Die Heirat

Aischa berichtete, dass der Prophet seine Eheschließung mit ihr vornahm, als sie sechs Jahre alt war, und mit ihr die ehelichen Beziehungen erst unterhielt, als sie neun Jahre alt war, und dass die Ehe mit ihm insgesamt neun Jahre dauerte.

[Ṣaḥīḥ al-Buchari, Kapitel 60]

Anas Ibn Malik berichtete: „Eine Gruppe von drei Männern suchte die Wohnungen der Frauen des Propheten auf, um sich über die Frömmigkeit des Propheten zu erkundigen. Als sie davon Kenntnis nahmen, machten sie den Eindruck, als ob sie derartige Praxis für gering schätzten. Sie sagten dann: „Wer sind wir gegenüber dem Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm? Ihm ist doch jede vergangene und künftige Schuld vergeben worden.“

Einer von ihnen sagte: „Was mich aber angeht, so verbringe ich die ganze Nacht im Gebet.“ Ein anderer berichtete: „Ich aber faste die ganze Zeit und breche nicht mein Fasten.“ Der dritte sagte: „Ich enthalte mich aber der Frauen und werde niemals heiraten.“

Der Gesandte Allahs kam hinzu und sagte: „Seid ihr diejenigen, die dies und jenes gesagt haben? Was mich wirklich angeht, so bin ich bei Allah unter euch derjenige, der Allah am meisten fürchtet und Ihm gegenüber am frömmsten ist. Dennoch faste ich und breche mein Fasten, bete ich und gehe schlafen und heirate die Frauen. Wer sich von diesem meinem Weg abwendet, der gehört nicht zu mir!“

Urwah berichtete, dass er sich bei Aischa über den Quran-Vers (4:3) erkundigte, in dem Allah, Erhaben ist Er, sagt: „Und wenn ihr fürchtet, nicht gerecht gegen die Waisen zu sein, so heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, zwei, drei oder vier und wenn ihr fürchtet, nicht billig zu sein, eine oder was im Besitz eurer rechten (Hand ist). So könnt ihr am ehesten Ungerechtigkeit vermeiden.“

Aischa sagte zu ihm: „Du, Sohn meiner Schwester! Es handelt sich dabei um die Waisenmädchen, die sich in der Obhut ihres Fürsorgeberechtigten befinden, und er die Heirat mit ihnen wegen ihres Vermögens und ihrer Schönheit begehrt und will dazu eine geringere Brautgabe leisten, als die sonst für ihren Stand nach der Sunnah üblich ist. Darauf erging das Verbot, dass Waisenmädchen nicht ungerechterweise verheiratet werden dürfen, es sei denn, ihr Brautgeld wird ihnen vollständig geleistet. Anderenfalls erging der Befehl, dass sie andere Frauen außer den Waisenmädchen heiraten sollen.“

Abdallāh überlieferte: „Wir waren zur Zeit des Propheten noch junge Männer, die nichts hatten, und der Gesandte Allahs sagte zu uns: „O ihr jungen Leute, wer von euch in der Lage ist, den Pflichten der Ehe nachzugehen, der soll heiraten denn dies hilft, die Blicke zurückzuhalten und die Keuschheit vor Schändlichkeiten zu wahren. Wer aber dies nicht zu tun vermag, der soll fasten denn es ist eher für ihn ein Schutz!““

Anas überlieferte: „Der Prophet machte gewöhnlich die Runde bei seinen Frauen und besuchte sie alle in einer einzigen Nacht, und sie waren an der Zahl neun Frauen.“

Said Ibn Jubair sagte: „Ibn Abbas fragte mich: „Hast du bereits geheiratet?“ Ich antwortete: „Nein!“ So sagte er: „Heirate, denn der beste in dieser Ummah ist der mit den meisten Frauen.““

Al-Hafidh Ibn Hajjar sagte in „Fath al-Bari 10/143“: „Er beschränkte es einzig auf diese Ummah und schloss andere aus wie beispielsweise Jene wie Sulaiman, Allahs Frieden auf ihm, den wahrlich er hatte von denen die uns vorausgingen die meisten Frauen gehabt und auch sein Vater Dawud.

