[Sahih Muslim, Kapitel 13]
Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wenn Ramadan kommt, werden die Tore des Paradieses geöffnet, die Tore des Höllenfeuers geschlossen und die Satane in Ketten gefesselt.
Ibn Umar berichtete: Der Prophet sagte im Zusammenhang mit Ramadan: Fastet nicht, bis ihr den Neumond seht, und brecht euer Fasten nicht, bevor ihr ihn seht, und wenn seine Sichtung nicht möglich ist, so schätzt die Zeit dafür.
Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wenn ihr den Neumond seht, dann fastet! Und wenn ihr ihn wieder seht, dann brecht euer Fasten. Und wenn die Sichtung nicht möglich ist, so fastet dreißig Tage.
Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Keiner von euch darf vor Beginn des Ramadan einen Tag oder zwei Tage vorsorglich fasten; es sei denn, dass er gewöhnlich vorher mit Fastentagen begonnen hat, dann kann er diesen fasten.
Umm Salama berichtete: Der Prophet leistete den Schwur, einigen seiner Frauen einen ganzen Monat lang fernzubleiben. Als neunundzwanzig Tage vergangen waren, ging er zu ihnen. Ihm wurde gesagt: O Prophet Allahs, du hast doch geschworen, uns einen ganzen Monat lang fernzubleiben. Er entgegnete: Ein Monat ist neunundzwanzig Tage lang.
Abu Bakra berichtete: Der Prophet sagte: Es gibt zwei Monate, mit denen zwei Feste verbunden sind. Diese Monate sollen nie als unvollständige Monate angesehen werden, auch wenn sie 29 Tage lang waren, denn der Lohn jener beiden Monate wird gerechnet, als ob beide Monate vollständig sind. Diese Monate sind Ramadan und Dhu-l-Hidscha.
Der Hadith von Adiy Ibn Hatim: Als der Koranvers: bis der weiße Faden von dem schwarzen Faden der Morgendämmerung für euch erkennbar wird [Quran 2:187] offenbart wurde, sagte Adiy Ibn Hatim: O Gesandter Allahs, ich lege einen weißen und einen schwarzen Strick unter mein Kopfkissen, damit ich die Nacht von dem Morgen unterscheiden kann. Der Gesandte Allahs sagte: Dein Kopfkissen ist breit. Damit ist nur die Finsternis der Nacht und Helligkeit des Tages gemeint!
Sahl Ibn Sad berichtete: Als der Koranvers: Und esst und trinkt, bis der weiße Faden von dem schwarzen Faden klar für euch erkennbar wird [Quran 2:187] offenbart wurde, nahm man einen weißen und einen schwarzen Faden und aß, bis der Farbunterschied für ihn erkennbar wurde. Das dauerte, bis Allah, Der Allmächtige und Hocherhabene, der Morgendämmerung als Ergänzung für den Vers herabsandte. So wurde es klar, was damit gemeint war.
Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Bilal ruft noch während der Nacht, so esset und trinkt, bis ihr den Gebetsruf von Ibn Umm Maktum hört.
Ibn Masud berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Keiner unter euch soll seinen Suhur unterbrechen, wenn er den Gebetsruf durch Bilal hört: denn er verkündet die Zeit – oder er ruft – während der Nacht, damit er den Betenden aufmerksam macht, und aber auch den Schlafenden weckt. Die Morgendämmerung ist eigentlich nicht soundso, sondern so. Er hob seine Handfläche und dann spreizte er seine Finger. Damit meinte er, dass die Morgendämmerung nicht wie zusammengezogene Finger, durch die das Licht nicht dringt, sondern wie gespreizte Finger, durch die das Licht dringt.
Anas Ibn Malik berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Nehmet die Mahlzeit vor der Morgendämmerung ein; denn diese ist eine segensvolle Mahlzeit.
Zaid Ibn Thabit berichtete: Wir nahmen die Mahlzeit vor der Morgendämmerung mit dem Gesandten Allahs ein, und dann standen wir zum Gebet auf. Da fragte Anas: Und wie lange war die Zeitspanne zwischen beiden? Er erwiderte: Die Zeitspanne zwischen beiden war genug, dass man darin fünfzig Verse rezitieren könnte.
Sahl Ibn Sad berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Es wird den Menschen immer wohl ergehen, wenn sie bei Fälligkeit des Fastenbrechens alsbald essen.
