eigentum außer ihm? Er sagte: Nein! Dann sagte er: Wer kauft ihn (den Sklaven) von mir? Nu`aim Ibn `Abdullah Al-`Adawiy kaufte ihn für achthundert Dirham.

    Der Gesandte Allahs gab dann ihm das Geld und sagte: Beginne mit dir selbst und gib dir Almosen! Wenn es Überschuss besteht, dann gib ihn deinen Angehörigen! Wenn etwas bei deinen Angehörigen reichlicher als nötig gibt, dann gib es deinen Verwandten! Das Gleiche gilt für deine Verwandten, usw. Dann sagte er: (Gib aus) nach vorne, nach rechts und nach links!

    Anas Ibn Malik berichtete: Abu Talha war der reichste unter den Ansar in Madina. Seinen Garten Bairaha, der direkt gegenüber der Moschee lag, mochte er am liebsten von all seinen Besitzungen. Der Gesandte Allahs pflegte seinen Garten zu besuchen und dessen süßen Wasser zu trinken.

    Als der Koranvers: Ihr werdet das Gütigsein (Frömmigkeit) nicht erlangen, ehe ihr nicht von dem spendet, was ihr liebt. [Quran 3:92] offenbart wurde, ging Abu Talha zum Gesandten Allahs und sagte: Allah sagt in seinem Buch: Ihr werdet das Gütigsein nicht erlangen, ehe ihr nicht von dem spendet, was ihr liebt… und der Besitz, den ich am meisten liebe, ist Bairaha. Daher biete ich ihn als Almosen für Allah, an und erhoffe nur Gutes und Belohnung von Ihm. O Gesandter Allahs, du magst darüber verfügen, wie Allah dich leitet.

    Der Gesandte Allahs sagte: Nun, dies ist ein sehr ertragreicher Besitz, dies ist ein sehr ertragreicher Besitz. Ich habe gehört, was du gesagt hast, und ich meine, du solltest ihn unter deinen Verwandten aufteilen. So teilte Abu Talha jenen Palmenhain unter seinen Verwandten und den Nachkommen seines Onkels väterlicherseits auf.

    Der Hadith von Maimuna Bint Al-Harith: Kuraib berichtete: Maumuna ließ zur Zeit des Gesandten Allahs eine Sklavin frei. Als sie es dem Gesandten Allahs mitteilte, sagte er: Hättest du sie deinen Onkeln mütterlicherseits gegeben, dann wäre dein Lohn gewaltiger gewesen.

    Zainab, berichtete: Als der Gesandte Allahs sagte: Ihr Frauen! Gebt Almosen, auch wenn es von eurem Schmuck sein sollte!, ging ich zu (meinem Mann) `Abdullah und sagte zu ihm: Du bist ein armer und bedürftiger Mensch, und der Gesandte Allahs hat uns aufgetragen, Almosen zu geben. So gehe zu ihm und frage ihn, ob es als Almosen zählt, wenn ich dir etwas gebe, sonst kann ich es auch jemand anderem geben. `Abdullah sagte: Du solltest selbst gehen und ihn fragen.

    So ging Ich zu ihm und fand schon eine Frau von den Ansar an der Tür des Gesandten Allahs die aus dem gleichen Grund wie ich gekommen war. Aber wir zögerten hineinzugehen, wegen der Würde und Hoheit des Propheten.

    Unterdessen kam Bilal heraus, und wir sagten zu ihm: Bitte geh zu Allahs Gesandten und sag ihm, daß zwei Frauen gekommen sind und wissen wollen, ob es als Almosen zählt, wenn sie ihren Ehemännern spenden, und für die Waisen, die unter ihrer Obhut stehen, aber erzähle ihm nicht, wer wir sind.

    Bilal ging zum Propheten und legte ihm unseren Fall dar. Der Gesandte Allahs fragte: Wer sind sie? Bilal sagte: Eine ist von den Ansar und die andere ist Zainab. Er fragte: Welche Zainab ist es? Er antwortete: Die Frau von Abdullah. Der Gesandte Allahs sagte: Sie werden zweifachen Lohn erhalten: einmal für die Verwandtschaft und einmal für das Almosen.

    Umm Salama, berichtete: Ich sagte: O Gesandter Allahs, steht mir der Lohn (Allahs) zu, wenn ich die Kinder des Abu Salama versorge? Sie können nicht unversorgt gelassen werden oder hin- und herlaufen. Sie sind doch schließlich meine Kinder? Er sagte: Ja, du hast den Lohn für jede Ausgabe, die du für sie gemacht hast.

    Abu Mas`ud Al-Badriy berichtete: Der Prophet sagte: Wenn der Mensch aufrichtig etwas für seine Familie ausgibt, in der Hoffnung auf die Vergeltung Allahs, so wird ihm dies zu seinen Gunsten als Almosen angerechnet.

    Asma´, berichtete: Ich sagte: O Gesandter Allahs, meine Mutter kam zu mir und trachtet dabei nach meinem Wohlwollen. Soll ich ihr entgegenkommen, damit ich die Verwandtschaftsbindung zu ihr pflege? Er sagte: Ja!

    `A´ischa, berichtete: Ein Mann kam zum Propheten und sagte: O Gesandter Allahs, meine Mutter starb plötzlich und machte kein Testament. Ich glaube, wäre sie zu sprechen fähig gewesen, da hätte sie Almosen gegeben. Wird sie belohnt, wenn ich für sie die Almosen gebe? Da sagte er: Ja!

    Abu Musa berichtete: Der Prophet sagte: Einem jeden Muslim obliegt die Abgabe eines Almosens. Es wurde gesagt: Und wie wenn man nichts hat? Er sagte: Er soll mit seinen Händen arbeiten und etwas verdienen, von dem er für sich selbst Nutzen hat und ein Almosen gibt! (Die Leute) fragten: Und wie wenn man keine Arbeit findet? Er antwortete: Er soll dann einem Behinderten in seiner Not helfen! Es wurde gesagt: Und wie wenn man es nicht tun kann? Er antwortete: Er soll dann das gebieten, was Rechtens ist, oder zum Guten einladen. Es wurde dann gefragt: Und wie wenn man es nicht tut? Da sagte er: Er soll dann sich vom Übel fernhalten; denn dies ist von ihm ein Almosen.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Jedem Menschen obliegt ein Almosen für jedes Glied seines Körpers an jedem Tag: Zwischen zwei gerecht zu urteilen ist ein Almosen. Einem Mann mit seinem Reittier in der Weise zu helfen, ihn hinauf zu heben oder dessen Sachen hinauf zu laden, ist ein Almosen. Auch ein gutes Wort ist ein Almosen. Und jeder Schritt, den er zum Gebet macht, ist ein Almosen; das Übel von dem Weg zu beseitigen, ist ein Almosen.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Es beginnt kein Tag, den die Menschen am Morgen empfangen, ohne dass zwei Engel herabgesandt werden, indem der eine von den beiden sagt: O Allah unser Gott, gib dem Geizigen Verderb! Und der andere sagt: O Allah unser Gott, gib den Freigebigen einen Ersatz!

