[Sahih Muslim, Kapitel 32]
Abu Huraira berichtete; Der Gesandte Allahs sagte: Die Herrschaft über die Leute gebührt den Quraisch: Die Muslime der Quraisch sind den Muslimen der Quraisch unterworfen, und die Ungläubigen der Quraisch sind den Ungläubigen der Quraisch unterworfen.
Abdullah Ibn Umar berichtete; Der Gesandte Allahs sagte: Das Kalifentum wird immer den Quraisch gebühren, auch wenn nur zwei Personen auf der Erde übrig bleiben.
Gabir Ibn Samura berichtete: Mein Vater und ich traten bei dem Propheten und ich hörte ihn sagen: „Diese Sache wird nicht zu Ende gehen, bis es unter den Kalifen zwölf gibt.“ Der Prophet sprach weiter aber ich konnte ihn nicht hören. Ich fragte meinen Vater nach dem, was der Prophet gesagt hatte. Er erwiderte: „Sie alle werden von Quraisch sein.“
Es wird von Ibn Umar berichtet, dass er sagte: „Ich war anwesend als mein Vater verwundet wurde. Die Leute lobten ihn und sagten: „Möge Allah dich segnen.“ Er sagte: „Ich bin hoffnungsvoll und ebenso beängstigt.“ Die Leute sagten: „Ernenne einen Nachfolger.“ Er sagte: „Soll ich etwa die Bürde sowohl lebendig als auch tot tragen? Was die Führerschaft betrifft so wünschte ich, ich könnte mich von dieser Verpflichtung in der Weise entbinden, dass es mir weder im Guten noch im Schlechten vergolten wird. Wenn ich einen Nachfolger ernennen würde, so würde ich es tun, denn jemand besseres als ich, tat es. Würde ich euch alleine lassen, dann würde ich es tun, denn jemand besseres als ich hat es getan.“ Abdullah Ibn Umar sagte: „Als er den Gesandten erwähnte, begriff ich, dass er niemanden als Nachfolger ernennen würde.““
Abu Musa berichtete; Ich trat mit zwei von meinen Vettern bei dem Propheten ein. Der eine sagte: Setze uns über einige Gebiete ein, über die Allah, der Erhabene und Ruhmreiche, dich zum Herrn gemacht hatte! Der andere sagte auch wie der erste. Da sagte der Prophet: Bei Allah, wir geben diese Führerschaft nicht demjenigen, der danach verlangt, oder demjenigen, der sie begehrt.
Ibn Umar berichtete; Der Prophet sagte: Wahrlich, ihr seid alle Hirten, und jeder von euch ist verantwortlich für seine Herde: der Amir (Führer), der über alle Menschen eingesetzt worden ist, ist ein Hirte, und er ist verantwortlich für seine Herde. Und der Mann ist für seine Leute in seinem Haushalt ein Hirte, und er ist verantwortlich für seine Herde. Und die Frau ist für den Haushalt ihres Mannes und für ihre Kinder eine Hirtin, und sie ist verantwortlich für sie. Und der Diener eines anderen ist ein Hirte in Bezug auf den Besitz seines Herrn, und er ist verantwortlich für diesen Besitz. Wahrlich, ihr seid dann alle Hirten, und jeder von euch ist verantwortlich für seine Herde.
Abu Huraira berichtete; Der Gesandte Allahs stellte sich in unserer Mitte auf und sprach über die Unterschlagung von Beutestücken. Er wies uns darauf hin, wie schwerwiegend dieses Vergehen ist und welche Strafe es nach sich zieht. Darauf sagte er: Ich möchte wirklich niemandem von euch am Tag des Gerichtes begegnen, der ein brüllendes Kamel, ein wieherndes Pferd, ein blökendes Schaf oder eine schreiende Person um den Hals trägt, oder wertvolle Metalle oder Kleider, die sich hin und her bewegen, und der sagt dann zu mir sagt: O Prophet hilf mir! Ich werde dann nur sagen können: Ich kann nichts für dich tun! Ich habe es dir ja vorher gesagt!
