Schlagwort: Hadith

  • Die Medizin

    Die Medizin

    [Sahih al-Buchari, Kapitel 69]

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Allah hat keine Krankheit herabkommen lassen, ohne daß Er für sie zugleich ein Heilmittel herabkommen ließ.“

    Rubaiʿ Bint Muʿawwith Ibn ʿAfraʾ berichtete: „Wir (Frauen) zogen gewöhnlich mit dem Gesandten Allahs in den Kampf, um die Leute zu tränken und zu pflegen, und die Rückbeförderung der Gefallenen und Verwundeten nach Al-Madina zu unternehmen.“

    Ibn ʿAbbas berichtete, dass der Prophet sagte: „Es gibt Heilbehandlungen durch drei Dinge: Durch einen Eingriff für den Aderlaß, durch ein Getränk aus Bienenhonig und durch Abbrennen (der krankhaften Stelle). Meiner Umma verbiete ich aber das Abbrennen.“

    Abū Saʿid berichtete: „Ein Mann kam zum Propheten und sagte: „Mein Bruder klagt über Bauchschmerzen!“ Der Prophet sagte zu ihm: „Gib ihm Bienenhonig (-Wasser) zu trinken.“ Als der Mann zu ihm abermals mit derselben Nachricht kam, sagte der Prophet zu ihm: „Gib ihm Bienenhonig (-Wasser) zu trinken.“ Und als der Mann zum dritten Mal in derselben Sache zu ihm kam, sagte der Prophet: „Gib ihm Bienenhonig (-Wasser) zu trinken.“

    Dann kam der Mann noch einmal und berichtete dem Propheten, dass er dies doch tat (und sein Bruder immer noch Schmerzen hat). Da sagte der Prophet zu ihm: „Allah sagt die Wahrheit, und der Bauch deines Bruders hat gelogen. Gib ihm Bienenhonig (-Wasser) zu trinken.“ Der Mann gab seinem Bruder endlich dieses Getränk, und er wurde dadurch geheilt.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Im Schwarzkümmel* gibt es Heilung für jede Erkrankung, mit Ausnahme des Todes “

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Nach Al-Madina wird weder der Messias noch die Pest kommen.“

    ʿAʾischa berichtete: „Der Prophet befahl (mir), die Heilwirkung gegen den bösen Blick durch ein entsprechendes Bittgebet (Ruqya) zu erreichen.“

    Umm Salama berichtete, dass der Prophet ein junges Mädchen in ihrer Wohnung sah, auf deren Gesicht ein Farbfleck war. Er sagte: „Suchet für sie die Heilwirkung durch ein entsprechendes Bittgebet denn sie wurde von einem bösen Blick getroffen.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Der böse Blick ist wahr!“ ,und daß er die Tätowierung verbot.

    ʿAbdu-l-ʿAziz berichtete: „Ich trat zusammen mit Thabit bei Anas Ibn Malik ein, und Thabit sagte: „O Abū Hamza, ich bin krank!“ Da sagte Anas zu ihm: „Soll ich dich nicht mit einem entsprechenden Bittgebet um Heilung (Ruqya) behandeln, mit dem der Gesandte Allahs verfuhr?“ Er erwiderte: „Doch!“ Anas sprach dann: „O Allah, Herr der Menschen, Vertilger aller Schmerzen! Heile denn Du bist Der, Der wirklich heilt. Es ist keiner da, der heilt außer Dir! Denn da kann nichts vom Leid bleiben.“

    ʿAʾischa berichtete: „Der Prophet pflegte, wenn er die Zufluchtnahme bei Allah für manch einen (Kranken) in seiner Familie sprechen wollte, mit seiner rechten Hand auf ihm zu streichen und zu sprechen: „O Herr der Menschen, nimm die Schmerzen! Heile denn Du bist Der, Der wirklich heilt. Es gibt kein Heilen außer Deinem Heilen denn da kann nichts vom Leid bleiben.“

    Abū Qatada berichtete, dass er den Propheten folgendes sagen hörte: „Das Traumgesicht ist von Allah, und das üble Träumen ist von Satan. Wenn einer von euch etwas sieht, das er verabscheut, soll er – sobald er wach ist – dreimal pusten und seine Zuflucht (bei Allah) nehmen, dann wird dies ihm keinen Schaden verursachen.“

    ʿAʾischa: „Der Gesandte Allahs pflegte – wenn er zu Bett ging – in seine beiden Handflächen zu pusten, indem er „qull hua-llahu ahad“ (Surah 112) und die beiden Schutz-Suren (113 und 114) rezitierte. Anschließend strich er mit seinen Händen über sein Gesicht und überall über seinen Körper, soweit seine Hände hinreichen konnten. Als er aber erkrankt war, ließ er mich dies für ihn tun.“

    Abū Huraira berichtete, dass er den Gesandten Allahs folgendes sagen hörte: „Es gibt kein schlechtes Omen, sondern nur gutes davon.“ Die Leute fragten: „Und was ist ein gutes Omen?“ Er erwiderte: „Es ist das gute Wort, das einer von euch gewöhnlich hört!“

    ʿAʾischa berichtete: „Einige Leute fragten den Gesandten Allahs über die Wahrsagerei, und er sagte zu ihnen: „Das ist nichts!“ Die Leute sagten: „Sie erzählen uns manchmal von einer Sache, die wahr ist!“ Der Gesandte Allahs sagte: „Dieses einzige wahre Wort nimmt ein ?inn in aller Eile (von irgendwo her) und tut es in das Ohr seines Gefährten, der es dann mit einhundert Lügen vermischt.““