Und in der Überlieferung von at-Tabarani von Ayyub von Said Ibn Jubair von Ibn Abbas der sagte: „Heirate, denn der beste in dieser Ummah ist der mit den meisten Frauen.“ Und es wurde gesagt, dass mit „der beste in dieser Ummah“ jener gemeint ist, der mehr Frauen als jemand anderes der ihm gleichgestellt ist, hat. Und es ist offensichtlich dass mit „der beste“ der Prophet Muhammad gemeint ist und mit „dieser Ummah“ seine Gefährten, Allahs Wohlgefallen auf ihnen.“

Ibn Masud berichtete: „Wir zogen zum Kampf mit dem Propheten aus und hatten für uns keine Frauen dabei. Wir sagten: „O Gesandter Allahs, sollen wir uns nicht kastrieren lassen?“ Und er verbot es uns.“

Sad Ibn Abū Waqqas berichtete: „Der Gesandte Allahs lehnte es ab, dass Uthman Ibn Madun im Zölibat lebt. Hätte der Prophet dies erlaubt, hätten wir uns kastrieren lassen!“

Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Bei einer Heirat wird die Frau gewöhnlich wegen viererlei Gründe begehrt sein: Wegen ihres Vermögens, ihrer Abstammung, ihrer Schönheit und ihrer Frömmigkeit. Nehmet also einen glücklichen Ausgang mit der Frau, die fromm ist, damit deine Hände zu einem beachtlichen Gewinn gelangen.“

Sahl berichtete: „Ein Mann ging an dem Gesandten Allahs vorbei. Der Prophet fragte die Anwesenden: „Was haltet ihr von diesem Mann?“ Die Leute sagten: „Er ist eher der Mann, dem – wenn er um die Hand einer Frau bittet – die Frau zur Ehe gegeben wird, und wenn er für jemanden spricht, die Fürsprache von ihm angenommen wird, und wenn er spricht, wird man ihm gern zuhören.“ Der Prophet schwieg, bis ein Mann von den armen Muslimen vorbeiging.

Der Prophet fragte: „Was haltet ihr von diesem Mann?“ Die Leute sagten: „Er ist eher der Mann, dem – wenn er um die Hand einer Frau bittet – die Frau zur Ehe nicht gegeben wird, und wenn er für jemanden spricht, von ihm die Fürsprache nicht angenommen wird, und wenn er spricht, wird man ihm nicht gern zuhören.“ Da sagte der Gesandte Allahs zu den Leuten: „Dieser wäre besser als die ganze Erde, wenn sie von Männern in der Art des Mannes voll wäre.“

Abdallāh Ibn Umar berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Ein schlechtes Vorzeichen gibt es im Zusammenhang mit einer Frau, mit einem Wohnhaus und mit einem Pferd.“

Ibn Umar berichtete: „Die Leute sprachen vom schlechten Vorzeichen in der Gegenwart des Propheten, und der Prophet sagte zu ihnen: „Wenn es ein schlechtes Vorzeichen in einer Sache geben würde, dann nur im Zusammenhang mit einer Frau, mit einem Wohnhaus und mit einem Pferd,“

Sahl Ibn Sad berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Wenn es etwas davon in einer Sache geben würde, dann nur im Zusammenhang mit einer Frau, mit einem Wohnhaus und mit einem Pferd.“

Usama Ibn Zaid berichtete, dass der Prophet sagte: „Ich habe nach mir keine Versuchung hinterlassen, die den Männern schädlicher wäre, als die Frauen!“

Aischa berichtete: „Der Prophet trat bei mir ein, während sich ein Mann bei mir befand. Es sah durch sein verändertes Gesicht so aus, als ob er so etwas nicht gern hätte. Ich sagte zu ihm: „Er ist doch mein Bruder.“ Der Prophet erwiderte: „Seht richtig, wer eure Brüder sind denn die Radaa ist nur durch stillen des Hungers.“

Aischa berichtete: „Aflah, Bruder des Abu-l-Quais, kam zu mir und bat um Einlaß. Dieser war mein Onkel auf Grund der Radaa, nachdem die Offenbarung über die Schleierpflicht herabgesandt wurde. Ich verwehrte ihm den Einlaß, bis der Gesandte Allahs kam. Als ich ihm von dem erzählte, was ich getan habe, befahl er mir, dass ich ihm erlaube.“

Jabir berichtete: „Der Gesandte Allahs verbot es, dass die Frau einen Mann heiratet, der mit ihrer Tante mütterlicherseits oder väterlicherseits verheiratet ist.“

Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Ein Mann darf nicht gleichzeitig mit einer Frau und ihrer Tante mütterlicherseits oder väterlicherseits verheiratet sein.“