Abu Humaid As-Saidiy berichtete; Der Gesandte Allahs beauftragte einen Mann namens Ibnal Lutbiya Amr und Ibn Abi Umar, der zum Stamm Al-Asad gehörte, mit der Einsammlung der Almosen. Als dieser Mann zum Propheten kam, sagte er: Das ist für euch, und dies wurde mir geschenkt! Da stand der Gesandte Allahs auf der Kanzel, pries Allah und lobte Ihn. Dann sagte er: Was ist los mit diesem Menschen, den ich etwas beauftragt hatte, und dann sagte er: Das ist für euch, und dies wurde mir geschenkt! Warum ist er denn nicht bei seinem Vater oder bei seiner Mutter zu Hause geblieben, um abzuwarten, ob ihm jemand etwas schenkt oder nicht?
Bei Dem, in Dessen Hand das Leben Muhammads ist! Niemand wird zu Unrecht etwas an sich nehmen können, der es am Tage des Gerichts nicht um den Hals tragen muss! Und wenn es ein Kamel war, wird es brüllen, eine Kuh wird muhen, und ein Schaf wird blöken. Darauf hob er seine Hände in die Höhe, dass wir die helle Haut seiner Achselhöhlen sehen konnten, und rief: O Allah, habe ich wahr gesprochen? Zweimal rief er das aus!
Ibn Abbas berichtete Der Koranvers:
„O die ihr glaubt, gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und den Befehlshabern unter euch! …“
wurde hinsichtlich Abdullah Ibn Huzafa Ibn Qais Ibn Adiy As-Sahmiy offenbart, den der Gesandte Allahs in einer Kampftruppe entsandte.
Abu Huraira berichtete; Der Prophet sagte: Wer mir Gehorsam leistet, der leistet in Wirklichkeit Gehorsam gegenüber Allah; und wer mir Ungehorsam leistet, der leistet in Wirklichkeit Ungehorsam gegenüber Allah. Und wer demjenigen Emir (Führer), den ich eingesetzt habe, Gehorsam leistet, der leistet in Wirklichkeit Gehorsam mir gegenüber, und wer demjenigen Emir, den ich eingesetzt habe, Ungehorsam leistet, der leistet in Wirklichkeit mir gegenüber Ungehorsam.
Ibn Umar berichtete; Der Prophet sagte: Hören und Gehorchen ist jedem muslimischen Menschen zur Pflicht, was er mag oder hasst, solange von ihm keine sündhafte Tat verlangt wird. Wird von ihm eine sündhafte Tat verlangt, so ist er zum Hören und Gehorchen nicht verpflichtet.
Ali berichtete; Der Gesandte Allahs entsandte ein Heer und setzte über es einen Mann. Dieser zündete Feuer an und befahl die Leute darin hineinzutreten. Einige Leute wollten darin hineintreten; die anderen sagten aber: Wir entflohen davor. Als man den Gesandten Allahs davon benachrichtigte, sagte er zu denjenigen, die ins Feuer hineintreten wollten: Wenn ihr ins Feuer gegangen wäret, wäret ihr darin bis zum Jüngsten Tag geblieben. Er sprach mit den anderen aber freundlich und sagte: Man darf keinem Menschen gehorchen, wenn das gegen die Gebote und Verbote Allahs stößt. Gehorchen ist nur im Guten.
Abu Huraira berichtete; Der Prophet sagte: Der Imam ist ein Schutz, man kämpft unter ihm und sucht Schutz bei ihm. Wenn er dann zur Taqwa aufruft und recht handelt, bekommt er seinen Lohn dafür. Wenn er aber anders handelt, wird er seine Konsequenzen tragen müssen.
Abu Huraira berichtete; Der Prophet sagte: Die Kinder Israels wurden gewöhnlich von Propheten geführt, und wenn jedes Mal ein Prophet dahinging, folgt ihm ein anderer. Nach mir aber kommt kein Prophet mehr. Es werden vielmehr Nachfolger sein, die an der Zahl immer zunehmen werden. Die Leute sagten: Was befiehlst du uns dann? Und der Prophet antwortete: Leistet einem nach dem anderen den Treueid. Gebt ihnen das, was ihnen an Recht zusteht; denn Allah wird sie fragen, was Er ihnen an Fürsorgepflicht auferlegt hat.
Abdullah Ibn Masud berichtete; Der Gesandte Allahs sagte: Es werden nach mir Selbstsucht und Dinge im Gang sein, die ihr verabscheut. Die Leute sagten zu ihm: O Gesandter Allahs, was befiehlst du uns dann, wenn einer von uns es erlebt? Der Prophet antwortete: Ihr sollt eure Verpflichtungen erfüllen und Allah um das bitten, was euch an Rechten zusteht.
