Das Buch der Pilgerfahrt

Wir gingen mit dem Gesandten Allahs im Jahr der Abschiedspilgerfahrt hinaus. Wir nahmen den Ihram-Zustand für eine Besuchsfahrt an. Dann sagte der Gesandte Allahs: Wer sein Opfertier mitgebracht hat, der muss die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt mit demselben Ihram unternehmen und sich vom Ihram-Zustand erst befreien, nachdem er die beiden vollzogen hat.

[Sahih Muslim, Kapitel 15]

Abdullah Ibn Umar berichtete: Einmal fragte ein Mann: O Gesandter Allahs, was für Kleidung darf der Mann anziehen, wenn er sich im Weihezustand befindet? Der Gesandte Allahs sagte: Ihr dürft folgendes nicht anziehen: das Hemd, den Turban, die Hose, den Burnus und die Lederstrümpfe; es sei denn, daß man keine Sandalen findet. In diesem Fall darf man Lederstrümpfe anziehen, aber erst nachdem man sie zuvor unterhalb der Knöchel durch Abschneiden des Leders freigemacht hat. Ferner dürft ihr noch keine Kleidung tragen, welche Spuren von Färbungen durch Safran oder Wars haben.

Ibn Abbas berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen, als er die Predigt hielt: Wer den Lendenschurz nicht finden kann, darf die Hose anziehen. Wenn man keine Sandalen findet, darf man die Lederstrümpfe anziehen. Damit meinte er denjenigen, der sich im Weihezustand befindet.

Yala Ibn Umayya berichtete: Einmal kam ein Mann mit einem langen, von vorn geöffneten Gewand, das Spuren von Khaluq oder Sufra zeigte, zum Propheten in Al-Girana und fragte ihn: Welche Zeremonien habe ich bei der Besuchsfahrt zu unternehmen? In diesem Augenblick wurde es dem Propheten offenbart. Mit einem Tuch deckte man ihn zu. Ich sagte: Ich wollte den Propheten gern einmal sehen, während ihm offenbart wurde. Da rief mich Umar und sagte: Macht es dich froh, den Propheten zu sehen, wenn ihm offenbart wird? Da ging ich zu `Umar, der das eine Ende des Tuches ein wenig in die Höhe hob, und demnach konnte ich den Propheten betrachten. Er schnarchte.

Ich (ein späterer Überlieferer) glaube, er sagte: Er schnarchte wie ein junges Kamel! Dann erzählte er weiter: Als die Offenbarung vorüber war, fragte der Prophet: Wo ist denn der Mann, der sich nach der Besuchsfahrt erkundigen will? Nachdem man ihn auf jenen Mann verwiesen hatte, wandte er sich ihm zu und sagte: Wasche die Sufra oder den Khaluq ab und zieh dein Gewand aus! Dann verrichte bei der Besuchsfahrt dieselben Riten wie bei der Wallfahrt!

Ibn Abbas berichtete: Zum Anlegen des Ihrams nannte der Prophet Zul-Hulaifa für die Pilger als den Ort, ab dem die Bewohner von Medina den Ihram anlegen sollen. Zu demselben Zweck nannte er auch Al-Guhfa für die Leute aus Syrien, Qarnu-l-Manazil für die Leute aus Nagd und Yalamlam für die Leute aus dem Jemen.

Er sagte: Diese Orte gelten als Ausgangspunkte nicht nur für die dortigen Bewohner, sondern auch für die Reisenden, die die Pilgerfahrt oder die Besuchsfahrt unternehmen wollen und den Ihram noch nicht angelegt haben. Wer sich aber in einer Entfernung befindet, die näher liegt als diese Orte, oder zu den Bewohnern von Mekka gehört, der soll den Ihram von einem dieser genannten Orte anlegen.

Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Die Bewohner von Medina sollen den Ihram anlegen, wenn sie Zul-Hulaifa erreichen. Diejenigen aus Asch-Scham sollen den Ihram in Al-Guhfa anlegen und die Leute aus Nagd in Qarn. Ich erfuhr dann, dass der Gesandte Allahs auch sagte: Und die Leute aus dem Jemen sollen den Ihram in Yalamlam anlegen.

Abdullah Ibn Umar berichtete: Die Talbiya des Gesandten Allahs hieß folgendermaßen: (Labbaika-llahumma labbik. Labbaika la Scharika laka labbaik. Inna-l-Hamda wan-Ni`mata, laka wal-Mulk. La Scharika lak.) (O Allah, da bin ich eilend zu Dir gekommen; da bin ich. Da bin ich zu Dir gekommen, Teilhaber hast Du nicht, und da bin ich. Wahrlich, alles Lob gebührt Dir, die Gnade ist nur von Dir, und das Königreich gehört nur Dir. Teilhaber hast Du nicht.)

Ibn Umar berichtete: Ihr behauptet, dass eure Baida der Ort sei, ab dem der Gesandte Allahs den Ihram angelegt habe. Der Gesandte Allahs legte seinen Ihram erst ab dem Ort ab, der in der Nähe von der Moschee liegt; nämlich Dhul-Hulaifa.

A´ischa berichtete: Ich parfümierte den Gesandten Allahs als er den Ihram anlegte und als er sich davon befreite, und zwar bevor er den Umlauf der Ka`ba unternahm.

As-Sab Ibn Gathama Al-Laithiy berichtete: Er schenkte dem Gesandten Allahs einen Wildesel, während dieser in Al-Abwaa oder in Waddan war. Der Gesandte Allahs lehnte ihn anzunehmen ab. Er berichtete weiter: Als der Gesandte Allahs die Enttäuschung in mein Gesicht sah, sagte er: Wir lehnten ihn anzunehmen ab, nur weil wir im Weihezustand sind.

Ibn Abbas berichtete: As-Sab Ibn Gathama schenkte dem Propheten einen Wildesel, während dieser im Weihezustand war. Der Prophet lehnte ihn anzunehmen ab und sagte zu dem Mann: Wären wir nicht im Weihezustand gewesen, dann hätten wir ihn doch von dir angenommen.

Abu Qatada berichtete: Als wir einmal mit dem Gesandten Allahs hinauszogen, kamen wir in Al-Qaha an. Einige von uns waren im Weihezustand für die Pilgerfahrt, andere waren aber nicht. Ich bemerkte, dass meine Gefährten etwas ansahen. So warf ich auch mal einen Blick. Es war ein Wildesel. Da legte ich dem Pferd den Sattel auf, nahm meine Lanze und ritt auf dem Pferd. Dabei fiel meine Peitsche herunter. Ich sagte zu meinen Gefährten, die im Weihezustand waren: Reicht mir die Peitsche hoch, bitte! Sie verweigerten sich aber und sagten: Bei Allah, wir werden dir dabei nicht um das geringste helfen. So stieg ich ab, nahm die Peitsche und ritt wieder auf meinem Pferd.

Da begann ich den Wildesel zu verfolgen, bis ich ihn erreichte, als er hinter einem Hügel stand. Ich stach ihn mit meiner Lanze und schnitt ihm die Sehnen durch. Danach brachte ich die Jagdbeute zu meinen Gefährten. Die einen sagten: Esst davon!, aber die anderen sagten: Esst davon nicht! Der Prophet war eine Strecke vor uns entfernt. Ich beschleunigte mein Pferd, um ihn einzuholen. Als ich ihn einholte und danach fragte, antwortete er: Es ist erlaubt! Esst davon!

Aischa, Gattin des Propheten berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Vier bösartige muss man töten, abgesehen davon, ob man sich im Ihram-Zustand befindet oder nicht. Diese sind: die Gabelweih, die Krähe, die Ratte und der bissige Hund.

Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Prophet sagte: Es ist kein Vergehen, wenn man fünf Tiere tötet, abgesehen davon, ob sie im Schutzgebiet in Mekka zu finden sind, oder ob man im Weihezustand ist. Diese sind: die Ratte, der Skorpion, die Krähe, die Gabelweihe und der reißende Hund.

Kab Ibn Ugra berichtete: Der Gesandte Allahs kam zu mir zur Zeit des Al-Hudaibiya-Abkommens, während ich Feuer unter den Kochtöpfen anzündete. Dabei krochen die Läuse auf mein Gesicht. Da fragte mich der Gesandte Allahs: Schaden dir die Ungeziefer, die in deinem Kopf sind? Ich erwiderte: Ja. Da sagte er: Rasiere denn deinen Kopf und faste drei Tage, oder speise sechs Arme, oder opfere ein Schlachttier für Allah!

Ibn Abbas berichtete: Der Prophet ließ sich durch Aderlass behandelt werden, während er sich im Ihram-Zustand befand.

Ibn Buhaina berichtete: Der Prophet ließ sich durch Aderlass mitten im Kopf behandelt werden, während er sich im Ihram-Zustand befand, und zwar auf dem Weg nach Mekka.

