Kategorie: Hadith

  • Das Buch der Heirat

    Das Buch der Heirat

    [Sahih Muslim, Kapitel 16]

    Der Hadith von Abdullah Ibn Masud Alkama, berichtete: Ich ging mit Abdullah in Mina, als wir Uthman trafen. Da ging er mit ihm und sprach mit ihm. Uthman sagte zu Abdullah: (O Abu Abdu-r-Rahman, möchtest du, daß wir dich mit einer Jungfrau verheiraten? Sie würde einige Tage deiner Jugend in dir wachrufen!) Abdullah sagte: Zu der Frage, die du angesprochen hast, hat der Gesandte Allahs, gesagt: Ihr junge Leute! Wem von euch es möglich ist zu heiraten, der soll es tun; denn dies hilft, die Blicke zu wahren. Wer aber dies nicht zu tun vermag, der soll fasten; denn es ist eher für ihn ein Schutz!

    Anas, berichtete: Einige von den Gefährten des Propheten, erkundigten sich bei den Frauen des Propheten, nach seinen gottesdienstlichen Handlungen in seinem privaten Leben. Einige von ihnen sagten: (Wir werden niemals heiraten.) Einige sagten: (Wir werden nie Fleisch essen.) Andere sagten: (Wir werden niemals auf einem Bett schlafen.) (Als der Gesandte Allahs davon erfuhr), sprach er den Lobpreis und sagte: Ich bewundere mich über diejenigen, die dies und jenes gesagt haben. Ich aber bete und schlafe, faste und breche mein Fasten und heirate die Frauen. Wer sich von diesem Weg abwendet, der gehört nicht zu mir!

    Sad Ibn Abi Waqqas, berichtete: Der Gesandte Allahs, lehnte es ab, dass Uthman Ibn Mazun in Zölibat lebt. Hätte der Prophet dies erlaubt, hätten wir uns kastrieren lassen!

    Abdullah, berichtete: Wir waren mit dem Gesandten Allahs, auf einem Kriegszug und hatten keine Frauen dabei. Daher sagten wir zum Propheten: (Ist es nicht besser, wenn wir uns kastrieren lassen?) Er verbot uns das, erlaubte aber, Frauen für eine begrenzte Zeit zu ehelichen. In diesem Zusammenhang rezitierte er: Ihr Gläubigen! Verwehrt euch nicht die guten Dinge, die Allah euch erlaubt hat! Und begeht keine Übertretung! Allah liebt die nicht, die Übertretungen begehen! [Quran 5:87]

    Dschabir Ibn Abdillah berichtete: Der Rufer des Gesandten Allahs, tritt vor uns hin und sagte: (Der Gesandte Allahs, erlaubte euch die Zeitehe, die auf kurze Zeit zum Zwecke des geschlechtlichen Genusses geschlossen wurde.) Damit meinte er den geschlechtlichen Genuss mit den Frauen.

    Ali Ibn Abi Talib, berichtete Am Tag von Khaibar verbot Allahs Gesandter, die Zeitehe mit den Frauen und das Essen von zahmen Eseln.

    Abu Huraira, berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: (Ein Mann darf nicht gleichzeitig mit einer Frau und ihrer Tante mütterlicherseits oder väterlicherseits verheiratet sein.)

    Ibn Abbas, berichtete Der Prophet, heiratete Maimuna, als er in Ihram-Zustand war.

    Ibn Umar, berichtete: Der Prophet verbot, dass sich einer von uns zum Kauf einer Ware begibt, die sein Bruder zu kaufen beabsichtigt, und dass sich einer von uns um die Hand einer Frau bewirbt, deren Verlobung mit seinem Bruder bevorsteht.

    Abu Huraira, berichtete: Der Gesandte Allahs verbot den Handel zwischen einem Sesshaften und einem Nomaden und sagte: Betreibt kein Scheingeschäft (Nagasch), und keiner von euch darf den Kauf derselben Ware anstreben, die sein Bruder zu kaufen beabsichtigt. Man darf sich auch nicht um die Hand einer Frau werben, deren Verlobung mit seinem Bruder bevorsteht. Und die Frau darf nicht die Scheidung ihrer Schwester bewirken, um an ihrer Stelle zu sein.

    Ibn Umar, berichtete: Der Gesandte Allahs verbot den Schighar. Und Schighar ist, wenn ein Mann seine Tochter einem anderen Mann zur Frau mit der Bedingung gibt, dass dieser ihm auch seine Tochter zur Ehefrau gibt, und dass die Aufhebung einer Zahlung des Brautgeldes auf Gegenseitigkeit ruht.

    Uqba Ibn Amer, berichtete: Ich hörte den Propheten folgendes sagen: Die Bedingungen, um deren Erfüllung ihr vorrangig Sorge tragen sollt, sind solche unter denen euch die Schamteile (der Frauen durch Heirat) erlaubt geworden sind.

    Abu Huraira, berichtete: Der Prophet sagte: Eine Frau deren Wiederverheiratung bevorsteht, darf nicht verheiratet werden, bis sie dies selbst zulässt. Dagegen darf eine Jungfrau erst verheiratet werden, wenn sie zuvor nach ihrer Einwilligung gefragt wurde. Einige Leute fragten: O Gesandter Allahs, wie sieht dann ihre Einwilligung aus? Der Prophet sagte: Indem sie schweigt!

    Aischa berichtete: Ich fragte den Gesandten Allahs, ob die Jungfrauen, die ihre Familie verheiraten wollen, dies selbst zulassen darf, oder nicht. Der Gesandte Allahs sagte zu ihr: (Ja! Sie muss es selbst zulassen.) Aischa sagte: (Ich sagte ihm dann, dass die Jungfrau doch schamhaft ist.) Der Gesandte Allahs, sagte dann: (Das ist ihre Einwilligung, dass sie schweigt!)

    Aischa berichtete: Der Gesandte Allahs nahm seine Eheschließung mit mir vor, als ich sechs Jahre alt war, und mit mir ehelichen Beziehungen erst unterhielt, als ich neun Jahre alt war. Wir gingen zu Medina und dort hatte ich Fieber für einen Monat, und mein Haar wuchs, bis es das Ohrläppchen erreichte.

    Umm Roman kam zu mir, während ich auf einer Schaukel mit meinen Spielgefährtinnen war. Sie rief mich laut. So ging ich zu ihr und ich wusste nicht, was sie von mir wollte. Sie fasste meine Hand und ließ mich auf der Tür stehen. Ich sagte: Ha, Ha. Als ob mir der Atem gestockt wäre.

    Sie führte mich in ein Haus, in dem sich einige Frauen von den Ansar sammelten. Sie sprachen Segenswünsche aus und wünschten mir alles Gute und Glück. Sie überließ mich diesen Frauen. Sie wuschen meinen Kopf und schmückten mich. Nichts erschrak mich, außer dass der Gesandte Allahs, morgens kam, und dass ich ihm anvertraut wurde.

    Sahl Ibn Sad berichtete: Eine Frau kam zum Gesandten Allahs, und sagte: (Ich bin zu dir gekommen, um mich selbst als Geschenk an dich zu geben.) Der Gesandte Allahs, hob seinen Blick zu ihr, schaute sie für eine Weile an, dann senkte er seinen Kopf zum Boden. Als die Frau sah, dass er über ihr Angebot keine Entscheidung traf, setzte sie sich. Darauf stand ein Mann von seinen Gefährten auf, und sagte: (O Gesandter Allahs, wenn du nichts mit ihr vorhast, dann gib sie mir zur Frau!)

    Der Prophet fragte ihn: Hast du etwas (als Brautgabe)? Er sagte: (Nein, bei Allah, o Gesandter Allahs.) Der Prophet sagte zu ihm: (Geh dann zu deiner Familie und sehe, ob du etwas findest!) Der Mann ging, kam (nach einer Weile zurück) und sagte: (Nein, bei Allah! Nichts habe ich gefunden.) Der Prophet sagte zu ihm: (Geh und suche einen Ring, sei dieser auch aus Eisen!) Der Mann ging, kam dann (nach einer Weile zurück) und sagte: (Nein, bei Allah! Nichts habe ich gefunden, nicht einmal einen Ring aus Eisen. Aber hier ist mein Lendentuch, von dem sie die Hälfte besitzen kann.)

    Sahl erwiderte: Der Mann besaß aber kein Oberkleid dazu, und der Gesandte Allahs, sagte zu ihm: (Was soll sie mit deinem Lendentuch machen? Wenn du es anhast, so hat sie nichts auf deinem Leibe.) Der Mann setzte sich und als es lange dauerte, stand er auf. Als der Gesandte Allahs, sah, daß er weggehen wollte, ließ nach ihm rufen und als dieser zurückkam, sagte er zu ihm: (Was kennst du vom Koran auswendig?) Der Mann sagte: (Ich kenne die Sure Soundso und die Sure Soundso auswendig.) Er nannte ihm dann mehreren Suren. Da sagte der Prophet: (Kannst du diese auswendig rezitieren?) Der Mann sagte: (Ja!) Da sagte der Prophet zu ihm: (Du kannst dann gehen! Wir haben sie dir zur Frau für das gegeben, was du vom Koran auswendig kannst.)

    Anas Ibn Malik, berichtete: Der Prophet sah dass Abdu-r-Rahman Ibn Auf gelbe Spuren auf seinem Körper hatte. Als er ihn nach dem Grund fragte, sagte dieser: Ich habe eine Frau geheiratet und ihr (als Brautgabe) soviel vom Gold geleistet, wie das Gewischt eines Dattelkerns. Der Prophet sagte zu ihm: Allah möge dir diese (Ehe) segnen. Gib ein Festmahl, mindestens mit einem Schaf!

    Anas, berichtete: Ich sah das Hochzeitsmahl von Zainab, in dem er (der Prophet) den Leuten Brot und Fleisch servierte. Er pflegte mir zu senden, um die Leute einzuladen. Als er damit fertig war, stand er auf, und ich folgte ihm. Es aber blieb zu Hause nach dem Gastmahl noch zwei Männer, die sich mit einem Gespräch beschäftigt waren. Da besuchte er die Häuser seiner Frauen und begrüßte sie mit den Worten: As-Salamu Alaikum (Der Friede sei auf euch), wie geht es euch, o Angehörige des Hauses? Sie erwiderten: (O Gesandter Allahs, es geht uns gut. Wie findest du deine Angehörigen?) Er antwortete: (Gut.)

    Als er damit fertig war, kehrte er zu Hause zurück, und ich war mit ihm. Als er die Tür erreichte, fand er, dass sich die zwei Männer noch in einem Gespräch beschäftigt waren. Aber als sie ihn zurückkehren sahen, gingen sie heraus. Bei Allah, wusste ich nicht, ob ich oder eine Offenbarung ihm mitteilte, dass die beiden Männer herausgingen, deshalb kehrte er zurück, und ich war mit ihm. Als er die Türschwelle erreichte, ließ er den Vorhang zwischen ihm und mir fallen. Darauf offenbarte Allah, der Erhabene, den Koranvers: Ihr Gläubiger! Betretet nicht die Häuser des Propheten, ohne dass man euch zu einem Essen Erlaubnis erteilt. [Quran 33:53]

    Abdullah Ibn Umar, berichtete: Der Gesandte Allahs, sagte: (Wenn einer von euch zu einem Hochzeitsmahl eingeladen ist, dann soll er daran teilnehmen.)

    Abu Huraira, berichtete: Der Gesandte Allahs, sagte: Das schlechteste Mahl ist das Hochzeitsmahl, zu dem die Reichen eingeladen und die Armen ausgelassen werden, und wer die Einladung (zu einem Hochzeitsmahl) ausschlägt, der ist Allah und Seinem Gesandten ungehorsam.

    Aischa berichtete: Die Frau von Refaa kam zum Gesandten Allahs, und sagte: (O Gesandter Allahs, Refaa schied sich von mir, und die Scheidung trat in Kraft. Ich heiratete anschließend Abdu-r-Rahman Ibn Az-Zubair. Aber er ist impotent!) Der Gesandte Allahs, lächelte und sagte: (Du willst wohl zu Refaa zurück? Nein, das ist nicht möglich, bevor du deine Ehe mit Abdu-r-Rahman vollziehst!) Sie sagte das, als Abu Bakr beim Gesandten Allahs war, und Khalid an der Tür auf Erlaubnis zum Eintritt wartete. So rief er: (O Abu Bakr, hörst du nicht, was diese Frau beim Gesandten Allahs, sagt!)

    Ibn Abbas, berichtete: Der Prophet sagte: Wenn einer von euch mit seiner Frau geschlechtlich verkehren will, und dabei sagt: Bismillah Allahumma gannibna Ash-Shaitan, wa gannib Ash-Shaitana ma razaktana! (Im Namen Allahs! O Allah, halte uns von Satan fern und halte Satan von dem fern, was du uns beschert hast!) Wenn sie ein Kind kriegen, wird es vom Satan nie geschädigt.

    Dschabir, berichtete: Die Juden pflegten zu sagen: Wenn einer den Beischlaf mit seiner Ehefrau von hinten, aber im normalen Geschlechtsteil, ausübt, kommt das Kind mit schielenden Augen zur Welt! Darauf wurde folgender Koranvers offenbart: Eure Frauen sind ein Saatfeld für euch; darum kommt zu eurem Saatfeld wie ihr wollt [Quran 2:223]

    Abu Huraira berichtete: Der Prophet, sagte: (Wenn die Frau das Ehebett ihres Mannes meidet, so wird sie von den Engeln solange verflucht, bis sie am nächsten Morgen aufsteht.)

    Abu Said Al-Khudriy, berichtete: Wir unternahmen mit dem Gesandten Allahs, den Feldzug von Banu Al-Mustaliq und nahmen einige edle arabische Frauen gefangen. Da die Ehelosigkeitszustand lang dauerte, wollten wir mit ihnen geschlechtlich verkehren und Azl üben. Wir aber sagten: (Wieso machen wir so etwas, ohne den Gesandten Allahs, zu fragen?) So fragten wir den Gesandten Allahs. Er erwiderte: (Es ist nicht notwendig, dass ihr das tut. Es gibt kein Lebewesen bis zum Jüngsten Tag, das nicht ins Leben gerufen wird.)

    Dschabir, berichtete: Wir übten Al-Azl in der Zeit, in der der Koran offenbart wurde.

  • Das Buch des Jihad und der Expeditionen

    Das Buch des Jihad und der Expeditionen

    [Sahih Muslim, Kapitel 31]

    Der Hadith von Abdullah Ibn Umar Nafi berichtete: Der Gesandte Allahs richtete einen überraschenden Angriff auf Banu Al-Mustaliq, als sie ihr Vieh tränkten. Er tötet ihre Kämpfer und nahm ihre Frauen und Kinder gefangen. An diesem Tag nahm er Dschuwairiya gefangen. Abdullah Ibn Umar nahm an diesem Heer teil.

    Abu Musa berichtete: Wenn der Gesandte Allahs einen seiner Gefährten mit einem Auftrag losschickte, pflegte er folgendes zu sagen: Bringt frohe Kunde und schreckt nicht ab; macht es leicht und erschwert nicht!

    Anas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Macht es leicht und erschwert nicht; bringt frohe Kunde und schreckt nicht ab!

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wenn Allah am Tag der Auferstehung die Früheren und die Späteren versammelt, wird jedem einen Veruntreuter eine Erkennungsfahne aufgehoben. Es wird gesagt: Dies ist der Verrat von Soundso der Sohn von Soundso.

    Abdullah Ibn Masud berichtete: Der Prophet sagte: Für jeden einen Veruntreuter gibt es am Tag der Auferstehung eine Erkennungsfahne. Es wird gesagt: Dies ist der Verrat von Soundso.

    Anas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Für jeden einen Veruntreuter gibt es am Tage der Auferstehung eine Erkennungsfahne, mit der er erkannt wird.

    Dschabir berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Der Krieg ist ein kniffliger Kunstgriff.

    Der Hadith von Abdullah Ibn Abu Aufa: Abu-n-Nadr berichtete von dem Buch eines Mannes aus Aslam. Der war ein Gefährte des Gesandten Allahs. Sein Name ist Abdullah Ibn Abu Aufa. Er schickte Umar Ibn Ubaidillah eine schriftliche Botschaft, als dieser zu Haruriyya auszog.

    Darin teilte er ihm mit, dass der Gesandte Allahs pflegte zu sagen, wenn er gegen die Feinde kämpfte, und der Abend kommt: O ihr Menschen, wünscht euch keine Begegnung mit dem Feind und bittet Allah um Lebenskraft. Wenn ihr dem Feind begegnet seid, seid standhaft und wisset, dass das Paradies unter dem Schatten der Schwerter liegt. Der Prophet stand dann auf und sagte: O Allah, Du hast die Schrift offenbart, die Wolken bewegt und die Verbündeten besiegt, so besiege unsere Feinde und helfe uns gegen sie!

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Eine Frau wurde tot aufgefunden während einer Schlacht, die der Gesandte Allahs unternahm. Der Gesandte Allahs verabscheute das Töten von Frauen und Kindern.

    As-Sab Ibn Dschathama berichtete: Der Prophet wurde nach den Frauen und Kindern der Mushrikeen befragt, die während des nächtlichen Angriffes getötet wurden. Er sagte: Sie gehören zu ihnen.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs hat die Dattelpalme von Banu An-Nadir gebrannt und geschnitten. Qutaiba und Ibn Rumh fügte in ihrer Überlieferung hinzu, dass sie Al-Buwaira hieß. So hat Allah, Der Allmächtige und Erhabene, den folgenden Vers herabgesandt: Was ihr an Palmen umgehauen habt oder auf Wurzeln stehen ließet – es geschah mit Allahs Erlaubnis und damit Er die Übertreter in Schmach stürzen ließ. [Quran 59:5]

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Einer der Propheten zog einmal zum Kampf aus und sagte zu seinen Leuten: Niemand soll mir folgen, der sich eben mit einer Frau verheiratet hat, und seine Braut noch nicht berührt hat, auch der ein Gebäude aufbaute, es aber noch nicht überdacht hat. Auch soll mir derjenige, der Schafe oder schwangere Kamelstuten kaufte und ihre Entbindung erwartet, nicht folgen. So brach er aus bis er nahe dem Dorf zur Zeit des Nachmittagsgebets oder fast dabei ankam. Da sagte er zu der Sonne: Du bist befohlen, genauso wie ich bin. O Allah, lass die Sonne für mich strahlend! So blieb sie für ihn strahlend, bis Allah ihm den Sieg über die Feinde verlieh. Die Leute sammelten dann die Beutegüter, und das Feuer kam, um diese Beutegüter zu verzehren, wie es in der Thora steht. Es lehnte sie aber ab.

    Da sagte der Prophet: Es gibt Unterschlagung unter euch. Von jedem Stamm muss mir also ein Mann den Treueid leisten. Als sie es machten, klebte die Hand eines Mannes an der des Propheten. Da sagte er: Unter euch gibt es die Unterschlagung. Dein Stamm muss mir den Treueid leisten. Dann klebten die Hände von zwei oder drei Männern.

    Er sagte: Unter euch gibt es die Unterschlagung. Ihr habt unterschlagen. Sie brachten ihm dann Gold im gleichen Gewicht von einem Kuhkopf herbei und stellten es mit der Beute auf die Erde. Da kam das Feuer und verzehrte die Beutegüter. Er sagte ferner: Die Beutegüter wurden niemandem vor uns (den Muslimen) erlaubt, weil Allah, Der Segensreiche und Hocherhabene unsere Schwäche und Ohnmacht gesehen hat und deshalb hat Er uns die Beutegüter erlaubt.

    Ibn Umar berichtete: Der Prophet entsendete einen Kampftrupp nach Nadschd, und ich war mit ihnen. Dort haben sie viele Kamele als Kriegsbeute genommen. Der Anteil waren zwölf oder elf Kamele. Dazu wurde jedem ein zusätzliches Kamel gegeben.

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs gab uns eine zusätzliche Kriegsbeute außer unseren festgelegten Anteilen von dem Fünftel. Ich bekam eine alte Kamelin.

    Abu Qatada berichtete: Wir zogen mit dem Gesandten Allahs im Jahr der Schlacht von Hunain zum Kampf hinaus. Als wir dem Feind begegneten, erlitten die Muslime zuerst eine Niederlage. Ich sah einen Mann von den Götzendienern, der dabei war, einen Mann von den Muslimen zu töten. Ich wandte mich ihm zu, näherte mich von hinten und schlug ihm auf seinen Nacken. Er kam mir näher und packte mich so heftig, dass ich davon den Geruch des Todes schnupfte. Dann starb er und ließ mich gehen.

    Da holte ich Umar Ibn Al-Khattab nach. Er sagte: Wie wird die Beute unter den Leuten verteilt? Ich sagte: Wie Allah uns befahl. Die Leute kehrten zurück. Der Gesandte Allahs setzte sich und sagte: Wer einen getötet und einen Beweis dafür gehabt hat, der darf seine Sachen nehmen. Da stand ich auf und sagte: Wer legt Zeugnis für mich ab? Dann saß ich. Er wiederholte, was er sagte. Da stand ich auf und sagte: Wer legt Zeugnis für mich ab? Und dann saß ich.

    Er sagte dasselbe zum dritten Mal. Ich stand auf. Da sagte der Gesandte Allahs: Was ist los mit dir, Abu Qatada? Ich erzählte es ihm, was geschehen war. Da sagte einer von den Leuten: Er sagte die Wahrheit, o Gesandter Allahs. Die persönlichen Sachen jenes Toten sind bei mir. So gib ihm seinen Anteil an der Beute! Abu Bakr As-Siddiq sagte: Nein! Bei Allah, Das kann nie geschehen.

    Keiner darf einem Löwen Allahs, der für die Sache Allahs und seines Gesandten einsetzt, sein Recht auf die persönlichen Sachen des Getöteten verweigern. Der Gesandte Allahs sagte: Er hat recht. Gib ihm die Sachen des Getöteten. Er gab sie mir. Ich verkaufte den Schild gegen einen Garten in Banu Salima. Dieser Garten war mein erster Besitz, seitdem ich mich zum Islam bekannt hatte.

    Abdu-r-Rahman Ibn Auf berichtete: Als ich am Tage der Schlacht von Badr in der Reihe der Kämpfer stand, erblickte ich jeweils auf meiner rechten und linken Seite zwei Jungen von den Ansar. Ich hoffte, dass ich zwischen zwei stärkeren Jungen stände. Einer von den beiden sagte zu mir heimlich: Onkel! Weißt du, wo Abu Dschahl steht? Ich sagte: Ja, aber Sohn meines Bruders!Was willst du mit ihm tun?

    Er sagte: Mir wurde gesagt, dass er den Gesandten Allahs beschimpft. Bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist – falls ich ihn sehe – ich werde ihn umbringen oder ich werde deswegen umkommen. Ich bewunderte es. Dann erzählte mir der andere Junge auch dasselbe im Vertrauen Es dauerte nicht lange, bis ich Abu Dschahl unter den Leuten sich bewegen sah. Ich sagte: Seht ihr nicht? Das ist der Mann, nach dem ihr fragt.

    Sie griffen nun einander vor, gingen auf ihn heftig los und erschlugen ihn mit ihren Schwertern und brachten ihn um. Dann gingen sie zum Gesandten Allahs und teilte es ihm mit. Da fragte er: Wer von euch hat ihn getötet. Jeder von ihnen sagte: Ich. Da sagte der Gesandte Allahs Habt ihr eure Schwerter gereinigt? Sie sagten: Nein! Er blickte die beiden Schwerter an und sagte: Ihr beide habt ihn umgebracht. Dann hat er beschlossen, dass die persönlichen Sachen von Abu Dschahl Muaz Ibn Amr Ibnal Gamuh gegeben werden. Die beiden Jungen waren Muaz Ibnal Gamuh und Muaz Ibn Afra.

    Salama Ibnal Akwa berichtete: Wir brachen mit dem Gesandten Allahs für den Kampf gegen den Stamm von Hawazin. Als wir das Mittagessen mit dem Gesandten Allahs einnahmen, kam plötzlich ein Mann auf einem roten Kamel. Er ließ sein Kamel niederknien. Dann zog er aus seinem Bauchgurt einen ledernen Strick heraus, mit dem er das Kamel fesselte. Er kam und begann mit den Leuten zu essen. Während er aß, sah er die Leute an.

    Wir waren erschöpft, unsere Reittiere waren müde und manche von uns hatten sogar keine Reittiere. Plötzlich ging er eilig zu seinem Kamel zurück und band ihm den Strick auf. Er ließ es niederknien, setzte sich darauf und trieb es ganz schnell an. Ein Mann auf einer Kamelstute, deren Weiße mit schwarzen Flecken vermischt war, verfolgte ihn. Ich lief zu Fuß hinter ihnen, bis ich den Schenkel der Kamelstute einholte.

    (SaIama sagte:) Ich lief weiter, bis ich den Schenkel des Kamels erreichte. Ich überholte es, so dass ich den Halfter des Kamels fasste. Ich ließ es niederknien. Als es sein Knie auf den Boden legte, zog ich mein Schwert aus der Scheide und schlug den Kopf des Mannes ab, und er fiel zu Boden. Ich führte das Kamel, auf dem der Sattel und die Waffen des Mannes waren. Da empfing mich der Gesandte Allahs mit den Leuten. Er fragte: Wer tötete den Mann? Sie sagten: Ibnal Akwa. Er sagte: (Er darf dann die ganzen Sachen des Mannes zu sich nehmen.)