Usaid Ibn Hudair berichtete; Ein Mann von den Ansar nahm den Gesandten Allahs beiseite und sagte: Wirst du mich nicht mit einer Aufgabe beauftragen, wie du Soundso mit einer beauftragt hast? Da sagte der Prophet: Ihr werdet nach mir sehen, dass es für manche Menschen gewisse Vorrechte geben wird, so harrt auf Geduld, bis ihr mir wieder am Becken begegnet seid.
Huzaifa Ibnal Yaman berichtete; Die Leute pflegten, den Gesandten Allahs über die guten Dinge zu fragen, und ich pflegte, ihn über das Übel zu fragen, weil ich befürchtete, dass dieses in mich gelangt. Ich sagte: O Gesandter Allahs, wir befanden uns in einer Gahiliya und in einem Übel zugleich, und Allah brachte uns dieses Gute. Wird es nach diesem Guten wieder Übel geben? Und er erwiderte: Ja! Ich sagte wieder: Und wird es nach diesem Übel wieder Gutes bringen? Er sagte: Ja! Und es wird Spuren des Verderbens haben. Ich fragte: Und wie sehen seine Spuren des Verderbens aus? Er sagte: Es wird Menschen geben, die die anderen führen, aber nicht mit meiner Sunnah und nicht mit meiner Rechtleitung; von ihnen wirst du Dinge bejahen und andere verabscheuen.
Ich fragte: Wird es nach diesem Guten wieder Übel geben? Und er sagte: Ja! Es wird Leute geben, die die anderen soweit bis zu den Toren des Höllenfeuers aufrufen, und wer ihnen folgt, den werden sie ins Feuer einführen. Ich sagte: O Gesandter Allahs, beschreibe sie uns! Und er sagte: Ja! sie gehören äußerlich zu uns und sprechen unsere Sprache. Ich sagte: Was befiehlst du mir, falls ich so etwas erlebe? Der Prophet sagte: Bleibe stets mit der muslimischen Gemeinde und mit deren Imam (Führer) verbunden! Ich fragte: Wie, wenn sie weder eine Gemeinschaft noch einen Imam haben? Er sagte: Dann verlasse all diese Gruppen, auch dann wenn du an dem Stamm eines Baumes mit deinen Zähnen festhalten würdest, bis der Tod dich ereilt, während du dich noch in diesem Zustand befindest!
Ibn Abbas berichtete; Der Gesandte Allahs sagte: Wer von seinem Amir (Führer) etwas erlebt, das ihm zuwider ist, der soll geduldig sein; denn wer sich von der Gemeinschaft um eine Handbreite distanziert, der stirbt mit dem Brauchtum der Gahiliya!
Gabir berichtete; Am Tag der Hudaibiya waren wir 1400 Personen und wir haben dem Propheten den Treueid geleistet, während Umar unter dem Baum- und es war eine Akazie- die Hand darauf gab. Wir haben ihm den Treueid darauf geleistet, dass wir nicht fliehen. Ihm haben wir aber den Treueid auf den Tod nicht geleistet.
Der Hadith von Al-Musayyab Ibn Hazan, Said Ibnal Musayyab Berichtete; Mein Vater war unter denjenigen, die dem Gesandten Allahs unter dem Baum den Treueid leisteten. Im nächsten Jahr brachen wir zur Pilgerfahrt auf und wir konnten den Platz des Baumes nicht erkennen. Könnt ihr den Platz erkennen, dann wisst ihr am besten.
Der Hadith von Salma, Yazid Ibn Abi Ubaid, berichtete; Ich fragte Salama: Worauf habt ihr dem Gesandten Allahs den Treueid am Tage der Hudaibiya geleistet? Er sagte: Auf den Tod!
Der Hadith von Abdullah Ibn Zaid Abbad Ibn Tamim berichtete, dass einer zu Abdullah Ibn Zaid kam und sagte: Das da ist Ibn Hanzala, der den Leuten den Treueid leistet. Abdullah fragte: Worauf? Er erwiderte: Auf den Tod. Da sagte Abdullah: Ich leiste niemandem den Treueid auf den Tod nach dem Propheten.