    Haritha Ibn Wahb berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Gebt Almosen; denn es wird eine Zeit kommen, in der der Mensch mit seinem Almosen umhergeht, und wenn er es einem anderen anbietet, wird dieser sagen: Wärst du gestern damit gekommen, hätte ich es von dir angenommen; heute aber habe ich es nicht mehr nötig. So wird der Mann keinen finden, der sein Almosen annimmt.

    Abu Musa berichtete: Der Prophet sagte: Es wird bestimmt auf die Menschen eine Zeit zukommen, in der der eine mit seiner Spende aus Gold umhergeht und keinen findet, der diese von ihm annimmt; und es wird gesehen, dass dem einen Mann von vierzig Frauen gefolgt wird, die Schutz bei ihm suchen, und zwar wegen der geringen Zahl der Männer und der Vielzahl der Frauen.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Die Stunde wird nicht eintreffen, bis sich die Reichtümer so vermehrt haben, dass sie im Überfluss vorhanden sind, und dass der Mensch mit seiner Almosensteuer umhergeht und zu dessen Abgabe keine Empfänger findet, und auch bis das Land der Araber wieder zu Wiesen und Flüssen wird.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wenn jemand ein Almosen aus einem erlaubten Weg gibt – und Allah akzeptiert nichts anders als das Erlaubte -, dann nimmt es der Allerbarmer mit Seiner rechten Hand, auch wenn es eine Dattel ist. Dann wird es in der Hand des Allerbarmers großgezogen, bis es größer als ein Berg wird, genauso wie der eine von euch, der sein Füllen großzieht.

    `Adiy Ibn Hatim berichtete: Ich hörte den Propheten sagen: Wer von euch die Strafe des Höllenfeuers vorbeugen kann, der soll es tun, auch dann, wenn es durch eine halbe Dattel (als Almosen) wäre.

    Abu Mas`ud berichtete: Als uns befohlen wurde, Almosen zu geben, arbeiten wir als Lastenträger, damit wir etwas spenden können. Abu `Aqil gab Almosen für ein halbes Saa`. Und dann kam ein anderer Mensch und gab mehr. Da sagten die Heuchler: Allah ist doch nicht auf das Almosen jenes Mannes angewiesen. Außerdem hat der andere dies nur gemacht, um von den Menschen gesehen zu werden. Dann wurde der folgende Koranvers offenbart: Diejenigen, die da jene Gläubigen schelten, die freiwillig Almosen geben, wie auch jene, die nichts finden als ihre eigene Leistung. [Quran 9:79]

    Abu Huraira berichtete: Der Prophet sagte: Wenn ein Mann einer Familie eine Kamelstute schenkt, die am frühen Morgen und am Abend Milch gibt, die einen Trinknapf füllt, dann ist der Lohn gewaltig.

    Abu Huraira berichtete: Der Prophet verbot bestimmte Dinge und erwähnte solche Dinge. Dann sagte er: Wenn jemand ein säugendes Reittier schenkt, bringt dies am frühen Morgen und am Abend ein Almosen durch die Milch, die es am Morgen und am Abend gibt.

    Abu Huraira berichtete: Der Prophet sagte: Das Gleichnis eines Geizhalses und eines freigebigen Menschen ist wie das zweier Männer, die mit einem Harnisch, der ihnen von der Brust an bis zum Hals reicht, umgürtet sind. Jedes Mal, wenn der freigebige Mensch etwas spendet, weitet sich der Harnisch und bedeckt seinen Körper, bis er bis seine Fingerspitzen bedeckt und auf den Boden herunterhängt und seine Spuren verwischt. Und jedes Mal, wenn der Geizige beschließt, nichts Fortzugeben, umschließt sich jedes Glied seines Harnischs seinen Körper fester, und er versucht, ihn zu lösen, doch es gelingt ihm nicht.

    Abu Huraira berichtete: Der Prophet sagte: Ein Mann sagte: Heute Abend gebe ich doch ein Almosen. Er nahm das Almosen mit und ging aus. Dann gab er es einer Hure. Am Morgen sagten (die Leute): Gestern Abend wurde einer Hure ein Almosen gegeben. Da sagte er: O Allah mein Gott, Dein ist alles Lob, auch wenn es für eine Hure ist. Ich gebe doch ein Almosen. Er nahm das Almosen mit und ging aus. Dann gab er es einem Reichen. Am Morgen sagten die Leute: Gestern Abend wurde einem Reichen ein Almosen gegeben.

    Da sagte er: O Allah mein Gott, Dein ist alles Lob, auch wenn es für einen Reichen ist. Ich gebe doch ein anderes Almosen. Er nahm das Almosen mit und ging aus. Dann gab er es einem Dieb. Am Morgen sagten die Leute: Gestern Abend wurde einem Dieb ein Almosen gegeben. Da sagte er: O Allah, Dein ist alles Lob, dass ich einer Hure, einem Reichen und einem Dieb Almosen gab. Da kamen (die Engel) zu ihm, und ihm wurde gesagt: Dein Almosen wurde angenommen. Was die Hure betrifft, vielleicht enthält sie sich damit der Hurerei. Vielleicht der Reiche lässt sich ermahnen und spendet aus dem, was Allah ihm gegeben hat. In Bezug auf den Dieb, vielleicht enthält er sich damit des Diebstahles.

    Abu Musa berichtete: Der Prophet sagte: Der muslimische, vertrauenswürdige Schatzmeister, der gänzlich, vollständig, und großmütig überreicht – oder vielleicht sagte er: übergebt, ist einer der Mildtätigen.