Ibn Umar berichtete: „Der Gesandte Allahs verbot den Schigar. Und Schigar ist, wenn ein Mann seine Tochter einem anderen Mann mit der Bedingung zur Frau gibt, dass dieser ihm auch seine Tochter zur Ehefrau gibt, und daß die Aufhebung einer Zahlung des Brautgeldes auf Gegenseitigkeit beruht.“

Alī berichtete Ibn Abbas, dass zur Zeit der Schlacht von Chaibar, der Prophet die Zeitehe (Mutah)* und das Fleisch der zahmen Esel zum Verzehr verbot.“

Thabit Al-Bunanyy berichtete: „Ich war bei Anas, während seine Tochter auch bei ihm war. Anas erzählte uns folgendes: „Eine Frau kam zum Gesandten Allahs und bot sich ihm an. Sie sagte zu ihm:“O Gesandter Allahs, hast du Verlangen nach mir?“ Die Tochter von Anas sagte: „Wie gering ist ihre Scham! Du Schande!“ Anas erwiderte: „Sie ist besser als du denn sie begehrte den Propheten und bot sich ihm deshalb an.““

Sahl Ibn Sad berichtete: „Eine Frau bot sich dem Propheten an. Darauf sagte ein Mann zu ihm: „O Gesandter Allahs, gib sie mir zur Frau!“ Der Prophet fragte ihn: „Was bietest du ihr an?“ Er sagte: „Ich habe nichts.“ Der Prophet sagte zu ihm: „Geh und suche einen Ring, sei dieser auch aus Eisen!“ Der Mann ging dann, kam aber zurück und sagte: „Nein, bei Allah! Nichts habe ich gefunden, nicht einmal einen Ring aus Eisen. Aber hier ist mein Lendentuch, von dem sie die Hälfte besitzen kann.“

Der Mann besaß aber kein Oberkleid dazu, und der Prophet sagte zu ihm: „Was soll die Frau mit deinem Lendentuch machen?: Wenn du es anhast, so hat sie nichts auf ihrem Leibe und wenn sie es anhat, hast du selbst nichts auf deinem Leibe. Der Mann setzte sich, und als es aber lange dauerte, stand er auf. Als der Prophet ihn nochmal sah, rief er ihn zu sich und sagte zu ihm: „Was hast du vom Qurān“ Der Mann sagte: „Ich behalte noch die Surah Soundso und die Surah Soundso.“ Er nannte ihm dann mehrere Suren. Da sagte der Prophet zu ihm: „Wir geben sie dir für das, was du von dem Qurān behalten hast.“

Abdallāh Ibn Umar berichtete: „Als Hafsa, Tochter des Umar, ihre Wartezeit nach dem Tod ihres Mannes Chunais Ibn Huthafa As-Sahmyy beendet hatte, und ihr in Al-Madina verstorbener Mann zu den Gefährten des Gesandten Allahs gehörte, geschah folgendes nach der Aussage von Umar Ibn Al-Chattab: „Ich ging zu Uthman Ibn Affan und bot ihm Hafsa als Ehefrau an. Er sagte zu mir: „Ich werde über diese meine Angelegenheit nachdenken!“

Ich wartete dann einige Nächte ab. Danach traf ich ihn, und er sagte zu mir: „Ich entschied mich, dass ich zur Zeit nicht heirate.“ Später traf ich Abū Bakr As-Siddiq und sagte zu ihm: „Wenn du willst, gebe ich dir Hafsa, Tochter des Umar als Ehefrau.“ Da schwieg Abū Bakr und äußerte sich nicht vor mir. Ich war über ihn noch mehr verärgert, als ich über Uthman verärgert war.

Da vergingen noch einige Nächte. Dann bat der Gesandte Allahs um ihre Hand, und ich gab sie ihm zur Ehefrau. Danach traf ich Abū Bakr, und er sagte zu mir: „Es mag sein, dass du über mich verärgert warst, als du mir Hafsa anbotest, und ich dir keinerlei äußerung machte!“ Ich sagte zu ihm: „Ja!“ Abū Bakr setzte fort: „Der einzige Grund, dass ich dir keine äußerung darüber machte, war, dass ich vorher wußte, dass der Gesandte Allahs seine Absicht über die Heirat mit ihr erwähnte, und es geziemt sich nicht, dass ich das Geheimnis des Gesandten Allahs lüfte. Hätte er davon abgesehen, so hätte ich sie geheiratet.““