Der Hadith von Abu Ayyub Al-Ansariy: Abdullah Ibn Hunain berichtete: Abdullah Ibn Abbas sandte mich an Abu Ayyub Al-Ansariy, den ich sich zwischen den zwei Stangen des Brunnens waschend fand, wobei er sich hinter einem Gewand verbarg. Ich begrüßte ihn. Er sagte: Wer ist das? Ich erwiderte: Das ist Abdullah Ibn Hunain.

Abdullah Ibn Abbas sandte mich an dich, um dich danach zu fragen: Wie pflegte der Gesandte Allahs seinen Kopf zu waschen, während er im Ihram-Zustand war? Abu Ayyub legte seine Hand auf das Gewand und ließ es herunter, bis ich seinen Kopf sehen konnte. Dann sagte er zu demjenigen, der Wasser schüttete: Schütte mir Wasser! Da schüttete er ihm Wasser über den Kopf. Abu Ayyub bewegte seinen Kopf mit seinen Händen, wobei er seine Hände sowie nach vorn und als auch nach hinten bewegte. Dann sagte er: So sah ich den Gesandten Allahs machen.

Ibn Abbas berichtete: Ein Mann, der sich im Ihram-Zustand befand, fiel vom Rücken seines Reittiers herab, brach dadurch sein Genick und starb. Der Prophet sagte: Wascht ihn mit Wasser und Lotuswasser, hüllt ihn in seine beiden Tücher und bedeckt seinen Kopf nicht; denn Allah wird ihn am Jüngsten Tag auferwecken, wobei er die Talbiya aussprechen wird.

Aischa berichtete: Einmal trat der Gesandte Allahs bei Dubaa Bint Az-Zubair und sagte zu ihr: Hast du beabsichtigt, die Pilgerfahrt zu unternehmen? Sie erwiderte: Bei Allah, ich habe es vor, aber ich fühle mich nicht wohl. Da sagte er zu ihr: Dann unternimm die Pilgerfahrt unter der Bedingung, dass du sagst: O Allah, ich befreie mich vom Ihram, wo Du mich zurückhältst. Sie war die Frau von Al-Miqdad.

Aischa berichtete: Wir gingen mit dem Gesandten Allahs im Jahr der Abschiedspilgerfahrt hinaus. Wir nahmen den Ihram-Zustand für eine Besuchsfahrt an. Dann sagte der Gesandte Allahs: Wer sein Opfertier mitgebracht hat, der muss die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt mit demselben Ihram unternehmen und sich vom Ihram-Zustand erst befreien, nachdem er die beiden vollzogen hat.

Als ich in Mekka ankam, war ich menstruierend. Daher konnte ich weder den Umlauf der Kaaba noch den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa verrichten, worüber ich beim Gesandten Allahs klagte. Er sagte mir: Löse dir das Haar auf und kämme es, nimm den Ihram für die Pilgerfahrt an und verzichte nun auf die Besuchsfahrt! Ich habe das getan.

Nachdem wir die Pilgerfahrt vollzogen hatten, schickte mich der Gesandte Allahs mit Abdu-r-Rahman Ibn Abu Bakr nach At-Taniem und sagte: Das ist der Ort, von dem du den Ihram für deine Besuchsfahrt annehmen kannst. So vollzog ich auch die Besuchsfahrt.

Diejenigen, die den Ihram nur für die Besuchsfahrt annahmen, verrichteten den Umlauf um die Ka`ba und den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa. Dann befreiten sie sich vom Ihram und verrichteten einen anderen Umlauf für die Pilgerfahrt, nachdem sie von Mina zurückgekehrt waren. Diejenigen aber, die die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt kombinieren wollten, verrichteten nur einen Umlauf.

Abdu-r-Rahman Ibn Abu Bakr berichtete: Der Prophet befahl ihm, Aischa hinter ihm reiten zu lassen, damit sie den Ihram von At-Taniem abnehmen konnte.

Dschabir berichtete: Wir gingen mit dem Gesandten Allahs mit dem Vorsatz, nur die Pilgerfahrt zu unternehmen, während Aischa mit dem Vorsatz kam, die Besuchsfahrt und die Pilgerfahrt mit demselben Ihram zu kombinieren. In Sarif menstruierte Aischa. Als wir eintrafen, umliefen wir die Ka`ba und verrichteten den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa. Dann befahl der Gesandte Allahs denjenigen, die keine Opfertiere bei sich hatten, sich vom Ihram-Zustand zu befreien.

Wir fragten: Was für Befreiung? Er antwortete: Völlige Befreiung. So hatten wir Geschlechtsverkehr mit unseren Ehefrauen, parfümierten uns und zogen unsere normale Kleidung an. Das ereignete sich vier Tage vor Arafa. Dann nahmen wir den Ihram am Tarwija-Tag wieder an. Der Gesandte Allahs kam zu Aischa und fand sie weinend. Er fragte sie: Was ist mit dir los? Sie antwortete: Ich habe meine Tage.

Daher habe ich mich vom Ihram-Zustand nicht gelöst, obwohl die Leute das schon gemacht hatten. Und ich lief die Kaaba nicht um, während die Leute jetzt zur Verrichtung der Pilgerfahrt gehen. Er sagte: Das ist eine Sache, die Allah den Töchtern Adams vorgeschrieben hat. So wasch dich und nimm den Ihram für die Pilgerfahrt an! Aischa hat das gemacht und die Riten der Pilgerfahrt vollzogen.

Und als sie sich reinigte, unternahm sie den Umlauf der Kaaba und den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa. Der Prophet sagte dann zu ihr: Hast du dich von dem Ihram-Zustand für beide – die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt – befreit? Da sagte sie: O Gesandter Allahs, ich fühle, dass ich das Umlaufen der Kaaba nur bei der Pilgerfahrt verrichtete. Da sagte der Prophet: Nimm sie, o Abdu-r-Rahman und lass sie von At-Taniem ihre Besuchsfahrt unternehmen! Das war in der Nacht von Al-Hasba.

Der Hadith von Dschabir Ibn Abdillah: Ata berichtete: Ich hörte unter einer Gruppe Dschabir Ibn Abdillah folgendes erzählen: Wir, die Gefährten Muhammads legten den Ihram nur für die Pilgerfahrt an. Am 4. des Monats Zul-Hidscha befahl uns der Prophet uns vom Ihram-Zustand zu befreien, wobei er sagte: Befreit euch vom Ihram-Zustand und schlaft mit euren Frauen! Ata sagte: Er verpflichtete sie nicht dazu, sondern erlaubte es ihnen. Wir sagten: Fünf Tage vor unserer Ankunft in Arafa befahl uns der Prophet Geschlechtsverkehr mit unseren Frauen zu haben. So kamen wir in Arafa in solch einem durch den nahen Geschlechtsverkehr entstandenen Zustand, und zwar dass wir Samenerguss hatten.

Ata fügte hinzu: (Dschabir deutete darauf mit der Hand und ich bemerkte als sähe ich seine Hand in Bewegung.) Dschabir erzählte weiter: Der Prophet stand unter uns und sagte: Ihr wisst schon, dass ich der Wahrheitstreuste, der Frommste und derjenige unter euch, der Allah am stärksten fürchtet. Und hätte ich keine Opfertiere bei mir gehabt, dann hätte ich mich vom Ihram-Zustand befreit, genauso wie ihr, und hätte ich das gewusst, was ich später wusste, dann hätte ich die Opfertiere nicht mitgebracht. So löst euch vom Ihram-Zustand! Also haben wir uns vom Ihram-Zustand befreit, auf den Propheten gehört und ihm gehorcht.

Dann kam Ali mit der Steuereinnahme. Der Prophet fragte ihn: Mit welchem Vorsatz hast du den Ihram angelegt? Ali antwortete: Mit diesem des Propheten. Der Gesandte Allahs sagte zu ihm: Dann schlachte deine Opfertiere und behält den Ihram-Zustand. Ali schlachtete seine Opfertiere und schenkte dem Propheten eins. Suraqa Ibn Malik Ibn Guschum sagte: O Gesandter Allahs! Gilt das nur für dieses Jahr oder auf ewig? Er antwortete: Auf ewig.

Aischa berichtete: Quraish und diejenigen, die dessen Religion folgten, pflegten in der vorislamischen Zeit in Muzdalifa zu verweilen. Man nannte sie Al-Hums (die streng Frommen). Die übrigen Araber pflegten in Arafa zu verweilen. Zur Zeit des Islams hat Allah Seinem Propheten befohlen, in Arafat zu verweilen und davon weiterzueilen, wie es im Koran heißt: Dann eilt dorthin weiter, von wo die Menschen weitereilen. [Quran 2:199]

Gubair Ibn Mutim berichtete: Ich verlor ein Kamel und ging am Tag von Arafa es suchend heraus. Da sah ich den Gesandten Allahs mit den Leuten auf Arafa stehen. Da sagte ich: O! Bei Allah, er gehört zu den Al-Hums! Was macht er denn da? Quraish wurde damals für einen von den Hums gehalten.