    Umar berichtete: Das Eigentum von Banu An-Nadir war ein Teil von dem, was Allah seinem Gesandten an Kriegsbeute gegeben hatte. Und die Muslime haben dafür nicht eines von den Pferden und nicht ein Reittier in Trab gebracht. Dieses gehörte insbesondere dem Propheten. Er gab seiner Familie davon ihren Lebensunterhalt für ein Jahr. Was danach übrig blieb, widmete er dem Einsatz für die Sache Allah, d.h. Für die Kriegspferde und die Waffen.

    Aischa: Die Frauen des Propheten hatten die Absicht nach dem Tod des Gesandten Allahs Uthman Ibn Affan zu Abu Bakr zu entsenden, um ihre Erbschaftsanteile vom Propheten zu fordern. Aischa sagte zu ihnen: Hat der Gesandte Allahs nicht gesagt: Wir werden nicht beerbt. Was wir hinterlassen haben, ist ein Almosen?

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Meine Erben werden unter sich kein Dinar teilen dürfen. Was ich hinterlasse, ist – mit Ausnahme des Lebensunterhalts für meine Frauen und des Arbeitslohns für meinen Diener – ein Almosen.

    Abdullah Ibn Umar sagte: Der Gesandte Allahs hatte die Kriegsbeute folgendermaßen aufgeteilt: dem Reittier wurden zwei Anteile gegeben und dem Kämpfer ein Anteil.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs entsandte eine Reitertruppe nach Nadschd, und diese brachte auf ihrem Heimweg einen Mann aus Banu Hanifa namens Thumama Ibn Uthaal, Häuptling von Al-Yamama, mit. Er wurde an einer Säule in der Moschee festgebunden. Der Gesandte Allahs kam dann zu ihm und sagte: Womit rechnest du bei mir, Thumama?

    Thumama sagte: Nur Gutes! Wenn du mich tötest, so tötest du einen Menschen, dessen Blut geschützt ist; und wenn du Gnade erweist, so erweist du sie einem dankbaren Menschen. Wenn du aber dafür ein Lösegeld verlangst, so verlange, was du willst, und du wirst es bekommen. Der Gesandte Allahs ließ ihn dann am Leben bis zum übernächsten Tag.

    Er kam abermals zu ihm und sagte: Womit rechnest du bei mir, Thumama? Thumama sagte: Dasselbe, was ich dir zuvor sagte. Wenn du Gnade erweist, so erweist du sie einem dankbaren Menschen, und wenn du tötest, so tötest du einen Menschen, dessen Blut geschützt ist. Wenn du aber dafür ein Lösegeld verlangst, so wirst du es bekommen. Der Gesandte Allahs ließ ihn dann am Leben bis zum nächsten Tag.

    Der Gesandte Allahs kam wieder zu ihm und sagte: Womit rechnest du bei mir, Thumama? Thumama sagte: Womit ich rechne, habe ich dir gesagt! Wenn du Gnade erweist, so erweist du sie einem dankbaren Menschen, und wenn du tötest, so tötest du einen Menschen, dessen Blut geschützt ist. Wenn du aber dafür ein Lösegeld verlangst, so wirst du es bekommen. Der Gesandte Allahs sagte dann: Lasset Thumama frei!

    Thumama begab sich zu einer Palme in der Nähe der Moschee, vollzog eine Gesamtwaschung, betrat die Moschee und sagte: Ich bezeuge, dass es nichts Anbetungswürdigeres gibt außer Allah, und dass Muhammad der Diener und Gesandte Allahs ist.

    O Muhammad, ich schwöre bei Allah, dass es kein Gesicht auf dieser Erde gab, das ich am meisten hasste, als dein Gesicht. Heute ist dein Gesicht bei mir das geworden, das ich am meisten liebe. Ich schwöre bei Allah, dass es keine Religion gab, die ich am meisten hasste, als deine Religion. Heute ist deine Religion bei mir solche geworden, die ich unter allen Religionen am meisten liebe. Ich schwöre bei Allah, dass es keine Ortschaft gab, die ich am meisten hasste, als deine Ortschaft.

    Heute ist deine Ortschaft bei mir solche geworden, die ich unter allen Ortschaften am meisten liebe. Deine Truppen nahmen mich fest, als ich die Besuchsfahrt vollziehen wollte. Was hältst du davon? Der Gesandte Allahs gab ihm eine freudige Nachricht und wies ihn an, dass er die Besuchsfahrt vollziehen soll. Als er in Makka ankam, sagte jemand zu ihm: Ungläubig bist du geworden! Er aber erwiderte: Nein, bei Allah! Vielmehr bin ich ein Muslim geworden, mit Muhammad. Nein, bei Allah! Eines Tages werdet ihr kein einziges Weizenkorn aus Yamama erhalten, ohne dass der Gesandte Allahs seine Erlaubnis dafür im Voraus gegeben hätte.

    Abu Huraira berichtete: Als wir uns in der Moschee befanden, kam der Gesandte Allahs zu uns heraus und sagte: Brechet auf zu den Juden! Da eilten wir mit ihm dorthin, und als wir bei ihnen ankamen, rief sie der Gesandte Allahs und sagte: O ihr Juden! Werdet Muslime, so werdet ihr sicher sein! Da sagten sie: O Abu-l-Qasim, du hast übermittelt.

    Dann sagte er: Das ist, was ich will. Werdet Muslime, so werdet ihr sicher sein! Sie sagten: O Abu-l-Qasim, du hast übermittelt. Der Gesandte Allahs sagte: Das ist, was ich will. und wiederholte dieselben Worte zum dritten Mal. Dann sagte er ferner: Wisset, dass die Erde Allah und Seinem Gesandten gehört, und dass ich vorhabe, euch aus diesem Land zu vertreiben. Wer dann von euch einen Käufer für sein Vermögen findet, der soll es verkaufen, anderenfalls sollt ihr wissen, dass die Erde Allah und Seinem Gesandten gehört!

    Ibn Umar berichtete: Die Juden von Banu An-Nadir und Quraiza griffen zur Waffe gegen den Gesandten Allahs worauf die Leute der An-Nadir vertrieben, während diejenigen von Quraiza weiterhin geduldet wurden. Als die Banu Quraiza aber danach wieder zur Waffe griffen, wurden ihre Männer getötet und ihre Frauen und Kinder und Vermögen unter den Muslimen verteilt. Nur einige von ihnen gingen dem Gesandten Allahs nach, und er gewährte ihnen Sicherheit. Sie traten dann zum Islam über. Der Gesandte Allahs vertrieb alle Juden aus Madina. Es waren Banu Qainuqa die Leute von Abdullah Ibn Salam, die Juden von Banu Haritha, sowie alle anderen Juden, die in Madina wohnten.

    Abu Said Al-Khudry berichtete: Als Banu Quraiza sich dem Urteil von Sad Ibn Muaz fügten, schickte der Gesandte Allahs nach Sad. Er kam auf einem Esel reitend. Als er sich der Moschee näherte, sagte der Gesandte Allahs zu den Ansar: Steht auf für euren Herrn! – oder vielleicht sagte er:

    Für den besten unter euch. Dann sagte er: Diese werden dein Urteil annehmen. Da sagte Muaz: Ihre Kämpfer sollen getötet, und ihre Kinder sollen gefangen genommen werden. Der Prophet sagte: Du hast das Urteil von Allah. Al-Muthanna erwähnte den letzten Satz in seiner Überlieferung nicht.

    Aischa: Sad wurde am Tag der Grabenschlacht verletzt, als ein Mann von Quraish namens Ibnal Ariqa mit dem Pfeil auf ihn schoss und ihn an seiner mittleren Armvene verletzte. Der Gesandte Allahs schlug für ihn ein Zelt in der Moschee auf, um ihn aus der Nähe besuchen zu können. Als der Gesandte Allahs aus der Grabenschlacht nach Hause kam, seine Waffe ablegte und sich waschen wollte, kam Gabriel zu ihm, gerade als er seinen Haupt vom Staub abschüttelte, und sagte: Hast du die Waffe abgelegt?

    Bei Allah, es ist noch nicht soweit, dass wir die Waffe ablegen! Ziehe hinaus zu ihnen! Dann sagte der Gesandte Allahs: Wo dann? Da deutete Gabriel auf von Banu Quraiza. Der Gesandte Allahs bekämpfte sie, bis sie sich schließlich seinem Urteil fügten. Der Gesandte Allahs ließ aber Sad entscheiden. Sein Urteil war, dass ihre Kämpfer getötet, ihre Frauen und Kinder in die Gefangenschaft geführt werden und ihr Vermögen verteilt wird.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs kündigte unter uns an jenem Tag an, an dem er von der Schlacht von Al-Ahzab zurückkehrte: Keiner soll das Mittagsgebet an einem Ort verrichten, außer bei Banu Quraiza. Manche Leute befürchteten, dass die Zeit verginge, bevor sie Banu Quraiza erreichten, und das Gebet zur rechten Zeit nicht verrichten konnten. Deshalb verrichteten sie das Gebet, bevor sie Banu Quraiza erreichten. Andere sagten: Wir werden das Gebet nur da verrichten, wo es uns der Gesandte Allahs zu verrichten befahl, auch wenn wir es versäumen würden. Er wies keine der beiden Gruppen zurecht.

    Anas Ibn Malik berichtete: Als die Auswanderer aus Makka nach Madina kamen, hatten sie nichts in ihren Händen, während die Helfer das Land und die Dattelpalmen besaßen. Die Helfer ließen die Auswanderer die Bewirtschaftung ihrer Dattelpalmen für die Hälfte der Ernte jedes Jahr übernehmen. Die Mutter von Anas Ibn Malik, die Umm Sulaim hieß, und zur selben Zeit die Mutter von Abdullah Ibn Abu Talha, der Bruder von Anas mütterlicherseits, gab dem Gesandten Allahs die Nutznießung von einer Dattelpalme.

    Der Gesandte Allahs gab sie aber Umm Aiman, seiner Dienerin, der Mutter von Usama Ibn Zaid. Ibn Schihab sagte: Anas Ibn Malik berichtete mir: Als der Gesandte Allahs fertig mit den Leuten von Khaibar war, und nach Madina zurückkehrte, schickten die Auswanderer den Helfern ihre Gaben, die sie ihnen vorher gewährt hatten, zurück. Er sagte: Der Gesandte Allahs schickte meiner Mutter die Nutznießung ihrer Palme zurück und gab Umm Aiman anstelle davon einen Teil seines Gartens.

    Abdullah Ibn Mughaffal berichtete: Ich erbeutete am Tag der Schlacht von Khaibar einen Schlauch, mit Fett. Ich nahm ihn und sagte: Heute gebe ich niemandem davon. Als ich mich umsah, sah ich den Gesandten Allahs lächeln.

    Abu Sufyan berichtete: Ich befand mich auf einer Reise zu jener Zeit, als ich mit dem Gesandten Allahs die Abmachung traf. Während ich mich auf dem Gebiet von Syrien aufhielt, kam ein Bote mit einem Schreiben vom Propheten das an Heraklios, König der Byzantiner, gerichtet wurde. Es handelte sich um das Schreiben, das Dihya Al-Kalbiy an den Gouverneur von Busra trug, der es wiederum an Heraklios weiterbringen ließ.

    Heraklios fragte: Gibt es in dieser Gegend jemand, der zu den Leuten dieses Mannes gehört, der behauptet, er sei ein Prophet? Die Leute sagten: Ja! Darauf wurde ich mit einigen Leuten aus dem Stamm Quraish gerufen; anschließend traten wir bei Heraklios ein. Er ließ uns vor ihm sitzen und sagte zu uns: Wer steht von euch in der verwandtschaftlichen Linie diesem Mann am nächsten, der behauptet, er sei ein Prophet? Ich sagte: Ich!

    Da ließen sie mich vor ihm sitzen und meine Begleiter hinter mir. Er ließ seinen Dolmetscher zu sich kommen und sagte zu ihm: Sage ihnen, dass ich ihm Fragen über diesen Mann stellen will, der behauptet, er sei ein Prophet! Wenn er (Abu Sufyan) mir die Wahrheit nicht sagt, so sagt mir, dass er lügt! Abu Sufyan sagte: Ich schwöre bei Allah, würden die Menschen, die die Ehrlichkeit Muhammads kennen, mich der Lüge nicht bezichtigen, so hätte ich bestimmt gelogen.

    Heraklios sagte zu seinem Dolmetscher: Frage ihn: Wie ist seine Abstammung unter euch? Ich sagte: Er ist unter uns von edler Abstammung. Heraklios fragte: War einer seiner Vorväter ein König? Ich sagte: Nein! Er fragte weiter: Habt ihr ihn der Lüge bezichtigt, bevor er das sagte, was er verkündet hat? Ich sagte: Nein! Heraklios sagte: Folgt ihm die Elite der Menschen oder folgen ihm die Schwachen? Ich sagte: Ihm folgen doch die Schwachen! Er sagte: Nimmt deren Zahl zu oder ab? Ich sagte: Nein! Sie nimmt doch ständig zu. Er sagte: Trat einer von ihnen von seinem Glauben zurück, nachdem er diesen angenommen hatte, auf Grund der Unzufriedenheit mit ihm? Ich sagte: Nein!

    Heraklios sagte: Habt ihr ihn bekämpft? Ich sagte: Ja! Er sagte: Wie war euer Kampf gegen ihn? Ich sagte: Der Kampferfolg war wechselhaft: Wir gewinnen eine Runde und die andere gewinnt er. Er fragte: Bricht er seine Abmachung mit euch? Ich sagte: Nein! Es gibt aber jetzt eine Abmachung zwischen uns. Wir wissen nicht, was er machen wird. Ich schwöre bei Allah, dass ich kein anderes Wort gegen ihn mehr zufügen konnte als dieses.

    Heraklios sagte: Hat jemand vor ihm eine solche Behauptung gemacht? Ich sagte: Nein! Danach wandte sich Heraklios seinem Dolmetscher zu und sagte: Sage ihm: Ich habe dich über seine Abstammung unter euch gefragt und du gabst an, dass er unter euch von edler Abstammung ist. Genauso sind die Gesandten: Diese werden gewöhnlich aus den Edlen ihrer Völker auserwählt. Ich fragte dich auch, ob es unter seinen Vorvätern einen König gab, und du hast dies verneint.

    Wäre unter seinen Vorvätern ein König gewesen, so würde ich annehmen, dass er ein Mann wäre, der für die Rückgewinnung des Königreiches seiner Vorväter kämpfen will. Ich fragte dich nach seinen Anhängern, ob sie die Elite oder die Schwachen sind, und du sagtest, dass ihm doch die Schwachen folgen. Diese sind doch stets die Anhänger der Gesandten.

    Ich fragte dich, ob ihr ihn der Lüge bezichtigt habt, bevor er sagte, was er behauptete, und du hast dies verneint. Ich hielt es nicht für möglich, dass er die Lüge vor den Menschen unterlässt, um eine Lüge gegen Allah zu erdichten. Ich fragte dich, ob jemand von seinen Anhängern aus seinem Glauben zurücktrat, nachdem er diesen annahm, weil er mit ihm nicht zufrieden war, und du hast dies auch verneint. Dies ist doch üblich für den Glauben, wenn er sich mit der Herzensfreude eines Menschen einnistet.

    Ich fragte dich, ob die Zahl seiner Anhänger zunimmt oder abnimmt, und du gabst an, dass diese zunimmt. Dies ist doch der Fall mit dem Glauben; denn dieser nimmt ständig zu, bis er sein Ziel erreicht! Ich fragte dich ferner, ob ihr ihn bekämpft hättet, und du gabst an, dass der Kampf zwischen euch wechselhaft ist, und dass ihr eine Runde gewinnt und die andere gewinnt er. Dies ist genau der Fall mit den Gesandten: Sie werden zunächst geprüft; das Endziel aber ist auf ihrer Seite.

    Ich fragte dich, ob er seine Abmachung mit euch bricht und du gabst an, dass er dies nicht tut. Es ist genauso mit den Gesandten: Sie brechen ihre Abmachung nicht. Ich fragte dich, ob jemand vor ihm eine solche Behauptung machte, und du hast dies verneint. Ich sagte zu mir: Hätte es vor ihm einen gegeben, der so etwas behauptete, so hätte ich angenommen, dass er ihm nachmacht!

    Heraklios fuhr fort: Was befiehlt er euch? Ich sagte zu ihm: Er befiehlt uns, dass wir das Gebet verrichten, die Almosensteuer entrichten, die Verwandtschaftsbande pflegen und dir Keuschheit wahren sollen. Heraklios sagte: Wenn das, was du über ihn sagtest die Wahrheit ist, so ist er ein Prophet. Ich wusste schon zuvor, dass ein Prophet noch kommt, nahm aber nicht an, dass er von eurer Seite hervorgeht.

    Wenn ich wüsste, dass ich ihm Folge leisten könnte, so hätte ich mich gern auf den langen Weg zu ihm gemacht. Wenn ich mich bei ihm befände, so würde ich seine Füße waschen. Wahrlich sein Machtbereich wird den Boden erreichen, den ich hier unter meinen Füßen habe. Danach ließ er das Schreiben des Gesandten Allahs vorbringen und verlesen. Da stand folgendes:

    Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Dieses Schreiben ist von Muhammad, dem Gesandten Allahs, an Heraklios, Herrscher des Oströmischen Imperiums! Der Friede sei auf demjenigen, der der Rechtleitung folgt. Sodann: Ich rufe dich auf, den Weg des Islam zu befolgen.

    Werde Muslim, so rettest du dich, und wenn du Muslim geworden bist, so wird Allah deinen Lohn verdoppeln. Wendest du dich aber davon ab, so trägst du die Sünde doppelt, sowohl wegen deiner Führerschaft als auch wegen deiner Untergebenen. (Es folgte dann im Schreiben ein Zitat aus dem Quran 3:64):

    Sprich: „O Volk der Schrift, kommt herbei zu einem gleichen Wort zwischen uns und euch, dass wir nämlich Allah allein dienen und nichts neben Ihn stellen und dass nicht die einen von uns die anderen zu Herren nehmen außer Allah.“ Und wenn sie sich abwenden, so sprecht: „Bezeugt, dass wir ergeben sind.“

    Als die Verlesung des Schreibens zu Ende ging, wurden Stimmen laut und es gab viel Palaver. Da wurde der Befehl erteilt, dass wir hinausgehen sollen. Als wir draußen waren, sagte ich zu meinen Gefährten: Es scheint mir, dass die Sache von Ibn Abu Kabscha (Muhammad) soweit ging, dass der König von Banu Al-Asfar (die Byzantiner) die Furcht davor empfindet. Seit dieser Zeit wurde ich davon überzeugt, dass die Sache mit dem Gesandten Allahs doch eines Tages durchkommt, bis Allah mir den Islam in mein Herz eingab.

    Der Hadith von Al-Bara Ein Mann fragte Al-Bara: O Abu Umara, seid ihr am Tag von Hunain geflohen? Er sagte: Nein. Bei Allah, der Gesandte Allahs hat sich nicht gewendet. Aber junge voreilige Männer unter seinen Gefährten kamen unbewaffnet heraus. sie hatten keine Waffen.

    Sie trafen eine Gruppe von geübten Werfern, denen selten ein Pfeil daneben ging. Diese Leute waren von Hawazin und Banu Nasr. Sie warfen diese jungen Männer heftig um, sie gingen kaum fehl. Da kehrten sie zurück zum Gesandten Allahs als er auf seinem weißen Maultier war und Abu Sufyan Ibn Al-Harith Ibn Abdel Mottalib ihn führte. Er stieg ab, bat um Beistand und sagte: Ich in der Prophet, es gibt keine Lüge Ich bin Ibn Abdel Mottalib Dann stellte er sie in einer Reihe.

    Abdullah Ibn Amr berichtete Der Gesandte Allahs hatte die Bewohner von At-Taif belagert, dabei konnte er sie nicht besiegen. Er sagte: Wir werden zurückkehren, InshaAllah. Seine Gefährten sagten: Werden wir zurückkehren, bevor wir sie erobert haben? Der Gesandte Allahs sagte ihnen: Stürzen sie sich in den Kampf? Denn stürzen sie sich in den Kampf, werden sie verletzt. Da sagte der Gesandte Allahs ihnen: Wir werden morgen zurückkehren. Sie werden sich darüber freuen. Da lächelte der Gesandte Allahs.

    Abdullah Ibn Masud berichtete Der Prophet zog in Makka ein, am Tage ihrer Eroberung, als dort dreihundertundsechzig Götzenfiguren um die Kaba aufgestellt waren. Er fing an, diese mit einem Baumast in seiner Hand zu schubsen, indem er sagte: [Quran 17:81] „Die Wahrheit ist gekommen, und das Falsche kann weder etwas erschaffen noch etwas zurückbringen.“ [Quran 34:49] Ibn Abu Umar fügte hinzu: Am Tag der Eroberung.

    Al-Bara Ibn Azib berichtete: Ali Ibn Abu Talib schrieb das Dokument zu dem Friedensabkommen zwischen dem Propheten und den Götzendienern am Tag von Hudaibiya. Er schrieb: Zu folgendem verpflichtet sich Muhammad, der Gesandte Allahs. Da riefen sie: Schreib nicht den Gesandten Allahs! Wenn wir wissen, dass du der Gesandte Allahs wärst, würden wir gegen dich nicht kämpfen. Der Prophet sagte zu Ali: Streiche diese Worte raus! Ali aber entgegnete: Nein! Das werde ich niemals tun!

    Der Prophet strich sie mit seiner eigenen Hand raus. Eine von den Götzendienern vorgebrachte Bedingung war, dass sich die Muslime in Makka nur drei Tage lang aufhalten durften. Dabei durften sie keine Waffen tragen, die nicht sicher in den Gulban verwahrt sind. Ich fragte Abu Ishaq: Was ist der Gulban? Er sagte: Sie sind die Scheiden und das, was in ihnen steht.

    Der Hadith von Sahl Ibn Hunaif: Abu Wael berichtete: Sahl Ibn Hunaif stand am Tag von Siffin auf und sagte: Ihr Leute! Tadelt euch selbst! Wir waren mit dem Gesandten Allahs am Tag von Hudaibiya, wenn wir zum Kampf aufgefordert würden, würden wir kämpfen. Das war im Friedensvertrag zwischen dem Gesandten Allahs und den Götzendienern.

    Umar Ibn Al-Khattab kam zum Gesandten Allahs und sagte: O Gesandter Allahs, sind wir nicht im Recht und sie im Unrecht? Er sagte: Ja doch! Er sagte: Treten unsere Gefallenen ins Paradies ein, während ihre ins Feuer eintreten? Er sagte: Ja doch! Er sagte: Warum werden wir dem Mangel in unserer Religion nachgeben und zurückkehren, während Allah zwischen uns noch kein Urteil gefällt hat.

    Er sagte: O Ibn Al-Khattab, ich bin der Gesandte Allahs und Allah wird mich nie allein hilflos lassen. Da stürzte Umar zornig mit Ungeduld, kam zu Abu Bakr und sagte ihm: Sind wir nicht im Recht und sie im Unrecht? Er sagte: Ja doch! Er sagte: Treten unsere Gefallenen ins Paradies ein, während ihre ins Feuer eintreten?

    Er sagte: Ja doch! Er Warum werden wir dem Mangel in unserer Religion nachgeben und zurückkehren, während Allah zwischen uns noch kein Urteil gefällt hat. Er sagte: O Ibn Al-Khattab, er ist der Gesandte Allahs und Allah wird ihn nie allein hilflos lassen. So wurde der Quran auf den Gesandten Allahs herabgesandt, bringend die frohe Botschaft des Sieges. Er sandte an Umar und ließ ihn diese Verse lesen. Er sagte: O Gesandter Allahs, ist es ein Sieg? Er sagte: Ja. So war er fröhlich und kehrte zurück.

    Anas Ibn Malik berichtete: Der Quranvers Wahrlich, Wir haben dir einen offenkundigen Sieg beschieden, … [Quran 48:1] wurde offenbart, als der Gesandte Allahs aus Al-Hudaibiya zurückkam. Die Muslimen waren so traurig, als der Prophet die Opfertiere schlachtete. Er sagte dann: Auf mich ist ein Vers herabgesandt worden, der mir lieber ist als alles in dieser Welt.

    Der Hadith von Sahl Ibn Sad: Er wurde einmal nach der Verletzung des Gesandten Allahs am Tage der Schlacht von Uhud gefragt und er sagte: Das Gesicht des Gesandten Allahs erlitt eine Wunde, ein Zahn zwischen seinen vorderen Zähnen und seinem Eckzahn wurde gebrochen. und sein Helm wurde auf seinem Haupt zertrümmert.

    Da wusch Fatima, Tochter des Gesandten Allahs, von ihm das Blut ab, während Ali Wasser aus dem Schild über die Wunde goss, den er als Gefäß benutzte. Als sie aber sah, dass das Blut nicht weniger wurde und es sogar noch mehr wegen des Wassers floss, riss sie etwas von einer Strohmatte ab und brannte es aus, bis dies völlig zu Asche wurde; sie nahm diese dann und presste sie gegen die Wunde, und diese hörte auf zu bluten.

    Abdullah Ibn Masud berichtete: Ich erinnere mich, als ob ich den Gesandten Allahs noch heute vor mir sähe, indem er von einem Propheten berichtete, der von seinen eigenen Leuten geschlagen wurde, alsdann er das Blut von seinem Gesicht wischte und sagte: O Allah mein Gott, vergib es meinen Leuten; denn sie sind unwissend!