Aischa berichtete: „Der Gesandte Allahs sagte zu mir: „Ich habe dich im Traum gesehen. Der Engel brachte dich eingehüllt in einem Seidentuch und sagte zu mir: „Das ist deine Frau!“ Ich nahm das Tuch von deinem Gesicht ab und sah, dass du diese Frau bist. Da sagte ich zu mir: „Wenn dieses von Allah ist, so wird Er es vollenden!““

Sahl Ibn Sad berichtete: „Eine Frau kam zum Gesandten Allahs und sagte: „Ich bin zu dir gekommen, um mich selbst als Geschenk an dich zu geben. Der Gesandte Allahs hob seinen Blick zu ihr, schaute sie für eine Weile an, senkte dann seinen Kopf zum Boden. Als die Frau sah, dass er über ihr Angebot keine Entscheidung traf, setzte sie sich hin. Darauf stand ein Mann von seinen Gefährten auf und sagte: „O Gesandter Allahs, wenn du nichts mit ihr vorhast, dann gib sie mir zur Frau!“

Der Prophet fragte ihn: „Hast du etwas ?“ Er sagte: „Nein, bei Allah, o Gesandter Allahs.“ Der Prophet sagte zu ihm: „Geh dann zu deiner Familie und siehe, ob du etwas findest!“ Der Mann ging, kam und sagte: „Nein, bei Allah! Nichts habe ich gefunden.“ Der Prophet sagte zu ihm: „Geh und suche einen Ring, sei dieser auch aus Eisen!“

Der Mann ging, kam dann und sagte: „Nein, bei Allah! Nichts habe ich gefunden, nicht einmal einen Ring aus Eisen. Aber hier ist mein Lendentuch, von dem sie die Hälfte besitzen kann.“ Der Mann besaß aber kein Oberkleid dazu, und der Gesandte Allahs sagte zu ihm: „Was soll sie mit deinem Lendentuch machen? Wenn du es anhast, so hat sie nichts auf ihrem Leibe und wenn sie es anhat, so hast du selbst nichts auf deinem Leibe.“

Der Mann setzte sich hin und als es lange dauerte, stand er auf. Als der Gesandte Allahs sah, dass er weggehen wollte, ließ er nach ihm rufen, und als dieser zurückkam, sagte er zu ihm: „Was kennst du vom Qurān auswendig gelernt?“ Der Mann sagte: „Ich kenne die Surah Soundso und die Surah Soundso auswendig.“ Er nannte ihm dann mehrere Suren. Da sagte der Prophet: „Kannst du diese auswendig rezitieren?“ Der Mann sagte: „Ja!“ Da sagte der Prophet zu ihm: „Du kannst dann gehen! Wir haben sie dir zur Frau für das gegeben, was du vom Qurān auswendig kennst.“

Aischa berichtete: „Die Eheschließung vor dem Islam in der Zeit der Unwissenheit wurde auf vielerlei Arten vollzogen: „Eine Art davon war, wie heute gewöhnlich mit der Eheschließung verfahren wird, in dem der Heiratskandidat bei einem anderen um die Hand seiner Schutzbefohlenen oder seiner Tochter bittet, alsdann die Brautgabe dafür leistet und sie anschließend heiratet.

Eine andere Art der Eheschließung bestand darin, dass ein Mann zu seiner eigenen Ehefrau kam, wenn sie gerade von ihrer Regel reingeworden war, und sagte: „Schicke eine Nachricht zu dem Soundso, damit du von ihm geschwängert werden kannst.“ In diesem Fall hielt sich ihr Mann von ihr solange fern und berührte sie nicht, bis ihre Schwangerschaft von dem anderen Mann, der sie geschwängert hatte, offensichtlich und erkennbar wurde. Hier dann, nachdem die Schwangerschaft feststand, unterhielt ihr Mann mit ihr wieder die geschlechtliche Beziehung, wenn er dies begehrte denn dies ließ er nur zu, um Kinder zu haben. Diese Art von Eheschließung nannte man „Nikahu-l-Istibda.“

Die dritte Art wurde in der Weise vollzogen, dass sich eine Gruppe von weniger als zehn Männern zu einer Frau begab, um mit ihr den Geschlechtsverkehr zu vollziehen. Wenn sie davon schwanger wurde und später ein Kind zur Welt brachte, dann ließ sie nach der Entbindung einige Nächte verstreichen und schickte zu allen Männern eine Einladung. Hier dann durfte keiner von ihnen seine Erscheinung bei ihr verweigern. Wenn sie alle dann beisammen bei ihr eintrafen, sagte sie zu ihnen: „Ihr wisset noch, wie es mit euch war! Ich habe entbunden, und das Kind ist dein Sohn, du Soundso.“ Hier nannte sie dann den Namen des Mannes, der ihr am liebsten war. Diesem wurde das Kind für zugehörig erklärt, und der Mann konnte sich nicht gegen diese Maßnahme wehren.

