Autor: Administrator

  • Das Strafrecht (Hudud)

    Das Strafrecht (Hudud)

    [Sahih al-Buchari, Kapitel 79]

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte sagte: „Derjenige, der Unzucht begeht, begeht diese nicht in dem Augenblick, in dem er an Allah glaubt. Und derjenige, der Alkohol trinkt, trinkt ihn nicht in dem Augenblick, in dem er an Allah glaubt. Und derjenige, der Diebstahl begeht, begeht diesen nicht in dem Augenblick, in dem er an Allah glaubt. Und derjenige, der sich eine Sache widerrechtlich aneignet, wobei die Menschen ihn mißachtend anschauen, begeht diese Tat nicht in dem Augenblick, in dem er an Allah glaubt.“ …

    Anas Ibn Malik berichtete: „Die Bestrafung wegen des Alkoholtrinkens wurde von dem Propheten durch Schlagen mit Palmzweigen und Schuhen vollzogen und Abū Bakr vollzog sie mit vierzig Peitschenhieben.“

    ʿUqba Ibn Al-Harith berichtete: „An-Nuʿaiman – oder Ibn An-Nuʿaiman – wurde betrunken vorgeführt, und der Prophet ließ die Leute, die sich zu jener Zeit im Hause befanden, ihn schlagen sie schlugen ihn dann, und ich gehörte selbst zu denjenigen, die ihn mit Schuhen schlugen.“

    Abū Huraira berichtete: „Ein Mann, der Alkohol trank, wurde dem Propheten vorgeführt, und er sagte: „Schlaget ihn!“ Einige von uns schlugen mit der Hand, andere mit dem eigenen Schuh oder mit dem eigenen Kleidungsstück. Als er wegging sagten einige Leute: „Allah möge dich mit deiner Schande im Stich lassen!“ Der Prophet aber sagte: „Ihr dürft das nicht sagen, damit ihr Satan nicht gegen ihn helft!“

    As-Saʿib Ibn Yazid berichtete: „Uns wurde gewöhnlich zu Lebzeiten des Gesandten und zur Amtszeit von Abū Bakr und zu Beginn der Amtszeit im Kalifat von ʿUmar, derjenige gebracht, der Alkohol getrunken hatte, und wir machten uns an ihn, schlugen ihn mit unseren Händen, Schuhen und Kleidungsstücken. Aber gegen Ende der Amtszeit von ʿUmar, ließ er in einem solchen Fall mit vierzig Peitschenhieben bestrafen. Als aber die Leute immer unbändiger wurden und sich frevelhafter benahmen, bestrafte er sie mit achtzig Peitschenhieben.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Allah verfluche den Dieb: er stiehlt das Ei, worauf seine Hand abgeschnitten wird dann stiehlt er das Seil, worauf seine (andere) Hand abgeschnitten wird!“

    Aischa berichtete: „Die Leute des Stammes Quraisch waren besorgt wegen einer Frau aus dem Stamm Mahzum, die einen Diebstahl begangen hatte. Sie fragten: „Wer kann mit dem Gesandten für sie sprechen?“ Einige sagten: „Und wer sonst kann es wagen, an ihn heranzutreten außer Usama Ibn Zaid, dem Liebling des Gesandten Allahs?“ Da sprach Usama mit dem Gesandten der ihm sagte: „Legst du Fürsprache ein im Hinblick auf ein Recht, das nur Allah zusteht?“

    Der Prophet erhob sich dann und hielt eine Predigt, in der er folgendes sagte: „O ihr Menschen, wahrlich, diejenigen vor euch gingen deshalb zugrunde, weil sie, wenn einer der Vornehmen unter ihnen einen Diebstahl begangen hatte, ihn davon unbestraft laufen ließen, und wenn einer der Schwachen unter ihnen einen Diebstahl begangen hatte, gegen ihn die Strafe vollzogen. Ich schwöre bei Allah! Wenn Fatima, die Tochter Muhammads gestohlen hätte, so würde Muhammad ihre Hand abschneiden.“

    ʿAʾischa berichtete, dass der Prophet sagte: „Die Strafe des Handabschneidens wird vollzogen, wenn der Wert der entwendeten Sache ein Viertel Dinar und aufwärts ausmacht.“

    ʿAʾischa berichtete, dass der Prophet sagte: „Der Dieb wird mit dem Handabschneiden bestraft, wenn der Wert der entwendeten Sache ein Viertel Dinar ausmacht.“

    ʿAʾischa berichtete, dass der Prophet sagte: „Die Strafe des Handabschneidens wird vollzogen, wenn der Wert der entwendeten Sache ein Viertel Dinar und aufwärts ausmacht.“

    ʿAʾischa berichtete: „Der Prophet bestrafte eine Frau mit dem Handabschneiden sie pflegte danach mich aufzusuchen, und ich trug ihr Anliegen dem Propheten vor. Sie hatte ihre Tat bereut und ihre Reue mit gutem Willen durchgesetzt.“

    ʿUbada Ibn As-Samit berichtete: „Ich leistete dem Gesandten den Treueschwur, während eine Schar zugegen war, und er sagte: „Ich nehme euren Treueschwur mit der Bedingung an, dass ihr Allah weder etwas zur Seite stellt noch stehlt noch eure Kinder tötet noch Schändlichkeiten durch eure Hände und Beine begeht, und daß ihr euch mir gegenüber im guten Sinne nicht ungehorsam verhaltet.

    Wer von euch dies erfüllt, der hat seinen Lohn von Allah zu erwarten, und wer immer etwas davon begeht und dafür eine Strafe in dieser Welt erleidet, so gilt diese für ihn als Sühne und Reinigung. Begeht jemand aber eine Tat davon und wird von Allah vor der Öffentlichkeit geschützt, so ist das Urteil bei Allah: Wenn Er will, bestraft Er ihn, und wenn Er will, vergibt Er ihm.““

    ʿAlī – nachdem er am Freitag für eine Frau die Strafe der Steinigung vollzogen hatte – sagte: „Ich habe sie nach der Sunnah des Gesandten mit der Steinigung bestraft.“

    Asch-Schaibanyy berichtete: „Ich stellte ʿAbdallāh Ibn Abi Aufa folgende Frage: „Hat der Gesandte die Steinigungsstrafe angewendet?“ Und er entgegnete: „Ja!“ Ich fragte ihn weiter: „War das vor der Offenbarung der Surah An-Nur (Nr. 24) oder danach?“ Er sagte: „Ich kann mich nicht erinnern!“

    Jabir Ibn ʿAbdallāh Al-Ansaryy berichtete: „Ein Mann von Aslam kam zum Gesandten und erzählte ihm, dass er Unzucht begangen hatte, und leistete dafür viermal die Zeugenaussage gegen sich selbst. Darauf veranlaßte der Gesandte seine Bestrafung durch Steinigung. Dieser Mann war verheiratet.“

    Abū Huraira berichtete: „Ein Mann kam zum Gesandten während er sich in der Moschee aufhielt, und rief ihm zu: „O Gesandter Allahs, ich beging Unzucht!“ Da wandte sich der Prophet von ihm ab. Als der Mann aber die Zeugenaussage viermal gegen sich selbst geleistet hatte, ließ ihn der Prophet zu sich näher kommen und fragte ihn: „Bist du geisteskrank?“ Der Mann sagte: „Nein!“ Der Prophet fragte ihn weiter: „Bist du verheiratet?“ Der Mann antwortete: „Ja!“ Darauf sagte der Prophet: „Nehmet ihn dann und steinigt ihn!“

    Ibn Umar berichtete: „Ein Jude und eine Jüdin wurden zum Gesandten gebracht, die miteinander Unzucht begangen hatten. Der Prophet sagte zu den Juden: „Was findet ihr in eurer Schrift?“ Die Juden sagten: „Unsere Rabbiner bestimmten neulich, dass dafür das Gesicht geschwärzt und lächerliche Kleidung angezogen werden sollen.“ Darauf sagte ʿAbdallāh Ibn Salam: „O Gesandter Allahs, laß sie die Thora vorlegen!“

    Sie brachten dann die Thora und einer von ihnen legte seine Hand auf den Vers über die Steinigung. Er fing an zu lesen und las nur, was davor und was danach stand. Da sagte Ibn Salam zu ihm: „Hebe deine Hand ab!“ Als er sie wegnahm, wurde es deutlich, dass der Vers über die Steinigung unter seiner Hand war. Darauf veranlaßte der Gesandte ihre Abführung, und die beiden wurden am Vorplatz der Moschee gesteinigt. Ich sah dann, wie sich der Jude über sie beugte (um sie vor den Steinen zu schützen)!“

    Jabir berichtete: „Ein Mann von Aslam kam zum Propheten und gestand vor ihm, dass er Unzucht begangen hatte. Der Prophet wandte sich von ihm ab und als der Mann viermal die Zeugenaussage gegen sich selbst geleistet hatte, sagte der Prophet: „Bist du geisteskrank?“ Der Mann sagte: „Nein!“ Der Prophet fragte ihn weiter: „Bist du verheiratet?“ Und der Mann sagte: „Ja!“

    Darauf veranlaßte der Prophet seine Bestrafung, und er wurde daraufhin im Gebetssaal gesteinigt. Als er durch die Steine verletzt wurde, entfloh er er wurde doch eingeholt, wo er weiter gesteinigt wurde bis er starb. Der Prophet sprach dann Gutes über ihn und verrichtete für ihn das Totengebet.“

    Anas Ibn Malik berichtete: „Ich befand mich beim Propheten als ein Mann zu ihm kam und sagte: „O Gesandter Allahs, ich habe eine Straftat begangen, so vollziehe die Strafe für mich!“ Der Prophet fragte ihn aber nicht über diese Tat und als die Gebetszeit fällig wurde, betete der Mann mit dem Propheten. Als der Prophet das Gebet beendet hatte, begab sich der Mann zu ihm und sagte: „O Gesandter Allahs, ich habe eine Straftat begangen, so vollziehe die Bestimmung des Buches Allahs für mich!“ Der Prophet sagte: „Hast du nicht mit uns gebetet?“ Der Mann sagte: „Doch.“ Der Prophet sagte: „Allah hat dir doch deine Sünde vergeben.““

    ʿUmar sagte: „Ich befürchte, dass eine lange Zeit über die Menschen vergeht, bis jemand sagt: „Wir finden nichts über die Steinigung im Buche Allahs.“ Und dann gehen sie mit der Unterlassung einer Bestimmung, die Allah herabgesandt hat, in die Irre. Wahrlich, die Steinigung ist eine gerechte Strafe für denjenigen, der Unzucht begeht und verheiratet ist, solange der Beweis oder die Schwangerschaft oder das Geständnis vorliegen.“ *Sufyan fügte hinzu: „Ich behielt noch den Satz: „Wahrlich, der Gesandte bestrafte mit der Steinigung und nach ihm haben wir auch die Steinigung angewendet.“

    Zaid Ibn Chalid A?-Dschuhanyy berichtete: „Ich hörte den Propheten als er die Strafe gegen denjenigen verhing, der Unzucht begangen hatte und nicht verheiratet war, dass dieser einhundert Peitschenhiebe* bekam und aus der Gemeinde für ein Jahr verbannt wurde. Und ʿUrwah Ibn Az-Zubair berichtete, dass ʿUmar Ibn Al-Chattab mit der Verbannung aus der Gemeinde bestrafte, und diese blieb als Sunnah in Anwendung.“

    Abū Huraira berichtete: „Der Gesandte erließ gegen denjenigen, der Unzucht begangen hatte und nicht verheiratet war, das Urteil, dass er aus der Gemeinde verbannt wurde und die Strafe (durch Peitschenhiebe) erhielt.“

    Abū Burada berichtete, dass der Prophet folgendes zu sagen pflegte: „Keinem wird eine Strafe von mehr als zehn Peitschenhieben verhängt, es sei denn, dass es sich um eine Straftat handelt, deren Strafmaß von Allah festgesetzt wurde.“

  • Das Buch des Handels

    Das Buch des Handels

    Sahih Muslim, Kapitel 21

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, verbot den Kauf durch das Nur-Befühlen (Mulamasa) und auch durch den Wurf der Ware (Munabaza).

    Abu Said Al-Khudriy, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, verbot uns zwei Arten vom Verkauf und zwei Arten von Kleidung. Er verbot den Verkauf durch das Nur-Befühlen (Mulamasa) und auch durch den Wurf der Ware (Munabaza).