Umar berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wenn die Nacht hereinbricht und der Tag dahinschwindet und die Sonne untergeht, dann bricht der Fastende das Fasten.
Abdullah Ibn Abu Awfa berichtete: Im Ramadan waren wir auf Reisen mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm. Als die Sonne hinter dem Horizont verschwunden war, sagte er: O Soundso, steige herunter und koche für uns! Er sagte: O Gesandter Allahs, wir sind noch bei Tageslicht. Er sagte: Steige herunter und koche für uns! Da stieg er herunter, kochte die Speise und bat sie dem Gesandten Allahs an. Der Gesandte Allahs nahm die Speise ein, dann sagte mit einem Handzeichen: Wenn die Sonne an dieser Seite untergeht und die Nacht auf jener Seite hereinbricht, dann bricht der Fastende das Fasten.
Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Prophet verbot uns das Dauerfasten und die Leute sagten zu ihm: Du fastet doch ununterbrochen! Da erwiderte er: Meine Lage ist von der euren verschieden; denn ich werde von ernährt, und mein Durst wird gestillt.
Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs verbot das Dauerfasten. Als er diese Anweisung gab, stand ein Mann von den Muslimen auf und sagte: O Allahs Gesandte, du fastest doch ununterbrochen! Der Gesandte Allahs erwiderte: Und wer von euch ist wie ich? Mein Herr gibt mir in der Nacht zu essen und zu trinken. Da sie sich weigerten, das Dauerfasten zu unterhalten, fastete der Prophet einen ganzen Tag ununterbrochen, und die Muslime fasteten mit ihm ebenfalls.
Dann setzte der Prophet sein Fasten einen anderen Tag fort und die Muslime ahmten ihm nach. Dann sahen sie den Neumond, da sagte der Prophet: Hätte der Neumond noch nicht erschienen, so hätte ich das Fasten fortgesetzt. Er hätte das Dauerfasten als Strafe für sie fortgesetzt, da sie ablehnten, das Dauerfasten zu unterlassen.
Anas berichtete: Während der Gesandte Allahs im Ramadan ein Gebet verrichtete, kam ich, stand neben ihm und betete mit ihm. Dann kam ein anderer Mann, stand auch neben uns und betete. So kam es, dass sich eine Gruppe von weniger als zehn Männern hinter dem Propheten ausbildete. Als der Prophet bemerkte, dass wir hinter ihm beteten, fasste er das Gebet kürzer, und dann ging in sein Haus. Dort verrichtete er sein Gebet in einer Art, wie er es mit uns nicht verrichtete.
Am nächsten Morgen sagten wir zu ihm: Hast du am Abend uns bemerkt? Er sagte: Ja, und das trieb mich an, zu machen, was ich gemacht habe. In den letzten Tagen des Monats fastete der Gesandte Allahs ununterbrochen. Manche seiner Gefährten fasteten ebenfalls ununterbrochen. Der Prophet sagte, als er das erfuhr: Warum fasten manche ununterbrochen? Ihr seid nicht wie ich. Bei Allah, wäre der Monat für mich verlängert worden, so hätte ich das Dauerfasten fortgesetzt, so dass diejenigen, die streng und fanatisch in Bezug auf den Glauben handeln, ihre fanatische Handlungsweise unterlassen hatten.
Aischa berichtete: Der Gesandte Allahs küsste gewöhnlich eine seiner Frauen, während er fastete. Dann lachte sie.
Umar Ibn Abu Salama berichtete: Ich fragte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Darf ein Fastender küssen? Da sagte der Gesandter Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Frag Umm Salama danach! Als er Umm Salama danach fragte, ob ein Fastender seine Frau küssen darf, teilte sie ihm mit, dass der Gesandte Allahs dies tat. Umar aber sagte: O Allahs Gesandter, Allah hat dir doch deine vergangenen und künftigen Sünde vergeben. Der Gesandte Allahs sagte zu ihm: Bei Allah, ich bin frommer als ihr! Ich fürchte Allah mehr als ihr!
Aischa und Umm Salama berichteten: Der Prophet erlebte manchmal im Ramadan, dass er am Morgen aufstand, während er sich noch im Dschanaba-Zustand befand, der nicht auf Grund eines Traumes verursacht wurde, und trotzdem fastete er.