Abu Musa berichtete: Ich kam zum Gesandten Allahs als er in Batha gelagert war. Er fragte mich: Hast du die Pilgerfahrt unternommen? Ich antwortete: Ja! Er sagte: Mit welchem Vorsatz hast du den Ihram angelegt? Ich sagte: Labbaika! Hier komme ich mit dem Vorsatz wie dem des Propheten. Er sagte: Du hast gut gemacht. Verrichte denn den Umlauf der Ka`ba und den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa und dann löse dich vom Ihram-Zustand!

So lief ich um die Kaaba herum und zwischen As-Safa und Al-Marwa. Dann ging ich zu einer Frau von Banu Qais, die mich entlauste. Dann nahm ich den Ihram noch einmal für die Pilgerfahrt an. Demnach pflegte ich den Menschen Rechtsgutachten über die Pilgerfahrt zu geben, bis es das Kalifat von Umar war. Alsdann sagte ein Mann zu mir: O Abu Musa! oder O Abdullah Ibn Qais! Hält ein bisschen mit der Abgabe deiner Rechtsgutachten zurück. Du weißt doch nicht, was der Fürst der Gläubigen in die Riten nach dir eingeführt hat.

Da sagte ich: O ihr Menschen! Wen wir ein Rechtsgutachten gegeben haben, der soll warten, da der Fürst der Gläubigen zu euch kommen wird, und ihm sollt ihr folgen. Umar kam danach und ich habe ihm das mitgeteilt. Er sagte: Befolgen wir das Buch Allahs, finden wir, dass es uns befiehlt, die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt zu vollenden. Und befolgen wir die Sunnah des Gesandten Allahs finden wir, dass der Gesandte Allahs sich vom Ihram-Zustand gelöst hat, erst nachdem das Opfertier seinen Bestimmungsort erreicht hatte.

Umar berichtete: Abu Musa sagte, dass er Rechtsgutachten über At-Tamattu zu geben pflegte. Einmal sagte ein Mann zu ihm: Hält ein bisschen mit der Abgabe deiner Rechtsgutachten zurück. Du weißt doch nicht, was der Fürst der Gläubigen in die Riten nach dir eingeführt hat. Später begegnete er ihm und fragte ihn danach. Umar erwiderte: Ich weiß schon, dass der Prophet und seine Gefährten das gemacht hatten. Ich aber verabscheute, dass ein Mann mit seiner Frau unter den Schatten der Bäume geschlechtlich verkehrt und die Pilgerfahrt dann beginnt, während das Wasser von seinem Kopf noch tröpfelt.

Der Hadith von Ali: Abdullah Ibn Schaqieq berichtete: Uthman pflegte, At-Tamattu zu verbieten, während Ali es zu erlauben pflegte. Einmal sagte er zu Ali ein paar Worte. Da sagte Ali: Du weißt, dass wir zur Zeit des Gesandten Allahs Tamattu gemacht haben. Uthman sagte: Ja, aber wir hatten damals Angst.

Der Hadith von Imran Ibn Hussain: Mutarif berichtete: Imran Ibn Hussain sagte mir: Heute erzähle ich dir einen Hadith, der dir in Zukunft nützen wird. Der Hadith ist, dass der Gesandte Allahs einige von seiner Familie den Ihram für die Besuchsfahrt in den ersten zehn Tagen des Dhul-Hidscha anlegen ließ. Kein Koranvers wurde offenbart, um das zu abrogieren. Bis zum Tod des Gesandten Allahs verbot er es auch nicht. Falls jemand eine andere Meinung darüber hat, dann ist das eine persönliche Meinung.

Abdullah Ibn Umar berichtete: In der Abschiedspilgerfahrt unternahm der Gesandte Allahs das At-Tamattu und schlachtete die Opfertiere, die er von Zul-Hulaifa mitgebracht hat. Zuerst nahm der Gesandte Allahs den Ihram für die Besuchsfahrt an und dann noch einmal für die Pilgerfahrt. Die Leute unternahmen mit ihm das At-Tamattu. Die einen von ihnen haben die Opfertiere schon mitgebracht; die anderen aber nicht. Als der Gesandte Allahs in Mekka ankam, sagte er zu ihnen:

Wer von euch die Opfertiere mitgebracht hat, der darf seinen Ihram-Zustand nicht beenden, bis er die Pilgerfahrt verrichtet. Wer aber keine Opfertiere mitgebracht hat, der soll die Kaaba umschreiten, zwischen As-Safa und Al-Marwa laufen, das Haar schneiden, seinen Ihram-Zustand für die Besuchsfahrt dann beenden, einen neuen Ihram für die Pilgerfahrt anlegen und Opfertiere schlachten. Wer sich die Opfertiere nicht leisten kann, der soll drei Tage während der Pilgerfahrt und noch sieben andere nach seiner Rückkehr in die Heimat fasten.

Der Gesandte Allahs verrichtete die Umschreitung, als er in Mekka ankam. Zuerst küsste er die Ecke der Kaaba, umlief sie dreimal und dann geht die übrigen vier Umläufe herum. Als er die Umschreitung vollzog, verrichtete er zwei Rakkas beim Standplatz des Abraham und sprach dann die Abschlussformel des Gebets, und zwar: As-Salamu Alaikum. Er ging dann zum Hügel As-Safa und lief siebenmal zwischen den Hügeln As-Safa und Al-Marwa. Er beendete seinen Ihram-Zustand nicht, bis er die Pilgerfahrt verrichtete und das Opfertier am Opfertag schlachtete. Danach eilte er weiter und umschritt die Kaaba. Dann wurde ihm alles erlaubt, was ihm im Ihram-Zustand verboten war. Wer unter den Leuten die Opfertiere mitgebracht hat, der machte das Gleiche wie der Gesandte Allahs.

`A´ischa, Gattin des Propheten berichtete: Der Gesandte Allahs unternahm das At-Tamattu` (die Trennung zwischen der Besuchsfahrt und der Pilgerfahrt durch Lösung des Ihrams); und die Leute haben das gemacht.

Hafsa, Gattin des Propheten berichtete: Ich sagte zum Gesandten Allahs: O Gesandter Allahs, warum hast du dich vom Ihram-Zustand nach der Besuchsfahrt nicht befreit, obwohl die Leute sich schon vom Ihram-Zustand befreit haben? Er sagte: Ich klebte mein Haar zusammen und bestimmte die Opfertiere. So werde ich mich vom Ihram-Zustand erst nach Schlachtung der Opfertiere befreien.

Der Hadith von Abdullah Ibn Umar: Nafi berichtete, dass Abdullah Ibn Umar beim Aufruhr aufbrach, um die Besuchsfahrt zu verrichten. Er sagte: Falls wir am Erreichen des Hauses gehindert werden, dann machen wir genauso, wie wir zur Zeit des Gesandten Allahs gemacht haben. So nahm er den Ihram für die Besuchsfahrt an und machte sich auf den Weg, bis er sich der Wüste Al-Baida´ näherte.

Da wandte er sich seinen Mitreisenden zu und sagte: Ich nehme euch zu meinen Zeugen, dass ich mich verpflichte, beide, die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt, zu unternehmen, denn ihre Angelegenheit ist dieselbe. Er ging dann fort, führte die sieben Umschreitungen der Ka`ba durch und lief siebenmal zwischen den beiden Hügeln As-Safa und Al-Marwa. Zudem machte er nichts; er glaubte, dass das genug war. Er schlachtete auch das Opfertier.

Anas berichtete: Ich hörte den Propheten die Formel der Talbiya (Labbaika Allahuma Labbaik) = (Hier komme ich, o Herr! Hier komme ich, o Herr!) für beide – die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt – zusammen aussprechen.

Ibn Umar berichtete: Als der Gesandte Allahs in Mekka ankam, lief er um die Ka`ba siebenmal herum. Darauf betete er zwei Rakkas hinter Al-Maqaam (Standplatz Abrahams) und verrichtete anschließend den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa. Wirklich, der Gesandte Allahs ist für euch das beste Vorbild!

Aischa berichtete: Als der Gesandte Allahs in Mekka zur Verrichtung der Pilgerfahrt ankam, unternahm er als erstes die Gebetswaschung und dann umlief er das Haus.

Der Hadith von Asma: Abdullah, der Diener von Asma Bint Abu Bakr, sagte, dass jedes Mal wenn Asma an Al-Hagun vorbeiging, pflegte sie zu sagen: Allah möge Seinem Gesandten Segen und Heil schenken! Wir verweilten hier mit ihm. An jenem Tag hatten wir leichte Lasten, wenige Reittiere und kleine Reisevorräte. Ich verrichtete die Besuchsfahrt und so machten meine Schwester, Az-Zubair, Soundso und Soundso. Nachdem wir die Ka`ba mit der Hand gestrichen hatten, beendeten wir den Ihram-Zustand. An demselben Abend legten wir den Ihram für die Pilgerfahrt wieder an.

Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs nahm den Ihram für eine Besuchsfahrt an, während seine Gefährten den Ihram für die Pilgerfahrt annahmen. So beendeten der Gesandte Allahs und die einen Gefährten, die ihre Opfertiere mitbrachten, den Ihram-Zustand nicht, während die anderen übrigen Gefährten sich vom Ihram-Zustand befreiten. Talha Ibn Ubaidillah war unter denjenigen, die ihre Opfertiere mitbrachten. Deshalb befreite er sich vom Ihram-Zustand nicht.

Ibn Abbas berichtete: Sie haben die Besuchsfahrt in den Monaten der Pilgerfahrt als eine der sündigsten Sachen auf der Erde angesehen. Sie verwechselten den Monat Muharram mit dem Safar und sagten: Wenn sich die Kamele ausruhen und ihre Rücken wieder wohl werden, und wenn die Spuren der Pilger von den Wegen verschwinden und der Monat Safar zu Ende geht, dann darf man die Besuchsfahrt verrichten.

Am vierten Tag des Monats Dhul-Hidscha kamen der Gesandte Allahs und seine Gefährten im Ihram-Zustand für die Pilgerfahrt. Der Gesandte Allahs befahl ihnen, den Ihram für die Besuchsfahrt anstatt der Pilgerfahrt anzunehmen. Das war ihnen unfassbar; deshalb fragten sie den Gesandten Allahs: Welche Befreiung meinst du? Er erwiderte: Die völlige Befreiung vom Ihram.

Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs verrichtete das Mittagsgebet in Dhul-Hulaifa. Er ließ dann seine Kamelin zu sich kommen, verletzte sie auf der rechten Seite ihres Höckers und entfernte dann das Blut von ihr. Er bekränzte sie dann, wobei er zwei Sandalen zu ihrem Hals band. Danach ritt er auf seiner Reitkamelin. Als er Al-Baida´ erreichte, sprach er das Talbiya für die Pilgerfahrt aus.

Ibn Abbas berichtete: Muawiya sagte zu mir: Weißt du, dass ich ein paar Haare des Gesandten Allahs beim Hügel Al-Marwa mit Hilfe eines Pfeils mit breiter Spitze abgeschnitten habe? Ich erwiderte: Ich weiß das nur als ein Argument gegen dich!

Anas berichtete: Als Ali von dem Jemen kam, fragte ihn der Prophet: Mit welchem Vorsatz hast du den Ihram angelegt? Ali erwiderte: Ich legte ihn mit dem gleichen Vorsatz wie dem des Propheten an. Da sagte der Gesandte Allahs: Hätte ich keine Opfertiere mitgebracht, hätte ich den Ihram-Zustand beendet!

Anas berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: (Ich bin hier, Dir zu Diensten, o Allah, zur Besuchsfahrt und zur Pilgerfahrt – Ich bin hier, Dir zu Diensten, o Allah, zur Besuchsfahrt und zur Pilgerfahrt) So nahm er mit diesen Worten den Ihram-Zustand für beide, die Besuchsfahrt und die Pilgerfahrt, an.

Anas berichtete: Viermal vollzog der Gesandte Allahs die Besuchsfahrt. Jedes Mal war es im Monat Dhul-Qida mit Ausnahme jener Besuchsfahrt, die er in Verbindung mit seiner Pilgerfahrt verrichtete. Diese Besuchsfahrten waren: Die eine, die von Al-Hudaibiya oder zur Zeit des Al-Hudaibiya-Abkommens war; die zweite fand im folgenden Jahr statt; die dritte war die von Girana, als er die Beute des Kriegszugs von Hunain verteilte; und die letzte Besuchsfahrt verrichtete er zusammen mit der Abschiedspilgerfahrt.

Der Hadith von Zaid Ibn Arqam: Abu Ishaq berichtete: Ich fragte Zaid Ibn Arqam: An wie vielen Kriegszügen hast du mit dem Gesandten Allahs teilgenommen? Er sagte: siebzehn. Zaid Ibn Arqam erzählte mir auch, dass der Gesandte Allahs neunzehn Kriegszüge unternahm und nur eine einzige Pilgerfahrt nach seiner Auswanderung aus Mekka verrichtete, nämlich die Abschiedspilgerfahrt.

Der Hadith von Aischa: Urwa Ibn-az-Zubair berichtete: Einmal saßen Ibn Umar und ich und stützten uns dabei auf die Wand des Zimmers Aischas. Wir konnten sie ihren Mund mit einem Siwak säubern hören. Ich sagte dann: O Abu Abdu-r-Rahman, hat der Prophet die Besuchsfahrt im Ragab verrichtet? Er antwortete: Ja!

Da sagte ich zu Aischa: O Mutter, hörst du nicht, was Abu Abdu-r-Rahman sagt? Sie fragte: Und was sagt er? Ich sagte: Er sagt, der Prophet habe die Besuchsfahrt im Monat Ragab verrichtet. Da sagte sie: Allah möge Abu Abdu-r-Rahman vergeben! Bei meinem Leben, der Prophet hat die Besuchsfahrt nie im Ragab verrichtet. Er hat sie auch nie verrichtet, ohne von begleitet zu werden. Ibn `Umar hörte das, und sagte weder Ja noch Nein, sondern blieb schweigend.

Der Hadith von Ibn Abbas: Ata Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte einmal zu einer Frau von den Ansar, die Ibn Abbas nannte und deren Namen ich trotzdem vergaß: Was hinderte dich daran, die Pilgerfahrt mit uns zu vollziehen? Die Frau antwortete: Wir haben nur zwei Kamele: das eine Kamel, auf dem mein Mann und mein Sohn zur Pilgerfahrt ritten, und das andere Kamel, auf dem das Wasser herbeigeschafft wird. Da sagte ihr der Prophet: Wenn der Ramadan kommt, vollziehe in ihm die Besuchsfahrt; denn der Lohn einer Besuchsfahrt im Ramadan gleicht dem einer Pilgerfahrt!

Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs pflegte aus durch den Schagara-Weg herauszukommen und durch den Weg von Al-Muarras hereinzukommen. Andererseits pflegte er in Mekka durch den oberen Engpass hereinzukommen und durch den unteren Engpass herauszukommen.

Aischa berichtete: Als der Prophet nach Mekka kam, kam er durch den oberen Engpass herein und durch den unteren Engpass heraus.

Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs übernachtete in Zu-Tuway. Als es morgen wurde, betrat er Mekka erst dann.

Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs richtete sein Gesicht auf die zwei Durchgänge des Berges, der ihn vom langen Berg trennte, in Richtung der Kaaba. Dadurch lag die dort aufgebaute Moschee auf der linken Seite der am Ende des schwarzen Hügels gebauten Moschee. Die Gebetsstätte des Gesandten Allahs lag darunter und zwar auf dem schwarzen Hügel. Er verließ etwa zehn Ellen vom schwarzen Hügel, dann stand mit seinem Gesicht auf Richtung der zwei Durchgänge des langen Berges, der zwischen ihm und der Kaaba lag, und verrichtete das Gebet.

Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs pflegte beim ersten Umlaufen der Kaaba die ersten drei Umrundungen im Laufschritt zu verrichten und die übrigen vier normal zu gehen. Er pflegte auch in den Talboden beim Verrichten des Laufes zwischen As-Safa und Al-Marwa zu laufen.

Der Hadith von Ibn Abbas: Abu-t-Tufail berichtete: Ich sagte zu Ibn Abbas: Gehört es wirklich zu der Sunnah, dass man bei den ersten drei Umschreitungen der Kaaba laufen und bei der übrigen vier gehen soll? Deine Leute behaupten, dieses Vergehen gehöre zur Sunnah. Er erwiderte: Sie sagten die Wahrheit und sie logen. Da sagte ich: Was soll denn das bedeuten? Er erwiderte: Als der Gesandte Allahs und seine Gefährten nach Mekka kamen, sagten die Götzendiener: Muhammad und seine Gefährten können die Ka`ba wegen ihrer Abmagerung nicht umschreiten. Sie waren damals von Neid erfüllt.

Daher befahl der Gesandte Allahs seinen Gefährten, um die Kaaba dreimal zu laufen und viermal zu gehen. Ich sagte ihm weiter: Teil mir denn mit, ob es auch zur Sunnah gehört, dass man den Lauf zwischen den beiden Hügeln As-Safa und Al-Marwa reitend verrichtet! Deine Leute behaupten, dass das zur Sunnah gehöre. Er erwiderte: Sie sagten die Wahrheit und sie logen auch. Ich sagte: Was soll das denn bedeuten?

Er sagte: Ungeheure Menschenmengen sammelten sich um den Gesandten Allahs so dass sogar die Jungfrauen aus ihren Häusern herauskamen. Dabei sagten die Menschen: Das ist Muhammad! Das ist Muhammad! Die Leute um den Gesandten Allahs wichen nicht zurück und machten ihm keinen Weg. Als ihn nun Scharen von Menschen umgaben, musste er reiten. Das Laufen und das Gehen sind jedoch besser.