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Mächtig ist aber der Zorn Allahs auf diejenigen, die dem Gesandten Allahs das zufügten. Dabei deutete er auf einen gebrochenen Zahn zwischen seinen vorderen Zähnen und seinem Eckzahn. Der Prophet sagte weiter: Mächtig ist aber auch der Zorn Allahs auf den Mann, den der Gesandte Allahs auf dem Wege Allahs, des Erhabenen und Allmächtigen, tötete.

    Ibn Masud berichtete: Als der Gesandte Allahs sein Gebet bei der Kaba verrichtete, saßen Abu Dschahl und seine Kumpane in der Nähe. Am vorigen Tag wurde eine Kamelstute geschlachtet. Abu Dschahl sagte: Wer von euch traut es sich zu, die Nachgeburt der Kamelstute des Stammes Soundso zu holen und zwischen die Schulterblätter Muhammads zu legen, während er sich im Gebet niederwirft?

    Der Niederträchtigste dieser Leute stand auf und brachte wenig später das genannte Organ. Er wartete, bis der Prophet sich im Gebet niederwarf, und legte es ihm zwischen den Schulterblättern. Sie brachten sich zum Lachen und neigten sich zu einander. Ich stand dort und war Augenzeuge dieser Missetat. Hätte ich die Macht über diese Leute, da nähme ich die Nachgeburt von seinem Rücken. Der Prophet verharrte in seiner Lage und hob seinen Kopf nicht.

    Man brach auf zu Fatima und teilte ihr dies mit. Sie kam, und damals war sie noch ein Mädchen, und nahm die Nachgeburt von seinem Rücken. Dann ging sie zu ihnen und beschimpfte sie. Als der Prophet sein Gebet vollendete, hob er seinen Kopf und rief dreimal: O Allah, bestrafe diese Quraish! Als sie seine Stimme hörten, hörten sie auf zu lachen und hatten Angst vor seiner Anrufung.

    Darauf rief er: O Allah, bestrafe Abu Dschahl Ibn Hischam, Utba Ibn Rabia, Schaiba Ibn Rabia, Al-Walid Ibn Uqba, Umayya Ibn Khalaf und Uqba Ibn Abu Muait. Er nannte auch den Namen des siebten Mannes, aber ich habe ihn vergessen. Bei Dem, Der Muhammad mit Wahrheit gesandt hat! Ich habe diese Leute am Tag von Badr getötet gesehen, Ihre Leichname wurden dann an den Brunnen von Badr gezogen.

    Aischa, Gattin des Propheten, berichtete: Ich sagte zum Propheten: Hast du einen schwereren Tag erlebt, als den Tag der Schlacht von Uhud? Er sagte: Ich habe von deinen Leuten vieles Schweres erlebt, und was ich davon am schwersten erlebt habe, geschah am Tag von Al-Aqaba, als ich mit meinem Anliegen an Ibn Abd Yalil Ibn Abd Kulal herantrat, und er mir für das, was ich wollte, nicht entgegenkam. Ich ging dann ziellos fort und war sehr bekümmert. Ich kam zu mir erst dann, als ich die Gegend von Qarn Ath-Thaalib erreicht habe. Ich hob mein Haupt und fand, dass mir eine Wolke den Schatten spendete.

    Ich blickte und sah Gabriel darin. Er rief mir zu, indem er sagte: Wahrlich, Allah, Der Allmächtige und Erhabene, hat die Worte deiner Leute gehört, welche sie an dich gerichtet und über dein Anliegen geantwortet haben. Er entsendet dir nun den Engel der Berge, damit du ihm vom Befehl erteilst, wie du gegen diese Leute verfahren willst.

    Darauf rief der Engel der Berge mir zu, grüßte mich mit dem Friedensgruß und sagte: O Muhammad, Allah hat die Worte deiner Leute gehört. Ich bin der Engel der Berge. Dein Gott entsandte mich zu dir, damit du mir vom Befehl erteilst. Befehle was du willst! Wenn du willst, lasse ich die zwei Berge über sie stürzen! Ich sagte aber: Nein! Vielmehr hoffe ich, dass Allah aus ihren Nachkommen, solche entstehen lässt, die Allah allein dienen und Ihm nichts beigesellen.

    Gundab Ibn Sufyan berichtete: Der Finger des Gesandten Allahs wurde in einer der Schlachten, an denen er sich beteiligte, verletzt und blutete. Er sagte: Du bist nichts anderes als ein Finger, der blutet, und das, was traf, ist Allah gewidmet.

    Gundab berichtete: Gabriel verspätete sich dabei, den Gesandten Allahs mit der Offenbarung zu besuchen. Da sagten die Götzendiener: Muhammad wurde verlassen. Darauf offenbarte Allah, der Erhabene und Allmächtige, den folgenden Vers Beim Vormittag und bei der Nacht, wenn alles still ist. Dein Herr hat dich weder verlassen, noch verabscheut. [Quran 93:1-3]

    Der Hadith von Usama Ibn Zaid Der Prophet ritt auf einem Esel mit einem Sattel, unter dem es eine in Fadka hergestellte Matte gab. Er ließ Usama hinter ihm reiten, als er sich zu Sad Ibn Ubada begab, um ihm den Krankenbesuch bei Banu Al-Harith Ibn Al-Khasradsch zu leisten. Das geschah aber vor der Schlacht von Badr. Er ritt fort, bis er an einer gemischten Versammlung aus Muslimen, Götzendienern und Juden vorbeiging. Darunter befanden sich Abdullah Ibn Ubayy und Abdullah Ibn Rawaha.

    Als der von den Hufen des Reittieres hervorgerufene Staub über die Versammlung schwebte, bedeckte Abdullah Ibn Ubayy sich die Nase mit seinem Übergewand und sagte: Verbreitet den Staub aber nicht über uns! Der Prophet begrüßte die Gruppe. Er hielt an und stieg vom Esel ab. Er rief sie aber zu Allah auf und las ihnen einige Koranverse vor. Da sagte Abdullah Ibn Ubayy: O du Mensch, wenn du die Wahrheit sagst, ist das gut, aber behalte sie für dich selbst und stört uns nicht in unseren Versammlungen. Du sollst auf deinem Reittier wieder reiten und sie denjenigen von uns erzählen, die zu dir kommen.

    Darauf sagte Abdullah Ibn Rawaha: Komme aber über uns in unseren Versammlungen! Wir mögen es. Die Muslime, die Götzendiener und die Juden rügten aber einander, bis sie dabei waren, gegeneinander zu kämpfen. Dabei versuchte der Prophet sie zu beruhigen, bis es ihm endlich gelang. Dann ritt er weiter, bis er zu Sad Ibn Ubada kam.

    Als der Prophet bei ihm eintrat, sagte er ihm: O Sad, hast du nicht gehört, was Abu Hubab sagte. Er hat dies und jenes gesagt. Er erwiderte: Verzeihe ihm, Gesandter Allahs! Denn bei Allah, Allah hat dir die erhabenste Stellung verliehen, während die Leute dieser Stadt sich aber darauf einigten, ihn zum König zu krönen und ihm den Turban zu geben. Da das verdorben war, als Allah dich mit der Wahrheit gesandt hat, wurde er neidisch. Und darin liegt die Ursache seines Verhaltens. Da vergab ihm der Prophet.

    Anas Ibn Malik berichtete: Jemand sagte zum Propheten: (Es wäre gut), wenn du zu Abdullah Ibn Ubayy gehen würdest! Der Prophet machte sich auf den Weg zu diesem Mann. Er ritt einen Esel, und einige Muslime begleiteten ihn auf seinem Weg durch einen Salzsumpf. Als der Prophet zu Abdullah Ibn Ubayy kam, sagte dieser zu ihm: Geh weg! Bei Allah, der Gestank deines Esels ist mir zuwider!

    Da rief einer der Ansar aus: Bei Allah, der Esel des Gesandten Allahs riecht besser als du! Wegen dieser Worte geriet einer der Leute von Abdullah in Wut und wollte sich für Abdullah einsetzen, da gerieten alle in Wut und begannen, mit Palmzweigen, Schuhen und bloßen Händen aufeinander einzuschlagen!

    Darauf erfolgte die Offenbarung des Verses: Und wenn zwei Parteien der Gläubigen einander bekämpfen, dann stiftet Frieden zwischen ihnen; wenn jedoch eine von ihnen sich gegen die andere vergeht, so bekämpft diejenige, die im Unrecht ist, bis sie sich Allahs Befehl fügt. Fügt sie sich, so stiftet in Gerechtigkeit Frieden zwischen ihnen und seid gerecht. Wahrlich, Allah liebt die Gerechten. [Quran 49:9]

    Anas Ibn Malik berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wer bringt uns eine Kunde darüber, was mit Abu Dschahl geschehen ist? Da ging Ibn Masud, um Informationen darüber zu sammeln. Er fand, dass Abu Dschahl von den beiden Söhnen von Afra geschlagen wurde, bis er niederkniete.

    Ibn Masud packte ihn am Bart und sagte: Bist du Abu Dschahl? Er erwiderte: Gibt es eine bessere Person als die, die ihr umgebracht habt oder die durch ihre Leute getötet worden ist? Ibn Masud sagte nach der Aussage von Abu Miglez, dass Abu Dschahl sagte: Leider Allahs! hätte eine Person anders als ein Bauer mich getötet!

    Dschabir berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wer kann Kab Ibnal Aschraf töten? Er hat Allah und Seinen Gesandten Ungemach zugefügt. Da sagte Muhammad Ibn Maslama: O Gesandter Allahs, möchtest du, dass ich ihn töte? Der Prophet erwiderte: Ja. Er sagte: Dann erlaube mir, bei ihm einen Trick anzuwenden! Der Prophet sagte: Ich erlaube es dir. Er ging zu ihm , sprach mit ihm, erinnerte ihn an ihre alte Freundschaft und sagte ihm: Dieser Mann will, Almosen von uns sammeln. Er hat uns aber überfordert.

    Hier unterbrach ihn Kab und sagte: Bei Allah, er wird so weitermachen, bis er euch langweilt! Er sagte weiter: Wir sind ihm aber gefolgt und es ziemt sich nicht, ihn jetzt zu verlassen, bevor man weiß, wie es enden wird. Er sagte weiter: Wir möchten aber von dir Geld ausleihen. Kab erwiderte: Was verpfändet ihr bei mir dafür? Muhammad Ibn Maslama sagte: Was du willst! Kab sagte: Verpfändet eure Frauen bei mir! Muhammad Ibn Maslama erwiderte: Du bist aber der schönste Araber. Wie können wir unsere Frauen bei dir lassen. Kab sagte:

    Dann verpfändet eure Kinder bei mir! Muhammad Ibn Maslama erwiderte: Dem Kind des einen von uns wird bestimmt Vorwürfe deswegen gemacht, dass er gegen zwei Wasaq Datteln verpfändet wurde. Wir können bei dir aber unsere Waffen verpfänden. Kab sagte: Einverstanden! Der Überlieferer berichtete weiter: Beide verabredeten sich, dass er Al-Harith, Abu Abs Ibn Gabr und Abbaad Ibn Bischr mitbringen sollte. Diese vier Männer kamen zu ihm bei Nacht und riefen ihn. Sufyan sagte: Alle Überlieferer dieses Hadith außer Amr berichteten von der folgenden Rolle seiner Frau.

    Seine Frau sagte ihm: Ich höre eine Stimme, die wie diese vom einem klingt, der Blut vergießen will. Ihr Mann erwiderte: Das sind nur Muhammad Ibn Maslama, sein Milchbruder und Abu Naela. Der Adelige soll dem Ruf nachgehen, selbst, wenn er zum Erstechen bei Nacht gerufen wird. Dazwischen sagte Muhammad seinen Begleitern: Wenn er kommt, werde ich meine Hände ausstrecken, um seinen Kopf festzuhalten. Gelingt das mir, dann erfüllt eure Aufgabe! Er kam sein Schwert gürtend herunter. Sie sagten ihm: O du riechst gut! Er erwiderte: Natürlich!

    Da ich eine Sklavin bei mir habe, die sich unter den arabischen Frauen am meisten parfümiert. Er sagte ihm: Darf ich mich dir annähern, um dich besser zu riechen? Er erwiderte: Ja, bitte! Er näherte sich und roch. Dann bat er wieder um Erlaubnis, sich zu nähern, um zu riechen. Diesmal konnte er ihm den Kopf festhalten und er rief seinen Begleitern zu: Erfüllt eure Aufgabe! und diese töteten ihn.

    Der Hadith von Salama Ibnal Akwa berichtete: Wir zogen mit dem Gesandten Allahs in Richtung Khaibar aus. Bei Nacht gingen wir in Gruppen. Einer aus der Gruppe sagte zu Amer Ibnal Akwa: Lässt du uns etwas von deinen Gedichten nicht hören?. Amer war ein Dichter. Er stieg ab und fing an, folgende Verse vorzutragen, um die Kamele mit Gesang anzutreiben: O Allah, es sei aber Dein Wille, Nach dem wir rechtgeleitet wurden, Almosen ausgaben und das Gebet Verrichteten.

    Wir opfern unser Leben gern auf Deinem Wege. So vergebe, was wir getan haben! Und lass uns standhalten, wenn Wir den Feinden begegnen! Schenke uns aber Ruhe und Frieden! Wir eilen uns, wenn zu Hilfe gerufen wird Und wenn wir zum Kampf aufbrechen die Unterdrückten können sich auf uns verlassen, wenn sie bei uns Hilfe suchen. Da fragte der Gesandte Allahs: Wer treibt die Kamele an? Die Leute erwiderten: Amer. Der Prophet sagte: Allah möge Sich seiner erbarmen! Da sagte einer aus der Gruppe: Natürlich verdient er den Märtyrertod, aber lass ihn uns weiter amüsieren!

    Der Überlieferer berichtete weiter: Wir kamen in Khaibar an. Wir belagerten die Leute von Khaibar, bis uns äußerster Hunger plagte. Da sagte der Prophet: Allah hat es euch geöffnet. Am Abend bevor ihnen Khaibar geöffnet wurde, zündeten die Muslime viele Feuer an. Da sagte der Gesandte Allahs: Warum dieses Feuer? Was kocht ihr? Sie erwiderten: Wir kochen Fleisch. Der Prophet sagte: Welches Fleisch? Sie erwiderten: Wir kochen das Fleisch der zahmen Esel. Da sagte der Prophet: Werft es aber weg und brecht die Topfe, in dem es gekocht wird!

    Ein Mann sagte dem Propheten: Dürfen wir das Fleisch wegwerfen und die Töpfe waschen? Der Prophet sagte: Ja, das geht. Danach reihten sich die Leute zum Kampf ein. Das Schwert von Amer war ziemlich kurz. Er wollte damit einen Juden ins Bein stechen, aber sein Schwert machte einen Rückstoß und verletzte ihn am Knie. Er starb an dieser Wunde.

    Wir kehrten zurück. Salama nahm mich bei der Hand, und sagte: Als der Gesandte Allahs mich schweigend sah, fragte er mich: Was ist los mit dir? Ich erwiderte: Mein Vater und meine Mutter mögen für dich zum Opfer fallen. Sie behaupteten, dass die gute Tat von Amer zunichte geworden sei. Der Prophet sagte: Wer behauptete es? Ich sagte: Soundso und Usaid Ibn Hudair Al-Ansary. Da sagte der Prophet: Wer das gesagt hat, der hat aber gelogen. Für ihn gibt es aber verdoppelten Lohn. Er ermüdete sich bei der Anbetung Allahs und opferte sich auf dem Wege Allahs. Ein Araber, der diese Eigenschaften noch besitzt, ist kaum zu finden.

    Al-Bara berichtete: Am Tag der Schlacht von Al-Ahzab (die Grabenschlacht) trug der Gesandte Allahs den Sand mit uns weg, so dass die Weiße seines Bauches mit Staub bedeckt war. Dabei trug er folgende Verse vor: O Allah, es sei aber Dein Wille, Nach dem wir rechtgeleitet wurden, Almosen ausgaben und das Gebet Verrichteten. Schenke uns aber Ruhe Und Frieden. Unsere Leute lehnten ab, uns zu folgen! Der Überlieferer unterbrach hier und fügte hinzu: Der Prophet hat vielleicht gesagt: Die Häuptlinge der Stämme lehnten ab, uns zu folgen. Wollten sie einen Aufruhr verursachen Verweigerten wir ihn. Dabei erhob der Prophet seine Stimme mit diesen Versen.

    Sahl Ibn Sad berichtete: Der Gesandte Allahs kam zu uns, während wir den Graben ausschaufelten und den Sand auf den Schultern wegtrugen. Der Gesandte Allahs sagte: O Allah mein Gott! Das wahre Leben ist doch das Leben im Jenseits, so sei gnädig mit den muslimischen Auswanderern aus Makka und den muslimischen Helfern von Madina.

    Anas Ibn Malik berichtete: Der Prophet sagte: O Allah! Das wahre Leben ist doch das Leben im Jenseits, So sei Al-Ansar und Al-Muhadschirun gnädig.

    Salama Ibnal Akwa berichtete: Ich zog hinaus, bevor zum Morgengebet aufgerufen wurde. Zu dieser Zeit weideten die Milchkamelstuten des Gesandten Allahs an Zu-Qarad. Ein Diener von Abdu-r-Rahman Ibn Auf begegnete mir und sagte: Die Milchkamelstuten des Gesandten Allahs wurden geraubt! Ich fragte: Wer hat sie geraubt?

    Er sagte: Ghatfan. Dreimal schrie ich so laut zur Hilfe, bis jeder Mensch in Madina mich hörte. Dann stürzte ich los, bis ich sie noch in Zu-Qarad einholte. Sie waren dabei, die geraubten Tiere zu tränken. Ich schoss mit Pfeilen auf sie und rief: Ich bin Al-Akwa! Heute ist der Tag Eures Untergangs, ihr Schurken! Ich setzte das Singen fort, bis ich die Kamelstuten retten konnte, und auch dreißig Obergewänder von ihnen als Beute nehmen konnte.

    Der Prophet Allahs kam mit den Leuten. Ich sagte: O Prophet Allahs, die Leute waren sehr durstig! Aber ich habe sie bedrängt. Schicke Leute zu ihrer Verfolgung los! Er sagte: O Ibnal Akwa, du hast alles besessen. Sei dann gnädig! Wir kehrten zurück, und der Gesandte Allahs saß hinter mir auf seiner Kamelin, bis wir in Madina eintraten.

    Anas Ibn Malik berichtete: Wenn der Gesandte Allahs in eine Schlacht zog, nahm er Umm Sulaim und einige Frauen von den Ansar mit. Sie tränkten die Kämpfer und pflegten die Verwundeten.

    Buraida berichtete: Der Gesandte Allahs zog zum Kampf neunzehn Mal aus. Nur acht Mal kam es zum Kampf.

    Salama berichtete: Ich schloss mich sieben Kriegszügen unter der Führung vom Gesandten Allahs an. Ich nahm auch an neun Kampftruppen teil, die er geschickt hat; einmal unter der Führung von Abu Bakr, und ein anderes Mal unter der Führung von Usama Ibn Zaid.

    Abu Musa berichtete: Wir brachen mit dem Gesandten Allahs zum Kampf auf. Wir waren sechs Männer und hatten nur ein Kamel, auf dem wir wechselweise ritten. Wir gingen solange zu Fuß, dass Unsere Füße rissig wurden. Meine Füße waren auch rissig geworden, und die Nägel fielen mir aus. Deshalb legten wir Tücher um unsere Füße. So wurde diese Schlacht Zater-Riqa genannt, da wir unsere Füße mit Tüchern verbunden haben.

  • Das Buch der Pilgerfahrt

    Das Buch der Pilgerfahrt

    [Sahih Muslim, Kapitel 15]

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Einmal fragte ein Mann: O Gesandter Allahs, was für Kleidung darf der Mann anziehen, wenn er sich im Weihezustand befindet? Der Gesandte Allahs sagte: Ihr dürft folgendes nicht anziehen: das Hemd, den Turban, die Hose, den Burnus und die Lederstrümpfe; es sei denn, daß man keine Sandalen findet. In diesem Fall darf man Lederstrümpfe anziehen, aber erst nachdem man sie zuvor unterhalb der Knöchel durch Abschneiden des Leders freigemacht hat. Ferner dürft ihr noch keine Kleidung tragen, welche Spuren von Färbungen durch Safran oder Wars haben.

    Ibn Abbas berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen, als er die Predigt hielt: Wer den Lendenschurz nicht finden kann, darf die Hose anziehen. Wenn man keine Sandalen findet, darf man die Lederstrümpfe anziehen. Damit meinte er denjenigen, der sich im Weihezustand befindet.

    Yala Ibn Umayya berichtete: Einmal kam ein Mann mit einem langen, von vorn geöffneten Gewand, das Spuren von Khaluq oder Sufra zeigte, zum Propheten in Al-Girana und fragte ihn: Welche Zeremonien habe ich bei der Besuchsfahrt zu unternehmen? In diesem Augenblick wurde es dem Propheten offenbart. Mit einem Tuch deckte man ihn zu. Ich sagte: Ich wollte den Propheten gern einmal sehen, während ihm offenbart wurde. Da rief mich Umar und sagte: Macht es dich froh, den Propheten zu sehen, wenn ihm offenbart wird? Da ging ich zu `Umar, der das eine Ende des Tuches ein wenig in die Höhe hob, und demnach konnte ich den Propheten betrachten. Er schnarchte.

    Ich (ein späterer Überlieferer) glaube, er sagte: Er schnarchte wie ein junges Kamel! Dann erzählte er weiter: Als die Offenbarung vorüber war, fragte der Prophet: Wo ist denn der Mann, der sich nach der Besuchsfahrt erkundigen will? Nachdem man ihn auf jenen Mann verwiesen hatte, wandte er sich ihm zu und sagte: Wasche die Sufra oder den Khaluq ab und zieh dein Gewand aus! Dann verrichte bei der Besuchsfahrt dieselben Riten wie bei der Wallfahrt!

    Ibn Abbas berichtete: Zum Anlegen des Ihrams nannte der Prophet Zul-Hulaifa für die Pilger als den Ort, ab dem die Bewohner von Medina den Ihram anlegen sollen. Zu demselben Zweck nannte er auch Al-Guhfa für die Leute aus Syrien, Qarnu-l-Manazil für die Leute aus Nagd und Yalamlam für die Leute aus dem Jemen.

    Er sagte: Diese Orte gelten als Ausgangspunkte nicht nur für die dortigen Bewohner, sondern auch für die Reisenden, die die Pilgerfahrt oder die Besuchsfahrt unternehmen wollen und den Ihram noch nicht angelegt haben. Wer sich aber in einer Entfernung befindet, die näher liegt als diese Orte, oder zu den Bewohnern von Mekka gehört, der soll den Ihram von einem dieser genannten Orte anlegen.

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Die Bewohner von Medina sollen den Ihram anlegen, wenn sie Zul-Hulaifa erreichen. Diejenigen aus Asch-Scham sollen den Ihram in Al-Guhfa anlegen und die Leute aus Nagd in Qarn. Ich erfuhr dann, dass der Gesandte Allahs auch sagte: Und die Leute aus dem Jemen sollen den Ihram in Yalamlam anlegen.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Die Talbiya des Gesandten Allahs hieß folgendermaßen: (Labbaika-llahumma labbik. Labbaika la Scharika laka labbaik. Inna-l-Hamda wan-Ni`mata, laka wal-Mulk. La Scharika lak.) (O Allah, da bin ich eilend zu Dir gekommen; da bin ich. Da bin ich zu Dir gekommen, Teilhaber hast Du nicht, und da bin ich. Wahrlich, alles Lob gebührt Dir, die Gnade ist nur von Dir, und das Königreich gehört nur Dir. Teilhaber hast Du nicht.)

    Ibn Umar berichtete: Ihr behauptet, dass eure Baida der Ort sei, ab dem der Gesandte Allahs den Ihram angelegt habe. Der Gesandte Allahs legte seinen Ihram erst ab dem Ort ab, der in der Nähe von der Moschee liegt; nämlich Dhul-Hulaifa.

    A´ischa berichtete: Ich parfümierte den Gesandten Allahs als er den Ihram anlegte und als er sich davon befreite, und zwar bevor er den Umlauf der Ka`ba unternahm.

    As-Sab Ibn Gathama Al-Laithiy berichtete: Er schenkte dem Gesandten Allahs einen Wildesel, während dieser in Al-Abwaa oder in Waddan war. Der Gesandte Allahs lehnte ihn anzunehmen ab. Er berichtete weiter: Als der Gesandte Allahs die Enttäuschung in mein Gesicht sah, sagte er: Wir lehnten ihn anzunehmen ab, nur weil wir im Weihezustand sind.

    Ibn Abbas berichtete: As-Sab Ibn Gathama schenkte dem Propheten einen Wildesel, während dieser im Weihezustand war. Der Prophet lehnte ihn anzunehmen ab und sagte zu dem Mann: Wären wir nicht im Weihezustand gewesen, dann hätten wir ihn doch von dir angenommen.

