Das Buch der Almosensteuern (Zakah)

Dschabir berichtete: Ein Mann von Banu `Uzra versprach seinem Sklaven die Freiheit nach seinem Tod. Als der Gesandte Allahs davon erfuhr, fragte er: Hast du anderes Eigentum außer ihm? Er sagte: Nein! Dann sagte er: Wer kauft ihn (den Sklaven) von mir? Nu`aim Ibn `Abdullah Al-`Adawiy kaufte ihn für achthundert Dirham.

[Sahih Muslim, Kapitel 12]

Abu Sa`id Al-Khudriy berichtete: Der Prophet sagte: Euch obliegt kein Almosensteuer für Besitz, der weniger als 5 Wasaq beträgt. Das gilt auch für Besitz, der weniger als 5 Zauad oder als 5 Auqiya beträgt!

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Dem Muslim obliegt kein Almosen für seinen Sklaven oder sein Pferd.

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs beauftragte `Umar mit der Einsammlung des Almosens. Es wurde gesagt, daß Ibn Gamil, Khalid Ibnal Walid, und Al-`Abbas, Onkel des Gesandten Allahs ablehnten, das Almosen zu geben. Da sagte der Gesandte Allahs: Ibn Gamil lehnte ab, weil er arm war, und Allah machte ihn nun reich. Was Khalid betrifft, ihr tut ihm Unrecht an. Er vermachte seine Schilde und Ausrüstung auf dem Weg Allahs. In Bezug auf Al-`Abbas, werde ich das Almosen an Stelle von ihm doppelt geben. Dann sagte er: O `Umar, weißt du denn nicht, daß der Onkel eines Mannes genauso wie sein Vater ist?

Ibn `Umar berichtete: Der Gesandte Allahs machte Zakatu-l-Fitr im Verlauf des Fastenmonats Ramadan zur Pflicht, und zwar als eine Maßeinheit Datteln oder eine Maßeinheit Gerste, welche ausgegeben werden soll für jeden Menschen, sei dieser ein Freier oder ein Sklave, männlich oder weiblich von den Muslimen.

Abu Sa`id Al-Khudriy berichtete: Wir pflegten Zakatu-l-Fitr als ein Saa` Essen, ein Saa` Gerste, ein Saa` Datteln, ein Saa` Pulvermilch oder ein Saa` Rosinen zu entrichten.

Ibn `Umar berichtete: Der Gesandte Allahs gab die Anweisung, daß Zakatu-l-Fitr entrichtet werden soll, bevor sich die Menschen zum Festgebet begeben.

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Es gibt niemanden, der Gold oder Silber besitzt und dessen Anteil nicht entrichtet, ohne daß ihm Platten aus Feuer am Tag der Auferstehung gebreitet werden, die im Höllenfeuer erhitzt werden. Dann werden seine Seite, seine Stirn und sein Rücken mit ihnen (den Platten) gebrannt. Jedes Mal wenn sie kalt werden, werden sie wieder für ihn erhitzt. All dies wird an einem Tag geschehen, dessen Ausmaß fünfzigtausend Jahre beträgt, bis es zwischen den Dienern entschieden wird.

Danach sieht er seinen Weg entweder zum Paradies oder zur Hölle. Da wurde ihm gesagt: O Gesandter Allahs, und was ist der Fall mit den Kamelen? Er sagte: Jeder, der Kamele besitzt und ihren Anteil nicht gibt – Dazu gehört, daß man etwas Milch am Tag ihres Tränkens spenden soll – wird am Tag der Auferstehung zu einem Boden, der am weitesten ist, geworfen. All seine Kamele – Nicht ein einziger Sohn der Kamelen wird nicht da – werden ihn mit ihren Hufen betreten und mit ihren Mündern beißen.

Jedes Mal wenn der erste von ihnen an ihm vorbeigeht, wird der letzte wieder zu ihm an einem Tag geführt, dessen Ausmaß fünfzigtausend Jahre beträgt, bis es zwischen den Dienern entschieden wird. Danach sieht er seinen Weg entweder zum Paradies oder zur Hölle.

Es wurde dann gesagt: O Gesandter Allahs, was ist denn der Fall mit Kühen und Schafen?

Da sagte er: Jeder, der Kühe oder Schafe besitzt und ihren Anteil nicht gibt, wird am Tag der Auferstehung zu einem Boden, der am weitesten ist, geworfen. Unter diesen gibt es keine Schafe, die krummes Horn, kein Horn oder gespaltetes Ohr haben. Sie alle werden ihn mit ihren Hörnern stoßen und mit ihren Hufen betreten. Jedes Mal wenn der erste von ihnen an ihm vorbeigeht, wird der letzte wieder zu ihm an einem Tag geführt, dessen Ausmaß fünfzigtausend Jahre beträgt, bis es zwischen den Dienern entschieden wird. Danach sieht er seinen Weg entweder zum Paradies oder zur Hölle.

Da wurde ihm gesagt: O Gesandter Allahs, was ist der Fall mit Pferden?

Er sagte: Pferde sind in drei Gruppen eingeteilt: Sie können für ihren Besitzer eine Bürde oder eine Sicherheit sein, oder sie können ihm Lohn einbringen. Der Mann, dessen Pferde für ihn eine Bürde sind, hält sie sich aus Gründen der Wichtigtuerei, des Stolzes und der Feindschaft gegen die Muslime. So werden sie für ihn eine Bürde sein. Der Mann, dessen Pferde für ihn eine Sicherung sind, hält sie auf dem Weg Allahs, vergisst nicht, seinen Pflichten gegenüber Allah nachzukommen und überanstrengt sie nicht. So sind sie für ihn eine Sicherung.