Abdullah Ibn Umar berichtete: Ich sah den Gesandten Allahs keine Stelle im Haus berühren außer den beiden Jemenitischen Ecken.

Der Hadith von Umar Ibnal Khattab: Umar küsste den Schwarzen Stein und sagte: Ich weiß wohl, dass du nur ein Stein bist. Hätte ich selbst nicht gesehen, dass der Gesandte Allahs dich geküsst hat, dann hätte ich dich nicht geküsst!

Ibn Abbas berichtete: In der Abschiedspilgerfahrt ritt der Gesandte Allahs während der Umrundung der Ka`ba auf einem Kamel und berührte die Ecke mit einem Krummstock.

Umm Salama berichtete: Ich klagte über meine Krankheit beim Gesandten Allahs. Da sagte er: Du darfst die Kaaba hinter den Leuten reitend umlaufen. So habe ich die Kaaba reitend umlaufen, während der Gesandte Allahs dabei das Gebet neben der Kaaba verrichtete und den Koranvers (Bei dem Berge und bei dem Buche, das geschrieben ist) rezitierte.

Der Hadith von Aischa: Urwa berichtete: Ich sagte einmal zu Aischa: Ich glaube, es macht nichts aus, wenn man den Lauf zwischen Safa und Marwa nicht durchführt. Sie sagte: Warum sagst du das? Ich erwiderte: Weil Allah, der Hocherhabene, sagt: Wahrlich, As-Safa und Al-Marwa gehören zu den Kultstätten Allahs… [Quran 2:158] bis zum Ende des Koranverses. Da sagte sie: Allah hält die Pilgerfahrt oder die Besuchsfahrt des einen Menschen nicht für vollendet, wenn er keinen Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa durchführt. Wäre es so gemeint, wie du sagst, so hätte es gelautet ‚Es ist kein Vergehen, wenn man den Lauf zwischen ihnen nicht durchführt.‘

Weißt du den Anlass zur Offenbarung dieses Koranverses? Er wurde wegen der Ansar offenbart, denn sie pflegten in der vorislamischen Zeit für zwei Götzenfiguren namens Isaf und Naela, die sich in der Nähe vom Meeresstrand befanden, in den Weihezustand zu treten, den Lauf zwischen den zwei Hügeln As-Safa und Al-Marwa durchzuführen und sich anschließend das Haar abrasieren zu lassen. Nachdem sie sich zum Islam bekannt hatten, verabscheuten sie es, den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa durchzuführen wegen dessen, was sie zur vorislamischen Zeit zu tun pflegten. Deshalb offenbarte Allah den Koranvers: Wahrlich, As-Safa und Al-Marwa gehören zu den Kultstätten Allahs… Und sie hatten den Lauf zwischen beiden zu verrichten.

Anas berichtete: Die Ansar verabscheuten, den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa durchzuführen, bis der Koranvers Wahrlich, As-Safa und Al-Marwa gehören zu den Kultstätten Allahs; und wer zu dem Hause pilgert oder die Besuchsfahrt vollzieht, für den ist es kein Vergehen, wenn er beide umschreitet [Quran 2:158] offenbart wurde.

Usama Ibn Zaid berichtete: Ich ritt hinter dem Gesandten Allahs als er von Arafa zurückkehrte. Als er die linke Seite des in der Nähe von Al-Muzdalifa liegenden Berges erreichte, stieg er von seinem Reittier ab, um zu urinieren. Danach schüttete ich ihm Wasser, damit er sich wusch. Er verrichtete aber eine leichte Gebetswaschung. Ich sagte ihm: Das Gebet, o Gesandter Allahs! Er aber sagte: Das Gebet wartet auf dich vorn. Er ritt weiter bis zum Al-Muzdalifa. Dort verrichtete er das Gebet. Dann ritt Al-Fadl hinter dem Gesandten Allahs an jenem Morgen, an dem sie nach Al-Muzdalifa gehen sollten.

Abdullah Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs hörte nicht mit dem Aussprechen der Formel der Talbiya (Hier bin ich, Dir zu Diensten, o Allah) auf, bis er die Steine warf.

Der Hadith von Anas Ibn Malik: Muhammad Ibn Abu Bakr Ath-Thaqafiy fragte Anas Ibn Malik, als sie von Mina in Richtung Arafats herauskamen: Was habt ihr mit dem Gesandten Allahs an diesem Tag gemacht? Er sagte: Die einen von uns sprachen die Formel der Talbija aus, ohne deswegen getadelt zu werden, und die anderen sprachen die Formel des Takbir (Allahu Akbar) aus, ohne deswegen getadelt zu werden.

Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs kam eilig aus Arafa mit Usama hinter ihm auf dem Reittier. Usama sagte: Wir fuhren in diesem Zustand weiter, bis wir Gam erreichten.

Der Hadith von Usama Ibn Zaid: Urwa Ibn-az-Zubair, berichtete: Usama wurde gefragt, als ich bei ihm war, oder er sagte: Ich selbst fragte Usama Ibn Zaid, da er hinter dem Gesandten Allahs von Arafa ritt: Wie schnell ritt der Gesandte Allahs als er von Arafa strömte? Usama erwiderte: Normalerweise in mittlerer Geschwindigkeit und in größerer im offenen Land.

Abu Ayyub berichtete: Ich verrichtete das Abend- und das Nachtgebet in Al-Muzdalifa während der Abschiedspilgerfahrt mit dem Gesandten Allahs.

Abdullah Ibn Masud berichtete: Es sind nur zweimal, dass ich den Gesandten Allahs das Gebet zu einer anderen Zeit als dessen festgelegten Zeit verrichten sah: das eine Mal verrichtete er das Abend- und das Nachtgebet direkt hintereinander in Gam; und das andere Mal verrichtete er am nächsten Morgen das Morgendämmerungsgebet vor dessen üblichen Zeit.

Aischa berichtete: Sauda bat den Gesandten Allahs um Erlaubnis dazu, in der Nacht von Al-Muzdalifa nach Mina vor ihm und vor den anderen Pilgern aufzubrechen. Sauda war eine recht beleibte Frau (Al-Qasim sagte: ‚beleibt‘ bedeutet dick und deswegen nur langsam gehen können). Der Prophet erlaubte es ihr. So ritt sie los vor seinem Aufbruch. Wir blieben in Al-Muzdalifa bis zum Morgen, dann brachen wir mit dem Propheten auf. Ich wünschte, dass ich, wie Sauda, den Gesandten Allahs um Erlaubnis zum vorzeitigen Aufbruch geboten hätte; denn es erfreute mich damals nichts anders, als dass ich nach seiner Erlaubnis aufgebrochen wäre.

Der Hadith von Asma: Abdullah, der Diener von Asma, berichtete: Während unseres Aufenthalts in Al-Muzdalifa fragte Asma mich: Ist der Mond schon untergegangen? Ich sagte: Nein, noch nicht! So betete sie eine Stunde lang und fragte dann nochmals: O mein Sohn, ist der Mond schon untergegangen? Ich antwortete: Ja! Da sagte sie: Dann lass uns aufbrechen! Wir ritten also los. Dort warf sie die Steine und verrichtete das Gebet in ihrer Stelle. Ich sagte dann zu ihr: O gnädige Frau, wir sind vor Anbruch des Morgens aufgebrochen. Da sagte sie: Doch nein, mein Sohn! Der Prophet erlaubte es den Frauen auf Reisen, dies zu tun.

Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs sandte mich in der Nacht von Gam mit dem Reisegepäck oder mit einigen schwachen Leuten.

Der Hadith von Abdullah Ibn Umar: Salem Ibn Abdullah berichtete: Abdullah Ibn Umar pflegte die Schwachen unter seinen Angehörigen ihm vorangehen zu lassen, damit sie in der Nacht bei Al-Maschar Al-Haram in Muzdalifa Aufenthalt nehmen konnten. Inzwischen konnten sie Allahs soviel gedenken, wie sie wollten, und dann strömen vor dem Aufenthalt und dem Strömen des Imams. Einige von ihnen erreichten Mina zur Zeit des Morgendämmerungsgebets und einige kamen später. Wenn sie kamen, warfen sie die Steine. Ibn Umar pflegte zu sagen: Es war der Gesandte Allahs der es ihnen erlaubte.

Der Hadith von Abdullah Ibn Masud: Abdu-r-Rahman Ibn Yazid berichtete: Abdullah warf die Steine vom Talgrund. So sagte ich ihm: O Abu `Abdu-r-Rahman, manche Leute werfen die Steine von oben. Da erwiderte `Abdullah Ibn Mas`ud: Bei Allah, außer Dem es keinen anderen Gott gibt, das ist die Stelle, wo die Sure Al-Baqara dem Gesandten Allahs offenbart wurde.

Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs und einige seiner Gefährten ließen sich das Haar rasieren; die anderen ließen es aber kurz geschnitten werden. Der Gesandte Allahs sagte: O Allah, erbarme Dich derjenigen, die sich das Haar rasieren lassen! Er sagte das ein- oder zweimal und sagte dann: Erbarme Dich auch derjenigen, die sich das Haar abschneiden lassen!