    `A´ischa, berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wenn eine Frau von dem Essen ihres Hauses spendet, ohne jedoch damit eine Not hervorzurufen, so erhält sie für ihre Spende ihren Lohn, und ihrem Mann steht ein Lohn für das zu, was er vorausschickte; und für den Lagerverwalter genauso. Nichts verringern die einen von dem Lohn der anderen.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Eine Frau darf nicht fasten, während ihr Mann anwesend ist, es sei denn mit seiner Erlaubnis. Ferner darf sie keinem den Eintritt in seine Wohnung gewähren, während er anwesend ist, es sei denn mit seiner Erlaubnis. Und was sie immer ohne seine Erlaubnis an Spende aus seinem Geld leistet, so wird ihm die Hälfte des Lohnes zuteil sein.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wer von gleicher Sache auf dem Weg Allahs zweimal spendet, dem wird im Paradies zugerufen:

    O Diener Allahs, das war gut! Wer einst zu den Betenden gehörte, der wird zum Eintreten durch das Tor des Gebets ausgerufen.

    Und wer einst zu den Leuten des heiligen Kampfes gehörte, der wird zum Eintreten durch das Tor des heiligen Kampfes ausgerufen.

    Und wer zu den Spendenden gehörte, der wird zum Eintreten durch das Tor des Almosens ausgerufen.

    Und wer zu den Fastenden gehörte, der wird zum Eintreten durch das Ar-Rayyan-Tor ausgerufen.

    Abu Bakr As-Siddiq sagte: O Gesandter Allahs! Es ist einhellig für denjenigen, der zum Eintreten durch ein dieser Tore ausgerufen wird. Wird es auch einige geben, die zum Eintreten durch alle diese Tore ausgerufen werden? Der Gesandte Allahs antwortete: Ja! Und ich hoffe, dass du zu ihnen gehören wirst!

    Asma´ Bint Abu Bakr, berichtete: Der Gesandte Allahs sagte zu mir: Spende, gib, oder beschenke! Zähle nicht, was du spendest, damit Allah dir die Sache nicht erschwert.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs pflegte folgendes zu sagen: Ihr muslimische Frauen! Keine Nachbarin soll es für gering halten, was sie ihrer Nachbarin schenken will, auch wenn es der Fuß eines Schafes ist.

    Abu Huraira berichtete: Der Prophet sagte: Sieben genießen den Schutzschatten Allahs (am jüngsten Tag), wenn es keinen Schatten gibt außer Seinem Schutzschatten: Diese sind: Ein gerechter Herrscher; ein junger Mann, der seine Jugend mit Anbetung und Dienst für Allah, den Allmächtigen und Erhabenen, verbrachte; der, dessen Herz ständig mit der Moschee verbunden ist; zwei Personen, die einander um Allahs willen lieben – sie haben sich zusammengetan um Seinetwillen und trennten sich um Seinetwillen; jemand, der von einer bezaubernden und hübschen Frau zur Sünde eingeladen wird, es aber verweigert, indem er sagte, er fürchte Allah; einer, der Almosen gibt, ohne viel Aufsehen zu machen, so dass seine linke Hand nicht weiß, was seine rechte Hand gegeben hat; und einer, der sich Allahs erinnert in Einsamkeit, so sehr, dass seine Augen überfließen.

    Abu Huraira berichtete: Ein Mann kam zum Gesandten Allahs und sagte: O Gesandter Allahs, welches Almosen ist am besten? Er antwortete: Dass du Almosen gibst, während du noch gesund bist und auf deinen Besitz beharrst, die Armut fürchtest und den Reichtum erhoffst, und dass du nicht solange abwartest, bis die Seele kurz vor dem Verlassen des Körpers im Halse steckt und du nunmehr sagst: für den Soundso soviel und für den Soundso soviel, und in der Tat war das Almosen nun dem Soundso (den Erben) zuteil gewesen.

    `Abdullah Ibn `Umar berichtete: Der Gesandte Allahs hielt eine Sprache auf der Kanzel und erwähnte das Almosen und Zurückhaltung vom Betteln; er sagte: Die obere Hand ist besser als die untere Hand; denn die obere Hand ist die Spendende und die untere Hand ist die Bettelnde.

    Hakim Ibn Hizam berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Das beste Almosen ist das, was man nach Befriedigung seiner Bedürfnisse gibt; und die obere Hand ist besser als die untere Hand. Beginne mit demjenigen, den du unterhältst.

    Mu`awiya berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Wahrlich, ich bin wie ein Schatzmeister. Wenn ich jemandem gern gebe, dann wird es für ihn gesegnet. Wenn ich aber jemandem auf Bitte und Begierde gebe, dann ist er demjenigen ähnlich, der ißt, aber sich nicht sättigt.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Arm ist nicht derjenige, der bei den Menschen die Runde macht und mit einem oder zwei Stück Brot, oder mit einer Dattel oder mit zwei Datteln fortgeschickt wird. Sie fragten: Wer ist denn der Arme, o Gesandter Allahs? Er sagte: Arm ist vielmehr derjenige, der keinen Ausweg findet, um sich von der Not zu erlösen; er ist derjenige, auf den keiner aufmerksam sein wird, um ihn ein Almosen zu geben; er ist aber auch nicht derjenige, der die anderen anbettelt.

    `Abdullah Ibn `Umar berichtete: Der Prophet sagte: Einer von euch hört nicht auf zu betteln, bis er Allah begegnen und kein Fleischfetzchen in seinem Gesicht haben wird.

    Abu Huraira berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs, sagen: Derjenige von euch, der am frühen Morgen geht, Brennholz sammelt und es auf seinem Rücken trägt, dann gibt Almosen und damit die Leute nicht nötig hat, ist besser als derjenige, der einen Mann bettelt, der ihm entweder gibt oder nicht gibt. Die obere Hand ist immer besser als die untere Hand. Beginne mit demjenigen, den du unterhältst.

    `Umar Ibn Al-Khattab berichtete: Wenn mir der Gesandte Allahs etwas gab, pflegte ich zu ihm zu sagen: Gib es demjenigen, der es nötiger hat als ich! Einmal gab er mir Geld. Da sagte ich: Gib es demjenigen, der es nötiger hat als ich! Der Gesandte Allahs aber sagte: Nimm es! Wenn dir etwas von diesem angeboten wird, ohne dass du darum gefragt oder gebettelt hast, so nimm es. Wenn aber dies nicht der Fall ist, so erniedrige dich nicht dafür.

    Abu Huraira berichtete: Der Prophet sagte: Das Herz eines alten Mannes bleibt jung mit zwei Dingen: Mit der Liebe zu Habe und Gut und mit der Liebe zum langen Leben.