Der Mann, dessen Pferde ihm Lohn einbringen werden, hält sich diese Tiere um der Sache Allahs willen für die Muslime. Er bindet sie auf der Weide oder im Garten an, daß sie fressen können, und alles, was sie von dieser Weide oder diesem Garten fressen, wird dem Besitzer als gute Taten angerechnet. Auch werden ihm ihr Dung und ihr Mist als gute Taten angerechnet.

Und wenn die Pferde ihren Strick zerreißen und über ein oder zwei Anhöhen hinweggaloppieren, so werden ihre Spuren und ihr Dung dem Pferdehalter als gute Taten angerechnet. Und wenn sie von ihrem Besitzer zu einem Fluss geführt werden, und er sie trinken lässt, wird auch das ihm zugute geschrieben.

Ihm wurde schließlich gefragt: O Gesandter Allahs, was ist denn der Fall mit Eseln?

Er erwiderte: Über Eseln wurde mir nichts offenbart, mit Ausnahme des folgenden, allgemeingültigen Koranverses: Wer Gutes im Gewicht eines Stäubchens getan hat, wird es am Tag des Gerichts zu sehen bekommen, und wer Böses im Gewicht eines Stäubchens getan hat, wird es ebenfalls sehen! [Quran 99:7]

Abu Zarr berichtete: Ich ging zum Propheten während er im Schatten der Ka`ba saß. Als er mich sah, sagte er: Sie sind die größten Verlierer, bei Dem Herrn der Ka`ba! Ich kam und saß. Es dauerte aber nicht lange, als ich wieder aufstand. Da sagte ich: O Gesandter Allahs, möge mein Vater und meine Mutter für dich Opfer sein! Wer sind sie? Er sagte: Sie (die Verlierer) sind diejenigen, die mehr Geld haben, außer Soundso, der nach vorne, nach hinten, nach rechts und von links (spendet). Solche Leute sind aber wenig.

Besitzt jemand Kamele, Kühe oder Schafe und entrichtet dafür keine Almosensteuer, dann werden diese am Tag der Auferstehung am größten und am fettesten kommen, ihn mit ihren Hörnern stießen und mit ihren Hufen betreten. Jedes Mal der letzte von ihnen an ihm vorbeigeht, wird der erste wieder zu ihm geführt, bis es zwischen den Leuten entschieden wird.

Abu Huraira berichtete: Der Prophet sagte: Wenn ich einen Berg Goldes von der Größe des (Bergs) Uhud hätte, so möchte ich davon doch keinen Dinar länger als drei Tage lang behalten, mit Ausnahme eines Dinars, den ich zur Begleichung meiner Schulden brauche!

Der Hadith von Abu Zarr: Al-Ahnaf Ibn Qais sagte: Als ich in Madina in einem Kreis von den Würdenträgern von Quraisch saß, kam ein Mann, der raues Gewand, grobes Gesicht und grobe Haut hatte. Er stand vor ihnen und sagte: Verkündige denjenigen, die Geld horten und es nicht für Allahs Weg verwenden, daß ein im Höllenfeuer erhitzter Stein auf ihre Brustwarze gestellt wird, bis er aus den Knorpeln ihrer Schultern herauskommt; und daß er auf den Knorpeln ihrer Schultern gestellt wird, bis er aus ihrer Brustwarze herauskommt, usw.

Die Leute wandten sich mit ihren Köpfen von ihm ab und gaben keine Antwort. Er kehrte (ihnen) dann den Rücken, und ich folgte ihm. Schließlich saß er an einer Säule. Ich sagte: Ich sah, daß diese Leute doch alles verabscheuten, was du zu ihnen gesagt hast. Da sagte er: Diese haben keinen Verstand. Mein Freund Abu-l-Qasim (der Gesandte) bat mich einmal, zu ihm zu kommen, und ich kam.

Da sagte er: Siehst du (den Berg von) Uhud? Ich sah die Sonne über mir und glaubte, daß er mich mit etwas für ihn beauftragen will. So sagte ich: Ja, ich sehe ihn. Da sagte er: Wenn ich einen Berg Goldes von der Größe dieses hätte, so wäre ich nicht zufrieden, wenn ich davon nur drei Dinar bei mir behalten. Und diese kümmern sich nur darum, daß sie Reichtum im Diesseits anzuhäufen, sie verstehen nichts.

Ich sagte: Was ist los mit dir und deinen Brüdern von Quraisch? Warum bestellst du nichts von ihnen und nimmst auch nichts von ihnen? Er sagte dann: Nein! Bei deinem Gott, ich bestelle von ihnen nichts, was das Diesseits betrifft. Auch frage ich sie nach nichts, was die Religion betrifft, bis ich Allah und seinem Gesandten begegne.

Abu Huraira berichtete: Der Prophet erzählte, daß Allah sagte: O Sohn Adams, spende, damit Ich für dich spende! Auch sagte er: Die rechte Hand Allahs ist gefüllt. Ibn Numair sagte: Sieist Tag und Nacht gefüllt und großzügig, daß nichts verringern kann.

Dschabir berichtete: Ein Mann von Banu `Uzra versprach seinem Sklaven die Freiheit nach seinem Tod. Als der Gesandte Allahs davon erfuhr, fragte er: Hast du anderes Eigentum außer ihm? Er sagte: Nein! Dann sagte er: Wer kauft ihn (den Sklaven) von mir? Nu`aim Ibn `Abdullah Al-`Adawiy kaufte ihn für achthundert Dirham.