    Abu Qatada berichtete: Als wir einmal mit dem Gesandten Allahs hinauszogen, kamen wir in Al-Qaha an. Einige von uns waren im Weihezustand für die Pilgerfahrt, andere waren aber nicht. Ich bemerkte, dass meine Gefährten etwas ansahen. So warf ich auch mal einen Blick. Es war ein Wildesel. Da legte ich dem Pferd den Sattel auf, nahm meine Lanze und ritt auf dem Pferd. Dabei fiel meine Peitsche herunter. Ich sagte zu meinen Gefährten, die im Weihezustand waren: Reicht mir die Peitsche hoch, bitte! Sie verweigerten sich aber und sagten: Bei Allah, wir werden dir dabei nicht um das geringste helfen. So stieg ich ab, nahm die Peitsche und ritt wieder auf meinem Pferd.

    Da begann ich den Wildesel zu verfolgen, bis ich ihn erreichte, als er hinter einem Hügel stand. Ich stach ihn mit meiner Lanze und schnitt ihm die Sehnen durch. Danach brachte ich die Jagdbeute zu meinen Gefährten. Die einen sagten: Esst davon!, aber die anderen sagten: Esst davon nicht! Der Prophet war eine Strecke vor uns entfernt. Ich beschleunigte mein Pferd, um ihn einzuholen. Als ich ihn einholte und danach fragte, antwortete er: Es ist erlaubt! Esst davon!

    Aischa, Gattin des Propheten berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Vier bösartige muss man töten, abgesehen davon, ob man sich im Ihram-Zustand befindet oder nicht. Diese sind: die Gabelweih, die Krähe, die Ratte und der bissige Hund.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Prophet sagte: Es ist kein Vergehen, wenn man fünf Tiere tötet, abgesehen davon, ob sie im Schutzgebiet in Mekka zu finden sind, oder ob man im Weihezustand ist. Diese sind: die Ratte, der Skorpion, die Krähe, die Gabelweihe und der reißende Hund.

    Kab Ibn Ugra berichtete: Der Gesandte Allahs kam zu mir zur Zeit des Al-Hudaibiya-Abkommens, während ich Feuer unter den Kochtöpfen anzündete. Dabei krochen die Läuse auf mein Gesicht. Da fragte mich der Gesandte Allahs: Schaden dir die Ungeziefer, die in deinem Kopf sind? Ich erwiderte: Ja. Da sagte er: Rasiere denn deinen Kopf und faste drei Tage, oder speise sechs Arme, oder opfere ein Schlachttier für Allah!

    Ibn Abbas berichtete: Der Prophet ließ sich durch Aderlass behandelt werden, während er sich im Ihram-Zustand befand.

    Ibn Buhaina berichtete: Der Prophet ließ sich durch Aderlass mitten im Kopf behandelt werden, während er sich im Ihram-Zustand befand, und zwar auf dem Weg nach Mekka.

    Der Hadith von Abu Ayyub Al-Ansariy: Abdullah Ibn Hunain berichtete: Abdullah Ibn Abbas sandte mich an Abu Ayyub Al-Ansariy, den ich sich zwischen den zwei Stangen des Brunnens waschend fand, wobei er sich hinter einem Gewand verbarg. Ich begrüßte ihn. Er sagte: Wer ist das? Ich erwiderte: Das ist Abdullah Ibn Hunain.

    Abdullah Ibn Abbas sandte mich an dich, um dich danach zu fragen: Wie pflegte der Gesandte Allahs seinen Kopf zu waschen, während er im Ihram-Zustand war? Abu Ayyub legte seine Hand auf das Gewand und ließ es herunter, bis ich seinen Kopf sehen konnte. Dann sagte er zu demjenigen, der Wasser schüttete: Schütte mir Wasser! Da schüttete er ihm Wasser über den Kopf. Abu Ayyub bewegte seinen Kopf mit seinen Händen, wobei er seine Hände sowie nach vorn und als auch nach hinten bewegte. Dann sagte er: So sah ich den Gesandten Allahs machen.

    Ibn Abbas berichtete: Ein Mann, der sich im Ihram-Zustand befand, fiel vom Rücken seines Reittiers herab, brach dadurch sein Genick und starb. Der Prophet sagte: Wascht ihn mit Wasser und Lotuswasser, hüllt ihn in seine beiden Tücher und bedeckt seinen Kopf nicht; denn Allah wird ihn am Jüngsten Tag auferwecken, wobei er die Talbiya aussprechen wird.

    Aischa berichtete: Einmal trat der Gesandte Allahs bei Dubaa Bint Az-Zubair und sagte zu ihr: Hast du beabsichtigt, die Pilgerfahrt zu unternehmen? Sie erwiderte: Bei Allah, ich habe es vor, aber ich fühle mich nicht wohl. Da sagte er zu ihr: Dann unternimm die Pilgerfahrt unter der Bedingung, dass du sagst: O Allah, ich befreie mich vom Ihram, wo Du mich zurückhältst. Sie war die Frau von Al-Miqdad.

    Aischa berichtete: Wir gingen mit dem Gesandten Allahs im Jahr der Abschiedspilgerfahrt hinaus. Wir nahmen den Ihram-Zustand für eine Besuchsfahrt an. Dann sagte der Gesandte Allahs: Wer sein Opfertier mitgebracht hat, der muss die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt mit demselben Ihram unternehmen und sich vom Ihram-Zustand erst befreien, nachdem er die beiden vollzogen hat.

    Als ich in Mekka ankam, war ich menstruierend. Daher konnte ich weder den Umlauf der Kaaba noch den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa verrichten, worüber ich beim Gesandten Allahs klagte. Er sagte mir: Löse dir das Haar auf und kämme es, nimm den Ihram für die Pilgerfahrt an und verzichte nun auf die Besuchsfahrt! Ich habe das getan.

    Nachdem wir die Pilgerfahrt vollzogen hatten, schickte mich der Gesandte Allahs mit Abdu-r-Rahman Ibn Abu Bakr nach At-Taniem und sagte: Das ist der Ort, von dem du den Ihram für deine Besuchsfahrt annehmen kannst. So vollzog ich auch die Besuchsfahrt.

    Diejenigen, die den Ihram nur für die Besuchsfahrt annahmen, verrichteten den Umlauf um die Ka`ba und den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa. Dann befreiten sie sich vom Ihram und verrichteten einen anderen Umlauf für die Pilgerfahrt, nachdem sie von Mina zurückgekehrt waren. Diejenigen aber, die die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt kombinieren wollten, verrichteten nur einen Umlauf.

    Abdu-r-Rahman Ibn Abu Bakr berichtete: Der Prophet befahl ihm, Aischa hinter ihm reiten zu lassen, damit sie den Ihram von At-Taniem abnehmen konnte.

    Dschabir berichtete: Wir gingen mit dem Gesandten Allahs mit dem Vorsatz, nur die Pilgerfahrt zu unternehmen, während Aischa mit dem Vorsatz kam, die Besuchsfahrt und die Pilgerfahrt mit demselben Ihram zu kombinieren. In Sarif menstruierte Aischa. Als wir eintrafen, umliefen wir die Ka`ba und verrichteten den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa. Dann befahl der Gesandte Allahs denjenigen, die keine Opfertiere bei sich hatten, sich vom Ihram-Zustand zu befreien.

    Wir fragten: Was für Befreiung? Er antwortete: Völlige Befreiung. So hatten wir Geschlechtsverkehr mit unseren Ehefrauen, parfümierten uns und zogen unsere normale Kleidung an. Das ereignete sich vier Tage vor Arafa. Dann nahmen wir den Ihram am Tarwija-Tag wieder an. Der Gesandte Allahs kam zu Aischa und fand sie weinend. Er fragte sie: Was ist mit dir los? Sie antwortete: Ich habe meine Tage.

    Daher habe ich mich vom Ihram-Zustand nicht gelöst, obwohl die Leute das schon gemacht hatten. Und ich lief die Kaaba nicht um, während die Leute jetzt zur Verrichtung der Pilgerfahrt gehen. Er sagte: Das ist eine Sache, die Allah den Töchtern Adams vorgeschrieben hat. So wasch dich und nimm den Ihram für die Pilgerfahrt an! Aischa hat das gemacht und die Riten der Pilgerfahrt vollzogen.

    Und als sie sich reinigte, unternahm sie den Umlauf der Kaaba und den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa. Der Prophet sagte dann zu ihr: Hast du dich von dem Ihram-Zustand für beide – die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt – befreit? Da sagte sie: O Gesandter Allahs, ich fühle, dass ich das Umlaufen der Kaaba nur bei der Pilgerfahrt verrichtete. Da sagte der Prophet: Nimm sie, o Abdu-r-Rahman und lass sie von At-Taniem ihre Besuchsfahrt unternehmen! Das war in der Nacht von Al-Hasba.

    Der Hadith von Dschabir Ibn Abdillah: Ata berichtete: Ich hörte unter einer Gruppe Dschabir Ibn Abdillah folgendes erzählen: Wir, die Gefährten Muhammads legten den Ihram nur für die Pilgerfahrt an. Am 4. des Monats Zul-Hidscha befahl uns der Prophet uns vom Ihram-Zustand zu befreien, wobei er sagte: Befreit euch vom Ihram-Zustand und schlaft mit euren Frauen! Ata sagte: Er verpflichtete sie nicht dazu, sondern erlaubte es ihnen. Wir sagten: Fünf Tage vor unserer Ankunft in Arafa befahl uns der Prophet Geschlechtsverkehr mit unseren Frauen zu haben. So kamen wir in Arafa in solch einem durch den nahen Geschlechtsverkehr entstandenen Zustand, und zwar dass wir Samenerguss hatten.

    Ata fügte hinzu: (Dschabir deutete darauf mit der Hand und ich bemerkte als sähe ich seine Hand in Bewegung.) Dschabir erzählte weiter: Der Prophet stand unter uns und sagte: Ihr wisst schon, dass ich der Wahrheitstreuste, der Frommste und derjenige unter euch, der Allah am stärksten fürchtet. Und hätte ich keine Opfertiere bei mir gehabt, dann hätte ich mich vom Ihram-Zustand befreit, genauso wie ihr, und hätte ich das gewusst, was ich später wusste, dann hätte ich die Opfertiere nicht mitgebracht. So löst euch vom Ihram-Zustand! Also haben wir uns vom Ihram-Zustand befreit, auf den Propheten gehört und ihm gehorcht.

    Dann kam Ali mit der Steuereinnahme. Der Prophet fragte ihn: Mit welchem Vorsatz hast du den Ihram angelegt? Ali antwortete: Mit diesem des Propheten. Der Gesandte Allahs sagte zu ihm: Dann schlachte deine Opfertiere und behält den Ihram-Zustand. Ali schlachtete seine Opfertiere und schenkte dem Propheten eins. Suraqa Ibn Malik Ibn Guschum sagte: O Gesandter Allahs! Gilt das nur für dieses Jahr oder auf ewig? Er antwortete: Auf ewig.

    Aischa berichtete: Quraish und diejenigen, die dessen Religion folgten, pflegten in der vorislamischen Zeit in Muzdalifa zu verweilen. Man nannte sie Al-Hums (die streng Frommen). Die übrigen Araber pflegten in Arafa zu verweilen. Zur Zeit des Islams hat Allah Seinem Propheten befohlen, in Arafat zu verweilen und davon weiterzueilen, wie es im Koran heißt: Dann eilt dorthin weiter, von wo die Menschen weitereilen. [Quran 2:199]

    Gubair Ibn Mutim berichtete: Ich verlor ein Kamel und ging am Tag von Arafa es suchend heraus. Da sah ich den Gesandten Allahs mit den Leuten auf Arafa stehen. Da sagte ich: O! Bei Allah, er gehört zu den Al-Hums! Was macht er denn da? Quraish wurde damals für einen von den Hums gehalten.

    Abu Musa berichtete: Ich kam zum Gesandten Allahs als er in Batha gelagert war. Er fragte mich: Hast du die Pilgerfahrt unternommen? Ich antwortete: Ja! Er sagte: Mit welchem Vorsatz hast du den Ihram angelegt? Ich sagte: Labbaika! Hier komme ich mit dem Vorsatz wie dem des Propheten. Er sagte: Du hast gut gemacht. Verrichte denn den Umlauf der Ka`ba und den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa und dann löse dich vom Ihram-Zustand!

    So lief ich um die Kaaba herum und zwischen As-Safa und Al-Marwa. Dann ging ich zu einer Frau von Banu Qais, die mich entlauste. Dann nahm ich den Ihram noch einmal für die Pilgerfahrt an. Demnach pflegte ich den Menschen Rechtsgutachten über die Pilgerfahrt zu geben, bis es das Kalifat von Umar war. Alsdann sagte ein Mann zu mir: O Abu Musa! oder O Abdullah Ibn Qais! Hält ein bisschen mit der Abgabe deiner Rechtsgutachten zurück. Du weißt doch nicht, was der Fürst der Gläubigen in die Riten nach dir eingeführt hat.

    Da sagte ich: O ihr Menschen! Wen wir ein Rechtsgutachten gegeben haben, der soll warten, da der Fürst der Gläubigen zu euch kommen wird, und ihm sollt ihr folgen. Umar kam danach und ich habe ihm das mitgeteilt. Er sagte: Befolgen wir das Buch Allahs, finden wir, dass es uns befiehlt, die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt zu vollenden. Und befolgen wir die Sunnah des Gesandten Allahs finden wir, dass der Gesandte Allahs sich vom Ihram-Zustand gelöst hat, erst nachdem das Opfertier seinen Bestimmungsort erreicht hatte.

    Umar berichtete: Abu Musa sagte, dass er Rechtsgutachten über At-Tamattu zu geben pflegte. Einmal sagte ein Mann zu ihm: Hält ein bisschen mit der Abgabe deiner Rechtsgutachten zurück. Du weißt doch nicht, was der Fürst der Gläubigen in die Riten nach dir eingeführt hat. Später begegnete er ihm und fragte ihn danach. Umar erwiderte: Ich weiß schon, dass der Prophet und seine Gefährten das gemacht hatten. Ich aber verabscheute, dass ein Mann mit seiner Frau unter den Schatten der Bäume geschlechtlich verkehrt und die Pilgerfahrt dann beginnt, während das Wasser von seinem Kopf noch tröpfelt.

    Der Hadith von Ali: Abdullah Ibn Schaqieq berichtete: Uthman pflegte, At-Tamattu zu verbieten, während Ali es zu erlauben pflegte. Einmal sagte er zu Ali ein paar Worte. Da sagte Ali: Du weißt, dass wir zur Zeit des Gesandten Allahs Tamattu gemacht haben. Uthman sagte: Ja, aber wir hatten damals Angst.

    Der Hadith von Imran Ibn Hussain: Mutarif berichtete: Imran Ibn Hussain sagte mir: Heute erzähle ich dir einen Hadith, der dir in Zukunft nützen wird. Der Hadith ist, dass der Gesandte Allahs einige von seiner Familie den Ihram für die Besuchsfahrt in den ersten zehn Tagen des Dhul-Hidscha anlegen ließ. Kein Koranvers wurde offenbart, um das zu abrogieren. Bis zum Tod des Gesandten Allahs verbot er es auch nicht. Falls jemand eine andere Meinung darüber hat, dann ist das eine persönliche Meinung.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: In der Abschiedspilgerfahrt unternahm der Gesandte Allahs das At-Tamattu und schlachtete die Opfertiere, die er von Zul-Hulaifa mitgebracht hat. Zuerst nahm der Gesandte Allahs den Ihram für die Besuchsfahrt an und dann noch einmal für die Pilgerfahrt. Die Leute unternahmen mit ihm das At-Tamattu. Die einen von ihnen haben die Opfertiere schon mitgebracht; die anderen aber nicht. Als der Gesandte Allahs in Mekka ankam, sagte er zu ihnen:

    Wer von euch die Opfertiere mitgebracht hat, der darf seinen Ihram-Zustand nicht beenden, bis er die Pilgerfahrt verrichtet. Wer aber keine Opfertiere mitgebracht hat, der soll die Kaaba umschreiten, zwischen As-Safa und Al-Marwa laufen, das Haar schneiden, seinen Ihram-Zustand für die Besuchsfahrt dann beenden, einen neuen Ihram für die Pilgerfahrt anlegen und Opfertiere schlachten. Wer sich die Opfertiere nicht leisten kann, der soll drei Tage während der Pilgerfahrt und noch sieben andere nach seiner Rückkehr in die Heimat fasten.

    Der Gesandte Allahs verrichtete die Umschreitung, als er in Mekka ankam. Zuerst küsste er die Ecke der Kaaba, umlief sie dreimal und dann geht die übrigen vier Umläufe herum. Als er die Umschreitung vollzog, verrichtete er zwei Rakkas beim Standplatz des Abraham und sprach dann die Abschlussformel des Gebets, und zwar: As-Salamu Alaikum. Er ging dann zum Hügel As-Safa und lief siebenmal zwischen den Hügeln As-Safa und Al-Marwa. Er beendete seinen Ihram-Zustand nicht, bis er die Pilgerfahrt verrichtete und das Opfertier am Opfertag schlachtete. Danach eilte er weiter und umschritt die Kaaba. Dann wurde ihm alles erlaubt, was ihm im Ihram-Zustand verboten war. Wer unter den Leuten die Opfertiere mitgebracht hat, der machte das Gleiche wie der Gesandte Allahs.

    `A´ischa, Gattin des Propheten berichtete: Der Gesandte Allahs unternahm das At-Tamattu` (die Trennung zwischen der Besuchsfahrt und der Pilgerfahrt durch Lösung des Ihrams); und die Leute haben das gemacht.

    Hafsa, Gattin des Propheten berichtete: Ich sagte zum Gesandten Allahs: O Gesandter Allahs, warum hast du dich vom Ihram-Zustand nach der Besuchsfahrt nicht befreit, obwohl die Leute sich schon vom Ihram-Zustand befreit haben? Er sagte: Ich klebte mein Haar zusammen und bestimmte die Opfertiere. So werde ich mich vom Ihram-Zustand erst nach Schlachtung der Opfertiere befreien.

    Der Hadith von Abdullah Ibn Umar: Nafi berichtete, dass Abdullah Ibn Umar beim Aufruhr aufbrach, um die Besuchsfahrt zu verrichten. Er sagte: Falls wir am Erreichen des Hauses gehindert werden, dann machen wir genauso, wie wir zur Zeit des Gesandten Allahs gemacht haben. So nahm er den Ihram für die Besuchsfahrt an und machte sich auf den Weg, bis er sich der Wüste Al-Baida´ näherte.

    Da wandte er sich seinen Mitreisenden zu und sagte: Ich nehme euch zu meinen Zeugen, dass ich mich verpflichte, beide, die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt, zu unternehmen, denn ihre Angelegenheit ist dieselbe. Er ging dann fort, führte die sieben Umschreitungen der Ka`ba durch und lief siebenmal zwischen den beiden Hügeln As-Safa und Al-Marwa. Zudem machte er nichts; er glaubte, dass das genug war. Er schlachtete auch das Opfertier.

    Anas berichtete: Ich hörte den Propheten die Formel der Talbiya (Labbaika Allahuma Labbaik) = (Hier komme ich, o Herr! Hier komme ich, o Herr!) für beide – die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt – zusammen aussprechen.

    Ibn Umar berichtete: Als der Gesandte Allahs in Mekka ankam, lief er um die Ka`ba siebenmal herum. Darauf betete er zwei Rakkas hinter Al-Maqaam (Standplatz Abrahams) und verrichtete anschließend den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa. Wirklich, der Gesandte Allahs ist für euch das beste Vorbild!

    Aischa berichtete: Als der Gesandte Allahs in Mekka zur Verrichtung der Pilgerfahrt ankam, unternahm er als erstes die Gebetswaschung und dann umlief er das Haus.

    Der Hadith von Asma: Abdullah, der Diener von Asma Bint Abu Bakr, sagte, dass jedes Mal wenn Asma an Al-Hagun vorbeiging, pflegte sie zu sagen: Allah möge Seinem Gesandten Segen und Heil schenken! Wir verweilten hier mit ihm. An jenem Tag hatten wir leichte Lasten, wenige Reittiere und kleine Reisevorräte. Ich verrichtete die Besuchsfahrt und so machten meine Schwester, Az-Zubair, Soundso und Soundso. Nachdem wir die Ka`ba mit der Hand gestrichen hatten, beendeten wir den Ihram-Zustand. An demselben Abend legten wir den Ihram für die Pilgerfahrt wieder an.

    Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs nahm den Ihram für eine Besuchsfahrt an, während seine Gefährten den Ihram für die Pilgerfahrt annahmen. So beendeten der Gesandte Allahs und die einen Gefährten, die ihre Opfertiere mitbrachten, den Ihram-Zustand nicht, während die anderen übrigen Gefährten sich vom Ihram-Zustand befreiten. Talha Ibn Ubaidillah war unter denjenigen, die ihre Opfertiere mitbrachten. Deshalb befreite er sich vom Ihram-Zustand nicht.

    Ibn Abbas berichtete: Sie haben die Besuchsfahrt in den Monaten der Pilgerfahrt als eine der sündigsten Sachen auf der Erde angesehen. Sie verwechselten den Monat Muharram mit dem Safar und sagten: Wenn sich die Kamele ausruhen und ihre Rücken wieder wohl werden, und wenn die Spuren der Pilger von den Wegen verschwinden und der Monat Safar zu Ende geht, dann darf man die Besuchsfahrt verrichten.

    Am vierten Tag des Monats Dhul-Hidscha kamen der Gesandte Allahs und seine Gefährten im Ihram-Zustand für die Pilgerfahrt. Der Gesandte Allahs befahl ihnen, den Ihram für die Besuchsfahrt anstatt der Pilgerfahrt anzunehmen. Das war ihnen unfassbar; deshalb fragten sie den Gesandten Allahs: Welche Befreiung meinst du? Er erwiderte: Die völlige Befreiung vom Ihram.

    Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs verrichtete das Mittagsgebet in Dhul-Hulaifa. Er ließ dann seine Kamelin zu sich kommen, verletzte sie auf der rechten Seite ihres Höckers und entfernte dann das Blut von ihr. Er bekränzte sie dann, wobei er zwei Sandalen zu ihrem Hals band. Danach ritt er auf seiner Reitkamelin. Als er Al-Baida´ erreichte, sprach er das Talbiya für die Pilgerfahrt aus.

    Ibn Abbas berichtete: Muawiya sagte zu mir: Weißt du, dass ich ein paar Haare des Gesandten Allahs beim Hügel Al-Marwa mit Hilfe eines Pfeils mit breiter Spitze abgeschnitten habe? Ich erwiderte: Ich weiß das nur als ein Argument gegen dich!

    Anas berichtete: Als Ali von dem Jemen kam, fragte ihn der Prophet: Mit welchem Vorsatz hast du den Ihram angelegt? Ali erwiderte: Ich legte ihn mit dem gleichen Vorsatz wie dem des Propheten an. Da sagte der Gesandte Allahs: Hätte ich keine Opfertiere mitgebracht, hätte ich den Ihram-Zustand beendet!

    Anas berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: (Ich bin hier, Dir zu Diensten, o Allah, zur Besuchsfahrt und zur Pilgerfahrt – Ich bin hier, Dir zu Diensten, o Allah, zur Besuchsfahrt und zur Pilgerfahrt) So nahm er mit diesen Worten den Ihram-Zustand für beide, die Besuchsfahrt und die Pilgerfahrt, an.

    Anas berichtete: Viermal vollzog der Gesandte Allahs die Besuchsfahrt. Jedes Mal war es im Monat Dhul-Qida mit Ausnahme jener Besuchsfahrt, die er in Verbindung mit seiner Pilgerfahrt verrichtete. Diese Besuchsfahrten waren: Die eine, die von Al-Hudaibiya oder zur Zeit des Al-Hudaibiya-Abkommens war; die zweite fand im folgenden Jahr statt; die dritte war die von Girana, als er die Beute des Kriegszugs von Hunain verteilte; und die letzte Besuchsfahrt verrichtete er zusammen mit der Abschiedspilgerfahrt.

    Der Hadith von Zaid Ibn Arqam: Abu Ishaq berichtete: Ich fragte Zaid Ibn Arqam: An wie vielen Kriegszügen hast du mit dem Gesandten Allahs teilgenommen? Er sagte: siebzehn. Zaid Ibn Arqam erzählte mir auch, dass der Gesandte Allahs neunzehn Kriegszüge unternahm und nur eine einzige Pilgerfahrt nach seiner Auswanderung aus Mekka verrichtete, nämlich die Abschiedspilgerfahrt.

    Der Hadith von Aischa: Urwa Ibn-az-Zubair berichtete: Einmal saßen Ibn Umar und ich und stützten uns dabei auf die Wand des Zimmers Aischas. Wir konnten sie ihren Mund mit einem Siwak säubern hören. Ich sagte dann: O Abu Abdu-r-Rahman, hat der Prophet die Besuchsfahrt im Ragab verrichtet? Er antwortete: Ja!

    Da sagte ich zu Aischa: O Mutter, hörst du nicht, was Abu Abdu-r-Rahman sagt? Sie fragte: Und was sagt er? Ich sagte: Er sagt, der Prophet habe die Besuchsfahrt im Monat Ragab verrichtet. Da sagte sie: Allah möge Abu Abdu-r-Rahman vergeben! Bei meinem Leben, der Prophet hat die Besuchsfahrt nie im Ragab verrichtet. Er hat sie auch nie verrichtet, ohne von begleitet zu werden. Ibn `Umar hörte das, und sagte weder Ja noch Nein, sondern blieb schweigend.