Bei der vierten Art der Eheschließung handelte es sich um eine größere Zahl von Menschen, die bei einer und derselben Frau einzutreten pflegten, indem sie auch keinen von ihnen zurückweisen durfte. Und diese waren die Prostituierten, die als Auszeichnung ihres Gewerbes Fahnen über ihren Türen hißten.

Wer sich zu ihnen begeben wollte, der konnte dort eintreten. Wenn eine Frau dann von einem dieser Männer schwanger wurde und später entbunden hatte, sammelten die Männer für sie und riefen einen Kenner, der die Abstammungsmerkmale bei einem von ihnen feststellen konnte. Dann sprachen sie die Zugehörigkeit des Kindes zu demjenigen aus, den sie für den Vater hielten. Die Frau gab ihm dann das Kind, das als sein Sohn bekanntgegeben wurde, und er durfte diese Maßnahme nicht verweigern.

Aber als Muhammad mit der Wahrheit entsandt wurde, erklärte er alle diese Arten der Eheschließung aus der Jahilyya für nichtig, mit Ausnahme der Eheschließung, die die Menschen bis heute noch kennen.““

Aischa berichtete, dass der Prophet seine Eheschließung mit ihr vornahm, als sie sechs Jahre alt war, und mit ihr die ehelichen Beziehungen erst unterhielt, als sie neun Jahre alt war, und dass die Ehe mit ihm insgesamt neun Jahre dauerte.

Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Eine Frau, deren Wiederverheiratung bevorsteht, darf nicht verheiratet werden, bis sie dies selbst zuläßt. Dagegen darf eine Jungfrau erst verheiratet werden, wenn sie zuvor nach ihrer Einwilligung gefragt wurde.“ Einige Leute fragten: „O Gesandter Allahs, wie sieht dann ihre Einwilligung aus?“ Der Prophet sagte: „Indem sie schweigt!“

Aischa berichtete: „Ich sagte: „O Gesandter Allahs, eine Jungfrau ist doch schamhaft!“ Und er erwiderte: „Ihre Einwilligung ist ihr Schweigen.“

Chansaa Bint Chidam Al-Ansariyya berichtete, dass sie als Thayyib von ihrem Vater wiederverheiratet wurde, und daß sie damit nicht einverstanden war. Sie begab sich deshalb zum Gesandten Allahs und er machte ihre Heirat rückgängig.

Ibn Umar berichtete: „Der Prophet verbot, dass sich einer von uns zum Kauf einer Ware begibt, die sein Bruder zu kaufen beabsichtigt, und daß sich einer von uns um die Hand einer Frau bewirbt, deren Verlobung mit seinem Bruder bevorsteht, es sei denn der Verlobte sieht von der Heirat ab, oder er erlaubt ihm diese.“

Uqba berichtete, dass er den Propheten folgendes sagen hörte: „Die Bedingungen, um deren Erfüllung ihr vorrangig Sorge tragen sollt, sind solche, unter denen euch die Schamteile erlaubt worden sind.“

Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Keiner Frau ist es erlaubt, dass sie die Scheidung ihrer Schwester verlangt, um deren Feld für sich selbst räumen zu lassen. Denn es wird ihr von Allah nur das zuteil werden, was für sie vorbestimmt ist.“

Anas Ibn Malik berichtete: „Abd ar-Raḥmān Ibn Auf, kam zum Gesandten Allahs und auf seinem Körper waren gelbe Spuren zu sehen. Der Gesandte Allahs fragte ihn nach dem Grund, und er gab an, dass er eine Frau von den Al-Ansar geheiratet habe. Der Prophet fragte ihn: „Was hast du ihr gegeben?“ Er sagte: „Soviel vom Gold, wie das Gewicht eines Dattelkerns.“ Da erwiderte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: „Gib ein Festmahl, mindestens mit einem Schaf!“