Der Gesandte Allahs gab dann ihm das Geld und sagte: Beginne mit dir selbst und gib dir Almosen! Wenn es Überschuss besteht, dann gib ihn deinen Angehörigen! Wenn etwas bei deinen Angehörigen reichlicher als nötig gibt, dann gib es deinen Verwandten! Das Gleiche gilt für deine Verwandten, usw. Dann sagte er: (Gib aus) nach vorne, nach rechts und nach links!

Anas Ibn Malik berichtete: Abu Talha war der reichste unter den Ansar in Madina. Seinen Garten Bairaha, der direkt gegenüber der Moschee lag, mochte er am liebsten von all seinen Besitzungen. Der Gesandte Allahs pflegte seinen Garten zu besuchen und dessen süßen Wasser zu trinken.

Als der Koranvers: Ihr werdet das Gütigsein (Frömmigkeit) nicht erlangen, ehe ihr nicht von dem spendet, was ihr liebt. [Quran 3:92] offenbart wurde, ging Abu Talha zum Gesandten Allahs und sagte: Allah sagt in seinem Buch: Ihr werdet das Gütigsein nicht erlangen, ehe ihr nicht von dem spendet, was ihr liebt… und der Besitz, den ich am meisten liebe, ist Bairaha. Daher biete ich ihn als Almosen für Allah, an und erhoffe nur Gutes und Belohnung von Ihm. O Gesandter Allahs, du magst darüber verfügen, wie Allah dich leitet.

Der Gesandte Allahs sagte: Nun, dies ist ein sehr ertragreicher Besitz, dies ist ein sehr ertragreicher Besitz. Ich habe gehört, was du gesagt hast, und ich meine, du solltest ihn unter deinen Verwandten aufteilen. So teilte Abu Talha jenen Palmenhain unter seinen Verwandten und den Nachkommen seines Onkels väterlicherseits auf.

Der Hadith von Maimuna Bint Al-Harith: Kuraib berichtete: Maumuna ließ zur Zeit des Gesandten Allahs eine Sklavin frei. Als sie es dem Gesandten Allahs mitteilte, sagte er: Hättest du sie deinen Onkeln mütterlicherseits gegeben, dann wäre dein Lohn gewaltiger gewesen.

Zainab, berichtete: Als der Gesandte Allahs sagte: Ihr Frauen! Gebt Almosen, auch wenn es von eurem Schmuck sein sollte!, ging ich zu (meinem Mann) `Abdullah und sagte zu ihm: Du bist ein armer und bedürftiger Mensch, und der Gesandte Allahs hat uns aufgetragen, Almosen zu geben. So gehe zu ihm und frage ihn, ob es als Almosen zählt, wenn ich dir etwas gebe, sonst kann ich es auch jemand anderem geben. `Abdullah sagte: Du solltest selbst gehen und ihn fragen.

So ging Ich zu ihm und fand schon eine Frau von den Ansar an der Tür des Gesandten Allahs die aus dem gleichen Grund wie ich gekommen war. Aber wir zögerten hineinzugehen, wegen der Würde und Hoheit des Propheten.

Unterdessen kam Bilal heraus, und wir sagten zu ihm: Bitte geh zu Allahs Gesandten und sag ihm, daß zwei Frauen gekommen sind und wissen wollen, ob es als Almosen zählt, wenn sie ihren Ehemännern spenden, und für die Waisen, die unter ihrer Obhut stehen, aber erzähle ihm nicht, wer wir sind.

Bilal ging zum Propheten und legte ihm unseren Fall dar. Der Gesandte Allahs fragte: Wer sind sie? Bilal sagte: Eine ist von den Ansar und die andere ist Zainab. Er fragte: Welche Zainab ist es? Er antwortete: Die Frau von Abdullah. Der Gesandte Allahs sagte: Sie werden zweifachen Lohn erhalten: einmal für die Verwandtschaft und einmal für das Almosen.

Umm Salama, berichtete: Ich sagte: O Gesandter Allahs, steht mir der Lohn (Allahs) zu, wenn ich die Kinder des Abu Salama versorge? Sie können nicht unversorgt gelassen werden oder hin- und herlaufen. Sie sind doch schließlich meine Kinder? Er sagte: Ja, du hast den Lohn für jede Ausgabe, die du für sie gemacht hast.

Abu Mas`ud Al-Badriy berichtete: Der Prophet sagte: Wenn der Mensch aufrichtig etwas für seine Familie ausgibt, in der Hoffnung auf die Vergeltung Allahs, so wird ihm dies zu seinen Gunsten als Almosen angerechnet.

Asma´, berichtete: Ich sagte: O Gesandter Allahs, meine Mutter kam zu mir und trachtet dabei nach meinem Wohlwollen. Soll ich ihr entgegenkommen, damit ich die Verwandtschaftsbindung zu ihr pflege? Er sagte: Ja!

`A´ischa, berichtete: Ein Mann kam zum Propheten und sagte: O Gesandter Allahs, meine Mutter starb plötzlich und machte kein Testament. Ich glaube, wäre sie zu sprechen fähig gewesen, da hätte sie Almosen gegeben. Wird sie belohnt, wenn ich für sie die Almosen gebe? Da sagte er: Ja!

Abu Musa berichtete: Der Prophet sagte: Einem jeden Muslim obliegt die Abgabe eines Almosens. Es wurde gesagt: Und wie wenn man nichts hat? Er sagte: Er soll mit seinen Händen arbeiten und etwas verdienen, von dem er für sich selbst Nutzen hat und ein Almosen gibt! (Die Leute) fragten: Und wie wenn man keine Arbeit findet? Er antwortete: Er soll dann einem Behinderten in seiner Not helfen! Es wurde gesagt: Und wie wenn man es nicht tun kann? Er antwortete: Er soll dann das gebieten, was Rechtens ist, oder zum Guten einladen. Es wurde dann gefragt: Und wie wenn man es nicht tut? Da sagte er: Er soll dann sich vom Übel fernhalten; denn dies ist von ihm ein Almosen.