Abu Huraira berichtete: Ein Mann kam zum Propheten und sagte: O Gesandter Allahs, ich gehe zugrunde! Der Prophet fragte: Was lässt dich zugrunde gehen? Der Mann sagte: Ich fiel auf meine Frau her im Monat Ramadan! Der Gesandte Allahs sagte: Kannst du einen Sklaven finden, den du freikaufst? Der Mann entgegnete: Nein! Der Prophet fragte: Kannst du zwei Monate hintereinander fasten? Der Mann entgegnete: Nein! Der Prophet fragte: Kannst du sechzig arme Menschen speisen? Der Mann entgegnete: Nein! Der Mann setzte sich.
Dann wurde dem Propheten ein Kübel Datteln gebracht. Da sagte der Prophet: Spende diese! Der Mann entgegnete: Soll ich diese, o Gesandter Allahs, einem anderen Menschen geben, der noch ärmer sein soll als wir? Es gibt in der ganzen Wohngegend keine anderen Menschen, die sie mehr als meine Familie brauchen! Da lachte der Prophet bis man seine Eckzähne sah, und sagte: Dann speise damit deine Familie!
Aischa berichtete: Ein Mann kam zum Gesandten Allahs und sagte: Ich geriet in Brand! Der Gesandte Allahs sagte: Warum? Er erwiderte: Ich vollzog mit meiner Frau den Geschlechtsverkehr bei Tag vom Ramadan. Er agte: Spende, Spende! Der Mann sagte: Ich habe nichts, das spenden kann. Da befahl er ihm, sich zu setzen. Dann wurde zwei Kübel Essen gebracht. Danach befahl ihm der Gesandte Allahs die zwei Kübel zu spenden.
Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs zog im Jahr der Eroberung in Ramadan aus. Er fastete, bis er an Al-Kadid ankam, und dann brach das Fasten. Die Gefährten des Gesandten Allahs pflegten ihm in jedem neuen Verhalten zu folgen.
Dschabir Ibn Abdullah berichtete: Während sich der Gesandte Allahs auf einer Reise befand, sah er mitten in einer Menschenmenge einen Mann, dem man Schatten spendete. Der Prophet fragte: Was ist mit ihm passiert? Die Leute sagten: Es handelt sich um einen fastenden Mann! Da sagte der Prophet: Es gehört nicht zu den Tugenden, auf der Reise zu fasten!
Der Hadith von Anas Ibn Malik: Anas wurde nach dem Fasten im Ramadan während des Reisens gefragt. Da sagte er: Wenn wir mit dem Gesandten Allahs auf Reise waren, machte weder der Fastende dem Nicht-Fastenden Vorhaltungen, noch der Nicht-Fastende dem Fastenden!
Anas berichtete: Wir waren mit dem Propheten auf einer Reise. Manche von uns fasteten. Die anderen aber brachen das Fasten. Wir lagerten dann an einem Ort, und eine große Hitze herrschte. Wer von uns den meisten Schatten hatte, war derjenige, der sich unter seinem eigenen Kleidungsstück abschirmte. Manche von uns schützten sich vor der Sonnenhitze mit ihrer Hand. Die Fastenden leisteten keine Arbeit, während diejenigen, die nicht fasteten, schlugen die Zelte auf und tränkten die Reittiere. Darauf sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Diejenigen, die heute ihr Fasten brachen, sind allein mit dem Lohn gegangen.
Aischa berichtete: Hamza Ibn Amr Al-Aslamiy fragte den Gesandten Allahs nach dem Fasten während einer Reise. Er erwiderte: Wenn du willst, kannst du auf der Reise fasten. Und wenn du willst, kannst du darauf verzichten!
Abu Ad-Darda berichtete: Wir gingen mit dem Gesandten Allahs in Ramadan aus, und es war zu heiß, dass jeder von uns die Hand auf den Kopf legte. Keiner von uns war fastend außer dem Gesandten Allahs und Abdullah Ibn Rawaha.
Umm Al-Fadl Bint Al-Harith berichtete: Einige Leute, die bei ihr am Tag von Arafa waren, waren im Zweifel darüber, ob der Gesandte Allahs an diesem Tag fastete oder nicht. Die einen sagten: Er fastet. Die anderen sagten: Er brach das Fasten. Um ihrem Streit ein Ende zu machen, ließ sie ihm einen Becher Milch bringen, während er auf seinem Reittier das Stehen auf dem Berge `Arafat vollzog. Er trank sie.