    Abdullah Ibn Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, untersagte den Verkauf des Fötusses einer Kamelstute, in der Annahme, dass es ein Weibchen ist.

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Keiner von euch darf seinen Bruder überbieten, nachdem er das Geschäft schon abgeschlossen hat. IbnUmar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, verbot das Scheingeschäft (Nagasch).

    Ibn Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, verbot, die Ware auf dem Weg aufzufangen, bis sie ihren Platz auf dem Markt eingenommen hat. Dieser Hadith wurde nach der Erzählung von Ibn Numair überliefert. Die beiden anderen Gelehrte (Abu Bakr Ibn Schaiba und Muhammad Ibnal Muthanna) sagten: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, verbot das Auffangen der Ware auf dem Weg.

    Abdullah Ibn Masud, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, verbot, dass die Ware auf dem Weg aufgefangen werden. IbnAbbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, verbot, die Reitenden (Kaufleuten) auf dem Weg aufzufangen; und er verbot auch den Handel zwischen einem Sesshaften und einem Nomaden. (Es geht darum, dass ein gutgläubiger unerfahrener Nomade, gegenüber einem schlauen Stadtbewohner, vor Missbrauch geschützt werden soll. Der Stadtbewohner soll also kein Vermittler für den Nomaden sein.)

    Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Uns wird verboten, den Handel zwischen einem Sesshaften und einem Nomaden; auch wenn er sein Vater oder sein Bruder wäre.

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wer ein Schaf, dessen Milch im Euter zurückgehalten wurde, kaufte, der soll es zu Hause erst melken. Falls er mit seiner Milch zufrieden ist, soll er es behalten, andernfalls soll er es dem Verkäufer zurückgeben und ihm ein Saa (ein Maßeinheit) von getrockneten Datteln noch dazugeben.

    Ibn Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wer Lebensmittel gekauft hat, der darf sie nicht wieder verkaufen, ehe diese in seinen Besitz übergegangen sind.

    Ibn Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Der Käufer und der Verkäufer haben immer solange die freie Entscheidung, bis sie sich voneinander trennen. Davon ist der Handel mit Rücktrittsrecht ausgenommen.

    Hakim Ibn Hizaam, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Der Käufer und der Verkäufer haben immer solange die freie Entscheidung, bis sie sich voneinander trennen. Wenn sie miteinander wahrhaftig und ehrlich waren, so ist das zwischen ihnen abgewickelte Geschäft segensreich geworden; und wenn sie etwas gelogen oder verschwiegen hatten, so ist jeglicher Segen von ihrem Geschäft abgeschnitten.

    Ibn Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Ein Mann erwähnte dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, dass er um Geschäftsverkehr betrogen wird. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, erwiderte: Wenn du ein Geschäft abschließt, sollst du (im Vertrag) sagen: Es soll keinen Betrug geben. Danach pflegte er zu sagen, wenn er einen Verkauf abschließt: Es soll keinen Betrug geben.

    Ibn Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, verbot den Handel mit Früchten, bevor ihre Qualität feststeht. Er untersagte dies sowohl dem Verkäufer als auch dem Käufer.

    Dschabir, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, verbot uns den Verkauf von Früchten, bevor sie reif werden.

    Ibn Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, verbot den Verkauf der Datteln, bis man von ihnen essen kann oder bis sie essbar werden, und auch bis ihr Gewicht bestimmt wird. Ich fragte: Wie kann man das bestimmen? Da sagte ein Mann bei ihm: Sie können auf den Palmen abgeschätzt werden.

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Verkauft die Früchte nicht, bis sie zu reifen beginnen.

    Zaid Ibn Thabit, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, erlaubte dem Entleiher von Palmen, dass er die Früchte seiner Palmen abschätzt und sie gegen gleichwertige Menge von getrockneten Datteln verkauft.

    Sahl Ibn Abu Hathma, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, verbot den Verkauf der Früchte gegen getrocknete Datteln. Er sagte: Solcher Verkauf ist Wucherei, die Muzabana heißt. Er erlaubte aber den Verkauf der Früchte gegen gleichwertige Datteln, oder erlaubte es, dass die Familie die Früchte auf den zwei Palmen durch Schätzung gegen gleichen Wert von Datteln verkauft.

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, erlaubte den Verkauf der Früchte der Palmen nach einer vermutlichen Bewertung ihrer Menge gegen weniger als fünf Wasaq (Wasaq = 60 Saa, d.h. eine Maßeinheit für die Getreide) oder gegen 5 Wasaq.

    Ibn Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, verbot die Muzabana, und die Muzabana ist der Verkauf der Früchte gegen getrocknete Datteln mit derselben Maßeinheit und der Verkauf der frischen Weintrauben gegen Rosinen mit derselben Maßeinheit.

    Ibn Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wer Dattelpalmen verkauft, die bereits befruchtet sind, dem steht die Ernte zu, es sei denn, der Käufer hat sie durch eine zusätzliche Vereinbarung mit erworben.

    Dschabir IbnAbdillah, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, untersagte die Verpachtung des Landes.

    Ibn Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, sagte: Wir meinten früher, es ist nichts dagegen einzuwenden, dass wir die Felder (gegen einen Teil des Ertrags als Entgelt) verpachten. Es ging so weiter, bis Rafi im vorigen Jahr behauptete, dass der Prophet Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, dies untersagte.

    Ibn Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Dass man seinem Glaubensbruder das Land ohne Entgelt gibt, ist besser als das, dass man für sein Land einen bestimmten Tribut nimmt.

    Ibn Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, verfuhr mit den Bewohnern von Khaibar in der Weise, dass sie die Hälfte dessen abliefern, was ihnen das überlassene Land an Ertrag aus Baumbestand und Ackerbau bringt.

    Anas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Kein Muslim wird einen Baum einpflanzen oder die Saat in die Erde senken, wovon Vögel, Menschen oder Tiere verzehren, ohne dass er dafür (von Allah) den Lohn eines Almosens (Sadaqa) erhalten wird.

    Anas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, verbot den Verkauf von Palmenfrüchten, bevor sie zu reifen beginnen. Als wir Anas fragten, wie dieser Zeitpunkt genau zu bestimmen sei, sagte er: Wenn sie rot oder gelb werden. Was denkt ihr, wenn Allah die Früchte nicht reifen lässt? Wie könntet ihr euch dann erlauben, das Geld eurer Brüder (den Preis) zu behalten?

    A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, hörte an die Tür laute Stimmen. Es war ein Streit zwischen einigen Widersachern. Einer von ihnen bat den Anderen seine Schulden zu verringern und Nachsicht mit ihm zu üben, während der Andere sagte: Bei Allah, Ich werde das nicht tun. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, kam zu ihnen heraus und sagte: Wo ist derjenige, der heftig bei Allah schwört, dass er die Wohltätigkeit nicht tun wird? Er sagte: Ich, O Gesandter Allahs, er darf tun, was er wünschte.

    Der Hadith von Kab Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm: Ibn Abu Hadrad schuldete Kab einiges Geld zur Zeit des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm. Später forderte Kab ihn auf, seine Schulden zurückzuzahlen, und das war in der Moschee. Sie gerieten in Streit und schrieen sich an.
    Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, hörte ihre lauten Stimmen, während er in seinem Hause war. So kam der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, uns entgegen, zog den Vorhang seines Hauses auf und rief Kab Ibn Malik. Er (der Gesandte) sagte: O Kab! Ich (Kab) sagte: Ja, Gesandter Allahs. Er deutete mit der Hand darauf hin, dass ich die Hälfte der Schulden erlassen soll. Da sagte ich: gemacht, Gesandter Allahs. Da sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, (zu Ibn Abu Hadrad): Stehe auf und bezahle deine Schulden zurück!

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagen: Wer seine eigene Sache bei einem Mann oder einem Menschen, der bankrott geworden ist, findet, dem steht eher das Recht (auf die Sache) vor den anderen zu.

    Huthaifa, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Die Engel empfingen den Geist eines der Früheren und fragten ihn: Hast du etwas Gutes getan? Er sagte: Nein. Dann sagten sie: Erinnere dich! Da sagte er: Ich pflegte, den Leuten Kredite zu gewähren und meinen Gehilfen anzuweisen, dem Menschen in Geldnot Zeit zu lassen, und mit dem Wohlhabenden Nachsicht zu üben. (Der Gesandte) sagte dann: Allah, der Erhabene und Ruhmreiche sagte (zu den Engeln): Übt dann mit ihm Nachsicht!

    Abu Masud, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Ein Mann, der vor euch lebte, wurde zur Rechenschaft gezogen. Es wurde sich dann herausgestellt, dass er nichts Gutes getan hat, außer jener Tat. Er war ein wohlhabender Mann, und die Leute pflegten sich Geld von ihm zu leihen. Er pflegte seinen Gehilfen anzuweisen, dem Menschen in Geldnot die Schuld zu erlassen. Allah, der Erhabene und Ruhmreiche sagte: Wir sind dieses Erlassens würdiger als er. Erlasst ihm die Schuld!

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Ein Mann pflegte den Leuten Kredit zu gewähren und seinem Gehilfen folgendes anzuweisen: Wenn du auf einen Menschen in Geldnot triffst, so erlasse ihm die Schuld, möge Allah unsere Schuld auch erlassen! Und als er zu Allah dahinging, erließ Er ihm die Schuld!

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Die Verzögerung der Schuldentilgung durch einen Reichen ist ein grobes Unrecht. Wenn das Abzahlungsrecht gegenüber einem von euch zu einem anderen Mann übertragen wird, soll er das annehmen.

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Die überschüssigen Wassermengen dürfen nicht zum Zwecke zurückgesperrt werden, um das wachsen des Weidegras zu verhindern!

    Abu Masud Al-Ansary, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, erklärte es für unzulässig, für einen Hund Geld zu nehmen. Dasselbe gilt für die Prostitution und die Wahrsagerei.

    Ibn Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, gab seine Anweisung, die Hunde zu töten.

    Ibn Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wer einen Hund hält, werden sich täglich seine guten Taten um zwei Teile verringern; ausgenommen davon ist der Hund, der zum Zwecke der Jagd und der Schafshaltung gehalten wird.

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wer einen Hund hält, der nicht zum Zwecke der Jagd, der Schafshütung oder der Landwirtschaft gehalten wird, werden sich täglich seine guten Taten um zwei Teile verringern.

    Sufyan Ibn Zuhair, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wenn jemand sich einen Hund hält, so wird ihm für jeden Tag ein Qirat des Lohnes, den er für seine guten Taten zu erwarten hat, abgezogen, es sei denn, der Hund dient zum Schutz der Felder und des Viehs.

    Der Hadith von Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm: Anas Ibn Malik wurde nach dem Lohn des Behandelnden mit Aderlass gefragt. Da sagte er: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, ließ sich von Abu Taiba durch Aderlass behandeln. Dafür ließ er Abu Taiba zwei Saa (Maßeinheit für Getreide) von Essen nehmen. Der Gesandte Allahs sprach auch mit seinem Herrn, damit er seine Steuer herabsetzt. Der Gesandte Allahs sagte weiter: Die beste Arznei für euch ist die Behandlung mit Aderlass oder es ist unter euren besten Arzneien.

    A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete: Als die letzten Verse der zweiten Sure Al-Baqara offenbart wurden, ging der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, hinaus, rezitierte sie vor den Leuten und verbot anschließend den Handel mit dem Alkohol.

    Dschabir Ibn Abdillah, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, folgendes sagen, als er in Makka im Jahr der Eroberung war: Wahrlich, Allah verbietet, und aber auch Sein Gesandter, den Handel mit dem Alkohol, den verendeten Tieren, dem Schwein und den Götzenbildern (bzw. Götzenfiguren).
    Darauf wurde ihm folgende Frage gestellt: O Gesandter Allahs, wie ist es mit dem Fett der verendeten Tiere? Denn damit werden Schiffe angestrichen und Leder gepflegt und von den Menschen als Brennstoff für ihre Lampen gebraucht. Der Prophet sagte: Nein! Das ist verboten! Dann sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Allah verfluche die Juden; denn Allah hat wahrlich ihnen das Fett dieser Tiere verboten und sie zerschmolzen es, verkauften es und verzehrten den Erlös davon.