    Der Hadith von Ibn Abbas: Ata Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte einmal zu einer Frau von den Ansar, die Ibn Abbas nannte und deren Namen ich trotzdem vergaß: Was hinderte dich daran, die Pilgerfahrt mit uns zu vollziehen? Die Frau antwortete: Wir haben nur zwei Kamele: das eine Kamel, auf dem mein Mann und mein Sohn zur Pilgerfahrt ritten, und das andere Kamel, auf dem das Wasser herbeigeschafft wird. Da sagte ihr der Prophet: Wenn der Ramadan kommt, vollziehe in ihm die Besuchsfahrt; denn der Lohn einer Besuchsfahrt im Ramadan gleicht dem einer Pilgerfahrt!

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs pflegte aus durch den Schagara-Weg herauszukommen und durch den Weg von Al-Muarras hereinzukommen. Andererseits pflegte er in Mekka durch den oberen Engpass hereinzukommen und durch den unteren Engpass herauszukommen.

    Aischa berichtete: Als der Prophet nach Mekka kam, kam er durch den oberen Engpass herein und durch den unteren Engpass heraus.

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs übernachtete in Zu-Tuway. Als es morgen wurde, betrat er Mekka erst dann.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs richtete sein Gesicht auf die zwei Durchgänge des Berges, der ihn vom langen Berg trennte, in Richtung der Kaaba. Dadurch lag die dort aufgebaute Moschee auf der linken Seite der am Ende des schwarzen Hügels gebauten Moschee. Die Gebetsstätte des Gesandten Allahs lag darunter und zwar auf dem schwarzen Hügel. Er verließ etwa zehn Ellen vom schwarzen Hügel, dann stand mit seinem Gesicht auf Richtung der zwei Durchgänge des langen Berges, der zwischen ihm und der Kaaba lag, und verrichtete das Gebet.

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs pflegte beim ersten Umlaufen der Kaaba die ersten drei Umrundungen im Laufschritt zu verrichten und die übrigen vier normal zu gehen. Er pflegte auch in den Talboden beim Verrichten des Laufes zwischen As-Safa und Al-Marwa zu laufen.

    Der Hadith von Ibn Abbas: Abu-t-Tufail berichtete: Ich sagte zu Ibn Abbas: Gehört es wirklich zu der Sunnah, dass man bei den ersten drei Umschreitungen der Kaaba laufen und bei der übrigen vier gehen soll? Deine Leute behaupten, dieses Vergehen gehöre zur Sunnah. Er erwiderte: Sie sagten die Wahrheit und sie logen. Da sagte ich: Was soll denn das bedeuten? Er erwiderte: Als der Gesandte Allahs und seine Gefährten nach Mekka kamen, sagten die Götzendiener: Muhammad und seine Gefährten können die Ka`ba wegen ihrer Abmagerung nicht umschreiten. Sie waren damals von Neid erfüllt.

    Daher befahl der Gesandte Allahs seinen Gefährten, um die Kaaba dreimal zu laufen und viermal zu gehen. Ich sagte ihm weiter: Teil mir denn mit, ob es auch zur Sunnah gehört, dass man den Lauf zwischen den beiden Hügeln As-Safa und Al-Marwa reitend verrichtet! Deine Leute behaupten, dass das zur Sunnah gehöre. Er erwiderte: Sie sagten die Wahrheit und sie logen auch. Ich sagte: Was soll das denn bedeuten?

    Er sagte: Ungeheure Menschenmengen sammelten sich um den Gesandten Allahs so dass sogar die Jungfrauen aus ihren Häusern herauskamen. Dabei sagten die Menschen: Das ist Muhammad! Das ist Muhammad! Die Leute um den Gesandten Allahs wichen nicht zurück und machten ihm keinen Weg. Als ihn nun Scharen von Menschen umgaben, musste er reiten. Das Laufen und das Gehen sind jedoch besser.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Ich sah den Gesandten Allahs keine Stelle im Haus berühren außer den beiden Jemenitischen Ecken.

    Der Hadith von Umar Ibnal Khattab: Umar küsste den Schwarzen Stein und sagte: Ich weiß wohl, dass du nur ein Stein bist. Hätte ich selbst nicht gesehen, dass der Gesandte Allahs dich geküsst hat, dann hätte ich dich nicht geküsst!

    Ibn Abbas berichtete: In der Abschiedspilgerfahrt ritt der Gesandte Allahs während der Umrundung der Ka`ba auf einem Kamel und berührte die Ecke mit einem Krummstock.

    Umm Salama berichtete: Ich klagte über meine Krankheit beim Gesandten Allahs. Da sagte er: Du darfst die Kaaba hinter den Leuten reitend umlaufen. So habe ich die Kaaba reitend umlaufen, während der Gesandte Allahs dabei das Gebet neben der Kaaba verrichtete und den Koranvers (Bei dem Berge und bei dem Buche, das geschrieben ist) rezitierte.

    Der Hadith von Aischa: Urwa berichtete: Ich sagte einmal zu Aischa: Ich glaube, es macht nichts aus, wenn man den Lauf zwischen Safa und Marwa nicht durchführt. Sie sagte: Warum sagst du das? Ich erwiderte: Weil Allah, der Hocherhabene, sagt: Wahrlich, As-Safa und Al-Marwa gehören zu den Kultstätten Allahs… [Quran 2:158] bis zum Ende des Koranverses. Da sagte sie: Allah hält die Pilgerfahrt oder die Besuchsfahrt des einen Menschen nicht für vollendet, wenn er keinen Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa durchführt. Wäre es so gemeint, wie du sagst, so hätte es gelautet ‚Es ist kein Vergehen, wenn man den Lauf zwischen ihnen nicht durchführt.‘

    Weißt du den Anlass zur Offenbarung dieses Koranverses? Er wurde wegen der Ansar offenbart, denn sie pflegten in der vorislamischen Zeit für zwei Götzenfiguren namens Isaf und Naela, die sich in der Nähe vom Meeresstrand befanden, in den Weihezustand zu treten, den Lauf zwischen den zwei Hügeln As-Safa und Al-Marwa durchzuführen und sich anschließend das Haar abrasieren zu lassen. Nachdem sie sich zum Islam bekannt hatten, verabscheuten sie es, den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa durchzuführen wegen dessen, was sie zur vorislamischen Zeit zu tun pflegten. Deshalb offenbarte Allah den Koranvers: Wahrlich, As-Safa und Al-Marwa gehören zu den Kultstätten Allahs… Und sie hatten den Lauf zwischen beiden zu verrichten.

    Anas berichtete: Die Ansar verabscheuten, den Lauf zwischen As-Safa und Al-Marwa durchzuführen, bis der Koranvers Wahrlich, As-Safa und Al-Marwa gehören zu den Kultstätten Allahs; und wer zu dem Hause pilgert oder die Besuchsfahrt vollzieht, für den ist es kein Vergehen, wenn er beide umschreitet [Quran 2:158] offenbart wurde.

    Usama Ibn Zaid berichtete: Ich ritt hinter dem Gesandten Allahs als er von Arafa zurückkehrte. Als er die linke Seite des in der Nähe von Al-Muzdalifa liegenden Berges erreichte, stieg er von seinem Reittier ab, um zu urinieren. Danach schüttete ich ihm Wasser, damit er sich wusch. Er verrichtete aber eine leichte Gebetswaschung. Ich sagte ihm: Das Gebet, o Gesandter Allahs! Er aber sagte: Das Gebet wartet auf dich vorn. Er ritt weiter bis zum Al-Muzdalifa. Dort verrichtete er das Gebet. Dann ritt Al-Fadl hinter dem Gesandten Allahs an jenem Morgen, an dem sie nach Al-Muzdalifa gehen sollten.

    Abdullah Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs hörte nicht mit dem Aussprechen der Formel der Talbiya (Hier bin ich, Dir zu Diensten, o Allah) auf, bis er die Steine warf.

    Der Hadith von Anas Ibn Malik: Muhammad Ibn Abu Bakr Ath-Thaqafiy fragte Anas Ibn Malik, als sie von Mina in Richtung Arafats herauskamen: Was habt ihr mit dem Gesandten Allahs an diesem Tag gemacht? Er sagte: Die einen von uns sprachen die Formel der Talbija aus, ohne deswegen getadelt zu werden, und die anderen sprachen die Formel des Takbir (Allahu Akbar) aus, ohne deswegen getadelt zu werden.

    Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs kam eilig aus Arafa mit Usama hinter ihm auf dem Reittier. Usama sagte: Wir fuhren in diesem Zustand weiter, bis wir Gam erreichten.

    Der Hadith von Usama Ibn Zaid: Urwa Ibn-az-Zubair, berichtete: Usama wurde gefragt, als ich bei ihm war, oder er sagte: Ich selbst fragte Usama Ibn Zaid, da er hinter dem Gesandten Allahs von Arafa ritt: Wie schnell ritt der Gesandte Allahs als er von Arafa strömte? Usama erwiderte: Normalerweise in mittlerer Geschwindigkeit und in größerer im offenen Land.

    Abu Ayyub berichtete: Ich verrichtete das Abend- und das Nachtgebet in Al-Muzdalifa während der Abschiedspilgerfahrt mit dem Gesandten Allahs.

    Abdullah Ibn Masud berichtete: Es sind nur zweimal, dass ich den Gesandten Allahs das Gebet zu einer anderen Zeit als dessen festgelegten Zeit verrichten sah: das eine Mal verrichtete er das Abend- und das Nachtgebet direkt hintereinander in Gam; und das andere Mal verrichtete er am nächsten Morgen das Morgendämmerungsgebet vor dessen üblichen Zeit.

    Aischa berichtete: Sauda bat den Gesandten Allahs um Erlaubnis dazu, in der Nacht von Al-Muzdalifa nach Mina vor ihm und vor den anderen Pilgern aufzubrechen. Sauda war eine recht beleibte Frau (Al-Qasim sagte: ‚beleibt‘ bedeutet dick und deswegen nur langsam gehen können). Der Prophet erlaubte es ihr. So ritt sie los vor seinem Aufbruch. Wir blieben in Al-Muzdalifa bis zum Morgen, dann brachen wir mit dem Propheten auf. Ich wünschte, dass ich, wie Sauda, den Gesandten Allahs um Erlaubnis zum vorzeitigen Aufbruch geboten hätte; denn es erfreute mich damals nichts anders, als dass ich nach seiner Erlaubnis aufgebrochen wäre.

    Der Hadith von Asma: Abdullah, der Diener von Asma, berichtete: Während unseres Aufenthalts in Al-Muzdalifa fragte Asma mich: Ist der Mond schon untergegangen? Ich sagte: Nein, noch nicht! So betete sie eine Stunde lang und fragte dann nochmals: O mein Sohn, ist der Mond schon untergegangen? Ich antwortete: Ja! Da sagte sie: Dann lass uns aufbrechen! Wir ritten also los. Dort warf sie die Steine und verrichtete das Gebet in ihrer Stelle. Ich sagte dann zu ihr: O gnädige Frau, wir sind vor Anbruch des Morgens aufgebrochen. Da sagte sie: Doch nein, mein Sohn! Der Prophet erlaubte es den Frauen auf Reisen, dies zu tun.

    Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs sandte mich in der Nacht von Gam mit dem Reisegepäck oder mit einigen schwachen Leuten.

    Der Hadith von Abdullah Ibn Umar: Salem Ibn Abdullah berichtete: Abdullah Ibn Umar pflegte die Schwachen unter seinen Angehörigen ihm vorangehen zu lassen, damit sie in der Nacht bei Al-Maschar Al-Haram in Muzdalifa Aufenthalt nehmen konnten. Inzwischen konnten sie Allahs soviel gedenken, wie sie wollten, und dann strömen vor dem Aufenthalt und dem Strömen des Imams. Einige von ihnen erreichten Mina zur Zeit des Morgendämmerungsgebets und einige kamen später. Wenn sie kamen, warfen sie die Steine. Ibn Umar pflegte zu sagen: Es war der Gesandte Allahs der es ihnen erlaubte.

    Der Hadith von Abdullah Ibn Masud: Abdu-r-Rahman Ibn Yazid berichtete: Abdullah warf die Steine vom Talgrund. So sagte ich ihm: O Abu `Abdu-r-Rahman, manche Leute werfen die Steine von oben. Da erwiderte `Abdullah Ibn Mas`ud: Bei Allah, außer Dem es keinen anderen Gott gibt, das ist die Stelle, wo die Sure Al-Baqara dem Gesandten Allahs offenbart wurde.

    Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs und einige seiner Gefährten ließen sich das Haar rasieren; die anderen ließen es aber kurz geschnitten werden. Der Gesandte Allahs sagte: O Allah, erbarme Dich derjenigen, die sich das Haar rasieren lassen! Er sagte das ein- oder zweimal und sagte dann: Erbarme Dich auch derjenigen, die sich das Haar abschneiden lassen!

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: O Allah, erbarme Dich derjenigen, die ihre Häupter geschoren haben! Einige Menschen sagten: O, Gesandter Allahs! Und auch derjenigen, die ihr Kopfhaar abgeschnitten haben. Da sagte er: O Allah, erbarme Dich derjenigen, die ihre Häupter geschoren haben! Einige Menschen sagte: Und auch derjenigen, die ihr Kopfhaar abgeschnitten haben, o Gesandter Allahs. Er erwiderte: O Allah, erbarme Dich derjenigen, die ihre Häupter geschoren haben! Die Menschen sagten wieder: O Gesandter Allahs, und derjenigen, die ihr Kopfhaar abgeschnitten haben. Da sagte er: Und derjenigen, die ihr Kopfhaar abgeschnitten haben!

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs ließ sich das Kopfhaar in der Abschiedspilgerfahrt abrasieren.

    Anas Ibn Malik berichtete: Der Gesandte Allahs kam nach Mina. Er kam zum Ritus des Steinewerfens und warf sie; dann kehrt er zu seinem Lager in Mina zurück und brachte sein Opfer dar. Danach sprach er zum Haarschneider: Nimm!, und zeigte auf seine rechte Seite und dann auf die linke. Sodann gab er (die abgeschnittenen Haare) den Leuten.

    Abdullah Ibn Amr Ibnal As berichtete: Während der Abschiedspilgerfahrt nahm der Gesandte Allahs einen Aufenthalt in Mina, und die Leute fragten ihn dort nach den Riten der Pilgerfahrt. Ein Mann sagte: O Gesandter Allahs, ich habe mich versehentlich rasiert, bevor ich das Opfertier geschlachtet hatte. Der Prophet sagte: Schlachte dein Opfertier jetzt, das macht nichts!

    Ein anderer Mann sagte: O Gesandter Allahs, versehentlich habe ich das Opfertier geschlachtet, bevor ich die Steine geworfen hatte! Der Prophet sagte: Wirft die Steine jetzt, das macht nichts! Noch viele andere Fragen wurden dem Gesandten Allahs an diesem Tag hinsichtlich der Riten der Pilgerfahrt, die in falscher Reihenfolge durchgeführt worden waren, vorgelegt, und immer antwortete er: Mach es jetzt, das macht nichts!

    Ibn Abbas berichtete: Der Prophet wurde nach dem Opfertier-Schlachten, dem Rasieren, dem Steinewerfen, der Voran- und Zurückstellung gefragt. Da sagte er: Das macht nichts!

    Der Hadith von Anas Ibn Malik: Abdul-Aziz Ibn Rufai sagte zu Anas Ibn Malik: Teil mir etwas mit, das du vom Gesandten Allahs gelernt hast! Wo verrichtete er das Mittagsgebet am Tag von Tarwiya? Er sagte: In Mina. Er fragte: Und wo verrichtete er das Nachmittagsgebet am Tag von An-Nafr? Er sagte: In Al-Abtah. Also mach es so, wie die Leute machen, denen die Leitung der Pilgerfahrt übertragen wurde!

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs Abu Bakr und Umar pflegten, in Al-Abtah Aufenthalt zu nehmen.

    Aischa berichtete: Der Aufenthalt in Al-Abtah ist kein Sunnah. Der Gesandte Allahs nahm aber seinen Aufenthalt dort, denn es war ihm leichter, von dort zurückzukehren.

    Ibn Abbas berichtete: At-Tahsieb ist nichts anders als ein Ort, an dem der Gesandte Allahs einen Aufenthalt nahm.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Morgen, so Allah es will, nehmen wir Aufenthalt in Khaif Banu Kinana, wo sie sich gegenseitig die Eide abgenommen, über die Muslime den Boykott zu verhängen.

    Ibn Umar berichtete: Al-Abbas Ibn Abdel Mottalib bat den Gesandten Allahs um Erlaubnis, die Nächte, die die Pilger in Mina verbringen sollen, in Mekka anstatt in Mina wegen seiner Aufgabe, die Pilger Wasser zu geben, zu übernachten. Er erlaubte es ihm.

    Ali berichtete: Der Gesandte Allahs befahl mir, seine Opfertiere zu überwachen; ihre Fleische, Häute und ihre Satteldecke zu spenden; und dem Schlächter nichts davon als Lohn für seine Arbeit zu geben. Er sagte: Wir geben ihm etwas anders.

    Dschabir Ibn Abdullah berichtete: Im Jahr vom Hudaibiya-Abkommen schlachteten wir mit dem Gesandten Allahs Kamel für sieben Personen und eine Kuh für sieben Personen.

    Der Hadith von Ibn Umar: Ziyad Ibn Gubair berichtete, dass Ibn Umar zu einem Mann kam, während er sein Kamel schlachtete, das niederkniend war. Da sagte Ibn Umar zu ihm: Lass es gefesselt stehen (dann schlachte es) nach der Sunnah eures Propheten!

    Aischa berichtete: Der Gesandte Allahs pflegte, die Opfertiere von Medina nach Makka zu schicken. Deshalb flochte ich Halsgehänge für seine Opfertiere. Danach vermied er nichts, was der Muhrim vermeidet.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sah einen Mann, der ein Kamel, das er als Opfer bringen wollte, vor sich hertrieb. Er sagte zu ihm: Reite das Tier doch! Der Mann entgegnete: Aber es ist doch ein Opfertier! Er sagte: Wehe dir! Steig auf und reite es!

    Anas berichtete: Der Gesandte Allahs ging an einem Mann vorbei, der Kamel, das er als Opfer bringen wollte, vor sich hertrieb. Er sagte zu ihm: Reite das Tier doch! Der Mann entgegnete: Aber es ist doch ein Opfertier! – Steig auf und reit es! Er wiederholt diesen Satz zwei- oder dreimal.

    Ibn Abbas berichtete: Nach dem Vollziehen der Ritten der Pilgerfahrt gingen die Leute ihrer Wege, ohne die Kaaba noch mal zu besuchen. Der Gesandte Allahs sagte: Niemand darf weggehen, bis er die letzte Umschreitung um das Haus durchführt.

    Der Hadith von Bilal: Abdullah Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs hat das Haus mit Usama, Bilal und Uthman Ibn Talha Al-Hagbiy betreten. Er hat die Tür hinter ihm geschlossen und ist dann darin geblieben. Ibn Umar setzte seinen Bericht fort: Ich fragte Bilal, als er aus der Kaaba herauskam: Was hat der Gesandte Allahs gemacht? Er sagte: Er stand darin, wo zwei Säulen zu seiner Linken, eine Säule zu seiner Rechten und drei Säulen hinter ihm standen, und dann betete er. Damals war die Ka`ba auf sechs Säulen gegründet.

    Der Hadith von Usama Ibn Zaid: Ibn Guraig hat uns folgendes mitgeteilt: Ich fragte Ata: Hast du Ibn Abbas sagen gehört: Euch ist die Umschreitung der Kaaba vorgeschrieben, nicht aber sie zu betreten? Ata antwortete: Ibn Abbas verbot den Eintritt in die Kaaba nicht. Aber ich hörte ihn sagen: Usama Ibn Zaid hat mir mitgeteilt, dass der Prophet in allen Seiten der Kaaba Allah anrief, als er sie betrat. Er verrichtete kein Gebet darin, bis er ausging. Nachdem er aus der Kaaba ausgegangen war, betete er zwei Raka vor der Kaaba und sagte: Das ist eure Gebetsrichtung. Ich sagte: Was sind ihre Seiten? Ist sie ihre Ecken? Er sagte: Das heißt alle ihre Wände.

    Ibn Abbas berichtete: Der Prophet trat in die Kaaba ein, die sechs Säulen enthält. Bei einer Säule sprach er ein Bittgebet aus und verrichtete kein Gebet.

    Der Hadith von Abdullah Ibn Abi Aufa: Isma`il Ibn Abu Khalid berichtete: Ich sagte zu Abdullah Ibn Abu Aufa, Gefährten des Gesandten Allahs: Trat der Prophet in die Kaaba während seiner Umra ein? Er erwiderte: Nein.

    Aischa berichtete: Der Gesandte Allahs sagte zu mir: Hätten deine Stammesgenossen nicht erst vor kurzem den Islam angenommen, würde ich die Kaaba niederreißen und sie auf dem alten Fundament, das Ibrahim errichtet hat, wieder aufbauen und eine Hintertür für sie errichten; als die Quraish die Kaaba aufbauten, hatten sie damals für den Wiederaufbau nur geringe Mittel zur Verfügung. Daher verkleinerten sie den Bau.

    Abdullah Ibn Abbas berichtete: Als Al-Fadl Ibn Abbas hinter dem Gesandten Allahs ritt, kam eine Frau vom Stamm Khatham, um den Gesandten Allahs um Belehrung zu fragen, und Al-Fadl fing damit an, sie anzuschauen, während sie ebenfalls damit anfing, ihn anzuschauen. Der Gesandte Allahs machte das Gesicht von Al-Fadl auf die andere Richtung. Die Frau sagte dann: O Gesandter Allahs, die Pilgerfahrt, die Allah Seinen Dienern zur Pflicht gemacht hat, wurde verkündet, als mein Vater sehr alt wurde und sich auf dem Reittier nicht mehr festhalten konnte. Darf ich die Pilgerfahrt für ihn vornehmen? Er antwortete: Ja! Und dies geschah während der letzten Pilgerfahrt.

    Al-Fadl berichtete: Eine Frau vom Stamm Khatham sagte: O Gesandter Allahs, mein Vater wurde sehr alt, und ihm hat Allah die Pilgerfahrt zur Pflicht gemacht. Er kann sich auf seinem Reittier nicht mehr festhalten. Da sagte der Prophet: Nimm die Pilgerfahrt für ihn vor!

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs hielt eine Rede vor uns und sagte: Ihr Leute, Allah hat euch die Pilgerfahrt zur Pflicht gemacht, nehmt die Pilgerfahrt vor! Ein Mann fragte: Müssen wir dies jedes Jahr machen, Gesandter Allahs? Er schwieg, bis der Mann die Frage dreimal wiederholte. Dann sagte er: Hätte ich ja gesagt, da wäre es euch Pflicht gewesen, und ihr könntet es doch nicht erledigen. Da ich geschwiegen habe, fragt mich nicht inständig! Diejenigen, die vor euch lebten, sind zugrunde gegangen wegen ihrer vielen Fragen und des Meinungsunterschieds über ihre Propheten. Was ich euch befohlen habe, das befolgt, so gut es euch möglich ist! Was ich aber verboten habe, dessen enthaltet euch.

    Ibn Umar berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Eine Frau darf nicht mehr als drei Tage allein reisen, sonst muss sie mit einem Mahram (einem Mann aus dem Personenkreis, aus dem die Heirat mit der Frau ausgeschlossen ist, wie Vater, Bruder, Onkel, Sohn, Enkel… usw.) reisen.

    Abu Said berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Nur zu drei Moscheen sollt ihr Reisen unternehmen: Meine Moschee, die Heilige Moschee und Al-Aqsa-Moschee. Ich hörte ihn auch sagen: Eine Frau darf nicht zwei Tage auf Reise sein, ohne dass sie von einem Mahram oder von ihrem Ehemann begleitet wird.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Es ist einer muslimischen Frau nicht erlaubt, einen Tag auf Reise zu sein, es sei denn, dass ein Mann, den sie nicht heiraten darf, sie dabei begleitet.

    Abu Said Al-Khudriy berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Eine Frau, die an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, darf nicht drei Tage oder mehr reisen, sonst muss sie mit ihrem Vater, Sohn, Mann, Bruder oder mit einem Mahram reisen.

    Ibn Abbas berichtete: Ich habe den Propheten folgendes sagen hören: Kein Mann darf sich mit einer Frau ohne einen Mahram in Zweisamkeit zurückziehen; und eine Frau darf nur mit einem Mahram reisen. Ein Mann stand auf und sagte: O Gesandter Allahs, ich habe mich zur Teilnahme an den Schlachten von Soundso und Soundso gemeldet, und meine Frau ist bereits als Pilgerin aufgebrochen! Er sagte zu ihm: Gehe und vollziehe die Pilgerfahrt mit deiner Frau!

    Ibn Umar berichtete: Wenn der Gesandte Allahs von Feldzügen, Expeditionskampagnen, Pilgerfahrt oder Besuchsfahrt zurückkehrte, und dann einer kleinen Passage oder einem hohen Platz nahe war, sprach er den Takbir dreimal. Dann sagte er: Kein Gott ist da außer Allah, dem Einzigen, Der keinen Partner hat, Ihm Allein gehört das Königreich und Ihm Allein gebührt alles Lob, Er ist Mächtig über alle Dinge. Wir kehren zurück, wie Allah es bestimmt hat. Wir bereuen unsere Verfehlungen, beten zu Allah, werfen uns vor ihm nieder und lobpreisen ihn. Allah erfüllt sein Versprechen und steht seinem Diener bei! Er allein ist es, der die Feinde besiegt!