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: O Allah, erbarme Dich derjenigen, die ihre Häupter geschoren haben! Einige Menschen sagten: O, Gesandter Allahs! Und auch derjenigen, die ihr Kopfhaar abgeschnitten haben. Da sagte er: O Allah, erbarme Dich derjenigen, die ihre Häupter geschoren haben! Einige Menschen sagte: Und auch derjenigen, die ihr Kopfhaar abgeschnitten haben, o Gesandter Allahs. Er erwiderte: O Allah, erbarme Dich derjenigen, die ihre Häupter geschoren haben! Die Menschen sagten wieder: O Gesandter Allahs, und derjenigen, die ihr Kopfhaar abgeschnitten haben. Da sagte er: Und derjenigen, die ihr Kopfhaar abgeschnitten haben!

Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs ließ sich das Kopfhaar in der Abschiedspilgerfahrt abrasieren.

Anas Ibn Malik berichtete: Der Gesandte Allahs kam nach Mina. Er kam zum Ritus des Steinewerfens und warf sie; dann kehrt er zu seinem Lager in Mina zurück und brachte sein Opfer dar. Danach sprach er zum Haarschneider: Nimm!, und zeigte auf seine rechte Seite und dann auf die linke. Sodann gab er (die abgeschnittenen Haare) den Leuten.

Abdullah Ibn Amr Ibnal As berichtete: Während der Abschiedspilgerfahrt nahm der Gesandte Allahs einen Aufenthalt in Mina, und die Leute fragten ihn dort nach den Riten der Pilgerfahrt. Ein Mann sagte: O Gesandter Allahs, ich habe mich versehentlich rasiert, bevor ich das Opfertier geschlachtet hatte. Der Prophet sagte: Schlachte dein Opfertier jetzt, das macht nichts!

Ein anderer Mann sagte: O Gesandter Allahs, versehentlich habe ich das Opfertier geschlachtet, bevor ich die Steine geworfen hatte! Der Prophet sagte: Wirft die Steine jetzt, das macht nichts! Noch viele andere Fragen wurden dem Gesandten Allahs an diesem Tag hinsichtlich der Riten der Pilgerfahrt, die in falscher Reihenfolge durchgeführt worden waren, vorgelegt, und immer antwortete er: Mach es jetzt, das macht nichts!

Ibn Abbas berichtete: Der Prophet wurde nach dem Opfertier-Schlachten, dem Rasieren, dem Steinewerfen, der Voran- und Zurückstellung gefragt. Da sagte er: Das macht nichts!

Der Hadith von Anas Ibn Malik: Abdul-Aziz Ibn Rufai sagte zu Anas Ibn Malik: Teil mir etwas mit, das du vom Gesandten Allahs gelernt hast! Wo verrichtete er das Mittagsgebet am Tag von Tarwiya? Er sagte: In Mina. Er fragte: Und wo verrichtete er das Nachmittagsgebet am Tag von An-Nafr? Er sagte: In Al-Abtah. Also mach es so, wie die Leute machen, denen die Leitung der Pilgerfahrt übertragen wurde!

Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs Abu Bakr und Umar pflegten, in Al-Abtah Aufenthalt zu nehmen.

Aischa berichtete: Der Aufenthalt in Al-Abtah ist kein Sunnah. Der Gesandte Allahs nahm aber seinen Aufenthalt dort, denn es war ihm leichter, von dort zurückzukehren.

Ibn Abbas berichtete: At-Tahsieb ist nichts anders als ein Ort, an dem der Gesandte Allahs einen Aufenthalt nahm.

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Morgen, so Allah es will, nehmen wir Aufenthalt in Khaif Banu Kinana, wo sie sich gegenseitig die Eide abgenommen, über die Muslime den Boykott zu verhängen.

Ibn Umar berichtete: Al-Abbas Ibn Abdel Mottalib bat den Gesandten Allahs um Erlaubnis, die Nächte, die die Pilger in Mina verbringen sollen, in Mekka anstatt in Mina wegen seiner Aufgabe, die Pilger Wasser zu geben, zu übernachten. Er erlaubte es ihm.

Ali berichtete: Der Gesandte Allahs befahl mir, seine Opfertiere zu überwachen; ihre Fleische, Häute und ihre Satteldecke zu spenden; und dem Schlächter nichts davon als Lohn für seine Arbeit zu geben. Er sagte: Wir geben ihm etwas anders.

Dschabir Ibn Abdullah berichtete: Im Jahr vom Hudaibiya-Abkommen schlachteten wir mit dem Gesandten Allahs Kamel für sieben Personen und eine Kuh für sieben Personen.

Der Hadith von Ibn Umar: Ziyad Ibn Gubair berichtete, dass Ibn Umar zu einem Mann kam, während er sein Kamel schlachtete, das niederkniend war. Da sagte Ibn Umar zu ihm: Lass es gefesselt stehen (dann schlachte es) nach der Sunnah eures Propheten!

Aischa berichtete: Der Gesandte Allahs pflegte, die Opfertiere von Medina nach Makka zu schicken. Deshalb flochte ich Halsgehänge für seine Opfertiere. Danach vermied er nichts, was der Muhrim vermeidet.

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sah einen Mann, der ein Kamel, das er als Opfer bringen wollte, vor sich hertrieb. Er sagte zu ihm: Reite das Tier doch! Der Mann entgegnete: Aber es ist doch ein Opfertier! Er sagte: Wehe dir! Steig auf und reite es!

Anas berichtete: Der Gesandte Allahs ging an einem Mann vorbei, der Kamel, das er als Opfer bringen wollte, vor sich hertrieb. Er sagte zu ihm: Reite das Tier doch! Der Mann entgegnete: Aber es ist doch ein Opfertier! – Steig auf und reit es! Er wiederholt diesen Satz zwei- oder dreimal.

Ibn Abbas berichtete: Nach dem Vollziehen der Ritten der Pilgerfahrt gingen die Leute ihrer Wege, ohne die Kaaba noch mal zu besuchen. Der Gesandte Allahs sagte: Niemand darf weggehen, bis er die letzte Umschreitung um das Haus durchführt.

Der Hadith von Bilal: Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs hat das Haus mit Usama, Bilal und Uthman Ibn Talha Al-Hagbiy betreten. Er hat die Tür hinter ihm geschlossen und ist dann darin geblieben. Ibn Umar setzte seinen Bericht fort: Ich fragte Bilal, als er aus der Kaaba herauskam: Was hat der Gesandte Allahs gemacht? Er sagte: Er stand darin, wo zwei Säulen zu seiner Linken, eine Säule zu seiner Rechten und drei Säulen hinter ihm standen, und dann betete er. Damals war die Ka`ba auf sechs Säulen gegründet.

Der Hadith von Usama Ibn Zaid: Ibn Guraig hat uns folgendes mitgeteilt: Ich fragte Ata: Hast du Ibn Abbas sagen gehört: Euch ist die Umschreitung der Kaaba vorgeschrieben, nicht aber sie zu betreten? Ata antwortete: Ibn Abbas verbot den Eintritt in die Kaaba nicht. Aber ich hörte ihn sagen: Usama Ibn Zaid hat mir mitgeteilt, dass der Prophet in allen Seiten der Kaaba Allah anrief, als er sie betrat. Er verrichtete kein Gebet darin, bis er ausging. Nachdem er aus der Kaaba ausgegangen war, betete er zwei Raka vor der Kaaba und sagte: Das ist eure Gebetsrichtung. Ich sagte: Was sind ihre Seiten? Ist sie ihre Ecken? Er sagte: Das heißt alle ihre Wände.

Ibn Abbas berichtete: Der Prophet trat in die Kaaba ein, die sechs Säulen enthält. Bei einer Säule sprach er ein Bittgebet aus und verrichtete kein Gebet.

Der Hadith von Abdullah Ibn Abi Aufa: Isma`il Ibn Abu Khalid berichtete: Ich sagte zu Abdullah Ibn Abu Aufa, Gefährten des Gesandten Allahs: Trat der Prophet in die Kaaba während seiner Umra ein? Er erwiderte: Nein.

Aischa berichtete: Der Gesandte Allahs sagte zu mir: Hätten deine Stammesgenossen nicht erst vor kurzem den Islam angenommen, würde ich die Kaaba niederreißen und sie auf dem alten Fundament, das Ibrahim errichtet hat, wieder aufbauen und eine Hintertür für sie errichten; als die Quraish die Kaaba aufbauten, hatten sie damals für den Wiederaufbau nur geringe Mittel zur Verfügung. Daher verkleinerten sie den Bau.