    Der Hadith von Umar, Allahs Wohlgefallen auf ihm: IbnAbbas berichtete: Umar wurde mitgeteilt, dass Samura Alkohol verkaufte. Er sagte: Allah verfluche Samura! Wusste er nicht, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Allah verfluche die Juden, denn Allah hat wahrlich ihnen das Fett (der verendeten Tiere) verboten, und sie schmolzen es und dann verkauften sie es.

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Allah verfluche die Juden; denn Allah hat ihnen das Fett der verendeten Tiere verboten und sie verkauften es und verzehrten den Erlös davon.

    Abu Said Al-Khudriy, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Verkauft nicht Gold mit Gold, es sei denn (ein Tausch) eines Gleichen mit Gleichem, also weder dazu hinzufügt noch davon nehmt! Verkauft auch nicht Silber mit Silber, es sei denn eines Gleichen mit Gleichem, also weder dazu hinzufügt noch davon nehmt! Der Handel damit ist zulässig, so lange dabei keine Verzögerung eintritt.

    Umar Ibnal Khattab, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Der Tausch von Silber gegen Gold ist Wucherei, es sei denn es geht um (einen Tausch) auf der Stelle. Der Tausch von Weizen gegen Weizen ist Wucherei, es sei denn es geht um (einen Tausch) auf der Stelle. Gerste gegen Gerste ist Wucherei, es sei denn es geht um (einen Tausch) auf der Stelle. Und der Tausch von Datteln gegen Datteln ist Wucherei, es sei denn es geht um (einen Tausch) auf der Stelle.

    Der Hadith von Al-Bara´ IbnAzib, Allahs Wohlgefallen auf ihm: Abul Minhal sagte: Ein Partner von mir wollte mir Silber auf Kredit bis zu der nächsten Saison oder bis zur Zeit der Pilgerfahrt verkaufen. Er kam zu mir und teilte mir das mit. Ich sagte ihm aber: Das geht doch aber nicht. Da sagte er: Ich verkaufte Silber auf diese Weise auf dem Markt, und niemand tadelte mich deswegen.
    Da ging ich zu Al-Bara´ Ibn Azib und fragte ihn danach. Er sagte: Zur Zeit, als der Prophet nach Madina kam, waren wir daran gewöhnt, auf Kredit zu verkaufen. So sagte er: Was auf der Stelle verkauft wird, ist tadellos, was aber auf Kredit verkauft wird, ist Wucherei. Al-Bara´ sagte weiter: Du kannst besser zu Zaid Ibn Arqam gehen, weil er größeren Handel als meinen hat. Als ich dann zu ihm kam und ihn danach fragte, sagte er dasselbe.

    Abu Bakra, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, verbot uns Silber mit Silber oder Gold mit Gold zu verkaufen, es sei denn (ein Tausch) eines Gleichen mit Gleichem. Er befahl uns Silber mit Gold und Gold mit Silber, wie wir wollen, zu kaufen. Ein Mann fragte den Überlieferer, ob der Prophet (auf der Stelle) gesagt hat. Er sagte: Das ist, was ich (vom Propheten) gehört habe.

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, ernannte einen Mann aus Banu Adiy Al-Ansary zum Verwalter von Khaibar. Eines Tages kam dieser Mann nach Madina und brachte Datteln einer sehr guten Sorte namens Ganib mit.
    Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, fragte ihn: Sind alle Datteln in Khaibar so gut? Der Mann erwiderte: Nein, bei Allah! O Gesandter Allahs, wir tauschen ein Saa (ein Hohlmaß) von dieser guten Sorte gegen zwei von den anderen schlechten Sorten ein.
    Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Das darfst du nicht machen! Auch nicht mit Hilfe eines Gewichtsmaßes! Verkauft entweder Gleiches gegen Gleiches oder verkauft eure Datteln gegen Geld, und kauft diese leckeren Datteln für Geld!

    Abu Said, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Bilal kam und brachte Datteln einer sehr guten Sorte namens Barniy mit. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, fragte ihn: Woher hast du diese gebracht? Bilal erwiderte: Ich hatte Datteln schlechter Sorte. Für die Nahrung des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, verkaufte ich zwei Saa dieser schlechten Datteln gegen ein Saa Datteln guter Sorte.
    Der Gesandte Allahs sagte: O Weh! Das ist aber Wucherei! Mach das nicht! Möchtest du Datteln guter Sorte kaufen, dann verkaufe die schlechte Sorte und kaufe die gute Sorte mit deren Preis!

    Der Hadith von Abu Said Al-Khudriy, Allahs Wohlgefallen auf ihm: Abu Nadra berichtete: Ich fragte Ibn Abbas über den Austausch von Gold für Gold oder für Silber oder umgekehrt. Er sagte: War das von Hand zu Hand (persönlich). Ich erwiderte: Ja. Er sagte: Dagegen lässt sich nichts einwenden.
    Ich benachrichtigte Abu Said, dass ich Ibn Abbas über den Tauschhandel fragte, und was er sagte. Er (Abu Said) sagte: Hat er das gesagt? Ich werde ihm schreiben, kein Gutachten diesbezüglich zu erteilen. Bei Allah, einige Diener des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, brachten ihm eine Sorte Datteln, die ihm fremd war. Da sagte er: Diese Datteln sehen aus, als ob sie nicht aus unserem Land wären. Einer von ihnen entgegnete: Unsere Datteln waren von der Qualität her schlecht in diesem Jahr.
    So nahm ich die Datteln, fügte einen Teil hinzu und tauschte sie gegen ein geringeres Maß Datteln von besserer Qualität ein. Er (der Prophet) sagte: Das ist schon Wucherei. Iß davon nicht! Wenn du mit etwas deiner Datteln nicht zufrieden bist, dann verkaufe sie und kaufe mit deren Preis welche Datteln, was du willst.

    Abu Said Al-Khudry, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Dinar (Währungseinheit) soll mit Dinar und so der Dirham (Währungseinheit) mit Dirham verkauft werden, ein Gleich mit einem Gleichen. Wer mehr gibt oder verlangt, der Wucher treibt. Ich (Abu Salih) sagte zu ihm: Ibn Abbas sagt etwas anders. Er (Abu Said Al-Khudry) sagte: Ich begegnete Ibn Abbas und sagte ihm: Hast du deine Äußerungen vom Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, gehört oder hast du diese im Buch Allahs, des Erhabenen und Allmächtigen gefunden? Er sagte: Ich habe sie weder vom Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, gehört noch im Buch Allahs gefunden, aber Usama Ibn Zaid berichtete mir, dass der Prophet, Allahs Segen Heil auf ihm, sagte: Die Wucherei liegt im Zahlungsaufschub.

    Usama Ibn Zaid, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Fürwahr liegt die Wucherei im Zahlungsaufschub.

    An-Numaan Ibn Baschir, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagen (Dabei deutete An-Numaan mit seinen zwei Fingern auf seine Ohren hin): Das Erlaubte ist offenkundig und das Verbotene ist offenkundig, und zwischen den beiden gibt es zweifelhafte Dinge, über die viele Menschen keine Kenntnis besitzen.
    Wer nun die zweifelhaften Dinge vermeidet, der gewährt damit seinem Glauben und seiner Ehre Makellosigkeit; wer aber in zweifelhaften Dingen verwickelt ist, verwickelt er im Verbotenen und ähnelt einem Hirten, der seine Herde um ein fremdes Revier herumweidet und beinahe das Eigentumsrecht eines anderen verletzt. Wahrlich, jeder König hat sein eigenes Hoheitsgebiet, und die von Allah verbotenen Dinge stellen das Hoheitsgebiet Allahs dar. Wahrlich, es gibt im Menschenkörper ein kleines Stück Fleisch; wenn dieses gut ist, so ist der ganze Körper gut; ist es aber verdorben, so ist der ganze Körper verdorben. Wahrlich, das ist das Herz!

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, hatte eine Schuld bei einem Mann, und der Mann forderte von ihm in einer groben Art und Weise die Rückzahlung seiner Schuld. Die Gefährten des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, wollten sich an den Mann heranmachen, aber der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte zu ihnen: Wer Anspruch auf etwas hat, dem steht auch das Wort zu! Dann sagte er zu ihnen: Kauft ihm ein Kamel und gebt es ihm! Sie sagten: Wir finden nur Kamele, die besser als sein Kamel sind. Da sagte er: Kauft ein Kamel für ihn, denn der beste von euch oder unter euch ist derjenige, der in der besten Weise seine Schulden tilgt.

    A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, kaufte von einem Juden Lebensmittel auf Kredit und ließ bei ihm sein Panzerhemd als Pfand zurück.

    Ibn Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, kam nach Madina und fand vor, dass die Leute Kredite gegen Früchte für die Dauer von einem und zwei Jahren gewährten. Er sagte: Wer einen Kredit gegen etwas gewährt, dann nur ein bestimmtes Maß und ein bestimmtes Gewicht und zu einer bestimmten Zeit.

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagen: Das Schwören zum Zwecke des Absatzes von einer Ware vernichtet den Gewinn.

    Dschabir, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wer einen Teilhaber in einem Haus, einem Land oder in Dattelpalmen hat, darf sein Anteil nicht verkaufen, bis er seinen Teilhaber davon benachrichtigt. Er soll seinem Teilhaber das Vorkaufsrecht geben. Wenn es sein Teilhaber kaufen will, kauft er. Wenn er es nicht kaufen will, steht es dem ersten frei, es einem anderen zu verkaufen.

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Keiner von euch darf seinen Nachbarn hindern, ein Stück Holz an seiner eigenen Wand zu befestigen.

    Said Ibn Zaid Ibn Amr Ibn Nufail, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wer sich widerrechtlich ein Stück Land aneignet, auch wenn dieses so groß wäre wie eine Handspanne, den wird Allah es am Tag der Auferstehung als siebenfache Last an seinem Hals tragen lassen.

    `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wer sich widerrechtlich ein Stück Land aneignet, auch wenn dieses so groß wäre wie eine Handspanne, das trägt er als siebenfache Last an seinem Hals (am Tag der Auferstehung).

    Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wenn ihr über einen Durchgang (zwischen zwei Landstücken) nicht einig seid, so lasst ihre Breite zu sieben Ellen sein.

  • Die Pflichtabgabe (az-Zakaah)

    Die Pflichtabgabe (az-Zakaah)

    [Ṣaḥīḥ al-Buḫārī, Kapitel 24]

    Der Prophet, Muʿath, in den Yemen entsandt hatte und zu ihm sagte: „Fordere die Menschen auf zu bezeugen, dass kein Gott da ist außer Allah, und daß ich der Gesandte Allahs bin. Folgen sie dieser Aufforderung, so laß sie wissen, dass Allah ihnen die Pflicht auferlegt hat, fünf Gebete je Tag und Nacht zu verrichten. Folgen sie dieser Aufforderung, so laß sie wissen, dass Allah ihnen die Pflicht auferlegt hat, ein Almosen aus ihrem Vermögen zu zahlen, das von ihren Reichen genommen und zu ihren Armen zurückgegeben wird.“

    Abū Huraira berichtete: „Ein Wüstenaraber kam zum Propheten und sagte: „Nenne mir eine Tat, welche – wenn ich diese begehe – mich ins Paradies bringt!“ Der Prophet sagte zu ihm: „Du dienst Allah und stellst Ihm nichts zur Seite, verrichtest das Pflichtgebet, zahlst die vorgeschriebene Zakah und fastest im Ramadan!“ Der Mann entgegnete: „Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass ich nichts mehr als dies tun werde!“ Als der Mann wegging, sagte der Prophet: „Wen der Blick an einem Menschen erfreut, der zu den Bewohnern des Paradieses gehört, der soll diesen Mann anschauen!“

    Abū Huraira berichtete: „Als der Gesandte Allahs starb, und Abū Bakr wurde, und es geschah, dass einige unter den Arabern durch den Abfall vom Islam ungläubig wurden, sagte ʿUmar zu Abū Bakr: „Wie kannst du gegen Menschen kämpfen, wo doch der Prophet sagte:

    „Mir wurde der Befehl erteilt, dass ich die Menschen solange bekämpfe, bis sie die Worte sprechen: la ilaha illa-llah (= kein Gott ist da außer Allah). Wer dies ausspricht, der nimmt sein Vermögen und sich selbst in Schutz vor mir – es sei denn, es läge ein Verstoß gegen das Recht vor – und die Abrechnung mit ihm ist Allah überlassen!““

    Abū Bakr erwiderte: „Bei Allah, ich werde jeden bekämpfen, der einen Unterschied zwischen Gebet und Zakah macht denn die Zakah ist das Recht auf Güter. Bei Allah, wenn sie die Abgabe einer kleinen Ziege verweigern würden, welche sie an den Gesandten Allahs geleistet haben, so werde ich gegen sie wegen dieser Weigerung kämpfen.“ ʿUmar sagte: „Ich schwöre dann bei Allah, dass Allah das Herz des Abū Bakr erleuchte, und dadurch habe ich es erkannt, dass dies das Wahre ist.“

    Dscharir Ibn Abdallāh berichtete: „Ich leistete dem Propheten den Treueschwur für die Verrichtung des Gebets, die Entrichtung der Zakah und die Aufrichtigkeit gegenüber jedem Muslim.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Die Kamele kommen wieder im besten Zustand, so wie sie einst waren, auf ihren Besitzer zu – falls er ihnen ihr Recht nicht gegeben hatte, um ihn mit ihren Fußtellern zu treten. Auch die Schafe kommen wieder im besten Zustand, so wie sie einst waren, auf ihren Besitzer zu – falls er ihnen ihr Recht nicht gegeben hatte, um ihn mit ihren gespaltenen Hufen zu treten und mit ihren Hörnern zu stoßen.