    Anas Ibn Malik berichtete: Abu Talha, Safiyya und ich kehrten mit dem Propheten zurück. Dabei saß Safiyya hinter dem Propheten auf seiner Kamelstute. Als wir in der Nähe von Medina waren, sagte er den ganzen Weg: Wir kehren zurück, reumütig, Ihm dienend und unseren Herrn lobend. Er sagte das immer wieder, bis wir in Medina ankamen.

    Abdullah Ibn `Umar berichtete: Der Gesandte Allahs hat sein Kamel in der Talsenke, die sich in Dhul-Hulaifa befindet, niederknien lassen und dort gebetet.

    Ibn `Umar berichtete: Der Gesandte Allahs nahm einen Aufenthalt in Dhul-Hulaifa bei Nacht und es wurde ihm gesagt: Du bist in einer gesegneten Talsenke.

    Abu Huraira berichtete: Abu Bakr As-Siddiq entsandte mich während der Pilgerfahrt, für die der Gesandte Allahs Abu Bakr als Führer eingesetzt hatte – und dies war vor der Abschiedspilgerfahrt am Tage des Opferfestes -, um allen versammelten Leuten folgendes bekannt zu geben: Nach diesem Jahr dürfen keine Götzendiener an der Pilgerfahrt teilnehmen, und um das Haus darf kein Mensch nackt den Umlauf vollziehen!

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Von der Besuchsfahrt bis zum nächsten Besuchsfahrt ist eine Sühne für die Zeit, die zwischen den beiden liegt. Und für die nach Vorschrift ausgeführte Pilgerfahrt, gibt es keinen anderen Lohn als das Paradies!

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Wer für Allah die Pilgerfahrt unternimmt und während dessen keinen Geschlechtsverkehr und keine Missetat begeht, der kehrt von der Pilgerfahrt zurück, wie am Tag, an dem seine Mutter ihn zur Welt brachte.

    Usama Ibn Zaid Ibn Haritha berichtete: Ich sagte: O Gesandter Allahs, wirst du in deinem Haus in Makka untergebracht? Da sagte er: Hat uns `Aqil irgendwo Wohnung stehen lassen?

    Al-Ala Ibn Al-Hadramiy berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Der Muhagir darf nur drei Tage Aufenthalt in Makka nach dem Vollziehen der Pilgerfahrt bzw. Besuchsfahrt haben.

    Ibn Abbas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte am Tag, an dem Makka erobert wurde: Es gibt keine Auswanderung, sondern Kampf und guten Vorsatz. Und wenn ihr zum Aufbrechen aufgefordert werdet, dann brecht auf! Er sagte auch an diesem Tag: Diese Stadt erklärte Allah für geschützt, als er die Himmel und die Erde erschuf. Sie ist wegen dieser göttlichen Erklärung nicht zu verletzen bis zum Tag der Auferstehung. Niemand vor mir war es erlaubt, zu kämpfen; ich auch durfte nur in einer bestimmten Stunde an einem Tag in ihr kämpfen.

    Denn diese Ortschaft ist wegen der göttlichen Erklärung bis zum Tag der Auferstehung unverletzlich.Ihre Dornen dürfen nicht geschnitten werden. Ihre Jagdtiere dürfen nicht verscheucht werden. Und wer etwas findet, darf es nicht zu sich nehmen, bevor er Kunde davon geben. Und ihre Weiden dürfen nicht ausgerissen werden. Da sagte ich: O Allahs Gesandter, aber davon ausgenommen ist doch das Izkher; denn die Schmiede brauchen es, und man benutzt es in jedem Haus. Er entgegnete: Ja, das Izkher ist davon ausgenommen!

    Der Hadith von Abu Schuraih Al-Adawiy: Er sagte zu Amr Ibn Said, während er die Truppen nach Makka schickte: Erlaube mir, du Fürst, dir einen Ausspruch vom Gesandten Allahs zu erzählen. Er sagte diesen Ausspruch, den meine Ohren hörten, mein Herz fasste und meine Augen sahen, am nächsten Tag der Eroberung. Zuerst pries er Allah und lobte ihn dann sagte er: Allah, und nicht die Menschen, machte Makka als ein geschütztes Gebiet. So ist es jedem, der an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, verboten, in ihr Blut zu vergießen, oder einen Baum zu schneiden.

    Wenn jemand meinen Kampf in ihr als Argument anführt, dann sagt zu ihm: Allah erlaubte seinem Gesandten den Kampf und nicht euch; und zwar in einer bestimmten Stunde an einem Tag. Heute ist sie wieder ein geschütztes Gebiet, wie sie gestern war; und der Anwesende soll es dem Abwesenden mitteilen!

    Abu Huraira berichtete: Als Allah Seinen Gesandten Makka erobern ließ, stand dieser unter den Leuten auf, lobte Allah und pries ihn, und sagte: Allah schützte Makka vor dem Elefanten; er gab seinem Gesandten und den Gläubigen die Macht, Makka zu erobern und die Ungläubigen zu besiegen. Niemandem vor mir war es erlaubt, in Makka zu kämpfen; ich durfte aber nur in einer Stunde an einem Tag kämpfen; und niemandem nach mir wird es erlaubt sein!

    Deshalb darf man ihre Jagdtiere nicht verscheuchen, ihre Dornen nicht ausreißen, und wer etwas Verlorenes findet, darf es nicht an sich nehmen, ohne sich zu bemühen, den Eigentümer zu finden. Und wenn jemand widerrechtlich getötet wurde, haben die Angehörigen des Toten die Wahl zwischen der Widervergeltung und der Entschädigungszahlungen.

    Al-Abbas sagte: O Gesandter Allahs, Ausnahme davon ist doch Al-Izkher, die wir in unseren Gräbern und Häusern verwenden! Der Gesandte Allahs sagte: Ja! Al-Izkhar ist davon ausgenommen. Da erhob sich ein Mann aus dem Jemen namens Abu Schah und sagte: O Gesandter Allahs, lass das für mich aufgeschrieben werden! Da sagte der Gesandte Allahs: Schreibt das für Abu Schah auf!

    Anas Ibn Malik berichtete: Der Prophet trat in Makka im Jahr der Eroberung mit einem Helm auf dem Kopf ein. Als er den Helm auszog, kam ein Mann zu ihm und sagte: Ibn Khatal hält an den Vorhängen der Ka`ba fest. Da sagte er: Tötet ihn!

    Abdullah Ibn Zaid Ibn Asim berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Ibrahim erklärte Makka für ein Schutzgebiet und sprach für ihre Leute ein Bittgebet; und ich erklärte Medina für ein Schutzgebiet, wie Ibrahim Makka für ein Schutzgebiet erklärt hatte. Ich sprach für Medina ein Bittgebet um Segen, wie Ibrahim um Segen für die Leute von Makka erbeten hatte.

    Anas Ibn Malik berichtete: Asim sagte: Ich sagte zu Anas Ibn Malik: Hat der Gesandte Allahs Medina als ein geschütztes Gebiet gemacht? Dann sagte er: Ja, von einer bestimmten Markierung zu einer anderen bestimmten Markierung. Wer dort eine Freveltat begeht (Asim unterbricht: Anas sagte zu mir: Die folgenden Worte sind ernsthaft.), auf dem ruht der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen allesamt. Von diesem wird jegliche Handlungsweise verworfen.

    Anas berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: O Allah, gib Medina doppelt soviel Segen, wie du Makka an Segen gegeben hast!

    Ali Ibn Abu Talib berichtete: Yazid Ibn Schariek Ibn Tariq sagte: Ali Ibn Abu Talib hielt vor uns eine Predigt und sagte: Wer behauptet, dass wir ein anderes als den Koran und dieses Blatt, das an der Scheide seines Schwertes hängend war, zu lesen haben, der ist ein Lügner. Dieses Blatt enthält die Alter der Kamele, nach denen die Almosensteuer bestimmt werden, und verschiedene Arten der Entschädigungszahlungen.

    Darin hat der Prophet auch gesagt: Medina ist ein geschütztes Gebiet von Air bis zu Thaur. Wer dort eine Freveltat begeht, oder einen Freveltäter beherbergt, auf dem ruht der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen allesamt. Von diesem wird jegliche Handlungsweise verworfen. Der Schutz der Muslime ist unteilbar, und der niedrigste von ihnen ist genug, diesen Schutz zu bieten. Wer behauptet, dass er Sohn anderes Vaters ist, oder dass er sich zu anderen als seine Schutzgefährten gesellt, auf dem ruht der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen allesamt. Von diesem wird jegliche Handlungsweise verworfen.

    Abu Huraira berichtete: Der Prophet sagte: Medina ist ein geschütztes Gebiet. Wer dort eine Freveltat begeht, oder einen Freveltäter beherbergt, auf dem ruht der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen allesamt. Von diesem wird jegliche Handlungsweise am Tag der Auferstehung verworfen.

    Aischa berichtete: Wir kamen nach Medina, als sie verseucht war. Da erkrankte Abu Bakr und ebenfalls Bilal. Als der Gesandte Allahs die Krankheit seiner Gefährten sah, sagte er: O Allah, mach uns die Medina so lieb, wie du Makka uns lieb gemacht hast, oder sogar lieber! Mach sie gesund für uns! Segne ihr Saa und ihr Mudd für uns! Und versetze ihr Fieber an Al-Guhfa!

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: An den Eingängen von Medina befinden sich Engel. Daher drängen weder die Pest noch der Daggal hinein.

    Abu Huraira berichtete: Der Gesandte Allahs sagte: Eines Tages wird der Mann seinen Vetter und seinen Verwandten zum Wohlstand rufen; und Medina ist besser für sie, wenn sie es nur wüssten. Bei dem, in dessen Hand meine Seele liegt, wer von Medina abwendend herausgeht, lässt Allah in ihr besseren Menschen als ihm folgen. Medina ist wie ein Blasebalg, indem sie die Schlechten vertreibt. Die Stunde kommt erst heran, wenn Medina alle ihren Schlechten vertreibt, genauso wie der Blasebalg die Eisenschlacken ausstößt.

    Dschabir Ibn Abdillah berichtete Ein Beduine leistete dem Gesandten Allahs den Treueid. In Medina litt er an einer Krankheit. So kam er zum Propheten und sagte: (O Muhammad, mach meinen Treueid rückgängig!) Der Gesandte Allahs aber lehnte es ab. Später kam er wieder und sagte: (Mach meinen Treueid rückgängig!) Er lehnte ab. Später kam er wieder und sagte: (Mach meinen Treueid rückgängig!) Er lehnte es wieder ab. Da kam der Beduine heraus, und der Gesandter Allahs sagte: (Medina ist wie der Blasebalg, indem sie ihre Schlechten vertreibt und ihre Guten läutert.)

    Zaid Ibn Thabit berichtete Der Prophet sagte: Sie ist Taiyeba. Sie weist das Böse von sich ab, wie das Feuer die Schlacke vom Silber entfernt.

    Sa`d berichtete Der Gesandte Allahs sagte:

    Niemals wird jemand gegen die Leute von Al-Medina eine List schmieden, ohne dass er sich selbst auflöst, wie sich das Salz im Wasser auflöst.

    Sufyan Ibn Abi Zuhair berichtete Der Gesandte Allahs sagte:

    • Wird Asch-Scham erobert, zieht eine Gruppe von Menschen mit ihren Familien von Medina weg; Und entflammt die Menschen auch für Wegzug von Medina, obwohl Medina besser für sie ist, wenn sie es nur wüssten.
    • Wird Jemen erobert, zieht eine Gruppe von Menschen mit ihren Familien von Medina weg; und entflammt auch die anderen für Wegzug von Medina, während Medina besser für sie ist, wenn sie es nur wüsstet.
    • Wird Irak erobert, dann zieht eine Gruppe von Menschen mit ihren Familien von Medina weg; und entflammt die anderen ebenfalls für Wegzug von Medina, während Medina besser für sie ist, wenn sie es nur wüsstet.

    Abu Huraira berichtete Der Gesandte Allahs sagte über Medina: Ihre Bewohner verlassen sie, obwohl sie besser für sie. Trotzdem bleibt sie kein fruchtbares Land für Raubtiere und Vögel.

    Abdullah Ibn Zaid Al-Mazniy berichtete Der Gesandte Allahs sagte: Zwischen meiner Wohnung und meiner Kanzel befindet sich ein Garten von den Paradiesgärten.

    Abu Huraira berichtete Der Gesandte Allahs sagte: Zwischen meiner Wohnung und meiner Kanzel befindet sich ein Garten von den Paradiesgärten, und meine Kanzel befindet sich auf meinem Becken.

    Abu Humaid berichtete Wir begleiteten den Gesandten Allahs auf den Kriegszug Tabuk. Wir fuhren weiter, bis wir das Tal von Al-Qura erreichten. Da sagte der Gesandte Allahs: „Ich gehe schnell weiter. Der von euch mit mir schnell kommen will, dann geht mit mir weiter. Wer aber langsamer kommen will, darf langsam danach kommen.“ So gehen wir weiter, bis wir in der Nähe von Medina wurden. Da sagte er: Dies ist Taba und dies ist Uhud, der Berg, den wir mögen, und der uns mag.

    Anas Ibn Malik berichtete Der Gesandte Allahs sagte: Das ist ein Berg, der uns liebt und den wir lieben!

    Abu Huraira berichtete Der Prophet sagte: Ein Gebet in meiner Moschee zu verrichten, ist besser als eintausend Gebete in einem anderen Ort, mit Ausnahme der Heiligen Moschee.

    Abu Huraira berichtete Der Gesandte Allahs sagte: Es wird nur nach drei Moscheen gereist: die Moschee des Gesandten Allahs, die Heilige Moschee und Al-Aqsa-Moschee.

    Ibn Umar berichtete Der Gesandte Allahs pflegte, Quba´ sowohl reitend als auch gehend zu besuchen.

  • Die Medizin

    Die Medizin

    [Sahih al-Buchari, Kapitel 69]

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Allah hat keine Krankheit herabkommen lassen, ohne daß Er für sie zugleich ein Heilmittel herabkommen ließ.“

    Rubaiʿ Bint Muʿawwith Ibn ʿAfraʾ berichtete: „Wir (Frauen) zogen gewöhnlich mit dem Gesandten Allahs in den Kampf, um die Leute zu tränken und zu pflegen, und die Rückbeförderung der Gefallenen und Verwundeten nach Al-Madina zu unternehmen.“

    Ibn ʿAbbas berichtete, dass der Prophet sagte: „Es gibt Heilbehandlungen durch drei Dinge: Durch einen Eingriff für den Aderlaß, durch ein Getränk aus Bienenhonig und durch Abbrennen (der krankhaften Stelle). Meiner Umma verbiete ich aber das Abbrennen.“

    Abū Saʿid berichtete: „Ein Mann kam zum Propheten und sagte: „Mein Bruder klagt über Bauchschmerzen!“ Der Prophet sagte zu ihm: „Gib ihm Bienenhonig (-Wasser) zu trinken.“ Als der Mann zu ihm abermals mit derselben Nachricht kam, sagte der Prophet zu ihm: „Gib ihm Bienenhonig (-Wasser) zu trinken.“ Und als der Mann zum dritten Mal in derselben Sache zu ihm kam, sagte der Prophet: „Gib ihm Bienenhonig (-Wasser) zu trinken.“

    Dann kam der Mann noch einmal und berichtete dem Propheten, dass er dies doch tat (und sein Bruder immer noch Schmerzen hat). Da sagte der Prophet zu ihm: „Allah sagt die Wahrheit, und der Bauch deines Bruders hat gelogen. Gib ihm Bienenhonig (-Wasser) zu trinken.“ Der Mann gab seinem Bruder endlich dieses Getränk, und er wurde dadurch geheilt.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Im Schwarzkümmel* gibt es Heilung für jede Erkrankung, mit Ausnahme des Todes “

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Nach Al-Madina wird weder der Messias noch die Pest kommen.“

    ʿAʾischa berichtete: „Der Prophet befahl (mir), die Heilwirkung gegen den bösen Blick durch ein entsprechendes Bittgebet (Ruqya) zu erreichen.“

    Umm Salama berichtete, dass der Prophet ein junges Mädchen in ihrer Wohnung sah, auf deren Gesicht ein Farbfleck war. Er sagte: „Suchet für sie die Heilwirkung durch ein entsprechendes Bittgebet denn sie wurde von einem bösen Blick getroffen.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Der böse Blick ist wahr!“ ,und daß er die Tätowierung verbot.

    ʿAbdu-l-ʿAziz berichtete: „Ich trat zusammen mit Thabit bei Anas Ibn Malik ein, und Thabit sagte: „O Abū Hamza, ich bin krank!“ Da sagte Anas zu ihm: „Soll ich dich nicht mit einem entsprechenden Bittgebet um Heilung (Ruqya) behandeln, mit dem der Gesandte Allahs verfuhr?“ Er erwiderte: „Doch!“ Anas sprach dann: „O Allah, Herr der Menschen, Vertilger aller Schmerzen! Heile denn Du bist Der, Der wirklich heilt. Es ist keiner da, der heilt außer Dir! Denn da kann nichts vom Leid bleiben.“

    ʿAʾischa berichtete: „Der Prophet pflegte, wenn er die Zufluchtnahme bei Allah für manch einen (Kranken) in seiner Familie sprechen wollte, mit seiner rechten Hand auf ihm zu streichen und zu sprechen: „O Herr der Menschen, nimm die Schmerzen! Heile denn Du bist Der, Der wirklich heilt. Es gibt kein Heilen außer Deinem Heilen denn da kann nichts vom Leid bleiben.“

    Abū Qatada berichtete, dass er den Propheten folgendes sagen hörte: „Das Traumgesicht ist von Allah, und das üble Träumen ist von Satan. Wenn einer von euch etwas sieht, das er verabscheut, soll er – sobald er wach ist – dreimal pusten und seine Zuflucht (bei Allah) nehmen, dann wird dies ihm keinen Schaden verursachen.“

    ʿAʾischa: „Der Gesandte Allahs pflegte – wenn er zu Bett ging – in seine beiden Handflächen zu pusten, indem er „qull hua-llahu ahad“ (Surah 112) und die beiden Schutz-Suren (113 und 114) rezitierte. Anschließend strich er mit seinen Händen über sein Gesicht und überall über seinen Körper, soweit seine Hände hinreichen konnten. Als er aber erkrankt war, ließ er mich dies für ihn tun.“

    Abū Huraira berichtete, dass er den Gesandten Allahs folgendes sagen hörte: „Es gibt kein schlechtes Omen, sondern nur gutes davon.“ Die Leute fragten: „Und was ist ein gutes Omen?“ Er erwiderte: „Es ist das gute Wort, das einer von euch gewöhnlich hört!“

    ʿAʾischa berichtete: „Einige Leute fragten den Gesandten Allahs über die Wahrsagerei, und er sagte zu ihnen: „Das ist nichts!“ Die Leute sagten: „Sie erzählen uns manchmal von einer Sache, die wahr ist!“ Der Gesandte Allahs sagte: „Dieses einzige wahre Wort nimmt ein ?inn in aller Eile (von irgendwo her) und tut es in das Ohr seines Gefährten, der es dann mit einhundert Lügen vermischt.““

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Hütet euch vor den vernichtenden Dingen: Der Beigesellung Allahs und der Zauberei.“

    Saʿd berichtete, dass er den Gesandten Allahs folgendes sagen hörte: „Wer jeden Morgen mit sieben ʿA?wa -Datteln* frühstückt, dem kann an dem Tag, an dem er diese gegessen hat, weder Gift noch Zauberei schaden.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Lasset keinen Kranken zu einem Gesunden eintreten!“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Wer sich von einem Berg stürzt und sich dadurch umbringt, der wird ins Höllenfeuer stürzen und darin in aller Ewigkeit bleiben und wer Gift einnimmt und sich dadurch umbringt, der wird sein Gift in seiner Hand tragen und es im Höllenfeuer trinken und darin in aller Ewigkeit bleiben und wer sich mit einem Messer tötet, der wird sein Messer in seiner Hand tragen und es im Höllenfeuer in seinen Bauch führen und darin in aller Ewigkeit bleiben.“

  • Die Blutschuld (Diyya)

    Die Blutschuld (Diyya)

    [Sahih al-Buchari, Kapitel 80]

    Ibn ʿUmar berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Der Muslim bleibt stets unbedrängt im Rahmen seiner Religion, solange er kein widerrechtliches Blutvergießen begangen hat.“

    ʿAbd Allāh Ibn Masʿūd berichtete, dass der Prophet sagte: „Das erste, über das zwischen den Menschen gerichtet werden wird, ist das Blutvergießen!“

    Al-Miqdad Ibn ʿAmr Al-Kindyy, Verbündeter des Stammes Banu Zuhra, der mit dem Propheten in der Schlacht von Badr gekämpft hatte, berichtete: „Ich sagte: „O Gesandter Allahs, ich war in einen Kampf gegen einen Ungläubigen verwickelt, als er mit dem Schwert auf meine Hand haute und sie abtrennte anschließend suchte er Schutz vor mir auf einem Baum und rief: „Ich bin ein Allah ergebener (Muslim)!“ Soll ich ihn nun umbringen, nachdem er diese Worte gesprochen hat?“

    Der Gesandte Allahs sagte: „Bringe ihn nicht um!“ Ich erwiderte: „O Gesandter Allahs, er hat doch eine meiner beiden Hände von meinem Leib abgetrennt und anschließend seine Worte gesprochen, nachdem er meine Hand abgetrennt hatte. Soll ich ihn nun umbringen?“ Der Prophet sagte: „Nein! Wenn du ihn umbringst, ist er (als Muslim) an deiner Stelle bevor du ihn umbrachtest, und du bist (als Nicht-Muslim) an seiner Stelle bevor er sein Wort sprach, das er von sich gab.“

    Ibn ʿAbbas fügte hinzu: „Der Prophet sagte zu Al-Miqdad: „Wenn es sich um einen Mann handelt, der unter den Ungläubigen lebte und seinen Glauben verborgen hielt, so ist dies genau der Fall mit dir gewesen, als du zuvor in Makka warst und deinen Glauben verborgen hieltest!“

    ʿAbd Allāh berichtete, dass der Prophet sagte: „Kein Mensch wird ungerechterweise getötet, ohne dass ein Teil der Verantwortung für das Verbrechen dem ersten Sohn Adams auferlegt wird.!“

    ʿAbd Allāh Ibn ʿUmar berichtete, dass der Prophet sagte: „Kehret nicht nach mir in den Unglauben zurück, indem die einen von euch die Nacken der anderen abschlagen!“

    Dscharir berichtete: „Der Prophet sagte zu mir während der Abschiedspilgerfahrt (Higgat al-wadāʿ): „Lass die Menschen aufmerksam hören: „Kehret nicht nach mir in den Unglauben zurück, indem die einen von euch die Nacken der anderen abschlagen!““

    Usama Ibn Zaid Ibn Haritha berichtete: „Der Gesandte Allahs entsandte uns (zu einem Feldzug) zum Ort Al-Hurqa in der Gegend von Dschuhaina. Dort überfielen wir die Leute gegen Morgen und besiegten sie. Ich verfolgte anschließend mit Hilfe eines Mannes von den Al-Ansar einen Mann von den Gegnern, und als wir ihn stellten, sagte er: „lā ilāha illa llāh „.