Anas Ibn Malik berichtete: „Der Prophet sah, dass Abd ar-Raḥmān Ibn Auf gelbe Spuren auf seinem Körper hatte. Als er ihn nach dem Grund fragte, sagte dieser: „Ich habe eine Frau geheiratet und ihr soviel vom Gold geleistet, wie das Gewicht eines Dattelkerns.“ Der Prophet sagte zu ihm: „Allah möge dir diese segnen. Gib ein Festmahl, mindestens mit einem Schaf!“

Aischa berichtete: „Ich ließ eine Braut feierlich zu ihrem Mann aus den Al-Ansar begeleiten. Der Prophet Allahs sagte zu mir: „Du Aischa, ihr wurdet ja von keiner feierlichen Stimmung begleitet, obgleich diese den Al-Ansar sehr gefällt!“

Ibn Abbas berichtete, dass der Prophet sagte: „Wenn einer von euch zu seiner Frau kommt, um ihr beizuwohnen, und dabei sagt: „Bismillah! Allahumma Jannibni sch-schaitaan, wa jannibi sch-schaitaana maa razaqtana“, und sollte dabei die Vereinigung der beiden vollzogen worden oder ein Kind bestimmt sein, so wird Satan nie imstande sein, dort einen Schaden zuzufügen.“

Bayan sagte: „Ich hörte Anas sagen: „Auf der Hochzeit einer Frau mit dem Propheten schickte mich der Prophet hinaus, um Menschen zu einer Mahlzeit einzuladen.““

Abdallāh Ibn Umar berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Wenn einer von euch zu einem Hochzeitsmahl eingeladen ist, soll er daran teilnehmen.“

Sahl Ibn Sad berichtete: „Abū Usaid As-Saidyy lud den Gesandten Allahs zu seiner Hochzeit ein, auf welcher seine Frau die Hochzeitsgäste bediente, obwohl sie selbst die Braut war. Wisst ihr, was sie dem Gesandten Allahs zu trinken gab? Sie legte für ihn in der Nacht zuvor Datteln ins Wasser, und als er mit dem Essen fertig war, gab sie ihm das Dattelwasser zu trinken.“

Anas Ibn Malik berichtete: „Als der Prophet Frauen und Kinder sah, die gerade von einer Hochzeitsfeier zurückkamen, stand er in Erwartung des Segens auf und sagte: „O Allah, Du weißt, dass diese Menschen bei mir zu den liebsten gehören!“

Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Eine Frau darf nicht fasten, während ihr Mann anwesend ist, es sei denn mit seiner Erlaubnis.“

Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Wenn ein Mann seine Frau in sein Bett bittet, und sie es ablehnt, zu ihm zu gehen, so wird sie von den Engeln solange verflucht, bis sie am nächsten Morgen aufsteht.“

Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Wenn eine Frau die Nacht mit der Absicht verbringt, das Bett ihres Mannes zu meiden, so werden die Engel sie solange verfluchen, bis sie von ihrem Plan absieht.“

Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Eine Frau darf nicht fasten, während ihr Mann anwesend ist, es sei denn mit seiner Erlaubnis. Ferner darf sie keinem den Eintritt in seine Wohnung gewähren, es sei denn mit seiner Erlaubnis. Und was sie immer ohne seine Erlaubnis an Spende gibt, so wird ihm die Hälfte des Lohnes zuteil sein.“

Abdallāh Ibn Zuma berichtete, dass der Prophet sagte: „Keiner von euch darf seine Frau wie einen Sklaven auspeitschen alsdann ihr auch noch am Tagesende beischlafen!“

Aischa berichtete: „Beim Qurān-Vers [Surah an-Nisa (4):128] „Und wenn eine Frau von ihrem Ehemann rohe Behandlung oder Gleichgültigkeit befürchtet, …“ handelt es sich um eine verheiratete Frau, deren Mann von ihr nicht genug haben kann, und er demzufolge die Scheidung von ihr begehrt, um eine andere Frau zu heiraten.

Die Frau sagt dann zu ihm: „Behalte mich und lasse dich nicht von mir scheiden und heirate dennoch eine andere denn du bist von meinem Unterhalt und von deinen ehelichen Verpflichtungen mir gegenüber entbunden. Dies geht auch wie folgt hervor: „… so soll es keine Sünde für beide sein, wenn sie sich auf geziemende Art miteinander versöhnen denn Versöhnung ist gut…“.“

Jabir berichtete: „Wir haben gewöhnlich von dem Azl [find link til Coitus interruptus] zur Zeit des Gesandten Allahs Gebrauch gemacht.“

Jabir berichtete: „Wir haben gewöhnlich von dem Azl1 zu der Zeit Gebrauch gemacht, zu der die Offenbarung des Qurān im Gange war.“