Der Hadith von Salma Ibnal Akwa Yazid Ibn Abi Ubaid berichtete, dass Salma Ibnal Akwa sagte: Als ich bei Al-Haggag eintrat, sagte er zu mir: O Ibnal Akwa, hast du eine Kehrtwendung auf deinen Fersen gemacht, wobei du zum Leben in der Wüste zurückkehrtest? Ich erwiderte: Nein! Aber der Gesandte Allahs erlaubte mir, mit den Beduinen zu leben.
Mugasche Ibn Masud As-Sulamiy berichtete; Ich kam zum Propheten um ihm den Treueid auf die Hidschra zu leisten. Der Prophet sagte: Die Hidschra war aber vor der Eroberung von Mekka. Du sollst mir aber den Treueid für den Islam, Dschihad und gute Tat leisten.
Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte am Tag der Eroberung: (Von jetzt an) gibt es keine Hidschra mehr, sondern Dschihad und Niyya. Wenn ihr dann zum Aufbrechen aufgefordert werdet, dann brecht auf!
Aischa, berichtete: Der Gesandte Allahs wurde nach der Hidschra gefragt. Er sagte: Nach der Eroberung gibt es keine Hidschra mehr, sondern Dschihad und Niyya. Wenn ihr dann zum Aufbrechen aufgefordert werdet, dann brecht auf.
Abu Said Al-Khudriy berichtete: Ein Wüstenaraber fragte den Gesandten Allahs nach der Hidschra. Der Prophet erwiderte: O wehe dir! Sprichst du von der Hidschra? Die Sache der Hidschra ist aber schwer. Hast du Kamele? Der Mann erwiderte: Ja. Der Prophet fragte: Entrichtest du die Zakah für sie? Der Mann erwiderte: Ja. Da sagte der Prophet: Dann weiter mit den guten Taten, sogar über die Seen, denn Allah läßt keine von deinen Taten hinfällig gehen.
Aischa, Gattin des Propheten, berichtete: Die Gläubigen Frauen, die zum Gesandten Allahs auswanderten, pflegten ihm einen Treueid entsprechend dem folgendem Koranvers zu leisten:
„O Prophet, wenn gläubige Frauen zu dir kommen, um dir den Treueid zu leisten, dass sie Allah nichts beigesellen, nicht stehlen, keine Unzucht begehen, ihre Kinder nicht töten, keine Verleumdung vorbringen, die sie vor ihren Händen und Füßen ersinnen, und sich dir nicht widersetzen in dem, was recht ist, dann nimm ihren Treueid an und bitte Allah für sie um Vergebung. Gewiss, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.“
Aischa berichtete weiter: Diejenigen, unter den gläubigen Frauen, die sich dazu verpflichtet hatten, die haben den rechtmäßigen Treueid geleistet. Immer wenn die Frauen ihren Treueid darauf leisteten, sagte ihnen der Gesandte Allahs Geht los! Ich nehme euren Treueid an. Bei Allah, es geschah zu keiner Zeit, daß die Hand des Gesandten Allahs beim Leisten des Treueids, die Hand einer Frau berührt hat. Das geschah aber nur mündlich. Aischa berichtete weiter: Bei Allah, der Gesandte Allahs, ließ den Frauen keinen Treueid ablegen, außer zu dem, was Allah, Der Erhabene, ihm befahl, und bei Allah, seine Handfläche berührte keine Handfläche einer Frau. Wenn er ihren Treueid annahm, sagte er zu ihnen: Ich habe euren Treueid mündlich angenommen.
Abdullah Ibn Umar berichtete: Wir pflegten, dem Gesandten Allahs den Treueid zu leisten, auf ihn zu hören und ihm zu gehorchen. Er pflegte, uns anzuweisen, dass man beim Leisten des Treueids sagen soll: Soweit ich zu leisten vermag!
Ibn Umar berichtete: Am Tage der Uhud-Schlacht sah mich der Gesandte Allahs während des Kampfes. Ich war damals vierzehn Jahre alt, jedoch erlaubte er mir nicht, an der Schlacht teilzunehmen. Am Tage der Khandaq-Schlacht erlaubte er mir aber an der Schlacht teilzunehmen, als er mich sah. Damals war ich ein Fünfzehnjähriger.
Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs verbot, dass man mit dem Koranbuch ins Land des Feindes einreist.