    Während sich der Mann von den Al-Ansar zurückhielt und von ihm abließ, erstach ich ihn mit meinem Schwert, so daß er starb. Als wir beim Propheten ankamen, wurde er davon unterrichtet, worauf er zu mir sagte: „Du Usama! Hast du ihn umgebracht, nachdem er „lā ilāha illa llāh “ gesagt hatte?“ Ich entgegnete: „O Gesandter Allahs, er wollte nur Zuflucht suchen!“ Der Prophet sagte abermals: „Hast du ihn umgebracht, nachdem er „lā ilāha illa llāh “ gesagt hatte?“ Er wiederholte diesen Satz mehrmals, bis ich mir wünschte, ich wäre vor diesem Tag noch nicht zum Islam gekommen.“

    ʿAbd Allāh Ibn berichtete, dass der Prophet sagte: „Wer eine Waffe gegen uns richtet, der gehört nicht zu uns!“

    ʿAbd Allāh berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Das Blut eines Muslims, der bezeugt hat, dass es keinen wahren Ilāh außer Allāh allein gibt darf nicht vergossen werden, außer in einem der drei Fälle: Im Fall der Wiedervergeltung für Mord, im Fall der Unzucht durch einen Verheirateten, und wenn derjenige von seinem Glauben abfällt und seine Bindung zur Gemeinschaft löst.“

  • Das Strafrecht (Hudud)

    Das Strafrecht (Hudud)

    [Sahih al-Buchari, Kapitel 79]

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte sagte: „Derjenige, der Unzucht begeht, begeht diese nicht in dem Augenblick, in dem er an Allah glaubt. Und derjenige, der Alkohol trinkt, trinkt ihn nicht in dem Augenblick, in dem er an Allah glaubt. Und derjenige, der Diebstahl begeht, begeht diesen nicht in dem Augenblick, in dem er an Allah glaubt. Und derjenige, der sich eine Sache widerrechtlich aneignet, wobei die Menschen ihn mißachtend anschauen, begeht diese Tat nicht in dem Augenblick, in dem er an Allah glaubt.“ …

    Anas Ibn Malik berichtete: „Die Bestrafung wegen des Alkoholtrinkens wurde von dem Propheten durch Schlagen mit Palmzweigen und Schuhen vollzogen und Abū Bakr vollzog sie mit vierzig Peitschenhieben.“

    ʿUqba Ibn Al-Harith berichtete: „An-Nuʿaiman – oder Ibn An-Nuʿaiman – wurde betrunken vorgeführt, und der Prophet ließ die Leute, die sich zu jener Zeit im Hause befanden, ihn schlagen sie schlugen ihn dann, und ich gehörte selbst zu denjenigen, die ihn mit Schuhen schlugen.“

    Abū Huraira berichtete: „Ein Mann, der Alkohol trank, wurde dem Propheten vorgeführt, und er sagte: „Schlaget ihn!“ Einige von uns schlugen mit der Hand, andere mit dem eigenen Schuh oder mit dem eigenen Kleidungsstück. Als er wegging sagten einige Leute: „Allah möge dich mit deiner Schande im Stich lassen!“ Der Prophet aber sagte: „Ihr dürft das nicht sagen, damit ihr Satan nicht gegen ihn helft!“

    As-Saʿib Ibn Yazid berichtete: „Uns wurde gewöhnlich zu Lebzeiten des Gesandten und zur Amtszeit von Abū Bakr und zu Beginn der Amtszeit im Kalifat von ʿUmar, derjenige gebracht, der Alkohol getrunken hatte, und wir machten uns an ihn, schlugen ihn mit unseren Händen, Schuhen und Kleidungsstücken. Aber gegen Ende der Amtszeit von ʿUmar, ließ er in einem solchen Fall mit vierzig Peitschenhieben bestrafen. Als aber die Leute immer unbändiger wurden und sich frevelhafter benahmen, bestrafte er sie mit achtzig Peitschenhieben.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Allah verfluche den Dieb: er stiehlt das Ei, worauf seine Hand abgeschnitten wird dann stiehlt er das Seil, worauf seine (andere) Hand abgeschnitten wird!“

    Aischa berichtete: „Die Leute des Stammes Quraisch waren besorgt wegen einer Frau aus dem Stamm Mahzum, die einen Diebstahl begangen hatte. Sie fragten: „Wer kann mit dem Gesandten für sie sprechen?“ Einige sagten: „Und wer sonst kann es wagen, an ihn heranzutreten außer Usama Ibn Zaid, dem Liebling des Gesandten Allahs?“ Da sprach Usama mit dem Gesandten der ihm sagte: „Legst du Fürsprache ein im Hinblick auf ein Recht, das nur Allah zusteht?“

    Der Prophet erhob sich dann und hielt eine Predigt, in der er folgendes sagte: „O ihr Menschen, wahrlich, diejenigen vor euch gingen deshalb zugrunde, weil sie, wenn einer der Vornehmen unter ihnen einen Diebstahl begangen hatte, ihn davon unbestraft laufen ließen, und wenn einer der Schwachen unter ihnen einen Diebstahl begangen hatte, gegen ihn die Strafe vollzogen. Ich schwöre bei Allah! Wenn Fatima, die Tochter Muhammads gestohlen hätte, so würde Muhammad ihre Hand abschneiden.“

    ʿAʾischa berichtete, dass der Prophet sagte: „Die Strafe des Handabschneidens wird vollzogen, wenn der Wert der entwendeten Sache ein Viertel Dinar und aufwärts ausmacht.“

    ʿAʾischa berichtete, dass der Prophet sagte: „Der Dieb wird mit dem Handabschneiden bestraft, wenn der Wert der entwendeten Sache ein Viertel Dinar ausmacht.“

    ʿAʾischa berichtete, dass der Prophet sagte: „Die Strafe des Handabschneidens wird vollzogen, wenn der Wert der entwendeten Sache ein Viertel Dinar und aufwärts ausmacht.“

    ʿAʾischa berichtete: „Der Prophet bestrafte eine Frau mit dem Handabschneiden sie pflegte danach mich aufzusuchen, und ich trug ihr Anliegen dem Propheten vor. Sie hatte ihre Tat bereut und ihre Reue mit gutem Willen durchgesetzt.“

    ʿUbada Ibn As-Samit berichtete: „Ich leistete dem Gesandten den Treueschwur, während eine Schar zugegen war, und er sagte: „Ich nehme euren Treueschwur mit der Bedingung an, dass ihr Allah weder etwas zur Seite stellt noch stehlt noch eure Kinder tötet noch Schändlichkeiten durch eure Hände und Beine begeht, und daß ihr euch mir gegenüber im guten Sinne nicht ungehorsam verhaltet.

    Wer von euch dies erfüllt, der hat seinen Lohn von Allah zu erwarten, und wer immer etwas davon begeht und dafür eine Strafe in dieser Welt erleidet, so gilt diese für ihn als Sühne und Reinigung. Begeht jemand aber eine Tat davon und wird von Allah vor der Öffentlichkeit geschützt, so ist das Urteil bei Allah: Wenn Er will, bestraft Er ihn, und wenn Er will, vergibt Er ihm.““

    ʿAlī – nachdem er am Freitag für eine Frau die Strafe der Steinigung vollzogen hatte – sagte: „Ich habe sie nach der Sunnah des Gesandten mit der Steinigung bestraft.“

    Asch-Schaibanyy berichtete: „Ich stellte ʿAbdallāh Ibn Abi Aufa folgende Frage: „Hat der Gesandte die Steinigungsstrafe angewendet?“ Und er entgegnete: „Ja!“ Ich fragte ihn weiter: „War das vor der Offenbarung der Surah An-Nur (Nr. 24) oder danach?“ Er sagte: „Ich kann mich nicht erinnern!“

    Jabir Ibn ʿAbdallāh Al-Ansaryy berichtete: „Ein Mann von Aslam kam zum Gesandten und erzählte ihm, dass er Unzucht begangen hatte, und leistete dafür viermal die Zeugenaussage gegen sich selbst. Darauf veranlaßte der Gesandte seine Bestrafung durch Steinigung. Dieser Mann war verheiratet.“

    Abū Huraira berichtete: „Ein Mann kam zum Gesandten während er sich in der Moschee aufhielt, und rief ihm zu: „O Gesandter Allahs, ich beging Unzucht!“ Da wandte sich der Prophet von ihm ab. Als der Mann aber die Zeugenaussage viermal gegen sich selbst geleistet hatte, ließ ihn der Prophet zu sich näher kommen und fragte ihn: „Bist du geisteskrank?“ Der Mann sagte: „Nein!“ Der Prophet fragte ihn weiter: „Bist du verheiratet?“ Der Mann antwortete: „Ja!“ Darauf sagte der Prophet: „Nehmet ihn dann und steinigt ihn!“

    Ibn Umar berichtete: „Ein Jude und eine Jüdin wurden zum Gesandten gebracht, die miteinander Unzucht begangen hatten. Der Prophet sagte zu den Juden: „Was findet ihr in eurer Schrift?“ Die Juden sagten: „Unsere Rabbiner bestimmten neulich, dass dafür das Gesicht geschwärzt und lächerliche Kleidung angezogen werden sollen.“ Darauf sagte ʿAbdallāh Ibn Salam: „O Gesandter Allahs, laß sie die Thora vorlegen!“

    Sie brachten dann die Thora und einer von ihnen legte seine Hand auf den Vers über die Steinigung. Er fing an zu lesen und las nur, was davor und was danach stand. Da sagte Ibn Salam zu ihm: „Hebe deine Hand ab!“ Als er sie wegnahm, wurde es deutlich, dass der Vers über die Steinigung unter seiner Hand war. Darauf veranlaßte der Gesandte ihre Abführung, und die beiden wurden am Vorplatz der Moschee gesteinigt. Ich sah dann, wie sich der Jude über sie beugte (um sie vor den Steinen zu schützen)!“

    Jabir berichtete: „Ein Mann von Aslam kam zum Propheten und gestand vor ihm, dass er Unzucht begangen hatte. Der Prophet wandte sich von ihm ab und als der Mann viermal die Zeugenaussage gegen sich selbst geleistet hatte, sagte der Prophet: „Bist du geisteskrank?“ Der Mann sagte: „Nein!“ Der Prophet fragte ihn weiter: „Bist du verheiratet?“ Und der Mann sagte: „Ja!“

    Darauf veranlaßte der Prophet seine Bestrafung, und er wurde daraufhin im Gebetssaal gesteinigt. Als er durch die Steine verletzt wurde, entfloh er er wurde doch eingeholt, wo er weiter gesteinigt wurde bis er starb. Der Prophet sprach dann Gutes über ihn und verrichtete für ihn das Totengebet.“

    Anas Ibn Malik berichtete: „Ich befand mich beim Propheten als ein Mann zu ihm kam und sagte: „O Gesandter Allahs, ich habe eine Straftat begangen, so vollziehe die Strafe für mich!“ Der Prophet fragte ihn aber nicht über diese Tat und als die Gebetszeit fällig wurde, betete der Mann mit dem Propheten. Als der Prophet das Gebet beendet hatte, begab sich der Mann zu ihm und sagte: „O Gesandter Allahs, ich habe eine Straftat begangen, so vollziehe die Bestimmung des Buches Allahs für mich!“ Der Prophet sagte: „Hast du nicht mit uns gebetet?“ Der Mann sagte: „Doch.“ Der Prophet sagte: „Allah hat dir doch deine Sünde vergeben.““

    ʿUmar sagte: „Ich befürchte, dass eine lange Zeit über die Menschen vergeht, bis jemand sagt: „Wir finden nichts über die Steinigung im Buche Allahs.“ Und dann gehen sie mit der Unterlassung einer Bestimmung, die Allah herabgesandt hat, in die Irre. Wahrlich, die Steinigung ist eine gerechte Strafe für denjenigen, der Unzucht begeht und verheiratet ist, solange der Beweis oder die Schwangerschaft oder das Geständnis vorliegen.“ *Sufyan fügte hinzu: „Ich behielt noch den Satz: „Wahrlich, der Gesandte bestrafte mit der Steinigung und nach ihm haben wir auch die Steinigung angewendet.“

    Zaid Ibn Chalid A?-Dschuhanyy berichtete: „Ich hörte den Propheten als er die Strafe gegen denjenigen verhing, der Unzucht begangen hatte und nicht verheiratet war, dass dieser einhundert Peitschenhiebe* bekam und aus der Gemeinde für ein Jahr verbannt wurde. Und ʿUrwah Ibn Az-Zubair berichtete, dass ʿUmar Ibn Al-Chattab mit der Verbannung aus der Gemeinde bestrafte, und diese blieb als Sunnah in Anwendung.“

    Abū Huraira berichtete: „Der Gesandte erließ gegen denjenigen, der Unzucht begangen hatte und nicht verheiratet war, das Urteil, dass er aus der Gemeinde verbannt wurde und die Strafe (durch Peitschenhiebe) erhielt.“

    Abū Burada berichtete, dass der Prophet folgendes zu sagen pflegte: „Keinem wird eine Strafe von mehr als zehn Peitschenhieben verhängt, es sei denn, dass es sich um eine Straftat handelt, deren Strafmaß von Allah festgesetzt wurde.“

  • Die Pflichtabgabe (az-Zakaah)

    Die Pflichtabgabe (az-Zakaah)

    [Ṣaḥīḥ al-Buḫārī, Kapitel 24]

    Der Prophet, Muʿath, in den Yemen entsandt hatte und zu ihm sagte: „Fordere die Menschen auf zu bezeugen, dass kein Gott da ist außer Allah, und daß ich der Gesandte Allahs bin. Folgen sie dieser Aufforderung, so laß sie wissen, dass Allah ihnen die Pflicht auferlegt hat, fünf Gebete je Tag und Nacht zu verrichten. Folgen sie dieser Aufforderung, so laß sie wissen, dass Allah ihnen die Pflicht auferlegt hat, ein Almosen aus ihrem Vermögen zu zahlen, das von ihren Reichen genommen und zu ihren Armen zurückgegeben wird.“

    Abū Huraira berichtete: „Ein Wüstenaraber kam zum Propheten und sagte: „Nenne mir eine Tat, welche – wenn ich diese begehe – mich ins Paradies bringt!“ Der Prophet sagte zu ihm: „Du dienst Allah und stellst Ihm nichts zur Seite, verrichtest das Pflichtgebet, zahlst die vorgeschriebene Zakah und fastest im Ramadan!“ Der Mann entgegnete: „Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass ich nichts mehr als dies tun werde!“ Als der Mann wegging, sagte der Prophet: „Wen der Blick an einem Menschen erfreut, der zu den Bewohnern des Paradieses gehört, der soll diesen Mann anschauen!“

    Abū Huraira berichtete: „Als der Gesandte Allahs starb, und Abū Bakr wurde, und es geschah, dass einige unter den Arabern durch den Abfall vom Islam ungläubig wurden, sagte ʿUmar zu Abū Bakr: „Wie kannst du gegen Menschen kämpfen, wo doch der Prophet sagte:

    „Mir wurde der Befehl erteilt, dass ich die Menschen solange bekämpfe, bis sie die Worte sprechen: la ilaha illa-llah (= kein Gott ist da außer Allah). Wer dies ausspricht, der nimmt sein Vermögen und sich selbst in Schutz vor mir – es sei denn, es läge ein Verstoß gegen das Recht vor – und die Abrechnung mit ihm ist Allah überlassen!““

    Abū Bakr erwiderte: „Bei Allah, ich werde jeden bekämpfen, der einen Unterschied zwischen Gebet und Zakah macht denn die Zakah ist das Recht auf Güter. Bei Allah, wenn sie die Abgabe einer kleinen Ziege verweigern würden, welche sie an den Gesandten Allahs geleistet haben, so werde ich gegen sie wegen dieser Weigerung kämpfen.“ ʿUmar sagte: „Ich schwöre dann bei Allah, dass Allah das Herz des Abū Bakr erleuchte, und dadurch habe ich es erkannt, dass dies das Wahre ist.“

    Dscharir Ibn Abdallāh berichtete: „Ich leistete dem Propheten den Treueschwur für die Verrichtung des Gebets, die Entrichtung der Zakah und die Aufrichtigkeit gegenüber jedem Muslim.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Die Kamele kommen wieder im besten Zustand, so wie sie einst waren, auf ihren Besitzer zu – falls er ihnen ihr Recht nicht gegeben hatte, um ihn mit ihren Fußtellern zu treten. Auch die Schafe kommen wieder im besten Zustand, so wie sie einst waren, auf ihren Besitzer zu – falls er ihnen ihr Recht nicht gegeben hatte, um ihn mit ihren gespaltenen Hufen zu treten und mit ihren Hörnern zu stoßen.

    Und zu ihrem Recht gehört, dass sie an einer Tränke gemolken werden … und keiner von euch wird am Tage der Auferstehung mit einer Schafsmutter kommen, welche er mit dem Schaum aus ihrem Maul auf seinem Nacken trägt und mir zuruft: „O Muhammad!“ Ich werde ihm dann antworten: „Ich kann dir nicht helfen! Ich habe es euch verkündet!“ Und keiner von euch wird am Tage der Auferstehung mit einem Kamel kommen, welches er mit dem Schaum aus seinem Maul auf seinem Nacken trägt und mir zuruft: „O Muhammad!“ Ich werde ihm dann antworten: „Ich kann dir nicht helfen! Ich habe es euch verkündet!“

    Abū Huraira berichtete: „Der Gesandte Allahs sagte: „Wem Allah von den Reichtümern gibt und dieser den Zakah-Anteil davon nicht entrichtet, dem wird sein Reichtum am Tage der Auferstehung in Form einer hochgiftigen Riesenschlange mit zwei schwarzen Hörnchen erscheinen. Diese wird ihn am Tage der Auferstehung umschlingen, seinen Unterkiefer … anpacken und zu ihm sprechen: „Ich bin dein Reichtum, ich bin dein Schatz!“ Der Prophet rezitierte anschließend folgenden Quran – Vers (Sura 3:180, Al-ʿImran): „Und diejenigen, die mit dem geizen,…““

    Ibn Masʿud berichtete, dass er den Propheten folgendes sagen hörte: „Es darf keinen Neid geben, außer in zwei Fällen: Wenn ein Mensch Reichtümer besitzt und er diese dorthin bringt, wo sie in gerechter Weise verwendet werden können und ein Mensch, dem Allah Weisheit gibt, und er mit dieser zur richtigen Entscheidung und zur Belehrung anderer beiträgt!“

    Haritha Ibn Wahb berichtete: „Ich hörte den Propheten sagen:

    „Gebt Almosen denn es wird eine Zeit auf euch zukommen, in der der Mensch mit seinem Almosen umhergeht und zu dessen Abgabe keine Empfänger findet. Man wird zu ihm sagen: „Wärst du gestern damit gekommen, hätte ich es von dir angenommen heute aber habe ich es nicht mehr nötig!““

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Die Stunde (des Weltuntergangs) wird nicht kommen, bis sich die Reichtümer unter euch so vermehrt haben, dass ihr im überfluß lebt, und bis der Wohlhabende Sorge dafür trägt, ob jemand seine milde Gabe empfangen kann, sogar bis er diese anbietet und derjenige, dem es angeboten wird, sagen wird: „Ich habe kein Verlangen danach!“

    ʿAdyy Ibn Hatim berichtete: „Ich befand mich in Gegenwart des Gesandten Allahs als zwei Männer zu ihm kamen: Der eine von den beiden klagte über Armut, während der andere über Wegelagerei klagte. Der Gesandte Allahs sagte: „Was die Wegelagerei angeht, so wird es nicht mehr allzu lange Zeit dauern, bis die Kamel-Karawanen nach Makka ohne Begleitschutz aufbrechen. Was aber die Armut angeht, so wird die Stunde nicht kommen, bis der eine von euch mit seinem Almosen umhergeht und keinen finden wird, der es von ihm annimmt.

    Bestimmt jeder von euch vor Allah stehen wird, ohne jegliche Verschleierung zwischen ihm und Ihm, aber auch ohne Dolmetscher, der für ihn die Sprache übersetzen soll. Diesem wird dann gesagt: „Habe Ich dir nicht Reichtum gegeben?“ und er wird mit Sicherheit sagen: „Doch!“ Diesem wird abermals gesagt: „Habe Ich zu dir keinen Gesandten entsandt?“ und er wird mit Sicherheit sagen: „Doch!“

    Dieser schaut dann zu seiner Rechten und sieht nichts anderes als das Höllenfeuer alsdann schaut er zu seiner Linken und sieht nichts anderes als das Höllenfeuer. Also soll sich ein jeder von euch vor dem Höllenfeuer schützen, und wäre es nur mit einer halben Dattel und wenn er diese nicht finden kann, dann mindestens mit einem guten Wort.“

    Abū Musa berichtete, dass der Prophet sagte: „Es wird bestimmt auf die Menschen eine Zeit zukommen, in der der eine mit seiner Spende aus Gold umhergeht und keinen findet, der diese von ihm annimmt und der Mann wird gesehen, wie vierzig Frauen ihm folgen, die Schutz bei ihm suchen, und zwar wegen der geringen Zahl der Männer und der Vielzahl der Frauen.“

    ʿAʾischa berichtete: „Eine Frau trat mit ihren beiden Töchtern bei mir ein, um zu betteln sie fand bei mir nichts anderes als eine Dattel, die ich ihr auch gab. Sie teilte die Dattel zwischen ihren beiden Töchtern aus und aß selbst nicht davon. Danach stand sie auf und ging hinaus. Dann trat der Prophet ein, grüßte uns mit dem Friedensgruß, und ich erzählte ihm diese Geschichte er sagte dann: „Wer wegen dieser Mädchen mit irgend etwas auf die Probe gestellt wird, für den sind sie ein Schutz vor dem Höllenfeuer.“

    Hakim Ibn Hizam berichtete, dass der Prophet sagte: „Die obere Hand ist besser als die untere Hand. Beginne mit demjenigen, den du unterhältst und das beste Almosen ist das, was man nach der Befriedigung seiner Bedürfnisse gibt. Und wer immer sich zurückhält, dem erspart Allah das Erbetteln bei den anderen. Und wer immer sich genügsam verhält, dem gibt Allah reichlich.“

    Abdallāh Ibn Umar berichtete: „Der Gesandte Allahs hielt eine Ansprache auf dem Podest und erwähnte das Almosen, die Genügsamkeit und das Betteln er sagte: „Die obere Hand ist besser als die untere Hand denn die obere Hand ist die Spendende und die untere Hand ist die Bettelnde.“

    Asmaʾ Bint Abi Bakr berichtete, dass sie zum Propheten kam, und er zu ihr sagte: „Horte nichts, damit Allah von dir nichts zurückhält. Komme (anderen) entgegen und gib das, was immer du zu geben vermagst!“

    Aischa berichtete, dass der Prophet sagte: „Wenn eine Frau von dem Essen ihres Hauses spendet, ohne jedoch damit eine Not bei ihr hervorzurufen, so erhält sie dafür ihren Lohn, und ihrem Mann steht ein Lohn für das zu, was er vorausschickte und für den Lagerverwalter genauso.“

    Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Es beginnt kein Tag, den die Menschen am Morgen empfangen, ohne daß zwei Engel herabgesandt werden, und der eine von den beiden sagt: „O Allah unser Gott, vergelte dem Freigebigen Gutes.“ Und der andere sagt: „O Allah unser Gott, gib dem Geizigen Verderb.“

    Abū Buradas Großvater berichtete, dass der Prophet sagte: „Einem jeden Muslim obliegt die Abgabe einer Sadaqa. “ Die Leute fragten: „O Prophet Allahs, und wie, wenn man nichts hat?“ Der Prophet antwortete: „Er soll mit seinen Händen arbeiten und etwas verdienen, wovon er für sich selbst Nutzen hat und eine Sadaqa gibt!“

    Die Leute fragten: „Und wie, wenn man keine Arbeit findet?“ Der Prophet antwortete: „Er soll dann einem Behinderten in seiner Not helfen!“ Die Leute fragten: „Und wie, wenn man keinen findet?“ Der Prophet antwortete: „Er soll dann mit guten Taten umgehen und sich vom übel fernhalten denn dies ist von ihm eine Sadaqa!“

    Umm Atiyya berichtete: „Es wurde zu Nusaiba Al-Ansaryya Schafsfleisch geschickt, von dem sie wiederum einen Teil zu Aischa schickte. Der Prophet sagte: „Habt ihr etwas da?“ Aischa antwortete: „Nichts da außer dem, was uns Nusaiba an Schafsfleisch geschickt hat.“ Der Prophet sagte zu ihr: „Bring es her! Es hat seinen Bestimmungsort erreicht!“

    Ibn ʿAbbas berichtete: „Bevor der Gesandte Allahs Muʿath in den Yemen entsandte, sagte er zu ihm: „Du wirst bei Leuten ankommen, die Offenbarungsschriften besitzen. Das erste, wozu du sie aufforderst, ist, dass sie Allah anbeten.

    Wenn sie sich zu Allah bekennen, so laß sie wissen, dass Allah ihnen die Pflicht auferlegt hat, fünf Gebete, an jedem ihrer Tage und in jeder ihrer Nächte, zu verrichten. Halten sie die Gebete ein, so laß sie wissen, dass Allah ihnen die Pflicht auferlegt hat, Zakah aus ihrem Vermögen zu zahlen, die ihren Armen zurückgegeben wird. Folgen sie dir, so nehme diese von ihnen ein und halte dich fern von den besten Teilen ihrer Güter.“

    Anas Ibn Malik berichtete: „Abū Talha war unter den Al-Ansar der reichste an Palmen, und das ihm liebste Stück seines Vermögens war das Gut von Bairuhaʾ, das gerade gegenüber der Moschee lag, und der Gesandte Allahs pflegte es zu betreten und von dem guten Wasser dort zu trinken.