    Und zu ihrem Recht gehört, dass sie an einer Tränke gemolken werden … und keiner von euch wird am Tage der Auferstehung mit einer Schafsmutter kommen, welche er mit dem Schaum aus ihrem Maul auf seinem Nacken trägt und mir zuruft: „O Muhammad!“ Ich werde ihm dann antworten: „Ich kann dir nicht helfen! Ich habe es euch verkündet!“ Und keiner von euch wird am Tage der Auferstehung mit einem Kamel kommen, welches er mit dem Schaum aus seinem Maul auf seinem Nacken trägt und mir zuruft: „O Muhammad!“ Ich werde ihm dann antworten: „Ich kann dir nicht helfen! Ich habe es euch verkündet!“

    Abū Huraira berichtete: „Der Gesandte Allahs sagte: „Wem Allah von den Reichtümern gibt und dieser den Zakah-Anteil davon nicht entrichtet, dem wird sein Reichtum am Tage der Auferstehung in Form einer hochgiftigen Riesenschlange mit zwei schwarzen Hörnchen erscheinen. Diese wird ihn am Tage der Auferstehung umschlingen, seinen Unterkiefer … anpacken und zu ihm sprechen: „Ich bin dein Reichtum, ich bin dein Schatz!“ Der Prophet rezitierte anschließend folgenden Quran – Vers (Sura 3:180, Al-ʿImran): „Und diejenigen, die mit dem geizen,…““

    Ibn Masʿud berichtete, dass er den Propheten folgendes sagen hörte: „Es darf keinen Neid geben, außer in zwei Fällen: Wenn ein Mensch Reichtümer besitzt und er diese dorthin bringt, wo sie in gerechter Weise verwendet werden können und ein Mensch, dem Allah Weisheit gibt, und er mit dieser zur richtigen Entscheidung und zur Belehrung anderer beiträgt!“

    Haritha Ibn Wahb berichtete: „Ich hörte den Propheten sagen:

    „Gebt Almosen denn es wird eine Zeit auf euch zukommen, in der der Mensch mit seinem Almosen umhergeht und zu dessen Abgabe keine Empfänger findet. Man wird zu ihm sagen: „Wärst du gestern damit gekommen, hätte ich es von dir angenommen heute aber habe ich es nicht mehr nötig!““

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Die Stunde (des Weltuntergangs) wird nicht kommen, bis sich die Reichtümer unter euch so vermehrt haben, dass ihr im überfluß lebt, und bis der Wohlhabende Sorge dafür trägt, ob jemand seine milde Gabe empfangen kann, sogar bis er diese anbietet und derjenige, dem es angeboten wird, sagen wird: „Ich habe kein Verlangen danach!“

    ʿAdyy Ibn Hatim berichtete: „Ich befand mich in Gegenwart des Gesandten Allahs als zwei Männer zu ihm kamen: Der eine von den beiden klagte über Armut, während der andere über Wegelagerei klagte. Der Gesandte Allahs sagte: „Was die Wegelagerei angeht, so wird es nicht mehr allzu lange Zeit dauern, bis die Kamel-Karawanen nach Makka ohne Begleitschutz aufbrechen. Was aber die Armut angeht, so wird die Stunde nicht kommen, bis der eine von euch mit seinem Almosen umhergeht und keinen finden wird, der es von ihm annimmt.

    Bestimmt jeder von euch vor Allah stehen wird, ohne jegliche Verschleierung zwischen ihm und Ihm, aber auch ohne Dolmetscher, der für ihn die Sprache übersetzen soll. Diesem wird dann gesagt: „Habe Ich dir nicht Reichtum gegeben?“ und er wird mit Sicherheit sagen: „Doch!“ Diesem wird abermals gesagt: „Habe Ich zu dir keinen Gesandten entsandt?“ und er wird mit Sicherheit sagen: „Doch!“

    Dieser schaut dann zu seiner Rechten und sieht nichts anderes als das Höllenfeuer alsdann schaut er zu seiner Linken und sieht nichts anderes als das Höllenfeuer. Also soll sich ein jeder von euch vor dem Höllenfeuer schützen, und wäre es nur mit einer halben Dattel und wenn er diese nicht finden kann, dann mindestens mit einem guten Wort.“

    Abū Musa berichtete, dass der Prophet sagte: „Es wird bestimmt auf die Menschen eine Zeit zukommen, in der der eine mit seiner Spende aus Gold umhergeht und keinen findet, der diese von ihm annimmt und der Mann wird gesehen, wie vierzig Frauen ihm folgen, die Schutz bei ihm suchen, und zwar wegen der geringen Zahl der Männer und der Vielzahl der Frauen.“

    ʿAʾischa berichtete: „Eine Frau trat mit ihren beiden Töchtern bei mir ein, um zu betteln sie fand bei mir nichts anderes als eine Dattel, die ich ihr auch gab. Sie teilte die Dattel zwischen ihren beiden Töchtern aus und aß selbst nicht davon. Danach stand sie auf und ging hinaus. Dann trat der Prophet ein, grüßte uns mit dem Friedensgruß, und ich erzählte ihm diese Geschichte er sagte dann: „Wer wegen dieser Mädchen mit irgend etwas auf die Probe gestellt wird, für den sind sie ein Schutz vor dem Höllenfeuer.“

    Hakim Ibn Hizam berichtete, dass der Prophet sagte: „Die obere Hand ist besser als die untere Hand. Beginne mit demjenigen, den du unterhältst und das beste Almosen ist das, was man nach der Befriedigung seiner Bedürfnisse gibt. Und wer immer sich zurückhält, dem erspart Allah das Erbetteln bei den anderen. Und wer immer sich genügsam verhält, dem gibt Allah reichlich.“

    Abdallāh Ibn Umar berichtete: „Der Gesandte Allahs hielt eine Ansprache auf dem Podest und erwähnte das Almosen, die Genügsamkeit und das Betteln er sagte: „Die obere Hand ist besser als die untere Hand denn die obere Hand ist die Spendende und die untere Hand ist die Bettelnde.“

    Asmaʾ Bint Abi Bakr berichtete, dass sie zum Propheten kam, und er zu ihr sagte: „Horte nichts, damit Allah von dir nichts zurückhält. Komme (anderen) entgegen und gib das, was immer du zu geben vermagst!“

    Aischa berichtete, dass der Prophet sagte: „Wenn eine Frau von dem Essen ihres Hauses spendet, ohne jedoch damit eine Not bei ihr hervorzurufen, so erhält sie dafür ihren Lohn, und ihrem Mann steht ein Lohn für das zu, was er vorausschickte und für den Lagerverwalter genauso.“

    Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Es beginnt kein Tag, den die Menschen am Morgen empfangen, ohne daß zwei Engel herabgesandt werden, und der eine von den beiden sagt: „O Allah unser Gott, vergelte dem Freigebigen Gutes.“ Und der andere sagt: „O Allah unser Gott, gib dem Geizigen Verderb.“

    Abū Buradas Großvater berichtete, dass der Prophet sagte: „Einem jeden Muslim obliegt die Abgabe einer Sadaqa. “ Die Leute fragten: „O Prophet Allahs, und wie, wenn man nichts hat?“ Der Prophet antwortete: „Er soll mit seinen Händen arbeiten und etwas verdienen, wovon er für sich selbst Nutzen hat und eine Sadaqa gibt!“

    Die Leute fragten: „Und wie, wenn man keine Arbeit findet?“ Der Prophet antwortete: „Er soll dann einem Behinderten in seiner Not helfen!“ Die Leute fragten: „Und wie, wenn man keinen findet?“ Der Prophet antwortete: „Er soll dann mit guten Taten umgehen und sich vom übel fernhalten denn dies ist von ihm eine Sadaqa!“

    Umm Atiyya berichtete: „Es wurde zu Nusaiba Al-Ansaryya Schafsfleisch geschickt, von dem sie wiederum einen Teil zu Aischa schickte. Der Prophet sagte: „Habt ihr etwas da?“ Aischa antwortete: „Nichts da außer dem, was uns Nusaiba an Schafsfleisch geschickt hat.“ Der Prophet sagte zu ihr: „Bring es her! Es hat seinen Bestimmungsort erreicht!“

    Ibn ʿAbbas berichtete: „Bevor der Gesandte Allahs Muʿath in den Yemen entsandte, sagte er zu ihm: „Du wirst bei Leuten ankommen, die Offenbarungsschriften besitzen. Das erste, wozu du sie aufforderst, ist, dass sie Allah anbeten.

    Wenn sie sich zu Allah bekennen, so laß sie wissen, dass Allah ihnen die Pflicht auferlegt hat, fünf Gebete, an jedem ihrer Tage und in jeder ihrer Nächte, zu verrichten. Halten sie die Gebete ein, so laß sie wissen, dass Allah ihnen die Pflicht auferlegt hat, Zakah aus ihrem Vermögen zu zahlen, die ihren Armen zurückgegeben wird. Folgen sie dir, so nehme diese von ihnen ein und halte dich fern von den besten Teilen ihrer Güter.“

    Anas Ibn Malik berichtete: „Abū Talha war unter den Al-Ansar der reichste an Palmen, und das ihm liebste Stück seines Vermögens war das Gut von Bairuhaʾ, das gerade gegenüber der Moschee lag, und der Gesandte Allahs pflegte es zu betreten und von dem guten Wasser dort zu trinken.

    Als der Qurʾān -Vers (3:92): „Ihr werdet das Gütigsein nicht erlangen, ehe ihr nicht von dem spendet, was ihr liebt…“ offenbart wurde, stand Abū Talha auf, begab sich zum Gesandten Allahs und sagte: „O Gesandter Allahs! Wahrlich, Allah Der Segensreiche und Erhabene sagt: „Ihr werdet das Gütigsein nicht erlangen, ehe ihr nicht von dem spendet, was ihr liebt…“ (Qurʾān -Vers 3:92), und das mir liebste Stück meines Vermögens ist das Gut von Bairuhaʾ, das ich Allah als Sadaqa widmen will, und das mir – wie ich hoffe – etwas Gutes an Lohn von Ihm bringen mag so nimm es an, o Gesandter Allahs, und verfahre mit diesem in der Weise, wie Allah dich durch die Eingebung verfahren läßt.“

    Der Gesandte Allahs sagte: „Gut getroffen! Das ist ein gewinnreiches Gut! Das ist ein gewinnreiches Gut! Ich habe vernommen, was du sagtest, und ich sehe, dass du es deinen nächsten Verwandten zur Verfügung stellst.“ Abū Talha sagte: „Ich werde es tun, o Gesandter Allahs!“ Abū Talha teilte es dann unter seinen Verwandten und den Söhnen seines Onkels.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Dem Muslim obliegt keine Sadaqa für sein Pferd und seinen Sklaven.“

    Umm Salama berichtete: „Ich sagte: „O Gesandter Allahs, steht mir der Lohn zu, wenn ich für die Kinder des Abū Salama ausgebe denn sie sind ja meine Kinder?“ Der Prophet sagte zu mir: „Gib für sie aus, und du hast den Lohn für jede Ausgabe, die du für sie gemacht hast.“

    Abu Said al-Khudri berichtete: „Einige Leute von den Al-Ansar bettelten den Gesandten Allahs an, und er gab ihnen. Sie bettelten ihn abermals an, und er gab ihnen weiter. Als sie ihn nochmal anbettelten, gab er ihnen wieder, bis alles ausging, was er besaß dann sagte er zu ihnen: „Wenn ich etwas an Gütern besäße, so würde ich es euch nie vorenthalten. Und wer immer sich zurückhält, dem erspart Allah das Erbetteln bei den anderen. Und wer immer sich genügsam verhält, dem gibt Allah reichlich. Wer sich geduldig verhält, dem gibt Allah die Kraft dazu. Keinem wird etwas Besseres und Reichlicheres gegeben als die Geduld.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass es für den einen von euch besser ist, sein Seil zu nehmen und damit auf seinem Rücken ein Bündel Brennholz herbeizubringen, als wenn er zu einem anderen geht und diesen anbettelt, der ihm entweder etwas gibt oder nichts gibt.“

    Az-Zubair Ibn Al-ʿAwwam berichtete, dass der Prophet sagte: „Daß einer von euch sein Seil nimmt, damit ein Bündel Brennholz auf seinem Rücken herbeibringt und es verkauft, und Allah dadurch sein Antlitz bewahrt, ist besser für ihn, als wenn er die Menschen anbettelt, die ihm entweder etwas geben oder nichts geben!“

    Hakim Ibn Hizam berichtete: „Ich bettelte den Gesandten Allahs an, und er gab mir dann bettelte ich ihn nochmal an, und er gab mir dann bettelte ich ihn an, und er gab mir. Anschließend sagte er: „O Hakim, die Güter sind wahrlich grünschön und süß. Wer sich diese mit guten Vorsätzen erwirbt, dem werden sie segensreich sein.