Umm Al-Fadl berichtete: Als wir mit dem Gesandten Allahs in Arafa waren, waren einige Gefährten des Gesandten Allahs im Zweifel über das Fasten am Tag von Arafa. Aus diesem Grund ließ ich ihm einen Becher Milch bringen, während er auf der Arafat-Ebene war. Er trank sie.
Aischa berichtete: In der vorislamischen Zeit fasteten die Quraish am Aschura-Tag. Der Gesandte Allahs pflegte an diesem Tag zu fasten. Nach der Auswanderung nach Madina fastete er an diesem Tag und wies an, das Fasten an diesem Tag einzuhalten. Als später das Fasten in Ramadan vorgeschrieben wurde, sagte er: Wer weiterhin am Aschura-Tag fasten möchte, soll es tun. Und wer darauf verzichten will, mag es unterlassen.
Abdullah Ibn Umar berichtete: In der vorislamischen Zeit pflegten die Leute am Aschura-Tag zu fasten. Der Gesandte Allahs fastete an diesem Tag und so die Muslime, bevor das Fasten in Ramadan vorgeschrieben wurde. Aber als das Fasten in Ramadan vorgeschrieben wurde, sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Aschura ist ja einer von den Tagen Allahs, wer weiterhin an diesem Tag fasten möchte, der soll es tun. Und wer darauf verzichten will, mag es unterlassen.
Der Hadith von Abdullah Ibn Masud: Abdur-r-Rahman Ibn Yazid berichtete, daß Al-Aschath Ibn Qais einst bei Abdullah eintrat, als er das Mittagessen einnahm. Ibn Masud sagte zu ihm: O Abu Muhammad, nähere dich dem Essen! Da sagte Al-Aschath: Ist es heute nicht der Tag von Aschura? Ibn Masud erwiderte: Weißt du, was der Tag von Aschura für einen Tag ist? Al-Aschath fragte: Was? Ibn Masud sagte: Er ist vielmehr ein Tag, an dem der Gesandte Allahs zu fasten pflegte, bevor das Fasten in Ramadan vorgeschrieben wurde. Als später das Fasten in Ramadan vorgeschrieben wurde, unterließ er es.
Der Hadith von Muawiya Ibn Abu Sufyan: Humaid Ibn Abdu-r-Rahman berichtete: Er hörte Mu`awiya Ibn Abu Sufyan eine Predigt in Madina halten, als er Madina besuchte. Muawiya hielt seine Predigt am Tag von Aschura. Er sagte: Wo sind eure Gelehrten, o Bewohner von Madina! Ich hörte den Gesandten Allahs über diesen Tag sagen: Das ist der Aschura-Tag. Allah hat euch das Fasten an diesem Tag nicht vorgeschrieben. Ich selbst werde fasten. Wer von euch am Aschura-Tag fasten möchte, der soll es tun. Und wer darauf verzichten will, mag es unterlassen.
Ibn Abbas berichtete: Als der Gesandte Allahs nach Madina kam, sah er, dass die Juden am Tag von Aschura fasteten. Sie wurden darüber gefragt. Sie erwiderten: Es ist der Tag, an dem Allah Moses und die Kinder Israel vor Pharao errettete! So fasten wir an diesem Tag, um ihn zu verherrlichen. Der Prophet sagte: Wir haben ein größeres Anrecht auf Moses als ihr! Darauf hielt er an diesem Tag zu fasten an.
Abu Musa berichtete: Aschura-Tag war ein Tag, den die Juden hoch ehren und als Fest betrachten. Der Gesandte Allahs sagte: Fastet am Aschura-Tag!
Der Hadith von Ibn Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden: Ibn Abbas wurde nach dem Fasten des Tages von Aschura gefragt. Er sagte: Der Tag, an dem der Gesandte Allahs fastete, und auf dessen Lohn er am meisten hoffte, war kein Tag außer diesem Tag. Der Monat, in dem er fastete, und auf dessen Lohn er am meisten hoffte, war kein Monat außer diesem Monat. Und er meinte damit Ramadan.
Salama Ibn Al-Akwa berichtete: Am Aschura-Tag schickte der Gesandte Allahs einen Mann aus dem Stamm Aslam, um folgendes zu verkünden: Wer noch nichts gegessen hat, soll bis zum Abend fasten. Und wer etwas gegessen hat, soll auch fasten.