    Anas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Das Alter des Sohnes Adams schreitet vor, und mit ihm schreiten ebenfalls zwei Ding vor: Das Verlangen nach Hab und Gut und das Verlangen nach langem Leben.

    Anas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wenn der Sohn Adams zwei Täler voll Geld hätte, würde er sich ein drittes wünschen. Und nichts kann den Bauch des Sohnes Adams füllen außer Sand; und Allah wendet Sich demjenigen mit Vergebung gnädig zu, der sich reumütig von seinen Schlechtigkeiten fernhält.

    Ibn `Abbas berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Wenn dem Sohn Adams ein Tal voll Geld gehört, hätte er gern ein zweites dazu gehabt. Und nichts kann die Seele des Sohnes Adams füllen außer Sand; und Allah wendet Sich demjenigen mit Vergebung gnädig zu, der sich reumütig von seinen Schlechtigkeiten fernhält.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Das Reichsein versteht sich nicht als der Besitz von vielen Gütern, vielmehr besteht das Reichsein aus der Tugend der Genügsamkeit, die sich der Mensch zu Eigen macht.

    Abu Sa`id Al-Khudriy berichtete: Der Gesandte Allahs stand auf und hielt eine Predigt vor den Leuten, in der er sagte: Bei Allah! Ich fürchte für euch, Leute, nichts anders als das, was Allah euch von dem Schmuck des Diesseits gibt. Da sagte ein Mann: O Gesandter Allahs, kann das Gute das Böse bringen? Der Gesandte Allahs schwieg eine Weile. Dann fragte er: Was hast du gesagt? Er sagte: Ich sagte: O Gesandter Allahs, kann das Gute das Böse bringen?

    Da sagte der Gesandte Allahs: Das Gute bringt nichts anders als das Gute. Von dem, was der Frühling sprießen lässt, gibt es Pflanzen, die denjenigen, der sich an ihnen überisst, entweder zum Tode bringen oder ihn dem Tod nahe kommen lassen. Das befällt alle außer einem Pflanzenfresser, der isst, bis er satt wird. Dann wendet er sich zur Sonne hin, entleert einfach den Darm, uriniert, kaut wieder und dann isst wieder. Wer also Geld nimmt, auf das er ein Recht hat, dann wird es für ihn gesegnet. Wer aber Geld nimmt, ohne dass er darauf ein Recht hat, der ist demjenigen ähnlich, der isst, aber sich nicht sättigt.

    Abu Sa`id Al-Khudriy berichtete: Einige Leute von den Ansar bettelten den Gesandten Allahs an, und er gab ihnen. Sie bettelten ihn abermals an und er gab ihnen weiter, bis alles ausging, was er besaß; dann sagte er zu ihnen: Wenn ich etwas an Gütern besäße, so würde ich es euch nie vorenthalten. Und wer immer sich genügsam verhält, dem gibt Allah reichlich. Wer sich geduldig verhält, dem gibt Allah die Kraft dazu. Keinem wird etwas Besseres und Reichliches gegeben als die Geduld.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: O Allah mein Gott, beschere der Familie Muhammads Nahrung.

    Anas Ibn Malik berichtete: Ich war mit dem Gesandten Allahs unterwegs. Er war mit einer Burda aus Nahgran, die einen breiten, kräftigen Saum hatte, bekleidet. Ein Beduine trat an ihn heran und zerrte an seinem Gewand. Sein Reißen war so kräftig, dass der Saum der Burda Spuren an der Schulter des Gesandten Allahs hinterließ. Der Beduine rief: O Muhammad, gib mir etwas vom Eigentum Allahs, das bei dir ist! Der Gesandte Allahs wandte sich ihm zu. Darauf lächelte er und befahl, ihm etwas zu geben.

    Al-Miswar Ibn Makhrama berichtete: Der Gesandte Allahs verteilte einige Obergewänder und gab Makhrama nichts. Da sagte Makhrama: O mein Sohn, gehe mit uns eilend zum Gesandten Allahs! Ich ging mit ihm weg. Da sagte er: Tritt ein und lass ihn zu mir herauskommen! Ich ließ ihn dann zu ihm kommen. Er kam heraus. Dabei trug er eines der Gewänder. Er sagte: Ich versteckte dieses für dich. Er blickte nach ihm und sagte: Makhrama ist zufrieden.

    Anas Ibn Malik berichtete: Als Allah seinem Gesandten am Tag (der Schlacht) Hunain von dem Besitz Hawazin als Beute gab, und der Gesandte Allahs einigen Männern von Quraish hundert Kamele zu geben begann, sagten einige Leute von den Ansar: Allah möge dem Gesandten Allahs vergeben! Er gibt Quraish und lässt uns, während ihr Blut aus unseren Schwertern noch tröpfelt.

    Als dem Gesandten Allahs ihr Ausspruch mitgeteilt wurde, ließ er die Ansar zu sich kommen und sammelte sie in einem Zelt aus gegerbtem Leder. Als sie sich sammelten, kam der Gesandte Allahs zu ihnen und sagte: Was für einen Ausspruch ist das, was mir mitgeteilt wurde!

    Da sagten die Gelehrten der Ansar zu ihm: O Gesandter Allahs, die einsichtigen Leute von uns sagten nichts. Die jüngeren Leute von uns sagten aber: Allah möge Seinem Gesandten vergeben! Er gibt Quraish und lässt uns, während ihr Blut aus unseren Schwertern noch tröpfelt. Da sagte der Gesandte Allahs: Ich gebe Männern, die seit nicht langem ungläubig waren, in der Hoffnung, dass diese Leute für die Sache des Islam gewonnen werden.

    Seid ihr denn nicht damit zufrieden, wenn die Leute mit dem Reichtum zurückkehren, und ihr zu euren Häusern mit dem Gesandten Allahs zurückkehrt? Bei Allah, was ihr bei eurer Rückkehr mitbringt, ist besser als das, was sie bei ihrer Rückkehr mitbringen. Sie sagten: Doch, Gesandter Allahs! Wir sind zufrieden. Er sagte dann: Ihr werdet (nach meinem Tod) starke Bevorzugung finden. Übt Geduld, bis ihr Allah und seinem Gesandten begegnen! Ich werde am Becken stehen. Da sagten sie: Wir werden geduldig ausharren.

    `Abdullah Ibn Zaid berichtete: Als der Gesandte Allahs Hunain eroberte, verteilte er die Beute und gab denjenigen davon, deren Herzen gewonnen werden sollen. Ihm wurde dann mitgeteilt, dass die Ansar wünschen, etwas davon, was diese Leute bekamen, zu sich zu nehmen. Da stand der Gesandte Allahs auf und hielt eine Predigt vor ihnen.