    Und wer diese aus Habgier und schlechten Vorsätzen nimmt, dem werden sie ohne Segen sein. Es ist gleich demjenigen, der isst und nie satt wird. Die obere Hand ist besser als die untere Hand!“ Ich sagte: „O Gesandter Allahs, ich schwöre bei Dem, Der dich mit der Wahrheit entsandt hat: ich werde nach dir von keinem Menschen etwas abbetteln, bis ich von dieser Welt scheide!“

    Es geschah danach, dass Abū Bakr Hakim zu sich rief, um ihm etwas zu geben und dieser ablehnte, etwas von ihm anzunehmen. Es geschah auch, dass ʿUmar Hakim zu sich rief, um ihm etwas zu geben und dieser nichts von ihm annahm. ʿUmar sagte: „Euch, ihr Muslime, mache ich zu Zeugen über Hakim, dem ich seinen Anteil an der Beute anbiete und er ablehnt, diesen anzunehmen.“ Hakim blieb dabei, dass er seit diesem Vorfall mit dem Gesandten Allahs von keinem Menschen etwas erbettelte, bis er starb.

    ʿUmar berichtete: „Wenn mir der Gesandte Allahs etwas gab, sagte ich zu ihm: „Gib es demjenigen, der es nötiger hat als ich!“ Er aber erwiderte: „Nimm es! Wenn dir etwas von diesem angeboten wird, ohne daß du darum gefragt oder gebettelt hast, so nimm es. Wenn aber dies nicht der Fall ist, so erniedrige dich nicht dafür.“

    ʿAbdallāh Ibn ʿUmar berichtete, dass der Prophet sagte: „Der Mensch hört nicht auf zu betteln, bis er am Tage der Auferstehung auftreten und kein Fleisch fetzchen mehr in seinem Gesicht haben wird.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Arm ist nicht der, der mit einer Mahlzeit oder die zwei Mahlzeiten fortgeschickt wird. Arm ist vielmehr derjenige, der nichts hat und sich trotzdem schamhaft verhält, oder nicht bei den anderen Menschen um etwas bettelt.“

    Der Schreiber des Al-Mughira Ibn Schuʿba berichtete: „Muawiya ließ an Al-Mughira Ibn Schuba folgendes schreiben: „Teile mir schriftlich etwas mit, das du von dem Propheten gehört hast!“ Darauf schrieb er folgendes zu ihm: „Ich hörte den Propheten sagen: „Wahrlich, Allah will für euch folgende drei Eigenschaften nicht: Das Geschwätz übereinander, die Verschwendung des Geldes und das viele Fragen.““

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Arm ist nicht derjenige, der bei den Menschen die Runde macht und mit einem oder zwei Stück Brot oder mit einer Dattel oder mit zwei Datteln fortgeschickt wird. Arm ist vielmehr derjenige, der keinen Ausweg findet, um sich aus der Not erlösen zu können er ist derjenige, auf den keiner aufmerksam sein wird, um ihm eine Sadaqa zu geben er ist aber auch nicht derjenige, der aufsteht und sie anbettelt.“

    Abū Huraira berichtete: „Al-Hassan, Sohn des ʿAlī nahm (als Kind) eine Dattel aus der Sadaqa und steckte sie in seinen Mund da sagte der Prophet zu ihm: „Kich, kich (= Bah, bah)“, damit er sie wegwerfe. Dann sagte er zu ihm: „Hast du nicht gemerkt, dass wir von der Sadaqa nicht essen dürfen?“

    Ibn ʿUmar berichtete: „Der Gesandte Allahs machte Zakatu-l-fitr zur Pflicht, und zwar als eine Maßeinheit Datteln oder eine Maßeinheit Gerste, welche ausgegeben werden soll für jeden Menschen (im Haushalt), sei dieser ein Sklave oder ein Freier, männlich oder weiblich, minderjährig oder volljährig von den Muslimen. Er gab dazu seine Anweisung, dass diese entrichtet werden solle, bevor sich die Menschen zum Festgebet begeben.“

  • Ihr Unrecht in Bezog auf das Sühnegeld

    Ihr Unrecht in Bezog auf das Sühnegeld

    Dawud I. Alhussein hat mir von Ikrima berichtet, der es von I. Abbas gehört hat: die Worte in der Sura des Tisches:

    „Entscheide zwischen ihnen, oder wende Dich von ihnen ab! wendest Du Dieb von ihnen ab, so wird es Dir nicht schaden, fällst Du ein Urtheil, so thu es nach dem Recht, denn Gott liebt Diejenigen welche Gerechtigkeit üben,“

    sind in Bezug auf einen Streit, wegen eines Sühnegeldes, zwischen den Benu Nadhir und Kureiza, geoffenbart worden. Es wurde nämlich für die Erschlagenen der Benu Is’adhir, welche grosses Ansehen genossen, das volle Sühnegeld bezahlt, für die der Benu Kureiza aber nur die Hälfte, sie beklagten sich daher bei Mohammed, und Gott offenbarte die obigen Verse. Mohammed bewog jene dann sich dem Recht zu fügen, und es wurde ein gleichmässiges Sühnegeld festgesetzt. Gott weiss, wie es war.

  • Wie ein Djinn über die Reise Muhammad’s Nachricht brachte

    Wie ein Djinn über die Reise Muhammad’s Nachricht brachte

    Es vergiengen drei Tage nach der Abreise, so erzählte Asma weiter, ohne dass wir wussten, wo Muhammad sich hiiigeweiidet hatte, da kam ein Djinn, vom untern Theile Mekka’s her, welcher, nach Weise der Beduinen, Verse sang, es folgten ihm viele Leute, um seinen Gesang zu hören, ohne ihn zu sehen. Als er endlich auf der Höhe von Mekka war, sagte er folgende Verse:

    „Allah, der Herr der Menschen gebe den schönsten Lohn den beiden Freunden, welche sich unter den Zelten der ümm Ma’bad niedergelassen! Sie haben sich reinen Herzens niedergelassen, und sind des Abends wieder aufgebrochen, gesegnet sei der Gefährte Muhammad’s! möge der Ort, wo die Frau der Beim Kaab w’eilet, ihnen Glück bringen, und den Gläubigen als ein Wachthurm dienen!“

    Asma fuhr fort: als wir diese Worte hörten, wussten wir, dass Mohammed die Richtung nach Medina genommen. Mit ihm waren noch Abu Bekr, dessen Freigelassener Amir und der Führer Abd Allah I. Arkat p. H. s. Nach andern I. Ureikit.

  • Vom Dschihad und Leben des Propheten

    Vom Dschihad und Leben des Propheten

    [Sahih al-Buchari, Kapitel 50]

    Ibn Abbas berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Es gibt keine Hidschra nach der Eroberung, sondern Dschihad und Niyya. Wenn ihr dann zum Aufbrechen aufgefordert werdet, dann brechet auf.“

    Abū Huraira berichtete: „Ein Mann kam zum Gesandten Allahs und sagte: „Nenne mir eine Tat, die dem Dschihad gleich ist!“ Der Prophet sagte: „Eine solche finde ich nicht!“ Der Prophet fuhr dann fort: „Kannst du es verkraften, wenn der Kämpfer für den Kampf aufbricht, dass du in die Moschee gehst und dort betest und nicht aufhörst und aber auch fastest, ohne dein Fasten zu brechen?“ Der Mann sagte: „Und wer kann so etwas tun?““

    Abū Saʿīd al-Khudrī berichtete: „Es wurde folgende Frage gestellt: „O Gesandter Allahs, wer ist unter allen Menschen der beste?“ Der Gesandte Allahs sagte: „Ein Gläubiger, der unter dem Einsatz seines Lebens und Vermögens auf dem Weg Allahs den Dschihad unternimmt.“ Die Leute sagten: „Wer dann außer diesem!“ Der Prophet sagte: „Ein Gläubiger, der sich irgendwo in einer unbewohnten Gegend zwischen den Bergen aufhält, Allah fürchtet und die Menschen von seinen Schlechtigkeiten verschont!“

    Abū Huraira berichtete: „Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: „Derjenige, der auf dem Weg Allahs den Dschihad unternimmt – und Allah kennt wohl denjenigen, der auf Seinem Weg den Dschihad unternimmt – ist demjenigen gleich, der anhaltend fastet und betet. Und Allah gibt dem Mudschahid auf Seinem Weg die Gewähr dazu, dass Er ihn entweder sterben und ins Paradies eingehen läßt oder daß Er ihn unversehrt mit einem Lohn oder mit einer Beute zurückkehren läßt.“

    Abū Huraira berichtete: „Der Prophet sagte: „Wer an Allah und Seinen Gesandten glaubt, das Gebet verrichtet und im Ramadan fastet, der hat gegenüber Allah ein Recht darauf, dass Er ihn ins Paradies eintreten läßt, gleichwohl, ob er auf dem Weg Allahs den Dschihad unternahm oder in seinem Land daheimsaß, wo er geboren wurde.“

    Die Leute sagten: „O Gesandter Allahs! Sollen wir nicht den Menschen diese frohe Botschaft verkündigen?“ Darauf fuhr der Prophet fort: „Wahrlich, es gibt im Paradies einhundert Rangstufen, die Allah für diejenigen vorbereitete, die auf dem Weg Allahs den Dschihad unternahmen, und zwischen der einen Stufe und der anderen ist eine Entfernung, wie zwischen Himmel und Erde*. Wenn ihr also Allah darum bittet, so bittet um den Al-Firdaus denn dieser liegt mitten im Paradies oder auf der höchsten Ebene des Paradieses … und darüber befindet sich der Thron des Allerbarmers, und dort entspringen die Flüsse des Paradieses.“ …“

    Anas Ibn Malik berichtete, dass der Prophet sagte: „Wahrlich, ein Aufbruch am frühen Morgen oder am Tagesende auf dem Weg Allahs ist besser als die ganze Welt und das, was auf ihr ist.“

    Anas Ibn Malik berichtete, dass der Prophet sagte: „Kein Mensch, der bei Allah etwas Gutes zu erwarten hat, und auf das er sich freut, würde nach seinem Tod wünschen, dass er zur Welt zurückkehrte, auch dann, wenn ihm die ganze Welt und was auf ihr an Wert ist, gegeben würde. Ausgenommen davon ist der Märtyrer (Schahid), der auf Grund der Vorzüglichkeit des Martyriums (Schahada), sich freuen würde, wenn er zur Welt zurückkehrte und nochmal umkäme.“

    Anas Ibn Malik berichtete, dass der Prophet sagte: „Wahrlich, ein Aufbruch am Tagesende oder am frühen Morgen auf dem Weg Allahs ist besser als die ganze Welt und das, was auf ihr ist. Und wahrlich, der geringste Abstand zum Paradies, in der Länge eines Schießbogens oder einer Peitsche, ist besser als die ganze Welt und das, was auf ihr ist. Und wenn eine Frau von den Bewohnern des Paradieses den Bewohnern der Erde erscheinen würde, würde sie das, was zwischen ihr und ihnen erleuchten und mit Wohlgeruch erfüllen. Und wahrlich, der Schleier, den sie auf ihrem Kopf trägt, ist be sser als die ganze Welt und das, was auf ihr ist.“

    Abū Huraira berichtete: „Ich hörte den Propheten folgendes sagen: „Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass ich – wenn keine gläubigen Menschen da wären, die sich nicht wohlfühlten, wenn sie hinter mir zurückbleiben müssten, weil ich nichts (an Reittier) fände, auf dem ich sie tragen könnte -, nie bei einer Kampftruppe fehlen würde, die auf dem Weg Allahs aufbricht.

    Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass ich mir so sehr wünsche, dass ich auf dem Weg Allahs umkomme, alsdann wieder lebendig gemacht werde, alsdann auf dem Weg Allahs umkomme und wieder lebendig gemacht werde, alsdann auf dem Weg Allahs umkomme und wieder lebendig gemacht werde, dann wieder auf dem Weg Allahs umkomme.“

    Dschundab Ibn Sufiyan berichtete: „Der Gesandte Allahs beteiligte sich an einer Schlacht, in der sein Finger blutete. Er sagte daraufhin: „Du bist nichts anderes als ein Finger, der blutet, und das, was mich traf, ist Allah gewidmet.“

    Al-Baraʿ berichtete: „Es kam zum Propheten ein Mann, der im Panzereisen vermummt war, und sagte: „O Gesandter Allahs, soll ich erst kämpfen oder erst Muslim werden?“ Der Prophet sagte: „Du sollst erst Muslim werden, dann kämpfen!“ Der Mann trat dann zum Islam über, kämpfte und kam anschließend um. Darauf sagte der Gesandte Allahs: „Er tat nur wenig und erhielt viel Lohn!“

    Umm Ar-Rubai, Tochter des Al-Bara und zugleich Mutter des Haritha Ibn Suraqa, kam zum Propheten und sagte: „O Prophet Allahs, wenn du mir von Haritha berichten würdest!“ – und dieser fand den Tod am Tage der Schlacht von Badr durch einen Blindpfeilschuß – „Wenn er im Paradies ist, so werde ich geduldig sein und wenn dies nicht der Fall ist, so werde ich ihn sehr stark beweinen.“ Der Prophet sagte: „O Umm Haritha, es sind wahrlich mehrere Paradiesgärten im Paradies, und wahrlich dein Sohn traf die höchste Ebene in Al-Firdaus!“

    Abu Musa berichtete: „Ein Mann kam zum Propheten und sagte: „Es gibt Leute, die für die Beute, andere für den Ruf, während andere mit der Absicht kämpfen, um sich Ansehen zu verschaffen. Welcher Kampf ist dann auf dem Weg Allahs?“ Der Prophet sagte: „Wer mit der Absicht kämpft, dass Allahs Wort das Höchste wird, der kämpft auf dem Weg Allahs!“

    Abd ar-Rahman Ibn Dschabr berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Niemals werden die Füße eines Dieners Allahs, die auf dem Weg Allahs staubig wurden, vom Höllenfeuer berührt.“

    Aischa berichtete: „Als der Gesandte Allahs nach der Grabenschlacht nach Hause kam, seine Waffe ablegte und sich waschen wollte, kam Gabriel zu ihm, gerade als sein Haupt noch von Staub bedeckt war, und sagte: „Hast du die Waffe abgelegt? Bei Allah, es ist noch nicht soweit, dass du die Waffe ablegst!“ Der Gesandte Allahs fragte ihn: „Wo dann?“ Gabriel sagte: „Dorthin!“ Und er deutete dabei auf von Banu Quraida. Da zog der Gesandte Allahs hinaus zu ihnen.“

    Abdallah Ibn Abi Aufa schrieb, dass der Gesandte Allahs sagte: „Und wisset, dass das Paradies unter den Schatten der Schwerter liegt!“

    Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Sulaiman Ibn Dawud (Salomo, Sohn des David) sagte: „Ich mache mit Sicherheit in dieser Nacht die Runde mit einhundert – oder neunundneunzig – Frauen, und alle werden jeweils einen Ritter zur Welt bringen, der auf dem Weg Allahs kämpfen wird!“

    Sein Gefährte sagte dann zu ihm: „Sprich „inschaʾ Allah!““ Er sagte dies aber nicht und keine der Frauen wurde schwanger, mit Ausnahme einer Frau, die einen Halbmenschen zur Welt brachte.Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass, wenn er „inschaʾ Allah“ gesagt hätte, so wären sie allesamt Ritter geworden, die auf dem Weg Allahs gekämpft hätten!“

    Anas berichtete: „Der Prophet war der beste unter allen Menschen, und der tapferste unter allen Menschen, und der freigebigste unter allen Menschen. Es geschah, dass die Leute von Al-Madina durch einen Angriff des Feindes in Schrecken versetzt wurden, und sie erlebten, dass der Prophet der erste war, der ihnen zur Abwehr auf einer Pferdestute geritten, zuvorkam. Wir haben ihn (so großartig) wie ein Meer gefunden.“

    Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Allah wird zwei Männer anlachen, von denen der eine den anderen getötet hatte und dennoch werden die beiden ins Paradies eingehen: Der eine kämpfte auf dem Weg Allahs und kam um danach wandte Sich Allah dem Tötenden auf Grund seiner Reue Gnädig zu und ließ somit diesen als Märtyrer sterben.“

    Anas Ibn Malik berichtete, dass der Prophet sagte: „Der Tod durch die Pest ist ein Martyrium für jeden Muslim!“

    Abu Saīd al-Khudri berichtete, dass er den Propheten folgendes sagen hörte: „Wer einen Tag fastet, während er sich auf dem Weg Allahs befindet, dessen Angesicht hält Allah vom Höllenfeuer mit einem Abstand fern, der in siebzig* Jahren zurückgelegt wird.“

    Zaid Ibn Chalid berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Wer einen Kämpfer auf dem Weg Allahs ausgerüstet hat, der hat gekämpft, und wer die Interessen eines Kämpfers auf dem Weg Allahs im guten Sinne wahrgenommen hat, der hat gekämpft.“

    Ar-Rubai Bint Muʿauwith berichtete: „Wir pflegten mit dem Propheten zu sein, um die Verwundeten zu tränken und zu pflegen, und um die Gefallenen nach Al-Madina zu transportieren.“

    Ar-Rubai Bint Muauwith berichtete: „Wir beteiligten uns gewöhnlich an der Schlacht mit dem Propheten um die Leute zu tränken und zu pflegen, und um die Verwundeten und die Gefallenen nach Al-Madina zu transportieren.“

    Aischa berichtete: „Der Prophet verbrachte mehrere schlaflose Nächte. Als er nach Al-Madina kam, sagte er: „Hoffentlich finde ich unter meinen Gefährten einen Mann, der für mich in dieser Nacht die Wache hält denn wir haben das Klirren einer Waffe gehört!“ Der Prophet rief: „Wer ist dort?“ Eine Stimme meldete sich: „Das bin ich, Sad Ibn Abi Waqqas! Ich kam, um für dich die Wache zu halten.“ Hier dann schlief der Prophet.“

    Anas berichtete: „Wir zogen mit dem Propheten. Wer von uns den meisten Schatten hatte, war derjenige, der sich unter seinem eigenen Kleidungsstück abschirmte.

    Was die Fastenden unter uns anging, so leisteten diese keine Arbeit. Diejenigen aber, die ihr Fasten brachen, konnten sich um die Reittiere kümmern, die verschiedenen Arbeiten verrichten und die Kranken pflegen. Darauf sagte der Prophet: „Diejenigen, die heute ihr Fasten brachen, sind allein mit dem Lohn gegangen.“

    Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Jedem Menschen obliegt ein Almosen für jedes Glied seines Körpers an jedem Tag: Einem Mann mit seinem Reittier in der Weise zu helfen, dass man ihn hinaufhebt oder seine Sachen hinauflädt, ist eine Sadaqa. Auch ein gutes Wort ist eine Sadaqa. Und jeder Schritt, den er zum Gebet macht, ist eine Sadaqa und die Weisung des Weges ist eine Sadaqa.“

    Sahl wurde einmal nach der Verletzung des Propheten am Tage der Schlacht von Uhud gefragt, und er berichtete: „Das Gesicht des Propheten erlitt eine Wunde, ein Eckzahn von ihm wurde gebrochen, und sein Helm wurde auf seinem Haupt zertrümmert.

    Da kümmerte sich Fatima, um ihn und wusch von ihm das Blut ab, während Alī zusammenhielt. Als sie aber sah, dass das Blut nicht zu fließen nachließ, und es sogar noch mehr floss, riss sie etwas von der Strohmatte ab und brannte sie aus, bis dieses völlig zu Asche wurde sie nahm sie dann und presste sie gegen die Wunde, und diese hörte auf zu bluten.“

    Abdallāh Ibn Umar berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Ihr werdet gegen die Juden solange kämpfen, bis sich der eine von ihnen hinter einem Stein versteckt und dieser spricht: „Du Diener Allahs, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, so töte ihn.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Die Stunde wird nicht kommen, bis ihr gegen die Juden solange kämpft, und bis der Stein, hinter dem sich der Jude versteckt hat, spricht: „Du Muslim, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, so töte ihn.“

    Abū Huraira berichtete: „Tufail Ibn Amr Ad-Dausyy und seine Leute kamen zum Propheten und sagten: „O Gesandter Allahs, der Stamm Daus ist wahrlich in Ungehorsam verfallen und verhält sich nur ablehnend, so richte zu Allah ein Bittgebet gegen ihn!“ Jemand sagte: „Nieder mit den Daus!“ und der Prophet sagte: „O Allah, führe die Daus zum rechten Weg und bringe sie zu uns zurück.“

    Anas berichtete: „Als der Prophet an die Byzantiner schreiben lassen wollte, wurde ihm gesagt, dass diese kein Schreiben lesen wollten, das nicht mit einem Siegel versehen sei. Da nahm sich der Prophet einen Siegelring aus Silber – als ob ich heute noch dessen Glanz in seiner Hand sähe – und er ließ darauf gravieren: „Muhammad Rasulu-llah.““

    Abdallāh Ibn Abbas berichtete: „Der Gesandte Allahs schickte durch Boten ein Schreiben an Chosro (den König von Persien) über den Gouverneur von Bahrain, von dem er verlangte, dass er dieses wiederum an Chosro weiterleite. Als Chosro dieses Schreiben las, zerriss er es. Da sprach der Prophet ein Bittgebet gegen sie, dass sie in vollkommener Weise zerstreut werden mögen.“

    Anas berichtete: „Der Gesandte Allahs pflegte – wenn er einen Angriff wider den Gegner zu unternehmen beabsichtigte – den Angriff erst am Morgen zu beginnen. Wenn er dort den Gebetsruf hörte, sah er davon ab, und wenn er keinen Gebetsruf hörte, stürmte er nach dem Morgengebet. Demnach kamen wir in Chaibar in der Nacht an.“

    Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Mir wurde der Befehl erteilt, dass ich gegen die Menschen solange kämpfen soll, bis sie sagen: „la ilaha illa-llah.“ Wer dann dies sagt, der rettet sein Leben und Vermögen vor mir, es sei denn, dass er gegen das Recht verstößt und die Abrechnung mit ihm ist Allah überlassen. …“

    Abdallah Ibn Umar berichtete: „Der Gesandte Allahs verbot, dass einer mit dem Qurʾān in das Land des Feindes einreist.“

    Ibn Umar berichtete, dass der Prophet sagte: „Wenn die Menschen wüßten, was ich über die Einsamkeit weiß, so würde kein Reiter in der Nacht allein reisen.“

    Abdallah Ibn Umar berichtete: „Ein Mann kam zum Propheten und bat ihn um Erlaubnis dafür, den Dschihad unternehmen zu dürfen. Der Prophet fragte ihn: „Sind deine Eltern am Leben?“ Der Mann sagte: „Ja“ und der Prophet entgegnete: „Dann unternehme den Dschihad bei ihnen!“*