Ibn Umar berichtete: Der Prophet veranstaltete ein Pferderennen. Die geschulten Rennpferde liefen von Al-Hafya nach Thaniyat Al-Wada, die ungeschulten Rennpferde liefen aber von Ath-Thaniya zur Moschee von Banu Zuraiq.
Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Das Gute ist mit den Stirnlocken der Pferde bis zum Jüngsten Tag verbunden.
Urwa Al-Bariqiy berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Das Gute ist mit den Stirnlocken der Pferde bis zum Jüngsten Tag verbunden, und zwar die Belohnung (bei Allah) und die Beute (im Krieg).
Anas Ibn Malik berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Das Segen ist mit den Stirnlocken der Pferde verbunden.
Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Allah garantiert demjenigen, der auf dem Wege Allahs kämpft, aber nur unter der Bedingung, dass er den Kampf nur für Allahs Sache und aus dem Glauben an Ihn und an Seine Gesandten unternimmt, dass Er ihn entweder ins Paradies eingehen lässt oder dass Er ihn zu seinem Haus, aus dem er aufbgebrochen war, mit einem Lohn oder mit einer Beute zurückkehren lässt.
Bei Dem, in Dessen Hand Muhammads Leben liegt, wird jeder, der auf dem Wege Allahs entsteht, am Jüngsten Tag in der Form gebracht, aus der sie entstand, wobei seine Farbe wie die des Blutes und sein Geruch wie der Duft von Moschus sein werden.
Bei Dem, in Dessen Hand Muhammads Leben liegt, wäre es den Muslimen nicht schwer, wäre ich hinter keiner Kampftruppe zurückgeblieben, aber ich finde nichts, womit ich diejenigen, die zu mir kommen, damit ich ihnen die Möglichkeit zu reiten verschaffe, beritten machen könnte.
Und sie selbst können sich das nicht leisten, obwohl das ihnen schwer fällt. Bei Dem, in Dessen Hand Muhammads Leben liegt, wünsche ich mir so sehr, daß ich auf dem Wege Allahs kämpfe und umkomme, alsdann wieder auf dem Wege Allahs kämpfe und umkomme, und wieder auf dem Wege Allahs kämpfe und umkomme.
Anas Ibn Malik berichtete: Der Prophet sagte: Kein Mensch, der bei Allah etwas Gutes zu erwarten hat und auf das er sich freut, würde nach seinem Tod wünschen, dass er zur Welt zurückkehrt, auch dann, wenn ihm die ganze Welt und was auf ihr an Wert ist, gegeben würde. Ausgenommen davon ist der Märtyrer, der auf Grund der Vorzüglichkeit des Märtyrertodes, sich freuen würde, wenn er zurückkehrte und nochmals in der Welt umkäme.
Abu Huraira berichtete: Einige fragten den Propheten Was ist die Tat, die den Kampf auf dem Wege Allahs, des Allmächtigen und Hocherhabenen, gleich ist? Er erwiderte: Ihr könnt sie nicht ertragen! Jedoch wiederholten sie diese Frage zwei- oder dreimal, und jedes Mal sagte der Prophet: Ihr könnt sie nicht ertragen! Beimm dritten Mal sagte er: Derjenige, der auf dem Wege Allahs den Dschihad unternimmt, ist demjenigen gleich, der anhaltend fastet, betet und den Versen Allahs Gehorsam leistet. Der Kämpfer auf dem Wege Allahs ist demjenigen gleich, der entweder zu fasten oder zu beten aufhört, bis der Mudschahid auf dem Wege Allahs zurückkehrt.
Anas Ibn Malik, Allahs Wollgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wahrlich, ein Aufbruch am frühen Morgen oder am Ende des Tages auf dem Wege Allahs ist besser als die ganze Welt und als das, was sich auf ihr befindet.
Sahl Ibn Sad As-Saidiy berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wahrlich, ein Aufbruch, den der Diener auf dem Wege Allahs unternimmt, ist besser als die ganze Welt und als das, was sich auf ihr befindet.
Abu Ayyub berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wahrlich, ein Aufbruch am frühen Morgen oder am Tagende auf dem Wege Allahs ist besser als irgend etwas, auf dem die Sonne aufgeht und untergeht.