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Jedem Menschen obliegt ein Almosen für jedes Glied seines Körpers an jedem Tag: Zwischen zwei gerecht zu urteilen ist ein Almosen. Einem Mann mit seinem Reittier in der Weise zu helfen, ihn hinauf zu heben oder dessen Sachen hinauf zu laden, ist ein Almosen. Auch ein gutes Wort ist ein Almosen. Und jeder Schritt, den er zum Gebet macht, ist ein Almosen; das Übel von dem Weg zu beseitigen, ist ein Almosen.

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Es beginnt kein Tag, den die Menschen am Morgen empfangen, ohne dass zwei Engel herabgesandt werden, indem der eine von den beiden sagt: O Allah unser Gott, gib dem Geizigen Verderb! Und der andere sagt: O Allah unser Gott, gib den Freigebigen einen Ersatz!

Haritha Ibn Wahb berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Gebt Almosen; denn es wird eine Zeit kommen, in der der Mensch mit seinem Almosen umhergeht, und wenn er es einem anderen anbietet, wird dieser sagen: Wärst du gestern damit gekommen, hätte ich es von dir angenommen; heute aber habe ich es nicht mehr nötig. So wird der Mann keinen finden, der sein Almosen annimmt.

Abu Musa berichtete: Der Prophet sagte: Es wird bestimmt auf die Menschen eine Zeit zukommen, in der der eine mit seiner Spende aus Gold umhergeht und keinen findet, der diese von ihm annimmt; und es wird gesehen, dass dem einen Mann von vierzig Frauen gefolgt wird, die Schutz bei ihm suchen, und zwar wegen der geringen Zahl der Männer und der Vielzahl der Frauen.

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Die Stunde wird nicht eintreffen, bis sich die Reichtümer so vermehrt haben, dass sie im Überfluss vorhanden sind, und dass der Mensch mit seiner Almosensteuer umhergeht und zu dessen Abgabe keine Empfänger findet, und auch bis das Land der Araber wieder zu Wiesen und Flüssen wird.

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wenn jemand ein Almosen aus einem erlaubten Weg gibt – und Allah akzeptiert nichts anders als das Erlaubte -, dann nimmt es der Allerbarmer mit Seiner rechten Hand, auch wenn es eine Dattel ist. Dann wird es in der Hand des Allerbarmers großgezogen, bis es größer als ein Berg wird, genauso wie der eine von euch, der sein Füllen großzieht.

`Adiy Ibn Hatim berichtete: Ich hörte den Propheten sagen: Wer von euch die Strafe des Höllenfeuers vorbeugen kann, der soll es tun, auch dann, wenn es durch eine halbe Dattel (als Almosen) wäre.

Abu Mas`ud berichtete: Als uns befohlen wurde, Almosen zu geben, arbeiten wir als Lastenträger, damit wir etwas spenden können. Abu `Aqil gab Almosen für ein halbes Saa`. Und dann kam ein anderer Mensch und gab mehr. Da sagten die Heuchler: Allah ist doch nicht auf das Almosen jenes Mannes angewiesen. Außerdem hat der andere dies nur gemacht, um von den Menschen gesehen zu werden. Dann wurde der folgende Koranvers offenbart: Diejenigen, die da jene Gläubigen schelten, die freiwillig Almosen geben, wie auch jene, die nichts finden als ihre eigene Leistung. [Quran 9:79]

Abu Huraira berichtete: Der Prophet sagte: Wenn ein Mann einer Familie eine Kamelstute schenkt, die am frühen Morgen und am Abend Milch gibt, die einen Trinknapf füllt, dann ist der Lohn gewaltig.

Abu Huraira berichtete: Der Prophet verbot bestimmte Dinge und erwähnte solche Dinge. Dann sagte er: Wenn jemand ein säugendes Reittier schenkt, bringt dies am frühen Morgen und am Abend ein Almosen durch die Milch, die es am Morgen und am Abend gibt.

Abu Huraira berichtete: Der Prophet sagte: Das Gleichnis eines Geizhalses und eines freigebigen Menschen ist wie das zweier Männer, die mit einem Harnisch, der ihnen von der Brust an bis zum Hals reicht, umgürtet sind. Jedes Mal, wenn der freigebige Mensch etwas spendet, weitet sich der Harnisch und bedeckt seinen Körper, bis er bis seine Fingerspitzen bedeckt und auf den Boden herunterhängt und seine Spuren verwischt. Und jedes Mal, wenn der Geizige beschließt, nichts Fortzugeben, umschließt sich jedes Glied seines Harnischs seinen Körper fester, und er versucht, ihn zu lösen, doch es gelingt ihm nicht.

Abu Huraira berichtete: Der Prophet sagte: Ein Mann sagte: Heute Abend gebe ich doch ein Almosen. Er nahm das Almosen mit und ging aus. Dann gab er es einer Hure. Am Morgen sagten (die Leute): Gestern Abend wurde einer Hure ein Almosen gegeben. Da sagte er: O Allah mein Gott, Dein ist alles Lob, auch wenn es für eine Hure ist. Ich gebe doch ein Almosen. Er nahm das Almosen mit und ging aus. Dann gab er es einem Reichen. Am Morgen sagten die Leute: Gestern Abend wurde einem Reichen ein Almosen gegeben.