Ar-Rubaiyi Bint Muauwiz Ibn Afra berichtete: Am Morgen des Aschura-Tages schickte der Gesandte Allahs in die Dörfer der Ansar, die um Madina lagen, um folgendes zu verkünden: Wer heute morgen noch nichts gegessen hat, soll bis zum Abend fasten. Wer etwas gegessen hat, soll auch den restlichen Tag fasten. Wir fasteten am Aschura-Tag und hielten auch unsere Kinder zum Fasten an. Wir gingen zur Moschee und bastelten Spielzeuge aus Wolle für sie. Wenn einer von ihnen weinte und um das Essen bat, dann gaben wir ihm diese, bis es schließlich am Abend Zeit für das Fastenbrechen war.
Umar Ibn Al-Khattab berichtete: Diese sind zwei Tage, an denen der Gesandte Allahs das Fasten verbot. Es handelt sich um den Tag, in dem ihr euer Fasten brechet, und um den anderen Tag, in dem ihr von euren Opfertieren esset.
Abu Said Al-Khudriy berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: An zwei Tagen gibt es kein Fasten: Am Tag des Opferfestes und am Tag des Fastenbrechens nach Ramadan.
Der Hadith von Ibn Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden: Ein Mann kam zu Ibn Umar und sagte: Ich habe das Gelübde abgelegt, an einem Tag zu fasten, der mit einem der beiden Tage der Feste zusammenfiel. Ibn Umar sagte: Allah, Der Hocherhabene, befahl, das Gelübde zu erfüllen, und der Gesandte Allahs untersagte, an einen diesen zwei Tagen zu fasten.
Der Hadith von Dschabir Ibn Abdullah, Allahs Wohlgefallen auf beiden: Muhammad Ibn Abbaad berichtete: Ich fragte Dschabir Ibn Abdullah während er das Haus umschritt,: Hat der Gesandte Allahs das Fasten am Freitag untersagt? Er sagte: Ja, bei Dem Herrn dieses Hauses!
Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: Keiner von euch darf am Freitag fasten; es sei denn er fastet einen Tag davor oder danach.
Salama Ibn Al-Akwa berichtete: Als der Koranvers Und denen, die es mit großer Mühe ertragen können, ist als Ersatz die Speisung eines Armen auferlegt… [Quran 2:184] offenbart wurde, durfte jeder, der nicht fasten wollte, das Fasten brechen und die Speisung eines Armen als Ersatz dafür auferlegen. Als aber der nächste Koranvers offenbart wurde, abrogierte er diesen.
Aischa berichtete: In Ramadan habe ich an einigen Tagen (wegen der Menstruation) das Fasten gebrochen und die versäumten Tage in keinem anderen Monat außer Scha`ban nachholen können, denn in diesem Monat fastet der Gesandte Allahs sehr oft.
Aischa berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: Wenn jemand zu einem Zeitpunkt stirbt, da er noch ein Fasten zu leisten hat, soll ein naher Verwandter an seiner Stelle fasten.
Ibn Abbas berichtete: Eine Frau kam zum Gesandten Allahs und sagte: Meine Mutter ist gestorben, als sie noch einen Monat zu fasten hatte! Da sagte er: Hätte sie Schulden gehabt, würdest du ihre Schulden begleichen? Sie sagte: Ja! Da sagte er: Eine Schuld gegenüber Allah verdient es mehr als alle anderen Verbindlichkeiten, dass sie beglichen wird.
Abu Huraira berichtete: Wenn einer von euch an einem Tag fastet, da soll er keine unzüchtige Rede führen und sich nicht töricht verhalten; und wenn jemand ihn beschimpft oder ihn bekämpft, soll er zweimal sagen: Ich bin ein fastender Mensch.
Sahl Ibn Sad berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Es gibt im Paradies ein Tor, das Ar-Rayyan heißt, durch das die Fastenden am Tag der Auferstehung eintreten werden, und kein anderer außer ihnen wird hindurch eintreten. Wird ausgerufen: Wo sind die Fastenden? Da treten sie durch es ein. Wenn der letzte von ihnen eintritt, wird das Tor geschlossen, und danach tritt keiner mehr durch dieses ein.
Abu Said Al-Khudriy berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wer einen Tag freiwillig und nur Allah zuliebe fastet, dessen Angesicht hält Allah wegen dieses Tages vom Höllenfeuer mit einem Abstand fern, der in siebzig Jahren zurückzulegen ist.
Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wenn der Fastende aus Vergesslichkeit während des Fastens isst oder trinkt, dann soll er sein Fasten fortsetzen; denn Allah hat ihm damit Speise und Trank gegeben.
Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs fastete nie einen ganzen Monat lang außer dem Ramadan. Er pflegte so ununterbrochen zu fasten, dass man sagen musste: Bei Allah, er würde das Fasten nie brechen. Dann brach er das Fasten so, dass man sagen musste: Bei Allah, er würde wohl nie wieder fasten.
Anas berichtete: Der Gesandte Allahs pflegte auf eine Art zu fasten, so dass man sagen musste: Er fastete, er fastete. Und er brach das Fasten so, dass man sagen musste: Er brach das Fasten, er brach das Fasten.
Abdullah Ibn Amr Ibnal As berichtete: Es wurde dem Gesandten Allahs einmal erzählt, dass ich gesagt hatte: Ich werde doch die Nacht mit Gebet-Verrichten verbringen und bei Tag fasten, solange ich lebe! Der Gesandte Allahs sagte zu mir: Bist du derjenige, der das gesagt hatte? Ich sagte: Ja! das habe ich gesagt, o Gesandter Allahs.
Da sagte er: Du kannst es nicht! Faste und breche das Fasten! Schlafe und dann wache in der Nacht! Faste an drei Tagen im Monat, denn du weißt, die gute Tat wird zehnfach belohnt, und es wird so sein, als hättest du die ganze Zeit gefastet! Ich entgegnete: Aber ich kann noch mehr als das leisten! Da sagte er: Dann faste an einem Tag und breche das Fasten an den beiden folgenden Tagen!
Ich sagte: Aber ich kann noch mehr als das leisten! Er sagte: Dann faste an einem Tag und breche das Fasten am nächsten. So hat David, Friede sei mit ihm, gefastet. Und das ist überhaupt das beste Fasten. Ich sagte: Aber ich kann ein noch besseres Fasten leisten! Der Gesandte Allahs sagte: Nein! Es gibt überhaupt kein besseres Fasten als dieses! Da sagte Abdullah Ibn Amr: Wenn ich annehme, diese drei Tage zu fasten, die der Gesandte Allahs erwähnt hatte, dann ist es mir lieber als meine Angehörigen und mein Vermögen.
Imran Ibn Hussain berichtete: Der Gesandte Allahs sagte zu ihm oder zu einem anderen Mann: Hast du an den letzten Tagen von Schaban gefastet? Er sagte: Nein! Da sagte der Prophet: Falls du nicht gefastet hast, dann sollst du zwei Tage fasten.
Ibn Umar berichtete: Einigen der Gefährten des Propheten wurden die Zeichen der Nacht der Macht in den letzten sieben Tagen im Traum gezeigt. Der Gesandte Allahs sagte: Ich sehe, dass eure Traumgesichter sich darüber einig sind, dass diese Nacht mit einer der letzten sieben Nächte zusammenfällt. Wer sich darum bemüht, der kann sie in den letzten sieben Tagen erwarten.
Abu Said Al-Khudriy berichtete: Der Gesandte Allahs pflegte sich an den zehn mittleren Tagen des Monats Ramadan in der Moschee zurückzuziehen. Wenn aber zwanzig Nächte vorbei waren, und die einundzwanzigste Nacht jetzt kam, kehrten er und diejenigen, die mit ihm waren, zu ihren Häusern zurück. Einmal zog er sich in jener Nacht zurück, in der er nach Hause zurückzukehren pflegte. Dann hielt er eine Predigt, in der er den Leuten befahl, was Allah wollte. Er sagte: Ich pflegte mich an diesen zehn Tagen des Ramadan zurückzuziehen.
Dann fiel es mir ein, dass ich mich an den letzten zehn Tagen zurückziehen soll. Wer sich mit mir zurückgezogen hat, der übernachtet in seinem Platz! Und ich sah diese Nacht, aber Allah ließ mich sie vergessen. Sucht diese Nacht in den letzten zehn Nächten, und zwar in den ungeraden Nächten. Ich sah, dass ich mich im Wasser und Schlamm niederwarf. Abu Said Al-Khudriy fügte hinzu: Es regnete in der einundzwanzigsten Nacht, und das Regenwasser triefte vom Dach der Moschee, und zwar im jenen Platz, wo der Gesandte Allahs das Gebet verrichtete. Ich sah ihn an, als er das Morgengebet beendete, und fand sein Gesicht nass vom Wasser und Schlamm.
Aischa berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Erwartet Lailatu-l-Qadr in den letzten zehn Tagen im Ramadan.
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