Abu Said Al-Khudriy berichtete: Ein Mann kam zum Propheten und sagte: O Gesandter Allahs, wer ist unter allen Menschen der Beste? Der Gesandte Allahs sagte: Ein Mann, der unter dem Einsatz seines Vermögens und Lebens den Dschihad unternimmt. Der Mann fragte wieder: Wer dann außer diesem? Der Prophet sagte: Ein Gläubiger, der sich irgendwo in einer unbewohnten Gegend zwischen den Bergen aufhält, Allah dient und die Menschen von seinen Schlechtigkeiten verschont.
Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Allah wird zwei Männer anlachen, von denen der eine den anderen getötet hatte; und dennoch werden die beiden ins Paradies eingehen. Da sagten die Gefährten: O Gesandter Allahs, wie kommt denn das? Der Prophet sagte: Der eine kämpfte auf dem Wege Allahs, dem Erhabenen und Allmächtigen, und stirbt als Märtyrer; danach wendet sich Allah dem Tötenden auf Grund seiner Reue Gnädig zu. Demnach bekennt sich dieser zum Islam, kämpft auf dem Wege Allahs, und Allah läßt ihn als Märtyrer sterben.
Zaid Ibn Khalid Al-Guhaniy berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wer einen Kämpfer auf dem Wege Allahs ausgerüstet hat, der hat gekämpft, und wer für die Angehörigen dieses Kämpfers sorgt, der hat gekämpft.
Al-Bara berichtete: Als der Koranvers
Nicht gleich sind diejenigen unter den Gläubigen, die sitzen bleiben… den sich auf Allahs Weg mit ihrem Besitz und ihrer eigenen Person Abmühenden. …
herabgesandt wurde, befahl der Gesandte Allahs Zaid, ein Schulterblatt zu bringen, um diesen Vers niederzuschreiben. Da beschwerte sich Ibn Umm Maktum über seine Blindheit bei dem Propheten. So wurde die Ergänzung des Verses offenbart, und zwar:
Nicht gleich sind diejenigen unter den Gläubigen, die sitzen bleiben – außer denjenigen, die eine Schädigung haben -, …
Dschabir Ibn Abdillah berichtete: (Während einer Schlacht) sagte ein Mann: O Gesandter Allahs, wenn ich umkomme, wo werde ich dann sein? Der Prophet erwiderte: Im Paradies! Da warf der Mann einige Datteln weg, die er in seiner Hand hielt, und kämpfte, bis er umkam!
Al-Bara berichtete: Ein Mann von Banu An-Nabiet kam zum Propheten und sagte: Ich bezeuge, dass es nichts anbetungswürdigeres gibt außer Allah und dass du Sein Diener und Gesandter bist! Er ging dann voran, kämpfte und kam anschließend um. Da sagte der Prophet Er tat nur wenig, erhielt aber viel Lohn!
Anas berichtete: Mein Onkel väterlicherseits, mit dessen Namen ich genannt wurde, hatte an der Schlacht von Badr mit dem Gesandten Allahs nicht teilgenommen. Er war deshalb sehr traurig und sagte: Ich war nicht dabei, als der Gesandte Allahs die erste Schlacht geschlagen hatte. Aber wenn Allah mir Gelegenheit geben würde, später, an einer Schlacht mit dem Gesandten Allahs teilzunehmen, so wird Er gewiss erkennen, was ich dort machen würde! Er aber fürchtete, mehr zu sagen.
Später nahm er mit dem Gesandten Allahs an der Schlacht von Uhud teil. Er traf auf Sad Ibn Muaz und Anas sagte zu ihm: O Abu Amr, wohin gehst du? Er erwiderte: Ach über den Duft des Paradieses; ich rieche ihn am Berge Uhud! Er kämpfte dann gegen die Feinde bis er anschließend umkam. Sein Körper wies mehr als achtzig Wunden auf, die ihm die Schwerter, die Lanzen und die Pfeile des Feindes beigebracht hatten. Al-Rubai Bint An-Nadr, die seine Schwester und meine Tante väterlicherseits war, sagte: Ich konnte meinen Bruder nur anhand seiner Fingerspitzen identifizieren. Demnach wurde folgender Koranvers offenbart:
Unter den Gläubigen gibt es Männer, die das wahr gemacht haben, wozu sie sich Allah gegenüber verpflichteten. Unter ihnen gibt es manche, die ihr Gelübde erfüllt haben; und unter ihnen gibt es manche, die noch warten. Und sie haben keine Änderung vorgenommen;
Man glaubte, dass dieser Vers über ihn und über seine Gefährten offenbart wurde.