Da sagte er: O Allah mein Gott, Dein ist alles Lob, auch wenn es für einen Reichen ist. Ich gebe doch ein anderes Almosen. Er nahm das Almosen mit und ging aus. Dann gab er es einem Dieb. Am Morgen sagten die Leute: Gestern Abend wurde einem Dieb ein Almosen gegeben. Da sagte er: O Allah, Dein ist alles Lob, dass ich einer Hure, einem Reichen und einem Dieb Almosen gab. Da kamen (die Engel) zu ihm, und ihm wurde gesagt: Dein Almosen wurde angenommen. Was die Hure betrifft, vielleicht enthält sie sich damit der Hurerei. Vielleicht der Reiche lässt sich ermahnen und spendet aus dem, was Allah ihm gegeben hat. In Bezug auf den Dieb, vielleicht enthält er sich damit des Diebstahles.

Abu Musa berichtete: Der Prophet sagte: Der muslimische, vertrauenswürdige Schatzmeister, der gänzlich, vollständig, und großmütig überreicht – oder vielleicht sagte er: übergebt, ist einer der Mildtätigen.

`A´ischa, berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wenn eine Frau von dem Essen ihres Hauses spendet, ohne jedoch damit eine Not hervorzurufen, so erhält sie für ihre Spende ihren Lohn, und ihrem Mann steht ein Lohn für das zu, was er vorausschickte; und für den Lagerverwalter genauso. Nichts verringern die einen von dem Lohn der anderen.

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Eine Frau darf nicht fasten, während ihr Mann anwesend ist, es sei denn mit seiner Erlaubnis. Ferner darf sie keinem den Eintritt in seine Wohnung gewähren, während er anwesend ist, es sei denn mit seiner Erlaubnis. Und was sie immer ohne seine Erlaubnis an Spende aus seinem Geld leistet, so wird ihm die Hälfte des Lohnes zuteil sein.

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wer von gleicher Sache auf dem Weg Allahs zweimal spendet, dem wird im Paradies zugerufen:

O Diener Allahs, das war gut! Wer einst zu den Betenden gehörte, der wird zum Eintreten durch das Tor des Gebets ausgerufen.

Und wer einst zu den Leuten des heiligen Kampfes gehörte, der wird zum Eintreten durch das Tor des heiligen Kampfes ausgerufen.

Und wer zu den Spendenden gehörte, der wird zum Eintreten durch das Tor des Almosens ausgerufen.

Und wer zu den Fastenden gehörte, der wird zum Eintreten durch das Ar-Rayyan-Tor ausgerufen.

Abu Bakr As-Siddiq sagte: O Gesandter Allahs! Es ist einhellig für denjenigen, der zum Eintreten durch ein dieser Tore ausgerufen wird. Wird es auch einige geben, die zum Eintreten durch alle diese Tore ausgerufen werden? Der Gesandte Allahs antwortete: Ja! Und ich hoffe, dass du zu ihnen gehören wirst!

Asma´ Bint Abu Bakr, berichtete: Der Gesandte Allahs sagte zu mir: Spende, gib, oder beschenke! Zähle nicht, was du spendest, damit Allah dir die Sache nicht erschwert.

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs pflegte folgendes zu sagen: Ihr muslimische Frauen! Keine Nachbarin soll es für gering halten, was sie ihrer Nachbarin schenken will, auch wenn es der Fuß eines Schafes ist.

Abu Huraira berichtete: Der Prophet sagte: Sieben genießen den Schutzschatten Allahs (am jüngsten Tag), wenn es keinen Schatten gibt außer Seinem Schutzschatten: Diese sind: Ein gerechter Herrscher; ein junger Mann, der seine Jugend mit Anbetung und Dienst für Allah, den Allmächtigen und Erhabenen, verbrachte; der, dessen Herz ständig mit der Moschee verbunden ist; zwei Personen, die einander um Allahs willen lieben – sie haben sich zusammengetan um Seinetwillen und trennten sich um Seinetwillen; jemand, der von einer bezaubernden und hübschen Frau zur Sünde eingeladen wird, es aber verweigert, indem er sagte, er fürchte Allah; einer, der Almosen gibt, ohne viel Aufsehen zu machen, so dass seine linke Hand nicht weiß, was seine rechte Hand gegeben hat; und einer, der sich Allahs erinnert in Einsamkeit, so sehr, dass seine Augen überfließen.

Abu Huraira berichtete: Ein Mann kam zum Gesandten Allahs und sagte: O Gesandter Allahs, welches Almosen ist am besten? Er antwortete: Dass du Almosen gibst, während du noch gesund bist und auf deinen Besitz beharrst, die Armut fürchtest und den Reichtum erhoffst, und dass du nicht solange abwartest, bis die Seele kurz vor dem Verlassen des Körpers im Halse steckt und du nunmehr sagst: für den Soundso soviel und für den Soundso soviel, und in der Tat war das Almosen nun dem Soundso (den Erben) zuteil gewesen.

`Abdullah Ibn `Umar berichtete: Der Gesandte Allahs hielt eine Sprache auf der Kanzel und erwähnte das Almosen und Zurückhaltung vom Betteln; er sagte: Die obere Hand ist besser als die untere Hand; denn die obere Hand ist die Spendende und die untere Hand ist die Bettelnde.

Hakim Ibn Hizam berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Das beste Almosen ist das, was man nach Befriedigung seiner Bedürfnisse gibt; und die obere Hand ist besser als die untere Hand. Beginne mit demjenigen, den du unterhältst.

Mu`awiya berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Wahrlich, ich bin wie ein Schatzmeister. Wenn ich jemandem gern gebe, dann wird es für ihn gesegnet. Wenn ich aber jemandem auf Bitte und Begierde gebe, dann ist er demjenigen ähnlich, der ißt, aber sich nicht sättigt.