    Ibn Abbas berichtete, dass er den Propheten folgendes sagen hörte: „Kein Mann darf sich mit einer Frau in Zweisamkeit zurückziehen und eine Frau darf nur mit einem Mahram* reisen.“ Ein Mann stand auf und sagte: „O Gesandter Allahs, ich habe mich zur Teilnahme an den Schlachten von Soundso und Soundso gemeldet, und meine Frau ist bereits als Pilgerin aufgebrochen!“ Der Prophet sagte zum ihm: „Gehe und vollziehe die Pilgerfahrt mit deiner Frau!“

    Abdallah berichtete: „Eine Frau wurde in einer Schlacht, die der Prophet unternahm, tot aufgefunden. Und der Gesandte Allahs verabscheute das Töten von Frauen und Kindern.“

    Ibn Umar berichtete: „Eine Frau wurde in einer Schlacht, die der Gesandte Allahs unternahm, tot aufgefunden. Und der Gesandte Allahs verbot das Töten von Frauen und Kindern.“

    Ikrima berichtete, dass Ali einige Leute verbrannte. Als Ibn Abbas davon erfuhr, sagte er: „An seiner Stelle hätte ich sie nicht verbrannt denn der Prophet sagte: „Vollzieht keine Strafe, mit der Allah Selbst bestraft.“ Und ich hätte sie hingerichtet, wie der Prophet sagte: „Wer seine Religion ändert, den sollt ihr töten!““

    Abu Huraira berichtete, dass er den Gesandten Allahs folgendes sagen hörte: „Eine Ameise biss einen der Propheten, der daraufhin seinen Befehl gab, das ganze Ameisendorf zu verbrennen. Und Allah gab ihm folgendes ein: „Nur weil dich eine einzige Ameise gebissen hat, hast du dafür eines der Völker verbrennen lassen, das Allah lobpreist?“

    Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Wünscht euch keine Begegnung mit dem Feind wenn ihr ihm aber begegnet seid, dann seid geduldig!“

    Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Chosro (König von Persien) wird zugrundegehen, und nach ihm wird es keinen Chosro mehr geben. Und der Kaiser (von Byzanz) wird auch mit Sicherheit zugrundegehen, und nach ihm wird es keinen Kaiser mehr geben. Was aber ihre Schätze angeht, so werden diese mit Sicherheit auf dem Weg Allahs verteilt werden!“

    Abu Huraira berichtete: „Der Prophet bezeichnete den Krieg als einen kniffligen Kunstgriff.“

    Abu Musa berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Löst die Fesseln des Kriegsgefangenen (bzw. Sklaven), speist den Hungrigen und besucht den Kranken!“

    Abdallah berichtete: „Wenn der Prophet zurückkam, rief er dreimal „Allahu akbar“ und sagte anschließend: „Wir kehren zurück, so Allah will, reumütig, Ihm dienend und Ihn lobend, und uns vor unserem Herrn niederwerfend! Allah erfüllte sein Versprechen, verhalf seinem Diener zum Sieg und schlug Allein die Kampfverbände!“

    Kab berichtete: „Der Prophet pflegte – wenn er von einer Reise im Laufe des Vormittags zurückkam – zunächst in die Moschee zu gehen und dort zwei Raka zu verrichten, bevor er sich hinsetzte.“

  • Wie die Worte „Und es sind schon Gesandte vor Dir verspottet worden“ geoffenbart worden sind

    Wie die Worte „Und es sind schon Gesandte vor Dir verspottet worden“ geoffenbart worden sind

    Einst gieng, wie ich vernommen habe, Mob. an Welid I. Almnghira, Omejja I. Ohalaf, und Abu Djahl I. Hischam vorüber. Sie deuteten mit den Augen auf ihn, und verspotteten ihn, und es schmerzte ihn. Da offenbarte Gott: „Es sind schon Gesandte vor Dir verspottet vorden, aber ihr Gespötte hat ihnen Unheil gebracht.“

  • Von Denen welche ans Abiasynien zurückgekehrt sind

    Von Denen welche ans Abiasynien zurückgekehrt sind

    Die Gefährten Mohammeds, welche nach Äbissynien ausgewandert waren, vernahmen einst, die Mekkaner hätten sich zum Islam bekehrt, sie reisten daher zurück, und erst als sie in die Nähe von Mekka kamen, hörten sie, dass es ein falsches Gerücht war, und sie konnten nur heimlich in die Stadt gehen, oder unter dem Schutze eines Mekkaners.

    Manche der Zurückgekehrten blieben in Mekka, bis zur Auswanderung Mohammeds nach Medina, und kämpften dann bei Bedr und Ohod an seiner Seite, manche wurden zuriickgehalten, so dass Bedr und andere Treffen ihnen entgiengen, iCudere starben in Mekka. Die Zurückgekehrten waren: Othmaii I. Äffan, mit seiner Gattin Rukejja, Abu Iludseifa I. Otba, mit seiner Gattin Sahlah, Abd Allah I. Djahsch, ein Scbutzgenosse der Benu Abd Scherns, Otba I. Ghazwan, vom Stamme Keis I. Eilan, ein Schutzgenosse der Benu Naufal, Azzubeir I. Alawwam, Mnssab I. Omeir, Saweibet I. Saad, Tuleib I. Omeir, Abd Errahman I. Auf, Mikdad I. Amr und Abd Allah I. Masud, Schutzgenossen der Benu Zuhra, Abu Salama I. Abd AIa$ad, mit seiner Gattin UmbSalama, 242 Schammas I. Othinan, Salama I. Uischam I. Almughira, welchen sein Oheim in Mekka zurückhiclt, so dass er erst nach den Schlachten von Bedr, Ohod und dem Graben nach Medina kam, Ajjasch I. Abi Rabia, der mit Mohammed nach Medina auswanderte, den aber dann seine mütterlichen Brüder Abu Djahl und Alharith 1. Ilischam wieder nach Mekka zurückbrachten und dort behielten, bis die Schlachten von Bedr, Ohod und dem Graben vorüber waren, Ammar I. Jasir, an dessen Auswanderung jedoch gezweifelt wird, und Muattab I. Auf, beide Schutzgenossen der Benn Machzum, ferner: Othman I. Mazun und sein Sohn Assaib, Kodama I. Mazun, Abd Allah 1. Mazun, Chnneis I. Hudsafa, Rischam I. Alaass I. Wail, der in Mekka bis nach der Grabenschlacht zurückgehalten wurde, Amir 1. Rabia, ein Scbutzgenosse der Benu Adii, mit seiner Gattin Leila, Tochter des Abi Hathama, Abd Allah I. Machrama, Abd Allah I. Suheil, der bis zum Treffen von Bedr in Mekka zurückgehalten wurde, bei dieser Gelegenheit aber zu den Moslimen übergieng, und an der Seite Mohammeds focht, Abu Sabra I. Abi Ruhm, mit seiner Gattin ümm Kolthum, Tochter des Suheil I. Amr, Assakran I. Amr, mit seiner Gattin Sauda, Tochter des Zamaa, Saad I. Chaulah, ein Scbutzgenosse der Benu Amir, Abu,Obeida I. Aldjarrah, d. h. Amir I. Abd Allah I. Aldjarrah, Amr I. Alharith, 243 Suheil I. Beidha und Amr I. Abi Sarh. Es waren im Ganzen 33 Männer, die aus Äbissynien zurückkehrten, von denen welche unter den Schutz von Mekkanern sich stellten, wurde mir Othman I. Mazun genannt, der sich unter den Schutz des Welid L Almughira begab, Abu Salama I. Abd Alasad, der sich unter Abo Talibs
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    Schatz stellte, der sein mütterlicher Oheim war, denn die Matter Aba Salama’s war Barrah, Tochter des Abd Almattalib.

  • Muhammads Hidschra

    Muhammads Hidschra

    Nachdem seine Gefährten gegangen waren, blieb der Prophet in Mekka und wartete auf die Erlaubnis zur Auswanderung. Außer Abu Bakr und Ali waren keine seiner Anhänger mehr da, außer denen, die unter Zwang standen und denen, die zum Abfall vom Glauben gezwungen worden waren. Erstere baten den Propheten immer wieder um die Erlaubnis zur Auswanderung, und er antwortete: „Habt keine Eile; vielleicht wird Gott euch einen Gefährten schenken.“ Abu Bakr hoffte, dass es Mohammed selbst sein würde.

    Als die Quraisch sahen, dass der Prophet eine Gruppe und Gefährten hatte, die nicht ihrem Stamm angehörten und sich außerhalb ihres Territoriums befanden, und dass seine Gefährten ausgewandert waren, um sich ihnen anzuschließen, und wussten, dass sie sich in einer neuen Heimat niedergelassen und Beschützer gefunden hatten, fürchteten sie, dass der Prophet sich ihnen anschließen könnte, da sie wussten, dass er beschlossen hatte, gegen sie zu kämpfen.

    So versammelten sie sich in ihrem Ratssaal, dem Haus von Quayy ibn. Kilab, wo all ihre wichtigen Geschäfte abgewickelt wurden, um sich beraten zu lassen, was sie in Bezug auf den Gesandten tun sollten, denn sie fürchteten ihn nun.

    Einer unserer Gefährten, an dem ich keinen Grund zu zweifeln habe, berichtete mir im Namen von ‚Abdullah ibn Abii Naji (von Mujahid ibn Jubayr, dem Vater von al-I:Iajjaj) und einer anderen Person gleichen Charakters im Namen von ‚Abdullah ibn ‚Abbiis berichtete mir, dass, als sie einen Tag für eine Entscheidung über den Gesandten festgelegt hatten, am Morgen dieses Tages, der
    der Tag von al-Za! genannt wurde, der Teufel in Gestalt eines handverlesenen, in einen Mantel gehüllten alten Mannes zu ihnen kam und an der Tür des Hauses stand. Als sie ihn dort stehen sahen, fragten sie ihn, wer er sei, und er sagte ihnen,

    dass er ein Scheich aus dem Hochland sei, der von ihrer Absicht gehört habe und gekommen sei, um zu hören, was sie zu sagen hätten und ihnen vielleicht Rat zu geben.Er wurde eingeladen einzutreten und fand dort die Anführer der Quraisch vor.

    Von B. ‚Abdu Shams stammten ‚Utba und Shayba, Söhne von
    Rab!’a, und Abii Sufyan. Von B. Naufal b. ‚Abdu Maniif Tu’ayma
    b. ‚Adiy; Jubayr b. Mut’im; und al-J:Iarith b. ‚Amir b. Naufal. Von B.
    ‚Abdu’l-Dar al-Nadr b. al-J:Iarith b. Kalada. Von B. Asad b. ‚Abdu’l-
    ‚Uzza Abu’I-Bakhtari b. Hisham und Zam’a b. al-Aswad b. al-Mullalib; und J:Iakim b. J:Iizam. Von B. Makhziim Abii Jahl b. Hisham. Von B. Sahm Nubayh und Munabbih, die Söhne von al-J:Iajjaj. Von B. Juma!). Umayya b. Khalaf und andere, darunter einige, die nicht zu den Quraisch gehörten.

  • Bedingungen der Huldigung bei der letzten Zusammenkunft auf der Anhöhe

    Als Gott Mohammed erlaubt hatte, gegen die Ungläubigen Krieg zu führen, war die letzte Huldigung mit der Verpflichtung für ihn zu kämpfen verbunden, was bei der ersten nicht der Fall war, da Gott den Krieg damals noch nicht erlaubt hatte. Bei der Letzten mussten sie schwören, die Schwarzen und die Rothen zu bekriegen, und für ihn und den Herrn zu kämpfen; als Lohn für
    ihre Treue wurde ihnen das Paradies verheissen. Ubada I. Alwelid I. Ubada L Assamit hat mir von seinem Vater Welid berichtet, der von seinem Grossvater Ubada I. Assamit, einem der zwölf Häupter, gehört hat, wie er sagte; wir haben Mohammed den Kriegseid geleistet. Ubada war einer der zwölf gewesen , die sich bei der ersten Huldigung auf der Anhöhe eingefunden hatten, diese geschah nach Weise der Frauen. Sie schwuren Mohammed Gehorsam und Verehrung in Noth und Wohlstand, bei Freud und Leid, niemanden streitig zu machen was ihm gehört, überall die Wahrheit zu sagen in Gottes Sache, und keinen Tadel zu fürchten.