Abu Musa berichtete: Ein Beduine kam zum Propheten und sagte: O Gesandter Allahs! Es gibt Leute, die wegen Beute, andere wegen Ruf, während andere mit der Absicht kämpfen, Ansehen zu gewinnen. Welcher von denen kämpft dann auf dem Wege Allahs? Der Prophet sagte: Wer mit der Absicht kämpft, das Wort Allahs zu erhöhen, der kämpft auf dem Wege Allahs!
Umar Ibnal Khattab berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wahrlich, die Taten werden entsprechend dem Vorsatz bewertet, und jedem Menschen steht wahrlich das zu, was er beabsichtigt hat. Wer also seine Auswanderung um Allahs und Seines Gesandten willen unternimmt, dessen Auswanderung ist für Allah und Seinem Gesandten; wer aber seine Auswanderung des irdischen Lebens willen unternimmt, es zu erlangen, oder wegen einer Frau, sie zu heiraten, dessen Auswanderung ist für das, um dessentwegen er auswanderte.
Anas Ibn Malik berichtete: Immer wenn der Gesandte Allahs Umm Haraam Bint Milhan besuchte, reichte sie ihm etwas zu essen. Umm Haraam war vorher die Frau von Ubada Ibn-as-Samit. Eines Tages trat der Prophet bei ihr ein. Sie servierte ihm ein Gericht und rieb ihm den Kopf ab. Anschließend schlief der Gesandte Allahs ein. Als er wieder aufwachte, lachte er. Da fragte sie ihn: Warum lachst du, o Gesandter Allahs? Er sagte: Einige Leute aus meiner Gemeinde erschienen mir im Traum. Sie waren auf einem Feldzug für die Sache Allahs, inmitten dieses gewaltigen Meeres saßen sie wie Könige auf ihren Thronen.
Sie sagte: O Gesandter Allahs, rufe Allah für mich an, dass Er mich zu einer Teilnehmerin an diesem Feldzug macht! So rief er Allah für sie an und schlief wieder ein. Als er aufwachte, lachte er wieder. Sie fragte: Warum lachst du, o Gesandter Allahs? Er erwiderte: Einige Leute aus meiner Gemeinde erschienen mir im Traum als Kämpfer für die Sache Allahs. Und er erzählte dasselbe wie nach seinem ersten Traum. Sie sagte: O Gesandter Allahs, bitte doch Allah, dass Er mich zu einer Teilnehmerin an diesem Feldzug macht! Er entgegnete: Du wirst unter den ersten Glaubenskämpfern sein. Zur Zeit von Muawiya nahm Umm Haraam Bint Milhan an einem Feldzug teil, der zu Schiff unternommen war. Nachdem sie wieder ans Land gegangen war, stürzte sie von ihrem Reittier und starb.
Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Während ein Mann einen Weg entlang ging, sah er einen Dornzweig auf der Gehstrecke liegen; er räumte ihn aus dem Weg und für diese Tat dankte ihm Allah in der Weise, dass Er ihm dafür (seine Sünden) vergab. Die Märtyrer sind fünf: einer, der an einer Pest stirbt; einer, der durch eine Bauchverletzung stirbt; einer, der ertrinkt; einer, der unter dem Steinschutt umkommt und einer, der im Kampf auf dem Wege Allahs getötet wird.
Anas Ibn Malik berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Der Tod durch Pest ist ein Martyrium für jeden Muslim!
Al-Mughira berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Von meinen Anhängern wird es eine Gruppe geben, die siegreich über die Leute bleibt, bis über sie der Befehl Allahs kommt, während sie immer noch siegreich sind.
Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Das Reisen ist eine Qual! Es raubt einem den Schlaf und den Appetit auf Essen und Trinken. Wer den Zweck seiner Reise erreicht hat, sollte schleunigst nach Hause zurückkehren!
Anas Ibn Malik berichtete: Der Gesandte Allahs pflegte an die Tür bei seiner Familie nachts nicht zu klopfen. Er pflegte aber frühmorgens oder abends zu ihnen zu kommen.