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Arm ist nicht derjenige, der bei den Menschen die Runde macht und mit einem oder zwei Stück Brot, oder mit einer Dattel oder mit zwei Datteln fortgeschickt wird. Sie fragten: Wer ist denn der Arme, o Gesandter Allahs? Er sagte: Arm ist vielmehr derjenige, der keinen Ausweg findet, um sich von der Not zu erlösen; er ist derjenige, auf den keiner aufmerksam sein wird, um ihn ein Almosen zu geben; er ist aber auch nicht derjenige, der die anderen anbettelt.

`Abdullah Ibn `Umar berichtete: Der Prophet sagte: Einer von euch hört nicht auf zu betteln, bis er Allah begegnen und kein Fleischfetzchen in seinem Gesicht haben wird.

Abu Huraira berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs, sagen: Derjenige von euch, der am frühen Morgen geht, Brennholz sammelt und es auf seinem Rücken trägt, dann gibt Almosen und damit die Leute nicht nötig hat, ist besser als derjenige, der einen Mann bettelt, der ihm entweder gibt oder nicht gibt. Die obere Hand ist immer besser als die untere Hand. Beginne mit demjenigen, den du unterhältst.

`Umar Ibn Al-Khattab berichtete: Wenn mir der Gesandte Allahs etwas gab, pflegte ich zu ihm zu sagen: Gib es demjenigen, der es nötiger hat als ich! Einmal gab er mir Geld. Da sagte ich: Gib es demjenigen, der es nötiger hat als ich! Der Gesandte Allahs aber sagte: Nimm es! Wenn dir etwas von diesem angeboten wird, ohne dass du darum gefragt oder gebettelt hast, so nimm es. Wenn aber dies nicht der Fall ist, so erniedrige dich nicht dafür.

Abu Huraira berichtete: Der Prophet sagte: Das Herz eines alten Mannes bleibt jung mit zwei Dingen: Mit der Liebe zu Habe und Gut und mit der Liebe zum langen Leben.

Anas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Das Alter des Sohnes Adams schreitet vor, und mit ihm schreiten ebenfalls zwei Ding vor: Das Verlangen nach Hab und Gut und das Verlangen nach langem Leben.

Anas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wenn der Sohn Adams zwei Täler voll Geld hätte, würde er sich ein drittes wünschen. Und nichts kann den Bauch des Sohnes Adams füllen außer Sand; und Allah wendet Sich demjenigen mit Vergebung gnädig zu, der sich reumütig von seinen Schlechtigkeiten fernhält.

Ibn `Abbas berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Wenn dem Sohn Adams ein Tal voll Geld gehört, hätte er gern ein zweites dazu gehabt. Und nichts kann die Seele des Sohnes Adams füllen außer Sand; und Allah wendet Sich demjenigen mit Vergebung gnädig zu, der sich reumütig von seinen Schlechtigkeiten fernhält.

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Das Reichsein versteht sich nicht als der Besitz von vielen Gütern, vielmehr besteht das Reichsein aus der Tugend der Genügsamkeit, die sich der Mensch zu Eigen macht.

Abu Sa`id Al-Khudriy berichtete: Der Gesandte Allahs stand auf und hielt eine Predigt vor den Leuten, in der er sagte: Bei Allah! Ich fürchte für euch, Leute, nichts anders als das, was Allah euch von dem Schmuck des Diesseits gibt. Da sagte ein Mann: O Gesandter Allahs, kann das Gute das Böse bringen? Der Gesandte Allahs schwieg eine Weile. Dann fragte er: Was hast du gesagt? Er sagte: Ich sagte: O Gesandter Allahs, kann das Gute das Böse bringen?

Da sagte der Gesandte Allahs: Das Gute bringt nichts anders als das Gute. Von dem, was der Frühling sprießen lässt, gibt es Pflanzen, die denjenigen, der sich an ihnen überisst, entweder zum Tode bringen oder ihn dem Tod nahe kommen lassen. Das befällt alle außer einem Pflanzenfresser, der isst, bis er satt wird. Dann wendet er sich zur Sonne hin, entleert einfach den Darm, uriniert, kaut wieder und dann isst wieder. Wer also Geld nimmt, auf das er ein Recht hat, dann wird es für ihn gesegnet. Wer aber Geld nimmt, ohne dass er darauf ein Recht hat, der ist demjenigen ähnlich, der isst, aber sich nicht sättigt.

Abu Sa`id Al-Khudriy berichtete: Einige Leute von den Ansar bettelten den Gesandten Allahs an, und er gab ihnen. Sie bettelten ihn abermals an und er gab ihnen weiter, bis alles ausging, was er besaß; dann sagte er zu ihnen: Wenn ich etwas an Gütern besäße, so würde ich es euch nie vorenthalten. Und wer immer sich genügsam verhält, dem gibt Allah reichlich. Wer sich geduldig verhält, dem gibt Allah die Kraft dazu. Keinem wird etwas Besseres und Reichliches gegeben als die Geduld.

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: O Allah mein Gott, beschere der Familie Muhammads Nahrung.

Anas Ibn Malik berichtete: Ich war mit dem Gesandten Allahs unterwegs. Er war mit einer Burda aus Nahgran, die einen breiten, kräftigen Saum hatte, bekleidet. Ein Beduine trat an ihn heran und zerrte an seinem Gewand. Sein Reißen war so kräftig, dass der Saum der Burda Spuren an der Schulter des Gesandten Allahs hinterließ. Der Beduine rief: O Muhammad, gib mir etwas vom Eigentum Allahs, das bei dir ist! Der Gesandte Allahs wandte sich ihm zu. Darauf lächelte er und befahl, ihm etwas zu geben.