    Er pries Allah und lobte Ihn. Dann sagte er: Ihr Ansar! Habe ich euch nicht auf dem Irrweg gefunden, und Allah hat euch dann durch mich rechtgeleitet? Habe ich euch nicht arm gefunden, und Allah hat euch durch mich reich gemacht? Habe ich euch nicht gespaltet gefunden, und Allah hat euch durch mich vereinigt?

    Und sie (die Ansar) sagten: Allah und sein Gesandter sind wohlwollender. Antwortet ihr mir denn nicht? Sie sagten: Allah und sein Gesandter sind wohlwollender. Da sagte er: Ihr sagtet soundso, als soundso geschah. – und er erwähnte einige Sachen, die `Amr in der Erinnerung nicht behielt- Seid ihr denn nicht zufrieden, wenn die Leute mit den Schafen und Kamelen gehen, und ihr mit dem Gesandten Allahs zu euren Häusern zurückkehrt?

    Die Ansar sind die Untergewänder, d.h. sie sind mir zu nahe, und die Leute sind die Obergewänder. Hätte es keine Auswanderung gegeben, da wäre ich einer von den Ansar gewesen. Wenn die Leute durch ein Tal oder auf einen Bergpfad ziehen, dann entscheide ich mich, durch das Tal oder auf den Bergpfad der Ansar zu ziehen. Ihr werdet nach meinem Tod Bevorzugung finden. Übt also Geduld, bis ihr mir am Becken begegnet!

    `Abdullah Ibn Mas`ud berichtete: Am Tag (der Schlacht) von Hunain bevorzugte der Gesandte Allahs einige Leute (bei der Verteilung (der Beute). Er gab Al-Aqra` Ibn Habis hundert Kamele und `Uyayna dasselbe. An jenem Tage gab er einigen Leuten von den adligen der Araber und bevorzugte sie bei der Verteilung der Beute.

    Da sagte ein Mann: Bei Allah, dieser Verteilung fehlt die Gerechtigkeit, und sie ist nicht aus dem Verlangen nach dem Angesicht Allahs. Ich sagte: Bei Allah, ich sage das doch zum Gesandten Allahs. Ich kam dann zu ihm und erzählte ihm, was er sagte. Da lief sein Gesicht rot wie Blut (vor Zorn) an und er sagte: Wer sonst handelt gerecht, wenn Allah und sein Gesandter nicht gerecht handeln würden? Er sagte dann: Allah möge sich Moses erbarmen! Er erlitt mehr als ich und trotzdem harrte er geduldig aus. Da sagte ich: Sicherlich werde ich ihm nachher nichts übermitteln.

    Dschabir Ibn `Abdullah berichtete: Ein Mann kam zum Gesandten Allahs in Al-Gi`rana bei seinem Rückkehr von Hunain. In dem Gewand Bilals gab es damals Silber, aus dem der Gesandte Allahs entnahm und den Leuten gab. Da sagte er: O Muhammad, sei gerecht!

    Er sagte: Wehe dir! Wer sonst soll gerecht sein, wenn ich nicht gerecht wäre? Du bist aber der Scheiternde und der Verlierer, wenn du meinst, dass ich nicht gerecht handle. `Umar Ibnal Khattab sagte: O Gesandter Allahs, lass mich diesen Heuchler töten!

    Da sagte er: Allah behüte, dass die Leute sagen, dass ich meine Gefährten töte. Wenn dieser und seine Gefährten den Koran rezitieren, dann überschreitet er ihre Kehlköpfe nicht, und sie dringen (durch den Islam) durch, genauso wie der Pfeil, der durch das geschossene Tier durchdringt. (d.h. sie fallen vom Glauben ab.)

    Abu Sa`id Al-Khudriy berichtete: Als `Ali in Jemen war, schickte er dem Gesandten Allahs ein goldenes Stück, das mit Staub legiert war. Der Gesandte Allahs verteilte es unter vier Scharen: Al-Aqra` Ibn Habis Al-Hanzaliy, `Uyayna Ibn Badr Al-Fazariy, `Alqama Ibn `Ulatha Al-`Ameriy, einem von Banu Kilaab, Zaidu-l-Khair At-Ta´iy und einem von Banu Nabhan. Quraish ärgerte sich darüber und sagte: Warum gibst du den adligen von Nagd und lässt uns? Da sagte der Gesandte Allahs: Ich habe es nur in der Hoffnung gemacht, dass ihre Herzen zusammengefügt werden.

    Ein Mann, der einen dichten Bart, dichte Wangen, tief liegende Augen, hohe Stirn und geschorenen Kopf hat, kam und sagte: O Muhammad, Fürchte Allah! Da sagte der Gesandte Allahs: Wer sonst gehorcht Allah, wenn ich Ihm nicht gehorche? Vertraut Er mir die Bewohner der Erde an, während ihr mir nicht anvertraut? Als der Mann den Rücken kehrte, bat ein Mann aus den Leuten, der wohl Khalid Ibn Al-Walid war, (den Propheten) um die Erlaubnis, diesen zu töten.

    Da sagte der Gesandte Allahs: Aus der Nachkommenschaft dieses Mannes kommen Leute, die den Koran rezitieren, und er überschreitet ihre Kehlköpfe nicht. Sie töten die Leute des Islams und lassen die Götzendiener (leben). Diese dringen durch den Islam durch, genauso wie der Pfeil, der durch das geschossene Tier durchdringt. Würde ich noch leben, bis ich diese Leute sehen, dann würde ich sie doch genauso wie `Aad töten.

    `Ali berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Am Ende der Zeit erscheinen Leute, die jung und unreif sind. Sie sagen Worte, die am besten unter den Menschen erscheinen. Sie rezitieren den Koran, und er überschreitet ihre Kehlköpfe nicht. Sie dringen durch den Glauben durch (d.h. sie fallen vom Glauben ab), genauso wie der Pfeil, der durch das geschossene Tier durchdringt. Wenn ihr solchen begegnet, dann tötet sie! Wer solche tötet, der hat bei Allah seinen Lohn dafür am Tag der Auferstehung.