Abdullah Ibn Abbas berichtete: Als Al-Fadl Ibn Abbas hinter dem Gesandten Allahs ritt, kam eine Frau vom Stamm Khatham, um den Gesandten Allahs um Belehrung zu fragen, und Al-Fadl fing damit an, sie anzuschauen, während sie ebenfalls damit anfing, ihn anzuschauen. Der Gesandte Allahs machte das Gesicht von Al-Fadl auf die andere Richtung. Die Frau sagte dann: O Gesandter Allahs, die Pilgerfahrt, die Allah Seinen Dienern zur Pflicht gemacht hat, wurde verkündet, als mein Vater sehr alt wurde und sich auf dem Reittier nicht mehr festhalten konnte. Darf ich die Pilgerfahrt für ihn vornehmen? Er antwortete: Ja! Und dies geschah während der letzten Pilgerfahrt.

Al-Fadl berichtete: Eine Frau vom Stamm Khatham sagte: O Gesandter Allahs, mein Vater wurde sehr alt, und ihm hat Allah die Pilgerfahrt zur Pflicht gemacht. Er kann sich auf seinem Reittier nicht mehr festhalten. Da sagte der Prophet: Nimm die Pilgerfahrt für ihn vor!

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs hielt eine Rede vor uns und sagte: Ihr Leute, Allah hat euch die Pilgerfahrt zur Pflicht gemacht, nehmt die Pilgerfahrt vor! Ein Mann fragte: Müssen wir dies jedes Jahr machen, Gesandter Allahs? Er schwieg, bis der Mann die Frage dreimal wiederholte. Dann sagte er: Hätte ich ja gesagt, da wäre es euch Pflicht gewesen, und ihr könntet es doch nicht erledigen. Da ich geschwiegen habe, fragt mich nicht inständig! Diejenigen, die vor euch lebten, sind zugrunde gegangen wegen ihrer vielen Fragen und des Meinungsunterschieds über ihre Propheten. Was ich euch befohlen habe, das befolgt, so gut es euch möglich ist! Was ich aber verboten habe, dessen enthaltet euch.

Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Eine Frau darf nicht mehr als drei Tage allein reisen, sonst muss sie mit einem Mahram (einem Mann aus dem Personenkreis, aus dem die Heirat mit der Frau ausgeschlossen ist, wie Vater, Bruder, Onkel, Sohn, Enkel… usw.) reisen.

Abu Said berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Nur zu drei Moscheen sollt ihr Reisen unternehmen: Meine Moschee, die Heilige Moschee und Al-Aqsa-Moschee. Ich hörte ihn auch sagen: Eine Frau darf nicht zwei Tage auf Reise sein, ohne dass sie von einem Mahram oder von ihrem Ehemann begleitet wird.

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Es ist einer muslimischen Frau nicht erlaubt, einen Tag auf Reise zu sein, es sei denn, dass ein Mann, den sie nicht heiraten darf, sie dabei begleitet.

Abu Said Al-Khudriy berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Eine Frau, die an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, darf nicht drei Tage oder mehr reisen, sonst muss sie mit ihrem Vater, Sohn, Mann, Bruder oder mit einem Mahram reisen.

Ibn Abbas berichtete: Ich habe den Propheten folgendes sagen hören: Kein Mann darf sich mit einer Frau ohne einen Mahram in Zweisamkeit zurückziehen; und eine Frau darf nur mit einem Mahram reisen. Ein Mann stand auf und sagte: O Gesandter Allahs, ich habe mich zur Teilnahme an den Schlachten von Soundso und Soundso gemeldet, und meine Frau ist bereits als Pilgerin aufgebrochen! Er sagte zu ihm: Gehe und vollziehe die Pilgerfahrt mit deiner Frau!

Ibn Umar berichtete: Wenn der Gesandte Allahs von Feldzügen, Expeditionskampagnen, Pilgerfahrt oder Besuchsfahrt zurückkehrte, und dann einer kleinen Passage oder einem hohen Platz nahe war, sprach er den Takbir dreimal. Dann sagte er: Kein Gott ist da außer Allah, dem Einzigen, Der keinen Partner hat, Ihm Allein gehört das Königreich und Ihm Allein gebührt alles Lob, Er ist Mächtig über alle Dinge. Wir kehren zurück, wie Allah es bestimmt hat. Wir bereuen unsere Verfehlungen, beten zu Allah, werfen uns vor ihm nieder und lobpreisen ihn. Allah erfüllt sein Versprechen und steht seinem Diener bei! Er allein ist es, der die Feinde besiegt!

Anas Ibn Malik berichtete: Abu Talha, Safiyya und ich kehrten mit dem Propheten zurück. Dabei saß Safiyya hinter dem Propheten auf seiner Kamelstute. Als wir in der Nähe von Medina waren, sagte er den ganzen Weg: Wir kehren zurück, reumütig, Ihm dienend und unseren Herrn lobend. Er sagte das immer wieder, bis wir in Medina ankamen.

Abdullah Ibn `Umar berichtete: Der Gesandte Allahs hat sein Kamel in der Talsenke, die sich in Dhul-Hulaifa befindet, niederknien lassen und dort gebetet.

Ibn `Umar berichtete: Der Gesandte Allahs nahm einen Aufenthalt in Dhul-Hulaifa bei Nacht und es wurde ihm gesagt: Du bist in einer gesegneten Talsenke.

Abu Huraira berichtete: Abu Bakr As-Siddiq entsandte mich während der Pilgerfahrt, für die der Gesandte Allahs Abu Bakr als Führer eingesetzt hatte – und dies war vor der Abschiedspilgerfahrt am Tage des Opferfestes -, um allen versammelten Leuten folgendes bekannt zu geben: Nach diesem Jahr dürfen keine Götzendiener an der Pilgerfahrt teilnehmen, und um das Haus darf kein Mensch nackt den Umlauf vollziehen!

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Von der Besuchsfahrt bis zum nächsten Besuchsfahrt ist eine Sühne für die Zeit, die zwischen den beiden liegt. Und für die nach Vorschrift ausgeführte Pilgerfahrt, gibt es keinen anderen Lohn als das Paradies!

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wer für Allah die Pilgerfahrt unternimmt und während dessen keinen Geschlechtsverkehr und keine Missetat begeht, der kehrt von der Pilgerfahrt zurück, wie am Tag, an dem seine Mutter ihn zur Welt brachte.

Usama Ibn Zaid Ibn Haritha berichtete: Ich sagte: O Gesandter Allahs, wirst du in deinem Haus in Makka untergebracht? Da sagte er: Hat uns `Aqil irgendwo Wohnung stehen lassen?

Al-Ala Ibn Al-Hadramiy berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Der Muhagir darf nur drei Tage Aufenthalt in Makka nach dem Vollziehen der Pilgerfahrt bzw. Besuchsfahrt haben.

Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte am Tag, an dem Makka erobert wurde: Es gibt keine Auswanderung, sondern Kampf und guten Vorsatz. Und wenn ihr zum Aufbrechen aufgefordert werdet, dann brecht auf! Er sagte auch an diesem Tag: Diese Stadt erklärte Allah für geschützt, als er die Himmel und die Erde erschuf. Sie ist wegen dieser göttlichen Erklärung nicht zu verletzen bis zum Tag der Auferstehung. Niemand vor mir war es erlaubt, zu kämpfen; ich auch durfte nur in einer bestimmten Stunde an einem Tag in ihr kämpfen.

Denn diese Ortschaft ist wegen der göttlichen Erklärung bis zum Tag der Auferstehung unverletzlich.Ihre Dornen dürfen nicht geschnitten werden. Ihre Jagdtiere dürfen nicht verscheucht werden. Und wer etwas findet, darf es nicht zu sich nehmen, bevor er Kunde davon geben. Und ihre Weiden dürfen nicht ausgerissen werden. Da sagte ich: O Allahs Gesandter, aber davon ausgenommen ist doch das Izkher; denn die Schmiede brauchen es, und man benutzt es in jedem Haus. Er entgegnete: Ja, das Izkher ist davon ausgenommen!

Der Hadith von Abu Schuraih Al-Adawiy: Er sagte zu Amr Ibn Said, während er die Truppen nach Makka schickte: Erlaube mir, du Fürst, dir einen Ausspruch vom Gesandten Allahs zu erzählen. Er sagte diesen Ausspruch, den meine Ohren hörten, mein Herz fasste und meine Augen sahen, am nächsten Tag der Eroberung. Zuerst pries er Allah und lobte ihn dann sagte er: Allah, und nicht die Menschen, machte Makka als ein geschütztes Gebiet. So ist es jedem, der an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, verboten, in ihr Blut zu vergießen, oder einen Baum zu schneiden.

Wenn jemand meinen Kampf in ihr als Argument anführt, dann sagt zu ihm: Allah erlaubte seinem Gesandten den Kampf und nicht euch; und zwar in einer bestimmten Stunde an einem Tag. Heute ist sie wieder ein geschütztes Gebiet, wie sie gestern war; und der Anwesende soll es dem Abwesenden mitteilen!

Abu Huraira berichtete: Als Allah Seinen Gesandten Makka erobern ließ, stand dieser unter den Leuten auf, lobte Allah und pries ihn, und sagte: Allah schützte Makka vor dem Elefanten; er gab seinem Gesandten und den Gläubigen die Macht, Makka zu erobern und die Ungläubigen zu besiegen. Niemandem vor mir war es erlaubt, in Makka zu kämpfen; ich durfte aber nur in einer Stunde an einem Tag kämpfen; und niemandem nach mir wird es erlaubt sein!