Al-Miswar Ibn Makhrama berichtete: Der Gesandte Allahs verteilte einige Obergewänder und gab Makhrama nichts. Da sagte Makhrama: O mein Sohn, gehe mit uns eilend zum Gesandten Allahs! Ich ging mit ihm weg. Da sagte er: Tritt ein und lass ihn zu mir herauskommen! Ich ließ ihn dann zu ihm kommen. Er kam heraus. Dabei trug er eines der Gewänder. Er sagte: Ich versteckte dieses für dich. Er blickte nach ihm und sagte: Makhrama ist zufrieden.

Anas Ibn Malik berichtete: Als Allah seinem Gesandten am Tag (der Schlacht) Hunain von dem Besitz Hawazin als Beute gab, und der Gesandte Allahs einigen Männern von Quraish hundert Kamele zu geben begann, sagten einige Leute von den Ansar: Allah möge dem Gesandten Allahs vergeben! Er gibt Quraish und lässt uns, während ihr Blut aus unseren Schwertern noch tröpfelt.

Als dem Gesandten Allahs ihr Ausspruch mitgeteilt wurde, ließ er die Ansar zu sich kommen und sammelte sie in einem Zelt aus gegerbtem Leder. Als sie sich sammelten, kam der Gesandte Allahs zu ihnen und sagte: Was für einen Ausspruch ist das, was mir mitgeteilt wurde!

Da sagten die Gelehrten der Ansar zu ihm: O Gesandter Allahs, die einsichtigen Leute von uns sagten nichts. Die jüngeren Leute von uns sagten aber: Allah möge Seinem Gesandten vergeben! Er gibt Quraish und lässt uns, während ihr Blut aus unseren Schwertern noch tröpfelt. Da sagte der Gesandte Allahs: Ich gebe Männern, die seit nicht langem ungläubig waren, in der Hoffnung, dass diese Leute für die Sache des Islam gewonnen werden.

Seid ihr denn nicht damit zufrieden, wenn die Leute mit dem Reichtum zurückkehren, und ihr zu euren Häusern mit dem Gesandten Allahs zurückkehrt? Bei Allah, was ihr bei eurer Rückkehr mitbringt, ist besser als das, was sie bei ihrer Rückkehr mitbringen. Sie sagten: Doch, Gesandter Allahs! Wir sind zufrieden. Er sagte dann: Ihr werdet (nach meinem Tod) starke Bevorzugung finden. Übt Geduld, bis ihr Allah und seinem Gesandten begegnen! Ich werde am Becken stehen. Da sagten sie: Wir werden geduldig ausharren.

`Abdullah Ibn Zaid berichtete: Als der Gesandte Allahs Hunain eroberte, verteilte er die Beute und gab denjenigen davon, deren Herzen gewonnen werden sollen. Ihm wurde dann mitgeteilt, dass die Ansar wünschen, etwas davon, was diese Leute bekamen, zu sich zu nehmen. Da stand der Gesandte Allahs auf und hielt eine Predigt vor ihnen.

Er pries Allah und lobte Ihn. Dann sagte er: Ihr Ansar! Habe ich euch nicht auf dem Irrweg gefunden, und Allah hat euch dann durch mich rechtgeleitet? Habe ich euch nicht arm gefunden, und Allah hat euch durch mich reich gemacht? Habe ich euch nicht gespaltet gefunden, und Allah hat euch durch mich vereinigt?

Und sie (die Ansar) sagten: Allah und sein Gesandter sind wohlwollender. Antwortet ihr mir denn nicht? Sie sagten: Allah und sein Gesandter sind wohlwollender. Da sagte er: Ihr sagtet soundso, als soundso geschah. – und er erwähnte einige Sachen, die `Amr in der Erinnerung nicht behielt- Seid ihr denn nicht zufrieden, wenn die Leute mit den Schafen und Kamelen gehen, und ihr mit dem Gesandten Allahs zu euren Häusern zurückkehrt?

Die Ansar sind die Untergewänder, d.h. sie sind mir zu nahe, und die Leute sind die Obergewänder. Hätte es keine Auswanderung gegeben, da wäre ich einer von den Ansar gewesen. Wenn die Leute durch ein Tal oder auf einen Bergpfad ziehen, dann entscheide ich mich, durch das Tal oder auf den Bergpfad der Ansar zu ziehen. Ihr werdet nach meinem Tod Bevorzugung finden. Übt also Geduld, bis ihr mir am Becken begegnet!

`Abdullah Ibn Mas`ud berichtete: Am Tag (der Schlacht) von Hunain bevorzugte der Gesandte Allahs einige Leute (bei der Verteilung (der Beute). Er gab Al-Aqra` Ibn Habis hundert Kamele und `Uyayna dasselbe. An jenem Tage gab er einigen Leuten von den adligen der Araber und bevorzugte sie bei der Verteilung der Beute.

Da sagte ein Mann: Bei Allah, dieser Verteilung fehlt die Gerechtigkeit, und sie ist nicht aus dem Verlangen nach dem Angesicht Allahs. Ich sagte: Bei Allah, ich sage das doch zum Gesandten Allahs. Ich kam dann zu ihm und erzählte ihm, was er sagte. Da lief sein Gesicht rot wie Blut (vor Zorn) an und er sagte: Wer sonst handelt gerecht, wenn Allah und sein Gesandter nicht gerecht handeln würden? Er sagte dann: Allah möge sich Moses erbarmen! Er erlitt mehr als ich und trotzdem harrte er geduldig aus. Da sagte ich: Sicherlich werde ich ihm nachher nichts übermitteln.

Dschabir Ibn `Abdullah berichtete: Ein Mann kam zum Gesandten Allahs in Al-Gi`rana bei seinem Rückkehr von Hunain. In dem Gewand Bilals gab es damals Silber, aus dem der Gesandte Allahs entnahm und den Leuten gab. Da sagte er: O Muhammad, sei gerecht!