    Der Hadith von Sahl Ibn Hunaif: Jusair Ibn Amr berichtete: Ich sagte zu Sahl Ibn Hunaif: Hörtest du den Propheten die Kharidschiten erwähnen? Er sagte: Ja! Ich hörte ihn sagen: Und er deutete mit seiner Hand auf den Osten – Sie sind Leute, die den Koran nur mit ihren Zungen rezitieren, und er überschreitet ihre Schlüsselbeine nicht. Sie dringen durch den Glauben durch (d.h. sie fallen vom Glauben ab), genauso wie der Pfeil, der durch das geschossene Tier durchdringt.

    Abu Huraira berichtete: Al-Hassan Ibn `Ali eine Dattel aus dem Almosen und steckte sie in seinen Mund; da sagte der Gesandte Allahs zu ihm: Kich, kich (Bah, bah). Wirf sie weg! Hast du nicht gewusst, dass wir von dem Almosen nicht essen dürfen?

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Manchmal kommt es vor, dass ich nach Hause komme, und eine Dattel auf meinem Bett finde, wenn ich sie zu meinem Mund nehme, habe ich die Bedenken, dass sie vielleicht zum Almosen gehöre, und deshalb lasse ich sie weg.

    Anas Ibn Malik berichtete: Der Prophet fand einmal eine Dattel und sagte: Wenn ich keine Bedenken hätte, dass diese Dattel zum Almosen gehöre, hätte ich sie gegessen!

    Anas berichtete: Barira schenkte dem Propheten Fleisch, das ihr als Spende gegeben worden ist. Er sagte: Für sie ist es Almosen, und für uns ist es ein Geschenk.

    `A´ischa, berichtete: Dem Propheten wurde Rindfleisch gebracht, und man sagte, es sei der Barira als Spende gegeben worden. Er sagte: Für sie ist es Almosen, und für uns ist es ein Geschenk.

    Umm `Atiyya, berichtete: Der Gesandte Allahs schickte mir ein Schaf, von dessen Fleisch ich wiederum einen Teil zu `A´ischa, schickte. Als der Gesandte Allahs zu `A´ischa kam, sagte er: Habt ihr etwas (zum Essen) da? Sie (`A´ischa) antwortete: Nichts da außer dem, was uns Nusaiba an Schafsfleisch geschickt hat, das ihr zu ihr geschickt hattet. Er sagte: (Bring es her!) Es hat seinen Bestimmungsort erreicht!

  • Die Erbschaft

    Die Erbschaft

    [Sahih al-Buchari, Kapitel 78]

    Jabir Ibn ʿAbdallāh berichtete: „Ich war krank, und der Gesandte Allahs, und Abū Bakr statteten mir einen Krankenbesuch ab. Sie kamen zu Fuß zu mir, als ich bewußtlos da lag. Der Gesandte Allahs, wusch sich für das Gebet und goß das Wasser von ihm auf mich da kam ich wieder zu Bewußtsein und sagte: „O Gesandter Allahs, wie soll ich mit meinem Vermögen verfahren? Wie soll ich darüber entscheiden?“ Er gab mir keine Antwort, bis der Qurʾān -Vers (4:7ff.) über die Erbschaft offenbart wurde.“

    ʿAʾischa berichtete: „Fatima 1) und Al-ʿAbbas 2), kamen zu Abū Bakr 3), um ihre Erbschaftsanteile aus der Hinterlassenschaft des Gesandten Allahs, zu fordern, sie forderten seinerzeit ihre beiden Landgebiete in Fadak und ihre beiden Anteile in Chaibar.

    1. Tochter des Propheten
    2. Onkel des Propheten
    3. Der erste Kalif des Islam nach dem Ableben des Propheten

    Abū Bakr sagte dann zu ihnen: „Ich hörte den Gesandten Allahs, sagen: „Wir werden nicht beerbt. Was wir hinterlassen haben, ist ein Almosen . Die Angehörigen Muhammads nehmen wahrlich ihre Nahrung aus diesen Gütern.“Bei Allah, ich werde das nicht sein lassen, was ich sah, dass der Gesandte Allahs, getan hat, ohne es zu tun.“ Aus diesem Grund mied ihn Fatima und sprach nicht mehr mit ihm, bis sie starb.“

    ʿAʾischa berichtete, dass der Prophet, sagte: „Wir werden nicht beerbt. Was wir hinterlassen haben, ist ein Almosen.“

    Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs, sagte: „Meine Erben sollen keinen einzigen Dinar unter sich teilen. Was ich nach dem Lebensunterhalt meiner Frauen und für die Versorgung meines Dieners hinterlassen habe, ist ein Almosen.“

    Aischa, berichtete, dass die Frauen des Propheten, die Absicht nach dem Tod des Gesandten Allahs, hatten, Uthman zu Abū Bakr zu entsenden, um ihre Erbschaftsanteile zu fordern. Aischa sagte zu ihnen: „Hat der Gesandte Allahs, nicht gesagt: „Wir werden nicht beerbt. Was wir hinterlassen haben, ist ein Almosen«?

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet, sagte: „Ich trage für die Gläubigen mehr Fürsorge, als sie selbst unter sich tragen. Wer stirbt und mit Schulden belastet ist und dafür keine Deckung hinterläßt, so obliegt uns deren Begleichung. Wer aber Vermögen hinterläßt, so gehört dieses seinen Erben.“

    Ibn ʿAbbas berichtete, dass der Prophet, sagte: „Sorgt dafür, dass die Erbschaftsanteile ihren Anspruchsberechtigten abgegeben werden. Was danach übrigbleibt, gehört dem nächsten männlichen Verwandten.“

    ʿAbdallāh berichtete, dass der Prophet, sagte: „Der eigenen Tochter gehört die Hälfte , und der Tochter des Sohnes gehört ein Sechstel davon. Was danach übrigbleibt gehört der Schwester.“

    Al-Baraʿ berichtete: „Der zuletzt offenbarte Qurʾān -Vers ist am Schluß der Surah An-Nisaʾ, in der Allah sagt: „Sie fragen dich um Belehrung. Sprich: Allah belehrt euch über die seitliche Verwandtschaft … „“

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs, sagte: „Ich trage für die Gläubigen mehr Sorge, als sie selbst unter sich tragen. Wer stirbt und Vermögen hinterläßt, so gehört dieses seinen legitimen Erben. Wer aber Minderjährige oder Bedürftige hinterläßt, so bin ich für deren Fürsorge da zu diesen soll ich dann gerufen werden.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet, sagte: „Wer Vermögen hinterläßt, so gehört dieses seinen Erben. Und wer Minderjährige hinterläßt, so obliegt uns deren Fürsorge.“