Jabir berichtete: „Wir haben gewöhnlich von dem Azl1 zur Zeit des Gesandten Allahs Gebrauch gemacht, während die Offenbarung des Qurān im Gange war.“

Abū Saīd al-Khudrī berichtete: „Wir verfügten bei einer Kriegsbeute über gefangene Frauen, und wir machten von dem Azl Gebrauch. Als wir uns darüber beim Gesandten Allahs erkundigten, sagte er: „Tut ihr es wirklich?“ Und er wiederholte diesen Satz dreimal. Anschließend fuhr er fort: „Es gibt kein Lebewesen, dessen Dasein bis zum Tage der Auferstehung vorbestimmt ist, das nicht wirklich existieren wird.“

Al-Qasim sagte: „Aischa berichtete, dass der Prophet normalerweise die Entscheidung durch das Los traf, wenn er sich auf eine Reise begeben und eine oder mehrere seiner Frauen mitnehmen wollte. Einmal geschah es, dass die Entscheidung für Aischa und Hafsa zusammenfiel. Der Prophet pflegte, wenn er nachts die Reise unternahm, neben Aischa zu laufen, um sich mit ihr zu unterhalten.

Da sagte Hafsa zu ihr: „Willst du nicht auf meinem Kamel reiten, so daß ich auf deinem Kamel reite und jede von uns da und dort Ausschau halten kann?“ Sie erwiderte: „Doch!“ Da ritt sie, und der Prophet begab sich zum Kamel von Aischa, auf dem Hafsa ritt, grüßte sie und setzte seinen Marsch fort, bis es für eine Rast soweit war. Da vermißte Aischa ihn. Während des Aufenthalts steckte sie ihre Beine ins Gebüsch und sagte: „O Herr, schicke mir einen Skorpion oder eine Schlange, die mir einen Stich versetzt, weil ich keine Rechtfertigung dafür erbringen kann!“

Aischa berichtete, dass der Gesandte Allahs – während er an seiner Krankheit litt, an der er auch später starb, oft folgende Frage stellte: „Wo bin ich morgen? Wo bin ich morgen?“ Er meinte damit seinen gemeinsamen Tag mit Aischa. Dies veranlaßte seine anderen Frauen, es zuzubilligen, dass er dort bleiben möge, wo er es gern hätte.

Da entschied er sich für die Wohnung von Aischa und blieb dort, bis er bei ihr starb. Aischa selbst erzählte davon: „Er starb also an dem Tag, an dem er die Runde bei mir in meiner Wohnung machte. Allah nahm ihn dann in dem Augenblick zurück, als sein Kopf an meiner Brust unter meinem Kinn lag und sich sein Speichel mit dem meinigen vermischte.“

Ibn Abbas berichtete, dass Umar eines Tages bei Hafsa eintrat und zu ihr sagte: „Du darfst dich nicht von derjenigen betören lassen, die von der Liebe des Gesandten Allahs zu ihr wegen ihrer Schönheit stolz ist!“ – Und er meinte damit Aischa. Als sie dies dem Gesandten Allahs erzählte, lächelte er.

Abdallāh Ibn Masud berichtete, dass der Prophet sagte: „Keiner reagiert mit wachsamerer Sorge als Allah. Deshalb verbot Er die Schändlichkeiten. Und keiner liebt es mehr, gelobt zu werden, als Allah“

Aischa berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „O Ummah (Gemeinschaft) des Muhammad! Keiner reagiert mit wachsamerer Sorge als Allah, wenn Er sieht, dass Sein Diener oder Seine Dienerin Unzucht begehen. O Ummah des Muhammad! Hättet ihr von dem gewusst, was ich weiß, so hättet ihr wenig gelacht und viel geweint.“

Urwah Ibn Az-Zubair berichtete, dass seine Mutter Asma den Gesandten Allahs folgendes sagen hörte: „Keiner reagiert mit wachsamerer Sorge als Allah!“

Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Allah reagiert mit wachsamer Sorge, und Seine Sorge wird dadurch hervorgerufen, dass ein Gläubiger das begeht, was Allah ihm verwehrt.“