    Als der Qurʾān -Vers (3:92): „Ihr werdet das Gütigsein nicht erlangen, ehe ihr nicht von dem spendet, was ihr liebt…“ offenbart wurde, stand Abū Talha auf, begab sich zum Gesandten Allahs und sagte: „O Gesandter Allahs! Wahrlich, Allah Der Segensreiche und Erhabene sagt: „Ihr werdet das Gütigsein nicht erlangen, ehe ihr nicht von dem spendet, was ihr liebt…“ (Qurʾān -Vers 3:92), und das mir liebste Stück meines Vermögens ist das Gut von Bairuhaʾ, das ich Allah als Sadaqa widmen will, und das mir – wie ich hoffe – etwas Gutes an Lohn von Ihm bringen mag so nimm es an, o Gesandter Allahs, und verfahre mit diesem in der Weise, wie Allah dich durch die Eingebung verfahren läßt.“

    Der Gesandte Allahs sagte: „Gut getroffen! Das ist ein gewinnreiches Gut! Das ist ein gewinnreiches Gut! Ich habe vernommen, was du sagtest, und ich sehe, dass du es deinen nächsten Verwandten zur Verfügung stellst.“ Abū Talha sagte: „Ich werde es tun, o Gesandter Allahs!“ Abū Talha teilte es dann unter seinen Verwandten und den Söhnen seines Onkels.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Dem Muslim obliegt keine Sadaqa für sein Pferd und seinen Sklaven.“

    Umm Salama berichtete: „Ich sagte: „O Gesandter Allahs, steht mir der Lohn zu, wenn ich für die Kinder des Abū Salama ausgebe denn sie sind ja meine Kinder?“ Der Prophet sagte zu mir: „Gib für sie aus, und du hast den Lohn für jede Ausgabe, die du für sie gemacht hast.“

    Abu Said al-Khudri berichtete: „Einige Leute von den Al-Ansar bettelten den Gesandten Allahs an, und er gab ihnen. Sie bettelten ihn abermals an, und er gab ihnen weiter. Als sie ihn nochmal anbettelten, gab er ihnen wieder, bis alles ausging, was er besaß dann sagte er zu ihnen: „Wenn ich etwas an Gütern besäße, so würde ich es euch nie vorenthalten. Und wer immer sich zurückhält, dem erspart Allah das Erbetteln bei den anderen. Und wer immer sich genügsam verhält, dem gibt Allah reichlich. Wer sich geduldig verhält, dem gibt Allah die Kraft dazu. Keinem wird etwas Besseres und Reichlicheres gegeben als die Geduld.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass es für den einen von euch besser ist, sein Seil zu nehmen und damit auf seinem Rücken ein Bündel Brennholz herbeizubringen, als wenn er zu einem anderen geht und diesen anbettelt, der ihm entweder etwas gibt oder nichts gibt.“

    Az-Zubair Ibn Al-ʿAwwam berichtete, dass der Prophet sagte: „Daß einer von euch sein Seil nimmt, damit ein Bündel Brennholz auf seinem Rücken herbeibringt und es verkauft, und Allah dadurch sein Antlitz bewahrt, ist besser für ihn, als wenn er die Menschen anbettelt, die ihm entweder etwas geben oder nichts geben!“

    Hakim Ibn Hizam berichtete: „Ich bettelte den Gesandten Allahs an, und er gab mir dann bettelte ich ihn nochmal an, und er gab mir dann bettelte ich ihn an, und er gab mir. Anschließend sagte er: „O Hakim, die Güter sind wahrlich grünschön und süß. Wer sich diese mit guten Vorsätzen erwirbt, dem werden sie segensreich sein.

    Und wer diese aus Habgier und schlechten Vorsätzen nimmt, dem werden sie ohne Segen sein. Es ist gleich demjenigen, der isst und nie satt wird. Die obere Hand ist besser als die untere Hand!“ Ich sagte: „O Gesandter Allahs, ich schwöre bei Dem, Der dich mit der Wahrheit entsandt hat: ich werde nach dir von keinem Menschen etwas abbetteln, bis ich von dieser Welt scheide!“

    Es geschah danach, dass Abū Bakr Hakim zu sich rief, um ihm etwas zu geben und dieser ablehnte, etwas von ihm anzunehmen. Es geschah auch, dass ʿUmar Hakim zu sich rief, um ihm etwas zu geben und dieser nichts von ihm annahm. ʿUmar sagte: „Euch, ihr Muslime, mache ich zu Zeugen über Hakim, dem ich seinen Anteil an der Beute anbiete und er ablehnt, diesen anzunehmen.“ Hakim blieb dabei, dass er seit diesem Vorfall mit dem Gesandten Allahs von keinem Menschen etwas erbettelte, bis er starb.

    ʿUmar berichtete: „Wenn mir der Gesandte Allahs etwas gab, sagte ich zu ihm: „Gib es demjenigen, der es nötiger hat als ich!“ Er aber erwiderte: „Nimm es! Wenn dir etwas von diesem angeboten wird, ohne daß du darum gefragt oder gebettelt hast, so nimm es. Wenn aber dies nicht der Fall ist, so erniedrige dich nicht dafür.“

    ʿAbdallāh Ibn ʿUmar berichtete, dass der Prophet sagte: „Der Mensch hört nicht auf zu betteln, bis er am Tage der Auferstehung auftreten und kein Fleisch fetzchen mehr in seinem Gesicht haben wird.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Arm ist nicht der, der mit einer Mahlzeit oder die zwei Mahlzeiten fortgeschickt wird. Arm ist vielmehr derjenige, der nichts hat und sich trotzdem schamhaft verhält, oder nicht bei den anderen Menschen um etwas bettelt.“

    Der Schreiber des Al-Mughira Ibn Schuʿba berichtete: „Muawiya ließ an Al-Mughira Ibn Schuba folgendes schreiben: „Teile mir schriftlich etwas mit, das du von dem Propheten gehört hast!“ Darauf schrieb er folgendes zu ihm: „Ich hörte den Propheten sagen: „Wahrlich, Allah will für euch folgende drei Eigenschaften nicht: Das Geschwätz übereinander, die Verschwendung des Geldes und das viele Fragen.““

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Arm ist nicht derjenige, der bei den Menschen die Runde macht und mit einem oder zwei Stück Brot oder mit einer Dattel oder mit zwei Datteln fortgeschickt wird. Arm ist vielmehr derjenige, der keinen Ausweg findet, um sich aus der Not erlösen zu können er ist derjenige, auf den keiner aufmerksam sein wird, um ihm eine Sadaqa zu geben er ist aber auch nicht derjenige, der aufsteht und sie anbettelt.“

    Abū Huraira berichtete: „Al-Hassan, Sohn des ʿAlī nahm (als Kind) eine Dattel aus der Sadaqa und steckte sie in seinen Mund da sagte der Prophet zu ihm: „Kich, kich (= Bah, bah)“, damit er sie wegwerfe. Dann sagte er zu ihm: „Hast du nicht gemerkt, dass wir von der Sadaqa nicht essen dürfen?“

    Ibn ʿUmar berichtete: „Der Gesandte Allahs machte Zakatu-l-fitr zur Pflicht, und zwar als eine Maßeinheit Datteln oder eine Maßeinheit Gerste, welche ausgegeben werden soll für jeden Menschen (im Haushalt), sei dieser ein Sklave oder ein Freier, männlich oder weiblich, minderjährig oder volljährig von den Muslimen. Er gab dazu seine Anweisung, dass diese entrichtet werden solle, bevor sich die Menschen zum Festgebet begeben.“

  • Vom Dschihad und Leben des Propheten

    Vom Dschihad und Leben des Propheten

    [Sahih al-Buchari, Kapitel 50]

    Ibn Abbas berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Es gibt keine Hidschra nach der Eroberung, sondern Dschihad und Niyya. Wenn ihr dann zum Aufbrechen aufgefordert werdet, dann brechet auf.“

    Abū Huraira berichtete: „Ein Mann kam zum Gesandten Allahs und sagte: „Nenne mir eine Tat, die dem Dschihad gleich ist!“ Der Prophet sagte: „Eine solche finde ich nicht!“ Der Prophet fuhr dann fort: „Kannst du es verkraften, wenn der Kämpfer für den Kampf aufbricht, dass du in die Moschee gehst und dort betest und nicht aufhörst und aber auch fastest, ohne dein Fasten zu brechen?“ Der Mann sagte: „Und wer kann so etwas tun?““

    Abū Saʿīd al-Khudrī berichtete: „Es wurde folgende Frage gestellt: „O Gesandter Allahs, wer ist unter allen Menschen der beste?“ Der Gesandte Allahs sagte: „Ein Gläubiger, der unter dem Einsatz seines Lebens und Vermögens auf dem Weg Allahs den Dschihad unternimmt.“ Die Leute sagten: „Wer dann außer diesem!“ Der Prophet sagte: „Ein Gläubiger, der sich irgendwo in einer unbewohnten Gegend zwischen den Bergen aufhält, Allah fürchtet und die Menschen von seinen Schlechtigkeiten verschont!“

    Abū Huraira berichtete: „Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: „Derjenige, der auf dem Weg Allahs den Dschihad unternimmt – und Allah kennt wohl denjenigen, der auf Seinem Weg den Dschihad unternimmt – ist demjenigen gleich, der anhaltend fastet und betet. Und Allah gibt dem Mudschahid auf Seinem Weg die Gewähr dazu, dass Er ihn entweder sterben und ins Paradies eingehen läßt oder daß Er ihn unversehrt mit einem Lohn oder mit einer Beute zurückkehren läßt.“

    Abū Huraira berichtete: „Der Prophet sagte: „Wer an Allah und Seinen Gesandten glaubt, das Gebet verrichtet und im Ramadan fastet, der hat gegenüber Allah ein Recht darauf, dass Er ihn ins Paradies eintreten läßt, gleichwohl, ob er auf dem Weg Allahs den Dschihad unternahm oder in seinem Land daheimsaß, wo er geboren wurde.“

    Die Leute sagten: „O Gesandter Allahs! Sollen wir nicht den Menschen diese frohe Botschaft verkündigen?“ Darauf fuhr der Prophet fort: „Wahrlich, es gibt im Paradies einhundert Rangstufen, die Allah für diejenigen vorbereitete, die auf dem Weg Allahs den Dschihad unternahmen, und zwischen der einen Stufe und der anderen ist eine Entfernung, wie zwischen Himmel und Erde*. Wenn ihr also Allah darum bittet, so bittet um den Al-Firdaus denn dieser liegt mitten im Paradies oder auf der höchsten Ebene des Paradieses … und darüber befindet sich der Thron des Allerbarmers, und dort entspringen die Flüsse des Paradieses.“ …“

    Anas Ibn Malik berichtete, dass der Prophet sagte: „Wahrlich, ein Aufbruch am frühen Morgen oder am Tagesende auf dem Weg Allahs ist besser als die ganze Welt und das, was auf ihr ist.“

    Anas Ibn Malik berichtete, dass der Prophet sagte: „Kein Mensch, der bei Allah etwas Gutes zu erwarten hat, und auf das er sich freut, würde nach seinem Tod wünschen, dass er zur Welt zurückkehrte, auch dann, wenn ihm die ganze Welt und was auf ihr an Wert ist, gegeben würde. Ausgenommen davon ist der Märtyrer (Schahid), der auf Grund der Vorzüglichkeit des Martyriums (Schahada), sich freuen würde, wenn er zur Welt zurückkehrte und nochmal umkäme.“

    Anas Ibn Malik berichtete, dass der Prophet sagte: „Wahrlich, ein Aufbruch am Tagesende oder am frühen Morgen auf dem Weg Allahs ist besser als die ganze Welt und das, was auf ihr ist. Und wahrlich, der geringste Abstand zum Paradies, in der Länge eines Schießbogens oder einer Peitsche, ist besser als die ganze Welt und das, was auf ihr ist. Und wenn eine Frau von den Bewohnern des Paradieses den Bewohnern der Erde erscheinen würde, würde sie das, was zwischen ihr und ihnen erleuchten und mit Wohlgeruch erfüllen. Und wahrlich, der Schleier, den sie auf ihrem Kopf trägt, ist be sser als die ganze Welt und das, was auf ihr ist.“

    Abū Huraira berichtete: „Ich hörte den Propheten folgendes sagen: „Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass ich – wenn keine gläubigen Menschen da wären, die sich nicht wohlfühlten, wenn sie hinter mir zurückbleiben müssten, weil ich nichts (an Reittier) fände, auf dem ich sie tragen könnte -, nie bei einer Kampftruppe fehlen würde, die auf dem Weg Allahs aufbricht.

    Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass ich mir so sehr wünsche, dass ich auf dem Weg Allahs umkomme, alsdann wieder lebendig gemacht werde, alsdann auf dem Weg Allahs umkomme und wieder lebendig gemacht werde, alsdann auf dem Weg Allahs umkomme und wieder lebendig gemacht werde, dann wieder auf dem Weg Allahs umkomme.“

    Dschundab Ibn Sufiyan berichtete: „Der Gesandte Allahs beteiligte sich an einer Schlacht, in der sein Finger blutete. Er sagte daraufhin: „Du bist nichts anderes als ein Finger, der blutet, und das, was mich traf, ist Allah gewidmet.“

    Al-Baraʿ berichtete: „Es kam zum Propheten ein Mann, der im Panzereisen vermummt war, und sagte: „O Gesandter Allahs, soll ich erst kämpfen oder erst Muslim werden?“ Der Prophet sagte: „Du sollst erst Muslim werden, dann kämpfen!“ Der Mann trat dann zum Islam über, kämpfte und kam anschließend um. Darauf sagte der Gesandte Allahs: „Er tat nur wenig und erhielt viel Lohn!“

    Umm Ar-Rubai, Tochter des Al-Bara und zugleich Mutter des Haritha Ibn Suraqa, kam zum Propheten und sagte: „O Prophet Allahs, wenn du mir von Haritha berichten würdest!“ – und dieser fand den Tod am Tage der Schlacht von Badr durch einen Blindpfeilschuß – „Wenn er im Paradies ist, so werde ich geduldig sein und wenn dies nicht der Fall ist, so werde ich ihn sehr stark beweinen.“ Der Prophet sagte: „O Umm Haritha, es sind wahrlich mehrere Paradiesgärten im Paradies, und wahrlich dein Sohn traf die höchste Ebene in Al-Firdaus!“

    Abu Musa berichtete: „Ein Mann kam zum Propheten und sagte: „Es gibt Leute, die für die Beute, andere für den Ruf, während andere mit der Absicht kämpfen, um sich Ansehen zu verschaffen. Welcher Kampf ist dann auf dem Weg Allahs?“ Der Prophet sagte: „Wer mit der Absicht kämpft, dass Allahs Wort das Höchste wird, der kämpft auf dem Weg Allahs!“

    Abd ar-Rahman Ibn Dschabr berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Niemals werden die Füße eines Dieners Allahs, die auf dem Weg Allahs staubig wurden, vom Höllenfeuer berührt.“

    Aischa berichtete: „Als der Gesandte Allahs nach der Grabenschlacht nach Hause kam, seine Waffe ablegte und sich waschen wollte, kam Gabriel zu ihm, gerade als sein Haupt noch von Staub bedeckt war, und sagte: „Hast du die Waffe abgelegt? Bei Allah, es ist noch nicht soweit, dass du die Waffe ablegst!“ Der Gesandte Allahs fragte ihn: „Wo dann?“ Gabriel sagte: „Dorthin!“ Und er deutete dabei auf von Banu Quraida. Da zog der Gesandte Allahs hinaus zu ihnen.“

    Abdallah Ibn Abi Aufa schrieb, dass der Gesandte Allahs sagte: „Und wisset, dass das Paradies unter den Schatten der Schwerter liegt!“

    Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Sulaiman Ibn Dawud (Salomo, Sohn des David) sagte: „Ich mache mit Sicherheit in dieser Nacht die Runde mit einhundert – oder neunundneunzig – Frauen, und alle werden jeweils einen Ritter zur Welt bringen, der auf dem Weg Allahs kämpfen wird!“

    Sein Gefährte sagte dann zu ihm: „Sprich „inschaʾ Allah!““ Er sagte dies aber nicht und keine der Frauen wurde schwanger, mit Ausnahme einer Frau, die einen Halbmenschen zur Welt brachte.Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass, wenn er „inschaʾ Allah“ gesagt hätte, so wären sie allesamt Ritter geworden, die auf dem Weg Allahs gekämpft hätten!“

    Anas berichtete: „Der Prophet war der beste unter allen Menschen, und der tapferste unter allen Menschen, und der freigebigste unter allen Menschen. Es geschah, dass die Leute von Al-Madina durch einen Angriff des Feindes in Schrecken versetzt wurden, und sie erlebten, dass der Prophet der erste war, der ihnen zur Abwehr auf einer Pferdestute geritten, zuvorkam. Wir haben ihn (so großartig) wie ein Meer gefunden.“

    Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Allah wird zwei Männer anlachen, von denen der eine den anderen getötet hatte und dennoch werden die beiden ins Paradies eingehen: Der eine kämpfte auf dem Weg Allahs und kam um danach wandte Sich Allah dem Tötenden auf Grund seiner Reue Gnädig zu und ließ somit diesen als Märtyrer sterben.“

    Anas Ibn Malik berichtete, dass der Prophet sagte: „Der Tod durch die Pest ist ein Martyrium für jeden Muslim!“

    Abu Saīd al-Khudri berichtete, dass er den Propheten folgendes sagen hörte: „Wer einen Tag fastet, während er sich auf dem Weg Allahs befindet, dessen Angesicht hält Allah vom Höllenfeuer mit einem Abstand fern, der in siebzig* Jahren zurückgelegt wird.“

    Zaid Ibn Chalid berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Wer einen Kämpfer auf dem Weg Allahs ausgerüstet hat, der hat gekämpft, und wer die Interessen eines Kämpfers auf dem Weg Allahs im guten Sinne wahrgenommen hat, der hat gekämpft.“

    Ar-Rubai Bint Muʿauwith berichtete: „Wir pflegten mit dem Propheten zu sein, um die Verwundeten zu tränken und zu pflegen, und um die Gefallenen nach Al-Madina zu transportieren.“

    Ar-Rubai Bint Muauwith berichtete: „Wir beteiligten uns gewöhnlich an der Schlacht mit dem Propheten um die Leute zu tränken und zu pflegen, und um die Verwundeten und die Gefallenen nach Al-Madina zu transportieren.“

    Aischa berichtete: „Der Prophet verbrachte mehrere schlaflose Nächte. Als er nach Al-Madina kam, sagte er: „Hoffentlich finde ich unter meinen Gefährten einen Mann, der für mich in dieser Nacht die Wache hält denn wir haben das Klirren einer Waffe gehört!“ Der Prophet rief: „Wer ist dort?“ Eine Stimme meldete sich: „Das bin ich, Sad Ibn Abi Waqqas! Ich kam, um für dich die Wache zu halten.“ Hier dann schlief der Prophet.“

    Anas berichtete: „Wir zogen mit dem Propheten. Wer von uns den meisten Schatten hatte, war derjenige, der sich unter seinem eigenen Kleidungsstück abschirmte.

    Was die Fastenden unter uns anging, so leisteten diese keine Arbeit. Diejenigen aber, die ihr Fasten brachen, konnten sich um die Reittiere kümmern, die verschiedenen Arbeiten verrichten und die Kranken pflegen. Darauf sagte der Prophet: „Diejenigen, die heute ihr Fasten brachen, sind allein mit dem Lohn gegangen.“

    Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Jedem Menschen obliegt ein Almosen für jedes Glied seines Körpers an jedem Tag: Einem Mann mit seinem Reittier in der Weise zu helfen, dass man ihn hinaufhebt oder seine Sachen hinauflädt, ist eine Sadaqa. Auch ein gutes Wort ist eine Sadaqa. Und jeder Schritt, den er zum Gebet macht, ist eine Sadaqa und die Weisung des Weges ist eine Sadaqa.“

    Sahl wurde einmal nach der Verletzung des Propheten am Tage der Schlacht von Uhud gefragt, und er berichtete: „Das Gesicht des Propheten erlitt eine Wunde, ein Eckzahn von ihm wurde gebrochen, und sein Helm wurde auf seinem Haupt zertrümmert.

    Da kümmerte sich Fatima, um ihn und wusch von ihm das Blut ab, während Alī zusammenhielt. Als sie aber sah, dass das Blut nicht zu fließen nachließ, und es sogar noch mehr floss, riss sie etwas von der Strohmatte ab und brannte sie aus, bis dieses völlig zu Asche wurde sie nahm sie dann und presste sie gegen die Wunde, und diese hörte auf zu bluten.“

    Abdallāh Ibn Umar berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Ihr werdet gegen die Juden solange kämpfen, bis sich der eine von ihnen hinter einem Stein versteckt und dieser spricht: „Du Diener Allahs, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, so töte ihn.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Die Stunde wird nicht kommen, bis ihr gegen die Juden solange kämpft, und bis der Stein, hinter dem sich der Jude versteckt hat, spricht: „Du Muslim, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, so töte ihn.“

    Abū Huraira berichtete: „Tufail Ibn Amr Ad-Dausyy und seine Leute kamen zum Propheten und sagten: „O Gesandter Allahs, der Stamm Daus ist wahrlich in Ungehorsam verfallen und verhält sich nur ablehnend, so richte zu Allah ein Bittgebet gegen ihn!“ Jemand sagte: „Nieder mit den Daus!“ und der Prophet sagte: „O Allah, führe die Daus zum rechten Weg und bringe sie zu uns zurück.“

    Anas berichtete: „Als der Prophet an die Byzantiner schreiben lassen wollte, wurde ihm gesagt, dass diese kein Schreiben lesen wollten, das nicht mit einem Siegel versehen sei. Da nahm sich der Prophet einen Siegelring aus Silber – als ob ich heute noch dessen Glanz in seiner Hand sähe – und er ließ darauf gravieren: „Muhammad Rasulu-llah.““

    Abdallāh Ibn Abbas berichtete: „Der Gesandte Allahs schickte durch Boten ein Schreiben an Chosro (den König von Persien) über den Gouverneur von Bahrain, von dem er verlangte, dass er dieses wiederum an Chosro weiterleite. Als Chosro dieses Schreiben las, zerriss er es. Da sprach der Prophet ein Bittgebet gegen sie, dass sie in vollkommener Weise zerstreut werden mögen.“

    Anas berichtete: „Der Gesandte Allahs pflegte – wenn er einen Angriff wider den Gegner zu unternehmen beabsichtigte – den Angriff erst am Morgen zu beginnen. Wenn er dort den Gebetsruf hörte, sah er davon ab, und wenn er keinen Gebetsruf hörte, stürmte er nach dem Morgengebet. Demnach kamen wir in Chaibar in der Nacht an.“

    Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Mir wurde der Befehl erteilt, dass ich gegen die Menschen solange kämpfen soll, bis sie sagen: „la ilaha illa-llah.“ Wer dann dies sagt, der rettet sein Leben und Vermögen vor mir, es sei denn, dass er gegen das Recht verstößt und die Abrechnung mit ihm ist Allah überlassen. …“

    Abdallah Ibn Umar berichtete: „Der Gesandte Allahs verbot, dass einer mit dem Qurʾān in das Land des Feindes einreist.“

    Ibn Umar berichtete, dass der Prophet sagte: „Wenn die Menschen wüßten, was ich über die Einsamkeit weiß, so würde kein Reiter in der Nacht allein reisen.“

    Abdallah Ibn Umar berichtete: „Ein Mann kam zum Propheten und bat ihn um Erlaubnis dafür, den Dschihad unternehmen zu dürfen. Der Prophet fragte ihn: „Sind deine Eltern am Leben?“ Der Mann sagte: „Ja“ und der Prophet entgegnete: „Dann unternehme den Dschihad bei ihnen!“*

    Ibn Abbas berichtete, dass er den Propheten folgendes sagen hörte: „Kein Mann darf sich mit einer Frau in Zweisamkeit zurückziehen und eine Frau darf nur mit einem Mahram* reisen.“ Ein Mann stand auf und sagte: „O Gesandter Allahs, ich habe mich zur Teilnahme an den Schlachten von Soundso und Soundso gemeldet, und meine Frau ist bereits als Pilgerin aufgebrochen!“ Der Prophet sagte zum ihm: „Gehe und vollziehe die Pilgerfahrt mit deiner Frau!“

    Abdallah berichtete: „Eine Frau wurde in einer Schlacht, die der Prophet unternahm, tot aufgefunden. Und der Gesandte Allahs verabscheute das Töten von Frauen und Kindern.“

    Ibn Umar berichtete: „Eine Frau wurde in einer Schlacht, die der Gesandte Allahs unternahm, tot aufgefunden. Und der Gesandte Allahs verbot das Töten von Frauen und Kindern.“

    Ikrima berichtete, dass Ali einige Leute verbrannte. Als Ibn Abbas davon erfuhr, sagte er: „An seiner Stelle hätte ich sie nicht verbrannt denn der Prophet sagte: „Vollzieht keine Strafe, mit der Allah Selbst bestraft.“ Und ich hätte sie hingerichtet, wie der Prophet sagte: „Wer seine Religion ändert, den sollt ihr töten!““

    Abu Huraira berichtete, dass er den Gesandten Allahs folgendes sagen hörte: „Eine Ameise biss einen der Propheten, der daraufhin seinen Befehl gab, das ganze Ameisendorf zu verbrennen. Und Allah gab ihm folgendes ein: „Nur weil dich eine einzige Ameise gebissen hat, hast du dafür eines der Völker verbrennen lassen, das Allah lobpreist?“

    Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Wünscht euch keine Begegnung mit dem Feind wenn ihr ihm aber begegnet seid, dann seid geduldig!“

    Abu Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Chosro (König von Persien) wird zugrundegehen, und nach ihm wird es keinen Chosro mehr geben. Und der Kaiser (von Byzanz) wird auch mit Sicherheit zugrundegehen, und nach ihm wird es keinen Kaiser mehr geben. Was aber ihre Schätze angeht, so werden diese mit Sicherheit auf dem Weg Allahs verteilt werden!“

    Abu Huraira berichtete: „Der Prophet bezeichnete den Krieg als einen kniffligen Kunstgriff.“

    Abu Musa berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Löst die Fesseln des Kriegsgefangenen (bzw. Sklaven), speist den Hungrigen und besucht den Kranken!“

    Abdallah berichtete: „Wenn der Prophet zurückkam, rief er dreimal „Allahu akbar“ und sagte anschließend: „Wir kehren zurück, so Allah will, reumütig, Ihm dienend und Ihn lobend, und uns vor unserem Herrn niederwerfend! Allah erfüllte sein Versprechen, verhalf seinem Diener zum Sieg und schlug Allein die Kampfverbände!“

    Kab berichtete: „Der Prophet pflegte – wenn er von einer Reise im Laufe des Vormittags zurückkam – zunächst in die Moschee zu gehen und dort zwei Raka zu verrichten, bevor er sich hinsetzte.“