    Usama Ibn Zaid berichtete, dass der Prophet, sagte: „Der Muslim beerbt nicht den Ungläubigen, und der Ungläubige (beerbt) nicht den Muslim!“

    Saʿid berichtete: „Ich hörte den Propheten, sagen: „Demjenigen, der seine Zugehörigkeit zu einem anderen außer seinem eigenen Vater zuläßt, während er weiß, dass dieser nicht sein Vater ist, wird das Paradies verwehrt.“

    Als ich dies Abū Bakra erwähnte, sagte er zu mir: „Ich (bestätige es) auch. Meine Ohren haben es gehört und mein Herz hat es aufgenommen vom Gesandten Allahs!“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet, sagte: „Sprechet euch nicht los von euren Vätern und wer sich dann von seinem Vater losspricht, der ist dem Unglauben verfallen.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs, sagte: „Es gab zwei Frauen, die mit ihren beiden Söhnchen zusammenlebten. Eines Tages kam der Wolf und schleppte eines davon weg. Eine von den beiden Frauen sagte zu der anderen: „Es ist dein Söhnchen gewesen, das weggeschleppt wurde!“ Und die andere sagte: „Es ist dein Söhnchen gewesen, das weggeschleppt wurde!“

    Darauf ersuchten beide ein richterliches Urteil bei Dawud (David), der für die übergabe des Kindes an die ältere entschied. Sie gingen dann hinaus und begegneten Sulaiman (Salomon), dem Sohn des Dawud, und berichteten ihm von dem Vorfall. Er sagte dann: „Bringt mir ein Messer her, damit ich das Kind in zwei Hälften schneide und sie unter den beiden teile!“ Da sagte die jüngere von den beiden: „Mach das nicht! Allah möge Sich deiner erbarmen. Es ist ihr Söhnchen!“ Darauf entschied er für die übergabe des Kindes an die jüngere.“

  • Die Medizin

    Die Medizin

    [Sahih al-Buchari, Kapitel 69]

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Allah hat keine Krankheit herabkommen lassen, ohne daß Er für sie zugleich ein Heilmittel herabkommen ließ.“

    Rubaiʿ Bint Muʿawwith Ibn ʿAfraʾ berichtete: „Wir (Frauen) zogen gewöhnlich mit dem Gesandten Allahs in den Kampf, um die Leute zu tränken und zu pflegen, und die Rückbeförderung der Gefallenen und Verwundeten nach Al-Madina zu unternehmen.“

    Ibn ʿAbbas berichtete, dass der Prophet sagte: „Es gibt Heilbehandlungen durch drei Dinge: Durch einen Eingriff für den Aderlaß, durch ein Getränk aus Bienenhonig und durch Abbrennen (der krankhaften Stelle). Meiner Umma verbiete ich aber das Abbrennen.“

    Abū Saʿid berichtete: „Ein Mann kam zum Propheten und sagte: „Mein Bruder klagt über Bauchschmerzen!“ Der Prophet sagte zu ihm: „Gib ihm Bienenhonig (-Wasser) zu trinken.“ Als der Mann zu ihm abermals mit derselben Nachricht kam, sagte der Prophet zu ihm: „Gib ihm Bienenhonig (-Wasser) zu trinken.“ Und als der Mann zum dritten Mal in derselben Sache zu ihm kam, sagte der Prophet: „Gib ihm Bienenhonig (-Wasser) zu trinken.“

    Dann kam der Mann noch einmal und berichtete dem Propheten, dass er dies doch tat (und sein Bruder immer noch Schmerzen hat). Da sagte der Prophet zu ihm: „Allah sagt die Wahrheit, und der Bauch deines Bruders hat gelogen. Gib ihm Bienenhonig (-Wasser) zu trinken.“ Der Mann gab seinem Bruder endlich dieses Getränk, und er wurde dadurch geheilt.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Im Schwarzkümmel* gibt es Heilung für jede Erkrankung, mit Ausnahme des Todes “

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Nach Al-Madina wird weder der Messias noch die Pest kommen.“

    ʿAʾischa berichtete: „Der Prophet befahl (mir), die Heilwirkung gegen den bösen Blick durch ein entsprechendes Bittgebet (Ruqya) zu erreichen.“

    Umm Salama berichtete, dass der Prophet ein junges Mädchen in ihrer Wohnung sah, auf deren Gesicht ein Farbfleck war. Er sagte: „Suchet für sie die Heilwirkung durch ein entsprechendes Bittgebet denn sie wurde von einem bösen Blick getroffen.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Der böse Blick ist wahr!“ ,und daß er die Tätowierung verbot.

    ʿAbdu-l-ʿAziz berichtete: „Ich trat zusammen mit Thabit bei Anas Ibn Malik ein, und Thabit sagte: „O Abū Hamza, ich bin krank!“ Da sagte Anas zu ihm: „Soll ich dich nicht mit einem entsprechenden Bittgebet um Heilung (Ruqya) behandeln, mit dem der Gesandte Allahs verfuhr?“ Er erwiderte: „Doch!“ Anas sprach dann: „O Allah, Herr der Menschen, Vertilger aller Schmerzen! Heile denn Du bist Der, Der wirklich heilt. Es ist keiner da, der heilt außer Dir! Denn da kann nichts vom Leid bleiben.“

    ʿAʾischa berichtete: „Der Prophet pflegte, wenn er die Zufluchtnahme bei Allah für manch einen (Kranken) in seiner Familie sprechen wollte, mit seiner rechten Hand auf ihm zu streichen und zu sprechen: „O Herr der Menschen, nimm die Schmerzen! Heile denn Du bist Der, Der wirklich heilt. Es gibt kein Heilen außer Deinem Heilen denn da kann nichts vom Leid bleiben.“

    Abū Qatada berichtete, dass er den Propheten folgendes sagen hörte: „Das Traumgesicht ist von Allah, und das üble Träumen ist von Satan. Wenn einer von euch etwas sieht, das er verabscheut, soll er – sobald er wach ist – dreimal pusten und seine Zuflucht (bei Allah) nehmen, dann wird dies ihm keinen Schaden verursachen.“

    ʿAʾischa: „Der Gesandte Allahs pflegte – wenn er zu Bett ging – in seine beiden Handflächen zu pusten, indem er „qull hua-llahu ahad“ (Surah 112) und die beiden Schutz-Suren (113 und 114) rezitierte. Anschließend strich er mit seinen Händen über sein Gesicht und überall über seinen Körper, soweit seine Hände hinreichen konnten. Als er aber erkrankt war, ließ er mich dies für ihn tun.“