Jabir Ibn Abdallāh berichtete, dass der Prophet sagte: „Ich betrat das Paradies und sah dort einen Palast. Ich fragte: „Wem gehört dieser?“ Dort wurde mir gesagt: „Dieser gehört Umar Ibn Al-Chattab. Ich wollte eintreten, und das einzige, was mich davor abhielt war das, dass ich seine Eifersucht kenne!“ Umar Ibn Al-Chattab sagte darauf: „O Gesandter Allahs, mögen mein Vater und meine Mutter für dich geopfert werden, O Prophet Allahs! Dir gegenüber soll ich eifersüchtig sein?“

Abū Huraira berichtete: „Während wir beim Gesandten Allahs saßen, sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: „Während ich schlief, sah ich mich im Paradies, wo ich eine Frau erblickte, die neben einem Palast den Wudu vornahm. Ich fragte: „Wem gehört dieser?“ Dort wurde mir gesagt: „Dieser gehört Umar.“ Als ich mich an seine Eifersucht erinnerte, lief ich schnell davon!“ Da weinte Umar und sagte darauf: „Dir gegenüber soll ich eifersüchtig sein, O Gesandter Allahs?“

Aischa berichtete: „Der Gesandte Allahs sagte zu mir: „Ich weiß doch genau, wann du mit mir zufrieden bist, und wann du mit mir unzufrieden bist!“ Ich erwiderte: „Und wie kannst du dies feststellen?“ Da entgegnete er: „Wenn du mit mir zufrieden bist, sagst du: „Nein, beim Herrn des Muhammad!“ Und wenn du über mich verärgert bist, sagst du: „Nein, beim Herrn des Ibrāhīm.“ Ich sagte zu ihm: „Das stimmt! Bei Allah, O Gesandter Allahs, ich vermied dabei nichts anderes als deinen Namen auszusprechen!“

Aischa berichtete: „Niemals war ich auf eine der Frauen des Gesandten Allahs so eifersüchtig, wie ich auf Chadidscha eifersüchtig war. Dies war deswegen, weil der Gesandte Allahs sie oft erwähnte und lobte ferner, weil Allah dem Gesandten Allahs eingab, dass er ihr die frohe Botschaft von einer Wohnung im Paradies aus Brokat beibringen sollte, welche ihr gehört.“

Al-Miswar Ibn Machrama berichtete: „Ich hörte den Gesandten Allahs, – als er auf der Minbar stand – sagen: „Die Leute des Stammes von Banu Hischam Ibn Al-Mughira haben um Erlaubnis dafür gebeten, ihre Tochter Alī Ibn Abi Talib zur Ehefrau zu geben. Ich erlaube es nicht, und ich werde es nicht erlauben, und nie werde ich es erlauben! Es sei denn, dass sich Alī Ibn Abi Talib von meiner Tochter scheiden lässt und deren Tochter heiratet. Denn sie ist wahrlich ein Stück von mir: Mich wird das betrüben, was sie betrübt, und mich wird dasselbe Übel treffen, das sie trifft.“

Uqba Ibn Amir berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Hütet euch davor, dass ihr bei den Frauen eintretet!“ Ein Mann von den Al-Ansar sagte: „O Gesandter Allahs, wie ist es mit dem Bruder des Mannes?“ Und der Prophet sagte: „Der Bruder des Mannes ist der Tod!“

Ibn Abbas berichtete, dass der Prophet sagte: „Ein Mann darf sich nicht allein mit einer Frau zurückziehen, es sei denn, dass sie in Begleitung eines Mahram ist!“ Darauf stand ein Mann auf und sagte: „O Gesandter Allahs, meine Frau zog hinaus für die Pilgerfahrt, und ich habe mich für den Kampf in der Schlacht Soundso und Soundso angemeldet!“ Der Prophet sagte zu ihm: „Geh deiner Frau nach und vollziehe mit ihr die Pilgerfahrt.“

Anas Ibn Malik berichtete: „Eine Frau von den Al-Ansar kam zum Propheten und er sprach mit ihr allein. Anschließend sagte er: „Bei Allah, ihr seid diejenigen, die ich unter allen Menschen am meisten liebe.“

Abullah Ibn Masud berichtete, dass der Prophet sagte: „Die Frau soll sich nicht vor einer anderen entblößen, damit diese sie nicht vor ihrem Ehemann in der Weise beschreibt, als ob er ihr zuschauen würde!“

Jabir Ibn Abdallāh berichtete: „Der Prophet hatte es verabscheut, dass ein Mann bei seiner Familie Nachts an die Tür klopft.“

Jabir Ibn Abdallāh berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Wenn jemand von euch für lange Zeit abwesend war, so soll er nicht bei seiner Familie Nachts an die Tür klopfen.“