    Namen derjenigen, welche bei der Huldigung. auf derAuhOho

    waren.

    I. I. s. Bei der Huldigung auf der Anhöhe waren 73 Männer
    I und zwei Frauen von den Ausiten und Chazradjiten. Ihre Namen
    sind: von den Benu Abd Alaschhal, Useid I. Hudheir, einer der
    Häupter, er wohnte dem TreATen von Bedr nicht bei. Salima I. Sa-
    laina, welcher auch dem Trefl’en von Bedr beiwohnte, und Abu-1-
    Heitham I. Atteihan, welcher Malik hiess, und .auch beim TreÜeu
    von Bedr war, [I. H. s. Nach Andern hiess er Za’wara] im
    Ganzen drei Mann. Von den Benu Haritba I. Alharith erschienen:
    Zuheir I. Rafi.’, Abu Burda I. Nijar, welcher Hani hiess, und ein
    Schutzgenosse der Benu Haritha war. Er war auch bei Bedr, und


    Niiheir I. Alheitham, von den Benn Nabi I. Madjdaa, von dem Ge-
    schleclite Sawwaf I. Keis, drei Personen. Von den Benu Amr I.

    Auf: Saad I. Cheitliama, einer der Häupter, er wurde in Bedr als 306
    Märtyrer an der Seite Moharamed’s getödtet 11. H. s. I. Ishak
    zählt ihn zu den Benu Arar I. Auf, obgleich er zu den Benu Ghanem
    I. Assaini gehurte, weil oft einer sich Andern anschlicsst und unter
    ihnen lebt, und dann auch ihnen zugezählt wird.] I. I. s. Und
    Hifaa I. Abd Alinundsir, ein Häuptling, der bei Bedr W’ar, und bei
    Ohod als Märtyrer starb, ferner: Abd Allah I. Djubeir, er war bei
    Bedr und starb als Märtyrer bei Ohod, er war Befehlshaber der
    Schützen Mohainmed’s, nach Andern war es Oinejja I. Alburak,
    wie I. Hischam berichtet, nnd Maan I. Udeij, einer ihrer Schutzgenossen von Balii, er wohnte allen Schlachten mit Mohammed bei, und fiel unter Abu Bekr am Schlachttage von Jemama als Märty-
    rer, und Uweim I. Saida, der bei den Schlachten von Bedr, Ohod
    nnd am Graben, war, im ganzen fünf Personen, nnd die Ges.immt-
    heit der anwesenden Ausiten war elf Mann. Von den Chazradjiten
    waren anwesend: von den Benu Naddjar, Abu Ejjub Chalid I. Zeid,
    er wohnte allen Schlachten unter Mohammed bei, und fiel unter
    Muawia als Märtyrer, ini Lande der Griechen, Muads I. Alharitli,
    der Sohn der Afra, und sein Bruder Auf I. Alharith, er wurde bei
    Bedr getödtet, er ist es, welcher Abu Djahl getödtet hat. (Nach
    1. Hischam war es Ilifaa I. Alharith) Uirtara I. llazm, er kämpfte 307
    alle Schlachten unter Mohammed mit, und fiel in der Schlacht von
    Jemama unter Abu Bekr, Abu Umama Asad I. Zurara, einer der
    Häupter, welcher vor Bedr starb, während die Moschee Moham-
    med’s gebaut wurde, im ganzen sechs Personen. Von den Benu
    Arar I. Mabdsul: Sahl I. Atik, der bei Bedr mitfocht, ein Mann.

    Von den Benu Arar T. Maiik, welche Benu Hudeilah genannt wer-
    den, Ans I. Thabit, der bei Bedr war, und Abu Taiha Zeid I. Sahl,
    der auch bei Bedr war, im Ganzen zwei Mann. Von den Benu Ma-
    ‚ zin T. Naddjar, Keis I. Abi Sa’ssaa, er war auch bei Bedr und be-
    fehligte die Nachhut, und Amr I. Ghazijjeh, im Ganzen zwei Mann,
    die Gesammtheit der anwesenden Benu Naddjar war elf Mann. Von
    Balharith I. Alchazradj erschien: Saad T. Rabia, einer der Häup-
    ter, welcher bei Bedr war, und bei Ohod getödtet wurde, Charidja 308
    I. Zeid, der auch bei Bedr war, und bei Ohod getödtet wurde, Abd
    Allah I. Kawaha, ein Häuptling, der bis zur Eroberung von Mekka
    alle Schlachten mitfocht , und bei Muta getödtet wurde , wo er den
    Oberbefehl führte, Beschir I. Saad, der bei Bedr war, und Abd
    Allah I. Zeid, der auch bei Bedr war; er ist es auch, welchem ge-
    zeigt wurde, wie man zum Gebete ruft, nnd der auch den Befehl
    dazu von Mohammed erhielt. Ferner Challad I. Suweid, der die
    Schlachten von Bedr, Ohod und des Grabens mitfocht und ira Kriege
    gegen die Benu Kureiza fiel, als ein Mühlstein aus einer- ihrer


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    Bargen auf ihn geworfen wurde, der ihn schwer verlezte. Mo-
    hammed sagte damals, er werde den doppelten Lohn eines Märty-
    rers empfangen. Ferner Abu Masud Okba L Amr, er war der
    Jüngste von allen Anwesenden, und war nicht bei Bedr, es waren
    im Ganzen sieben Mann von den Balharith. Von den Benu Baja-
    dha I. Amir erschien: Zijad 1. Lebid, der bei Bedr war, Farwa L
    Amr, der auch bei Bedr war, und Chalid I. Keis, der auch bei Bedr

    309 war, im Ganzen drei Personen. Von den Benu Amir I. Zureik:
    Rafi’ I Malik, ein Häuptling, Dsakwan I. Abd Keis, der von Me-
    dina nach Mekka zu Mohammed auswanderte und darum Anssari
    und Muhadjiri genannt wurde, er war bei Bedr und wurde bei Obod
    getüdtet, Ubada I. Keis, der bei Bedr war, und Alharith I. Keis,
    der auch bei Bedr war, im Ganzen vier Personen. Von den Benu
    Ubeid I. Adij I. Ghanem I. Kaab I. Salima erschien: Albara I. Ma’-
    rur I. Sachr I. Chansa, ein Häuptling, welcher, nach der Ansicht
    der Benu Salima, der erste war, welcher bei der Huldigung Moham-
    med’s Hand ergriff, und dasBündniss mit ihm schloss; er starb ehe
    Mohammed nach Medina kam. Ferner, sein Sohn Bischr, der bei
    Bedr, Ohod und am Graben war, und dann in Cheibar starb, wo er
    mit Mohammed von einem vergifteten Schaaf ass. Mohammed
    fragte einst die Benu Salima, wer ihr Herr sei, sie sagten: Aldjudd
    I. Keis, trotz seinem Geize. Da sagte Mohammed: welches Uebel
    ist schlimmer als Geiz, der Herr der Benu Salima ist Bischr L Al-
    bara, der Weisse, der Kraushaarige. Ferner: Sinan L Seifij, der
    bei Bedr war und in der Schlacht am Graben getödtet wurde, Tu-
    feil I. Alnu’man , der auch bei Bedr war und in der Schlacht am
    Graben getüdtet wurde, Ma’kil I. Almundsir, der auch bei Bedr w^^r,
    so wie sein Bruder Jezid I. Almundsir, Masud I. Jezid, Addhahhak I.
    Haritha, der bei Bedr war, Jezid L Chidsam, Djabbar I. Sachr, der auch

    310 bei Bedr war, und Tufeil I. Malik, der auch bei Bedr war, im Ganzen
    elf Personen. Von den Benu Kaab I. Sawad, Kaab I. Malik, von den
    Benu Ghanem I. Sawad, Suleim I. Amr, Kotba I. Amir und sein Bru-
    der Jezid, die beide bei Bedr waren, Abn-l-Jasar Kaab L Amr, der
    auch bei Bedr war, und Scifi I. Sawad, im Ganzen fünf Personen.
    Von den Benu Nabi I. Amr: Thalaba I. Ghanama, er war bei Bedr
    und wurde am Graben getödtet, Amr I. Ghanama, Abs I. Amir, der
    bei Bedr war, Abd Allah I. Uneis, einer ihrer Schntzgenossen aus
    dem Stamme Kudhaa, und Chalid I. Amr, im Ganzen fünf Perso-
    nen. Von den Benu Haram I. Kaab: Abd Allah I. Amr, ein Häupt-
    ling, der bei Bedr war und bei Ohod fiel, und sein Sohn Djabir,
    Muads I. Amr, der auch bei Bedr war, Tbabit I. Aldjidsu, er war
    bei Bedr und wurde als Märtyrer in Taif erschlagen, Omeir I. Al-

    311 harith, Chadidj I. Salama, ein Schutzgenosse von Balii, und Muads
    I. Djebel, der früher bei den Benu Salama war; er war bei allen
    Treffen und starb unter Omar im Jahre der Pest zu Amwas , er


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    zählt« zn den Brän Salama , weil er ein mütterlicher Bruder des
    Sahl I. Mohammed war, der zu ihnen gehörte. Im Ganzen waren
    sieben Personen von den Benu Haram anwesend. Von den Benn
    Salim I. Auf: Ubada I. Assamit, ein Häuptling, der bei allen
    Schlachten war, Abbas I. Ubada, der sich nach Mekka zu Moham-
    med begeben hatte, und bei ihm geblieben war , darum auch Muha-
    djiri und Anssari genannt wurde; — er wurde bei Ohod getödtet,

    — Abu Abd Errahman Jezid I. Tha’laba, einer ihrer Schutzgenossen, von den Benn Usseina ans dem Stamme Balii, und Amr I. Al-harith, im Ganzen vier Personen, sie wurden Kawakil genannt. Von den Benu Salim I. Gbanam I. Auf, welche Benn-l-Hnbla hiessen :

    [I. H. s. Salim wurde Hubla (schwanger) genannt, weil er dickleibig war] Rifaa I. Amr Abu-l-Welid, der bei Bedr war, [I. H. s.
    Nach Andern Rifaa I. Malik] und Okbal. Wahb, einer ihrer Schutz-
    genossen , der auch bei Bedr war und sich zn Mohammed von Me-
    dina nach Mekka begeben hatte, so dass er Anssari und Mnhadjiri genannt wurde [I. H. s. Im Ganzen zwei Personen]. Von den Benn Saidah I. Kaab zwei Mann; Saad I. Ubadeh, ein Häuptling, und Almundsir I. Amr I. Chnneis, ein Häuptling, der bei Bedr und Ohod war, und in dem Treffen bei Bir Manneh als Befehlshaber getödtet wurde; von ihm wurde gesagt; er ist dem Tode entgegengeeilt.

    In Allem waren 73 Männer von den Ans und Chazradj anwesend und zwei Frauen, welche, wie man behauptet, ohne Handschlag huldigten, sondern nur bestätigten, was Mohammed ihnen vorsagte. Die eine war Nuseibeb , die Tochter Kaabs , von den Benu Mazin I. Annaddjar, die Mutter Omara’s, sie kämpfte an der Seite Mohammed’s , mit ihrer Schwester, ihrem Gatten Zeid I. Assim und ihren Söhnen Habib und Abd Allah. Habib wurde von dem Lügner Museilama
    Alhanafii , dem Herrn von Jemama, gefaügen genommen, er fragto-
    ihn: bekennst Du, dass Mohammed ein Gesandter Gottes ist? er sagte : ja. Dann fragte er ihn : bekennst Du auch, dass ich ein Gesandter Gottes bin? und er antwortete; ich höre nicht. Er haute ihm dann ein Glied nach dem Andern ab , bis er starb, er bekannte fortwährend , dass Mohammed ein Gesandter Gottes , und so oft er über Museilama gefragt wurde, sagte er: ich höre nicht Nuseibah zog dann selbst in den Krieg nach Jemama mit den Gläubigen, und blieb dabei , bis Museilama getödtet war. Sie kam mit zwölf Wunden zurück, theils von Lanzen theils von Schwertern. I. I. s.
    Diese Tradition ist mir von Mohammed I. Jahja I. Habban mitge-
    theilt worden, der sie von Abd Allah I. Abd Errahman I. Abi Sa’s-
    saah gehört bat Die zweite Frau war die Mutter Mani’s, Asma die
    Tochter Amrs, von den Benu Salama.