    Abū Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Hütet euch vor den vernichtenden Dingen: Der Beigesellung Allahs und der Zauberei.“

    Saʿd berichtete, dass er den Gesandten Allahs folgendes sagen hörte: „Wer jeden Morgen mit sieben ʿA?wa -Datteln* frühstückt, dem kann an dem Tag, an dem er diese gegessen hat, weder Gift noch Zauberei schaden.“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Lasset keinen Kranken zu einem Gesunden eintreten!“

    Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Wer sich von einem Berg stürzt und sich dadurch umbringt, der wird ins Höllenfeuer stürzen und darin in aller Ewigkeit bleiben und wer Gift einnimmt und sich dadurch umbringt, der wird sein Gift in seiner Hand tragen und es im Höllenfeuer trinken und darin in aller Ewigkeit bleiben und wer sich mit einem Messer tötet, der wird sein Messer in seiner Hand tragen und es im Höllenfeuer in seinen Bauch führen und darin in aller Ewigkeit bleiben.“

  • Die Blutschuld (Diyya)

    Die Blutschuld (Diyya)

    [Sahih al-Buchari, Kapitel 80]

    Ibn ʿUmar berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Der Muslim bleibt stets unbedrängt im Rahmen seiner Religion, solange er kein widerrechtliches Blutvergießen begangen hat.“

    ʿAbd Allāh Ibn Masʿūd berichtete, dass der Prophet sagte: „Das erste, über das zwischen den Menschen gerichtet werden wird, ist das Blutvergießen!“

    Al-Miqdad Ibn ʿAmr Al-Kindyy, Verbündeter des Stammes Banu Zuhra, der mit dem Propheten in der Schlacht von Badr gekämpft hatte, berichtete: „Ich sagte: „O Gesandter Allahs, ich war in einen Kampf gegen einen Ungläubigen verwickelt, als er mit dem Schwert auf meine Hand haute und sie abtrennte anschließend suchte er Schutz vor mir auf einem Baum und rief: „Ich bin ein Allah ergebener (Muslim)!“ Soll ich ihn nun umbringen, nachdem er diese Worte gesprochen hat?“

    Der Gesandte Allahs sagte: „Bringe ihn nicht um!“ Ich erwiderte: „O Gesandter Allahs, er hat doch eine meiner beiden Hände von meinem Leib abgetrennt und anschließend seine Worte gesprochen, nachdem er meine Hand abgetrennt hatte. Soll ich ihn nun umbringen?“ Der Prophet sagte: „Nein! Wenn du ihn umbringst, ist er (als Muslim) an deiner Stelle bevor du ihn umbrachtest, und du bist (als Nicht-Muslim) an seiner Stelle bevor er sein Wort sprach, das er von sich gab.“

    Ibn ʿAbbas fügte hinzu: „Der Prophet sagte zu Al-Miqdad: „Wenn es sich um einen Mann handelt, der unter den Ungläubigen lebte und seinen Glauben verborgen hielt, so ist dies genau der Fall mit dir gewesen, als du zuvor in Makka warst und deinen Glauben verborgen hieltest!“

    ʿAbd Allāh berichtete, dass der Prophet sagte: „Kein Mensch wird ungerechterweise getötet, ohne dass ein Teil der Verantwortung für das Verbrechen dem ersten Sohn Adams auferlegt wird.!“

    ʿAbd Allāh Ibn ʿUmar berichtete, dass der Prophet sagte: „Kehret nicht nach mir in den Unglauben zurück, indem die einen von euch die Nacken der anderen abschlagen!“

    Dscharir berichtete: „Der Prophet sagte zu mir während der Abschiedspilgerfahrt (Higgat al-wadāʿ): „Lass die Menschen aufmerksam hören: „Kehret nicht nach mir in den Unglauben zurück, indem die einen von euch die Nacken der anderen abschlagen!““

    Usama Ibn Zaid Ibn Haritha berichtete: „Der Gesandte Allahs entsandte uns (zu einem Feldzug) zum Ort Al-Hurqa in der Gegend von Dschuhaina. Dort überfielen wir die Leute gegen Morgen und besiegten sie. Ich verfolgte anschließend mit Hilfe eines Mannes von den Al-Ansar einen Mann von den Gegnern, und als wir ihn stellten, sagte er: „lā ilāha illa llāh „.

    Während sich der Mann von den Al-Ansar zurückhielt und von ihm abließ, erstach ich ihn mit meinem Schwert, so daß er starb. Als wir beim Propheten ankamen, wurde er davon unterrichtet, worauf er zu mir sagte: „Du Usama! Hast du ihn umgebracht, nachdem er „lā ilāha illa llāh “ gesagt hatte?“ Ich entgegnete: „O Gesandter Allahs, er wollte nur Zuflucht suchen!“ Der Prophet sagte abermals: „Hast du ihn umgebracht, nachdem er „lā ilāha illa llāh “ gesagt hatte?“ Er wiederholte diesen Satz mehrmals, bis ich mir wünschte, ich wäre vor diesem Tag noch nicht zum Islam gekommen.“

    ʿAbd Allāh Ibn berichtete, dass der Prophet sagte: „Wer eine Waffe gegen uns richtet, der gehört nicht zu uns!“

    ʿAbd Allāh berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: „Das Blut eines Muslims, der bezeugt hat, dass es keinen wahren Ilāh außer Allāh allein gibt darf nicht vergossen werden, außer in einem der drei Fälle: Im Fall der Wiedervergeltung für Mord, im Fall der Unzucht durch einen Verheirateten, und wenn derjenige von seinem Glauben abfällt und seine Bindung zur Gemeinschaft löst.“