Er sagte: Wehe dir! Wer sonst soll gerecht sein, wenn ich nicht gerecht wäre? Du bist aber der Scheiternde und der Verlierer, wenn du meinst, dass ich nicht gerecht handle. `Umar Ibnal Khattab sagte: O Gesandter Allahs, lass mich diesen Heuchler töten!

Da sagte er: Allah behüte, dass die Leute sagen, dass ich meine Gefährten töte. Wenn dieser und seine Gefährten den Koran rezitieren, dann überschreitet er ihre Kehlköpfe nicht, und sie dringen (durch den Islam) durch, genauso wie der Pfeil, der durch das geschossene Tier durchdringt. (d.h. sie fallen vom Glauben ab.)

Abu Sa`id Al-Khudriy berichtete: Als `Ali in Jemen war, schickte er dem Gesandten Allahs ein goldenes Stück, das mit Staub legiert war. Der Gesandte Allahs verteilte es unter vier Scharen: Al-Aqra` Ibn Habis Al-Hanzaliy, `Uyayna Ibn Badr Al-Fazariy, `Alqama Ibn `Ulatha Al-`Ameriy, einem von Banu Kilaab, Zaidu-l-Khair At-Ta´iy und einem von Banu Nabhan. Quraish ärgerte sich darüber und sagte: Warum gibst du den adligen von Nagd und lässt uns? Da sagte der Gesandte Allahs: Ich habe es nur in der Hoffnung gemacht, dass ihre Herzen zusammengefügt werden.

Ein Mann, der einen dichten Bart, dichte Wangen, tief liegende Augen, hohe Stirn und geschorenen Kopf hat, kam und sagte: O Muhammad, Fürchte Allah! Da sagte der Gesandte Allahs: Wer sonst gehorcht Allah, wenn ich Ihm nicht gehorche? Vertraut Er mir die Bewohner der Erde an, während ihr mir nicht anvertraut? Als der Mann den Rücken kehrte, bat ein Mann aus den Leuten, der wohl Khalid Ibn Al-Walid war, (den Propheten) um die Erlaubnis, diesen zu töten.

Da sagte der Gesandte Allahs: Aus der Nachkommenschaft dieses Mannes kommen Leute, die den Koran rezitieren, und er überschreitet ihre Kehlköpfe nicht. Sie töten die Leute des Islams und lassen die Götzendiener (leben). Diese dringen durch den Islam durch, genauso wie der Pfeil, der durch das geschossene Tier durchdringt. Würde ich noch leben, bis ich diese Leute sehen, dann würde ich sie doch genauso wie `Aad töten.

`Ali berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Am Ende der Zeit erscheinen Leute, die jung und unreif sind. Sie sagen Worte, die am besten unter den Menschen erscheinen. Sie rezitieren den Koran, und er überschreitet ihre Kehlköpfe nicht. Sie dringen durch den Glauben durch (d.h. sie fallen vom Glauben ab), genauso wie der Pfeil, der durch das geschossene Tier durchdringt. Wenn ihr solchen begegnet, dann tötet sie! Wer solche tötet, der hat bei Allah seinen Lohn dafür am Tag der Auferstehung.

Der Hadith von Sahl Ibn Hunaif: Jusair Ibn Amr berichtete: Ich sagte zu Sahl Ibn Hunaif: Hörtest du den Propheten die Kharidschiten erwähnen? Er sagte: Ja! Ich hörte ihn sagen: Und er deutete mit seiner Hand auf den Osten – Sie sind Leute, die den Koran nur mit ihren Zungen rezitieren, und er überschreitet ihre Schlüsselbeine nicht. Sie dringen durch den Glauben durch (d.h. sie fallen vom Glauben ab), genauso wie der Pfeil, der durch das geschossene Tier durchdringt.

Abu Huraira berichtete: Al-Hassan Ibn `Ali eine Dattel aus dem Almosen und steckte sie in seinen Mund; da sagte der Gesandte Allahs zu ihm: Kich, kich (Bah, bah). Wirf sie weg! Hast du nicht gewusst, dass wir von dem Almosen nicht essen dürfen?

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Manchmal kommt es vor, dass ich nach Hause komme, und eine Dattel auf meinem Bett finde, wenn ich sie zu meinem Mund nehme, habe ich die Bedenken, dass sie vielleicht zum Almosen gehöre, und deshalb lasse ich sie weg.

Anas Ibn Malik berichtete: Der Prophet fand einmal eine Dattel und sagte: Wenn ich keine Bedenken hätte, dass diese Dattel zum Almosen gehöre, hätte ich sie gegessen!

Anas berichtete: Barira schenkte dem Propheten Fleisch, das ihr als Spende gegeben worden ist. Er sagte: Für sie ist es Almosen, und für uns ist es ein Geschenk.

`A´ischa, berichtete: Dem Propheten wurde Rindfleisch gebracht, und man sagte, es sei der Barira als Spende gegeben worden. Er sagte: Für sie ist es Almosen, und für uns ist es ein Geschenk.

Umm `Atiyya, berichtete: Der Gesandte Allahs schickte mir ein Schaf, von dessen Fleisch ich wiederum einen Teil zu `A´ischa, schickte. Als der Gesandte Allahs zu `A´ischa kam, sagte er: Habt ihr etwas (zum Essen) da? Sie (`A´ischa) antwortete: Nichts da außer dem, was uns Nusaiba an Schafsfleisch geschickt hat, das ihr zu ihr geschickt hattet. Er sagte: (Bring es her!) Es hat seinen Bestimmungsort erreicht!