Deshalb darf man ihre Jagdtiere nicht verscheuchen, ihre Dornen nicht ausreißen, und wer etwas Verlorenes findet, darf es nicht an sich nehmen, ohne sich zu bemühen, den Eigentümer zu finden. Und wenn jemand widerrechtlich getötet wurde, haben die Angehörigen des Toten die Wahl zwischen der Widervergeltung und der Entschädigungszahlungen.

Al-Abbas sagte: O Gesandter Allahs, Ausnahme davon ist doch Al-Izkher, die wir in unseren Gräbern und Häusern verwenden! Der Gesandte Allahs sagte: Ja! Al-Izkhar ist davon ausgenommen. Da erhob sich ein Mann aus dem Jemen namens Abu Schah und sagte: O Gesandter Allahs, lass das für mich aufgeschrieben werden! Da sagte der Gesandte Allahs: Schreibt das für Abu Schah auf!

Anas Ibn Malik berichtete: Der Prophet trat in Makka im Jahr der Eroberung mit einem Helm auf dem Kopf ein. Als er den Helm auszog, kam ein Mann zu ihm und sagte: Ibn Khatal hält an den Vorhängen der Ka`ba fest. Da sagte er: Tötet ihn!

Abdullah Ibn Zaid Ibn Asim berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Ibrahim erklärte Makka für ein Schutzgebiet und sprach für ihre Leute ein Bittgebet; und ich erklärte Medina für ein Schutzgebiet, wie Ibrahim Makka für ein Schutzgebiet erklärt hatte. Ich sprach für Medina ein Bittgebet um Segen, wie Ibrahim um Segen für die Leute von Makka erbeten hatte.

Anas Ibn Malik berichtete: Asim sagte: Ich sagte zu Anas Ibn Malik: Hat der Gesandte Allahs Medina als ein geschütztes Gebiet gemacht? Dann sagte er: Ja, von einer bestimmten Markierung zu einer anderen bestimmten Markierung. Wer dort eine Freveltat begeht (Asim unterbricht: Anas sagte zu mir: Die folgenden Worte sind ernsthaft.), auf dem ruht der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen allesamt. Von diesem wird jegliche Handlungsweise verworfen.

Anas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: O Allah, gib Medina doppelt soviel Segen, wie du Makka an Segen gegeben hast!

Ali Ibn Abu Talib berichtete: Yazid Ibn Schariek Ibn Tariq sagte: Ali Ibn Abu Talib hielt vor uns eine Predigt und sagte: Wer behauptet, dass wir ein anderes als den Koran und dieses Blatt, das an der Scheide seines Schwertes hängend war, zu lesen haben, der ist ein Lügner. Dieses Blatt enthält die Alter der Kamele, nach denen die Almosensteuer bestimmt werden, und verschiedene Arten der Entschädigungszahlungen.

Darin hat der Prophet auch gesagt: Medina ist ein geschütztes Gebiet von Air bis zu Thaur. Wer dort eine Freveltat begeht, oder einen Freveltäter beherbergt, auf dem ruht der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen allesamt. Von diesem wird jegliche Handlungsweise verworfen. Der Schutz der Muslime ist unteilbar, und der niedrigste von ihnen ist genug, diesen Schutz zu bieten. Wer behauptet, dass er Sohn anderes Vaters ist, oder dass er sich zu anderen als seine Schutzgefährten gesellt, auf dem ruht der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen allesamt. Von diesem wird jegliche Handlungsweise verworfen.

Abu Huraira berichtete: Der Prophet sagte: Medina ist ein geschütztes Gebiet. Wer dort eine Freveltat begeht, oder einen Freveltäter beherbergt, auf dem ruht der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen allesamt. Von diesem wird jegliche Handlungsweise am Tag der Auferstehung verworfen.

Aischa berichtete: Wir kamen nach Medina, als sie verseucht war. Da erkrankte Abu Bakr und ebenfalls Bilal. Als der Gesandte Allahs die Krankheit seiner Gefährten sah, sagte er: O Allah, mach uns die Medina so lieb, wie du Makka uns lieb gemacht hast, oder sogar lieber! Mach sie gesund für uns! Segne ihr Saa und ihr Mudd für uns! Und versetze ihr Fieber an Al-Guhfa!

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: An den Eingängen von Medina befinden sich Engel. Daher drängen weder die Pest noch der Daggal hinein.

Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Eines Tages wird der Mann seinen Vetter und seinen Verwandten zum Wohlstand rufen; und Medina ist besser für sie, wenn sie es nur wüssten. Bei dem, in dessen Hand meine Seele liegt, wer von Medina abwendend herausgeht, lässt Allah in ihr besseren Menschen als ihm folgen. Medina ist wie ein Blasebalg, indem sie die Schlechten vertreibt. Die Stunde kommt erst heran, wenn Medina alle ihren Schlechten vertreibt, genauso wie der Blasebalg die Eisenschlacken ausstößt.

Dschabir Ibn Abdillah berichtete Ein Beduine leistete dem Gesandten Allahs den Treueid. In Medina litt er an einer Krankheit. So kam er zum Propheten und sagte: (O Muhammad, mach meinen Treueid rückgängig!) Der Gesandte Allahs aber lehnte es ab. Später kam er wieder und sagte: (Mach meinen Treueid rückgängig!) Er lehnte ab. Später kam er wieder und sagte: (Mach meinen Treueid rückgängig!) Er lehnte es wieder ab. Da kam der Beduine heraus, und der Gesandter Allahs sagte: (Medina ist wie der Blasebalg, indem sie ihre Schlechten vertreibt und ihre Guten läutert.)

Zaid Ibn Thabit berichtete Der Prophet sagte: Sie ist Taiyeba. Sie weist das Böse von sich ab, wie das Feuer die Schlacke vom Silber entfernt.

Sa`d berichtete Der Gesandte Allahs sagte:

Niemals wird jemand gegen die Leute von Al-Medina eine List schmieden, ohne dass er sich selbst auflöst, wie sich das Salz im Wasser auflöst.

Sufyan Ibn Abi Zuhair berichtete Der Gesandte Allahs sagte:

  • Wird Asch-Scham erobert, zieht eine Gruppe von Menschen mit ihren Familien von Medina weg; Und entflammt die Menschen auch für Wegzug von Medina, obwohl Medina besser für sie ist, wenn sie es nur wüssten.
  • Wird Jemen erobert, zieht eine Gruppe von Menschen mit ihren Familien von Medina weg; und entflammt auch die anderen für Wegzug von Medina, während Medina besser für sie ist, wenn sie es nur wüsstet.
  • Wird Irak erobert, dann zieht eine Gruppe von Menschen mit ihren Familien von Medina weg; und entflammt die anderen ebenfalls für Wegzug von Medina, während Medina besser für sie ist, wenn sie es nur wüsstet.

Abu Huraira berichtete Der Gesandte Allahs sagte über Medina: Ihre Bewohner verlassen sie, obwohl sie besser für sie. Trotzdem bleibt sie kein fruchtbares Land für Raubtiere und Vögel.

Abdullah Ibn Zaid Al-Mazniy berichtete Der Gesandte Allahs sagte: Zwischen meiner Wohnung und meiner Kanzel befindet sich ein Garten von den Paradiesgärten.

Abu Huraira berichtete Der Gesandte Allahs sagte: Zwischen meiner Wohnung und meiner Kanzel befindet sich ein Garten von den Paradiesgärten, und meine Kanzel befindet sich auf meinem Becken.

Abu Humaid berichtete Wir begleiteten den Gesandten Allahs auf den Kriegszug Tabuk. Wir fuhren weiter, bis wir das Tal von Al-Qura erreichten. Da sagte der Gesandte Allahs: „Ich gehe schnell weiter. Der von euch mit mir schnell kommen will, dann geht mit mir weiter. Wer aber langsamer kommen will, darf langsam danach kommen.“ So gehen wir weiter, bis wir in der Nähe von Medina wurden. Da sagte er: Dies ist Taba und dies ist Uhud, der Berg, den wir mögen, und der uns mag.

Anas Ibn Malik berichtete Der Gesandte Allahs sagte: Das ist ein Berg, der uns liebt und den wir lieben!

Abu Huraira berichtete Der Prophet sagte: Ein Gebet in meiner Moschee zu verrichten, ist besser als eintausend Gebete in einem anderen Ort, mit Ausnahme der Heiligen Moschee.

Abu Huraira berichtete Der Gesandte Allahs sagte: Es wird nur nach drei Moscheen gereist: die Moschee des Gesandten Allahs, die Heilige Moschee und Al-Aqsa-Moschee.

Ibn Umar berichtete Der Gesandte Allahs pflegte, Quba´ sowohl reitend als auch gehend zu besuchen.