    Abū Huraira berichtete, dass er den Gesandten Allahs folgendes sagen hörte: „Es gibt kein schlechtes Omen, sondern nur gutes davon.“ Die Leute fragten: „Und was ist ein gutes Omen?“ Er erwiderte: „Es ist das gute Wort, das einer von euch gewöhnlich hört!“

    ʿAʾischa berichtete: „Einige Leute fragten den Gesandten Allahs über die Wahrsagerei, und er sagte zu ihnen: „Das ist nichts!“ Die Leute sagten: „Sie erzählen uns manchmal von einer Sache, die wahr ist!“ Der Gesandte Allahs sagte: „Dieses einzige wahre Wort nimmt ein ?inn in aller Eile (von irgendwo her) und tut es in das Ohr seines Gefährten, der es dann mit einhundert Lügen vermischt.““

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Hütet euch vor den vernichtenden Dingen: Der Beigesellung Allahs und der Zauberei.“

    Saʿd berichtete, dass er den Gesandten Allahs folgendes sagen hörte: „Wer jeden Morgen mit sieben ʿA?wa -Datteln* frühstückt, dem kann an dem Tag, an dem er diese gegessen hat, weder Gift noch Zauberei schaden.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Lasset keinen Kranken zu einem Gesunden eintreten!“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Wer sich von einem Berg stürzt und sich dadurch umbringt, der wird ins Höllenfeuer stürzen und darin in aller Ewigkeit bleiben und wer Gift einnimmt und sich dadurch umbringt, der wird sein Gift in seiner Hand tragen und es im Höllenfeuer trinken und darin in aller Ewigkeit bleiben und wer sich mit einem Messer tötet, der wird sein Messer in seiner Hand tragen und es im Höllenfeuer in seinen Bauch führen und darin in aller Ewigkeit bleiben.“

  • Die Blutschuld (Diyya)

    Die Blutschuld (Diyya)

    [Sahih al-Buchari, Kapitel 80]

    Ibn ʿUmar berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Der Muslim bleibt stets unbedrängt im Rahmen seiner Religion, solange er kein widerrechtliches Blutvergießen begangen hat.“

    ʿAbd Allāh Ibn Masʿūd berichtete, dass der Prophet sagte: „Das erste, über das zwischen den Menschen gerichtet werden wird, ist das Blutvergießen!“

    Al-Miqdad Ibn ʿAmr Al-Kindyy, Verbündeter des Stammes Banu Zuhra, der mit dem Propheten in der Schlacht von Badr gekämpft hatte, berichtete: „Ich sagte: „O Gesandter Allahs, ich war in einen Kampf gegen einen Ungläubigen verwickelt, als er mit dem Schwert auf meine Hand haute und sie abtrennte anschließend suchte er Schutz vor mir auf einem Baum und rief: „Ich bin ein Allah ergebener (Muslim)!“ Soll ich ihn nun umbringen, nachdem er diese Worte gesprochen hat?“

    Der Gesandte Allahs sagte: „Bringe ihn nicht um!“ Ich erwiderte: „O Gesandter Allahs, er hat doch eine meiner beiden Hände von meinem Leib abgetrennt und anschließend seine Worte gesprochen, nachdem er meine Hand abgetrennt hatte. Soll ich ihn nun umbringen?“ Der Prophet sagte: „Nein! Wenn du ihn umbringst, ist er (als Muslim) an deiner Stelle bevor du ihn umbrachtest, und du bist (als Nicht-Muslim) an seiner Stelle bevor er sein Wort sprach, das er von sich gab.“

    Ibn ʿAbbas fügte hinzu: „Der Prophet sagte zu Al-Miqdad: „Wenn es sich um einen Mann handelt, der unter den Ungläubigen lebte und seinen Glauben verborgen hielt, so ist dies genau der Fall mit dir gewesen, als du zuvor in Makka warst und deinen Glauben verborgen hieltest!“

    ʿAbd Allāh berichtete, dass der Prophet sagte: „Kein Mensch wird ungerechterweise getötet, ohne dass ein Teil der Verantwortung für das Verbrechen dem ersten Sohn Adams auferlegt wird.!“

    ʿAbd Allāh Ibn ʿUmar berichtete, dass der Prophet sagte: „Kehret nicht nach mir in den Unglauben zurück, indem die einen von euch die Nacken der anderen abschlagen!“

    Dscharir berichtete: „Der Prophet sagte zu mir während der Abschiedspilgerfahrt (Higgat al-wadāʿ): „Lass die Menschen aufmerksam hören: „Kehret nicht nach mir in den Unglauben zurück, indem die einen von euch die Nacken der anderen abschlagen!““

    Usama Ibn Zaid Ibn Haritha berichtete: „Der Gesandte Allahs entsandte uns (zu einem Feldzug) zum Ort Al-Hurqa in der Gegend von Dschuhaina. Dort überfielen wir die Leute gegen Morgen und besiegten sie. Ich verfolgte anschließend mit Hilfe eines Mannes von den Al-Ansar einen Mann von den Gegnern, und als wir ihn stellten, sagte er: „lā ilāha illa llāh „.

    Während sich der Mann von den Al-Ansar zurückhielt und von ihm abließ, erstach ich ihn mit meinem Schwert, so daß er starb. Als wir beim Propheten ankamen, wurde er davon unterrichtet, worauf er zu mir sagte: „Du Usama! Hast du ihn umgebracht, nachdem er „lā ilāha illa llāh “ gesagt hatte?“ Ich entgegnete: „O Gesandter Allahs, er wollte nur Zuflucht suchen!“ Der Prophet sagte abermals: „Hast du ihn umgebracht, nachdem er „lā ilāha illa llāh “ gesagt hatte?“ Er wiederholte diesen Satz mehrmals, bis ich mir wünschte, ich wäre vor diesem Tag noch nicht zum Islam gekommen.“

    ʿAbd Allāh Ibn berichtete, dass der Prophet sagte: „Wer eine Waffe gegen uns richtet, der gehört nicht zu uns!“

    ʿAbd Allāh berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Das Blut eines Muslims, der bezeugt hat, dass es keinen wahren Ilāh außer Allāh allein gibt darf nicht vergossen werden, außer in einem der drei Fälle: Im Fall der Wiedervergeltung für Mord, im Fall der Unzucht durch einen Verheirateten, und wenn derjenige von seinem Glauben abfällt und seine Bindung zur Gemeinschaft löst.“